| Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen |
| Autor |
Nachricht |
MichaSc Newbie

Anmeldungsdatum: 31.10.2009 Beiträge: 1
|
Verfasst am: 31.10.2009 00:29 Titel: Überspannungsschutz, DEHN-Geräte |
|
|
Hallo zusammen!
Ich habe eine Frage zum Überspannungsschutz mit DEHN-Produkten. Ein Bekannter, der Elektriker ist, würde mir gerade sowas einbauen, allerdings gehört Überspannungsschutz gerade nicht zu seinen Standard-Sachen und daher will ich hier noch mal fragen, ob das alles richtig ist und gut.
Zu unserer Elektroanlage:
- Doppelhaushälfte
- kein Blitzableiter
- Hausanschlusskasten im Keller
- davon ca. 10 Meter entfernt sind der Zähler und die Hauptverteilung/Sicherungskasten, eine weitere Unterverteilung gibt es nicht
- direkt hinter dem Drehstromzähler ist die Vorsicherung mit 3x63 A
- aus dem Zähler kommen die drei Phasen und PEN, ab hinter der Vorsicherung gibt es separat PE und N, der gelbgrüne PE-Leiter kommt mit 16mm² von einer Wasserleitung, die selbst an der Potentialausgleichsschiene angeschlossen ist (einen Fundamenterder gibt es soweit ich weiß nicht), der blaue N-Leiter ist der, der aus dem Zähler kommt, also ein TN-C-S-System
- in der Verteilung gibt mehrere FI-Schalter, jeweils mit eigener N-Sammelschiene
Da die besonders überspannungsempfindlichen Geräter (Computer und Telefonanlage) alle am gleichen Stromkreis hängen (der auch einen eigenen FI besitzt und nur einphasig ist), meint mein Bekannter, dass es reicht, den Überspannungsschutz nur für diesen Stromkreis direkt hinter dem FI zu installieren. Geht das? Und wäre es sinnvoll? Der FI-Schalter hat 40A/30mA (Vorsicherung mit 35), dahinter sind zwei LS-Schalter B16.
Mein Bekannter hat zwei noch unbenutzte DEHN-Geräte, die aber nicht aus dem aktuellen Programm sind:
DEHNguard T-275, No. 900 670,
DEHNgap T-C, SPD/N-PE, No. 900 134.
(bei beiden steht ein C in einem Viereck, beide haben jeweils oben und unter einen Anschlusskontakt, derzeit haben wohl andere DEHN-Produkte diese Nummer, z.T. drei- oder vierpolige, diese hier sind aber einpolig).
Folgendermaßen will er die Dinger anschliessen:
- beide hinter dem FI
- oberer Kontakt mit N-Ausgang des FI verbunden
- unterer Kontakt vom DEHNguard mit L-Augang (Phase) des FI
- unterer Kontakt vom DEHNgap mit der PE-Sammelschiene
Ist das alles so richtig?
Von DEHN gibt es neben dieser roten Serie auch eine gelbe Serie, die besonders für IT-Geräte sein soll. Heißt das, dass die beiden Teile der roten Serie bei mir gar nicht ausreichen oder bringen sie immerhin was?
Ich bin gespannt auf die fachkundigen Antworten... |
|
| Nach oben |
|
 |
elo22 Inventar

Anmeldungsdatum: 17.03.2005 Beiträge: 2229 Wohnort: Euskirchen
|
Verfasst am: 31.10.2009 02:21 Titel: Re: Überspannungsschutz, DEHN-Geräte |
|
|
| MichaSc hat folgendes geschrieben: |
- aus dem Zähler kommen die drei Phasen und PEN, ab hinter der Vorsicherung gibt es separat PE und N, der gelbgrüne PE-Leiter kommt mit 16mm² von einer Wasserleitung, die selbst an der Potentialausgleichsschiene angeschlossen ist (einen Fundamenterder gibt es soweit ich weiß nicht), der blaue N-Leiter ist der, der aus dem Zähler kommt, also ein TN-C-S-System
|
Da würde ich einen Erder nachinstallieren.
| MichaSc hat folgendes geschrieben: |
Da die besonders überspannungsempfindlichen Geräter (Computer und Telefonanlage) alle am gleichen Stromkreis hängen (der auch einen eigenen FI besitzt und nur einphasig ist), meint mein Bekannter, dass es reicht, den Überspannungsschutz nur für diesen Stromkreis direkt hinter dem FI zu installieren. |
IMHO, richtig oder gar nicht.
Lutz |
|
| Nach oben |
|
 |
Octavian1977 Inventar

Anmeldungsdatum: 05.10.2006 Beiträge: 2213 Wohnort: Wiesbaden
|
Verfasst am: 08.11.2009 17:47 Titel: |
|
|
zunächst benötigtst Du verschiedene Überspannungsschutzgeräte.
Als ersten den Grobschutz davon wird an alle elektrischen Leitungen einer angeschlossen die ins Haus kommen oder hinausgehen.
Also: Hausanschluß, Telefon, KabelTV, Leitung für Außenbeleuchtung, Gartenhütte etc. (Steckdosen die nur an der Außenwand montiert sind benötigen keinen) und zwar so dicht wie möglich an der Eintrittstelle.
Als zweites den Mittelschutz davon kommt jeweils einer in die Unterverteilungen, allerdings muß diese jeweils über einen 16mm² starken PE Leiter verfügen.
Als drittes den Feinschutz der in die Steckdosen kommt.
Ein Erder im Haus ist allerdings auf jeden Fall notwendig, damit das ganze überhaupt richtig funktioniert.
Zu bemerken ist noch (was meist nicht ausgeführt wird) die Grob und Mittelschutzelemente sind nicht nur an den PE der Anlage sondern zusätzlich an den Örtlichen PA anzuschließen. |
|
| Nach oben |
|
 |
BC Cool Newbie

Anmeldungsdatum: 09.07.2005 Beiträge: 31
|
Verfasst am: 08.11.2009 19:26 Titel: |
|
|
Hallo
Wie Octavian1977 schon gesagt hat ein unterteilung in Grob Mittel und Feinschutz ist dringend notwendig. Installiert man zum Bsp. nur Feinschutz direckt vor denn Geräten dann ist das schon fast hinausgeschmissenes Geld. Denn der Feinschutz kann die Großen Ströme bei einem Blitzeinschlag auftreten garnicht ableiten. Zu mir hat mal ein Dehn-Mitarbeiter auf der Messe gesagt. Blitzschutz nur Komplett installieren sonst kann die Sicherheit nicht gegeben werden und die Investition war umsonst.
Gruß BC |
|
| Nach oben |
|
 |
elektroblitzer Inventar

Anmeldungsdatum: 12.07.2007 Beiträge: 873 Wohnort: Dortmund
|
Verfasst am: 09.11.2009 08:50 Titel: |
|
|
| Hinter dem FI darf kein Überspannungsschutz installiert werden. Durch die höhen Ableitströme würde der FI beschädigt. |
|
| Nach oben |
|
 |
Volta Member

Anmeldungsdatum: 30.09.2007 Beiträge: 80
|
Verfasst am: 29.11.2009 21:45 Titel: |
|
|
| elektroblitzer hat folgendes geschrieben: | | Hinter dem FI darf kein Überspannungsschutz installiert werden. Durch die höhen Ableitströme würde der FI beschädigt. |
Du redest jetzt aber nur von der Hauptverteilung / Unterverteilung, oder? Sonst dürfte ja überhaupt kein ÜSS mehr in Steckdosen eingebaut werden?!? |
|
| Nach oben |
|
 |
elektroblitzer Inventar

Anmeldungsdatum: 12.07.2007 Beiträge: 873 Wohnort: Dortmund
|
Verfasst am: 02.12.2009 20:16 Titel: |
|
|
@Volta
Es gibt FI mit Überspannungsschutz die kann man dann einsetzen, wenn man in der Projketierung nicht ganz fit ist. |
|
| Nach oben |
|
 |
Volta Member

Anmeldungsdatum: 30.09.2007 Beiträge: 80
|
Verfasst am: 02.12.2009 21:07 Titel: |
|
|
| elektroblitzer hat folgendes geschrieben: | @Volta
Es gibt FI mit Überspannungsschutz die kann man dann einsetzen, wenn man in der Projketierung nicht ganz fit ist. |
Wenn man mit der Projektierung nicht fit ist, sollte man sich besser fit machen oder alternativ einen Experten beauftragen, wenn das "lernen" für z.B. 'ne einmalige Sache nicht lohnenswert ist.
Es gibt auch Steckdosenleisten im Baumark, wo Überspannungsschutz drauf steht ... alles ganz easy, ne? |
|
| Nach oben |
|
 |
elektroblitzer Inventar

Anmeldungsdatum: 12.07.2007 Beiträge: 873 Wohnort: Dortmund
|
Verfasst am: 02.12.2009 21:20 Titel: |
|
|
| Steckdosen mit dem eingebauten Feinschutz funktinieren nicht wirklich gut, wenn sie nur solo verwendet werden. |
|
| Nach oben |
|
 |
littelboytom Inventar


Anmeldungsdatum: 10.06.2006 Beiträge: 569 Wohnort: Baden Württemberg
|
Verfasst am: 02.12.2009 22:33 Titel: Blitzschutz |
|
|
Hallo zusammen,
falls dann die Blitzschutzelemente mal eingebaut werden sollten, bitte auf entsprechende Freiräume achten. Je nach Bauform und größe sind das dann einige cm. Hatte vor einigen Jahren eine Serie die benötigte 15 cm komplett außen herum als Ausblasebereich!
Gruß Tom _________________ ______________________________
Strom macht klein schwarz und regungslos. Ich tippsel hier nur meine persönl. Meinung bzw. Ansicht. Ohne jegliche Garantie, Haftung oder dergl.. Zur Nachahmung natürlich nicht empfohlen. |
|
| Nach oben |
|
 |
|