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spannung24 Inventar

Anmeldungsdatum: 31.08.2009 Beiträge: 553
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Verfasst am: 05.03.2010 14:24 Titel: Was ist "Bauernstrom" ??? |
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Ich erinnere mich vor einiger Zeit hier im Forum mal den
Begriff "Bauernstrom" gelesen zu haben, was ist das?
Ist das eine Art Ökostrom ähnlich der, der erneuerbaren Energien, oder ging es hier vielmehr um eine Netzform?
Im Beitrag eines Forenmitgliedes damals stand das es sich
wohl nicht um "echten" Drehstrom handelt.
Also wohl eher um ein Netz mit 2 statt 3 Aussenleiter?
Aber wüsste jetzt nicht das,daß auch als "Bauernstrom"
bezeichnet wird.
An die, die sich unter der Bezeichnung "Bauernstrom" was vorstellen können
klärt mich mal bitte auf,danke.  |
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friends-bs Co-Admin


Anmeldungsdatum: 08.07.2005 Beiträge: 2283 Wohnort: N50°06.845´ / E8°54.148´
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Nullvolt Inventar

Anmeldungsdatum: 08.03.2006 Beiträge: 1674
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Verfasst am: 05.03.2010 16:49 Titel: |
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Eigentlich nur letzteres.
Drehstrom mit 3 Außenleitern und Schutzleiter an 4-poliger CEE-Steckverbindung ist etwas ganz Normales und heißt so. Der Nachteil ist allerdings, dass hier nur symmetrische Drehstromverbraucher angeschlossen werden können, da ja nur 400V anliegen.
Nun gab (oder gibt) es in der Landwirtschaft angeblich findige Menschen (Bauern), die auf die geniale Idee gekommen sind, an einem 3L+PE doch irgendwie 230V abzugreifen. Was natürlich in die Hose geht und je nach Bastelgrad zur Zerstörung der angeschklossenen Verbraucher führt.
Besonders beliebt ist die Lösung, einfach die 4-polige Steckdose gegen eine 5-polige zu ersetzen und dann entweder den Neutralleiter offen zu lassen oder mit dem Schutzleiter zu verbinden (Pseudo-Nullung).
Pseudo-Nullung deshalb, weil in der Landwirtschaft früher generell das TT-System vorgeschrieben war und es daher überhaupt keinen PEN geben konnte.
Noch früher zur Zeit der Waltherstecker ("Witwenmacher") war es noch einfacher. Die hatten zwei Schutzleiterbügel (vergleichbar mit denen einer Schukosteckdose). Je nach Netzform und Ausführung des Drehstroms waren beide Bügel verbunden und mit dem PEN verbunden (im TN-System) oder aber getrennt und dann einer für PE und einer für N verwendet (im TT-System). Da aber im TT-System auch die vierpolige Variante verwendet wurde, bedeutete das, dass hier nur Außenleiter und Schutzleiter anlagen. Wenn das Gerät nun für Nullung gedacht war und man es dann im TT-System (4-polig) angeschlossen hat, hatte man den Sternpunkt wunderbar auf den PE geprägt. Je nach den Erdungsverhältnissen verschob er sich mehr oder weniger, so dass dann einige Geräte statt 230V z.B. nur 200V abbekamen, andere dafür 270V oder noch mehr.
Das nennt man Bauerndrehstrom.
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