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Bestandsschutz von Räumen in Altbauwohnung

Elektrikforum Foren-Übersicht -> Grundlagen & Schaltungen der Elektroinstallation
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masungu
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Anmeldungsdatum: 22.02.2005
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 22.02.2005 11:31    Titel: Bestandsschutz von Räumen in Altbauwohnung Antworten mit Zitat
Guten Tag,

ein Freund von mir will eine Altbauwohnung renovieren. In allen Räumen sind 2-adrige Kabel verlegt. Nun sollen zusätzliche Steckdosen in den einzelnen Räumen eingebaut werden. Die Wohnung wird vermietet und der Mieter stellt die Forderung, dass die Arbeiten nach DIN und VDE ausgeführt werden.
Muß er nun die gesamte Verkabelung in den ganzen Räumen erneuern und wenn ja, wo, kann ich das nachlesen?

Vielen Dank für die Antworten.
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Hallo!

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didi
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Anmeldungsdatum: 22.02.2005
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 22.02.2005 17:45    Titel: Antworten mit Zitat
Wenn man in der Anlage Änderungen durchführt müssen diese nach VDE 0100 erfolgen sprich die Installation nach dem Neusten Standard.
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Taliesin
Member
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Anmeldungsdatum: 15.11.2004
Beiträge: 94
Wohnort: Ammerland/Niedersachsen

BeitragVerfasst am: 22.02.2005 20:21    Titel: Antworten mit Zitat
Es gilt aber der Bestandsschutz.
Also alle Änderungen / Erweiterungen mit neuen Kabeln, aber nichts alt - neu - alt.

(Meiner Erinnerung nach)
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Martin
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Anmeldungsdatum: 28.02.2005
Beiträge: 48

BeitragVerfasst am: 01.03.2005 01:16    Titel: Antworten mit Zitat
Hallo!

Bestandsschutz gibt es allenfalls noch für Objekte, die vom Eigentümer selbst genutzt werden. In dem Moment, wo etwas vermietet wird, trägt der Vermieter/Eigentümer die Verkehrssicherungspflicht, und das heißt, daß Erdung und FI vorhanden sein muß!

Also raus mit dem alten Kram und neu verlegt, am besten in Rohre, dann kann man auch mal nachträglich etwas ändern oder hinzufügen. Falls schon Leitungsrohre vorhanden sind, ist die Sache ziemlich einfach, dann zieht man einfach neue Leitungen ein.


Gruß
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Quasi0815
Cool Newbie
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Anmeldungsdatum: 06.03.2005
Beiträge: 28
Wohnort: Schwäbische Alb

BeitragVerfasst am: 06.03.2005 16:26    Titel: Antworten mit Zitat
wenn man dem hier-->>>http://www.elektrikforum.de/ftopic164.html<<---glauben schenken kann, dann wird die Sache glaub ich gar nicht so einfach!!!
_________________
kein Licht kein Strom, ich komme schon......
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Heikoweh
Cool Newbie
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Anmeldungsdatum: 16.03.2005
Beiträge: 41

BeitragVerfasst am: 20.03.2005 22:16    Titel: Antworten mit Zitat
Hallo Martin,

Wo steht in der VDE daß eine Installation immer und jederzeit dem aktuellen Stand der Technik entsprechen muß.
Soweit ich weiß, ist es für jede Prüfung einer Altanlage unumgänglich die Empfehlungen der VDE zum Zeitpunkt der Erstellung der Anlage zu kennen.
Daß der Fachmann dann eine Empfehlung geben kann bzw. muß, weiß ich auch, aber wenn alle Anlagen, die nicht Stand der Technik sind,innerhalb eines Jahres außer Betrieb genommen werden müßten, bräuchte Deutschland 10* mehr Elektriker.
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Heikoweh
Cool Newbie
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Anmeldungsdatum: 16.03.2005
Beiträge: 41

BeitragVerfasst am: 20.03.2005 22:18    Titel: Antworten mit Zitat
Hallo Talisien

Auch ich habe das so in Erinnerung!
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Martin
Cool Newbie
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Anmeldungsdatum: 28.02.2005
Beiträge: 48

BeitragVerfasst am: 21.03.2005 10:33    Titel: Antworten mit Zitat
[quote="Heikoweh"]
Wo steht in der VDE daß eine Installation immer und jederzeit dem aktuellen Stand der Technik entsprechen muß.
[/quote]

VDE 0100 Teil 610 schreibt eine Prüfung privat genutzter Anlagen alle 4 Jahre vor. Diese Prüfung orientiert sich am AKTUELLEN Stand!

Wenn Du das Objekt selbst nutzt, kannst Du das auf Dein Risiko hin natürlich vernachlässigen, wenn Du das aber vermietest, dann wirst Du peinlich genau darauf bedacht sein, daß Du diese Überprüfung machst bzw. durchführen lässt. Machst Du das als Vermieter nicht, ist das eine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht und kann vor Gericht zu Deinem Nachteil ausgelegt werden.

Jeder Vermieter, der nicht mit einem Bein im Gefängnis stehen möchte, wird also eine Überprüfung vornehmen lassen. Falls sich bei der Überprüfung herausstellt, daß z. B. ein FI für das Bad fehlt, dann wird man das in diesem Zuge nachrüsten.

Im übrigen gibt es nicht nur die VDE-Normen, sondern zahlreiche Gesetze zu Haftungsfragen etc., die der VDE übergeordnet sind.

Siehe auch hier: www.e-check.de

Bestandsschutz heißt nur, daß der Energieversorger nicht die Versorgung einstellt. Das heißt aber noch lange nicht, daß man das Objekt einfach so weiterbetreiben kann. Als Vermieter hat man nun mal auch gewisse Pflichten, die nicht nur in der VDE stehen.



Gruß
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Quasi0815
Cool Newbie
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Anmeldungsdatum: 06.03.2005
Beiträge: 28
Wohnort: Schwäbische Alb

BeitragVerfasst am: 21.03.2005 15:25    Titel: Antworten mit Zitat
Hallo,

ich muß da Martin voll zustimmen!!!

Dieser Bekannte nimmt eine Änderung in der el. Anlage vor, und muß diese somit auf den aktuellen Stand der Technik bringen!!!

Z.b. Wie will der "Bekannte" zusätzliche Steckdosen anbringen, wenn die el. Leitungen 2-adrig sind und die klassische Nullung seit ca. 30 Jahren verboten ist???
_________________
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Martin
Cool Newbie
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Anmeldungsdatum: 28.02.2005
Beiträge: 48

BeitragVerfasst am: 22.03.2005 09:33    Titel: Antworten mit Zitat
[quote="Quasi0815"]
Z.b. Wie will der "Bekannte" zusätzliche Steckdosen anbringen, wenn die el. Leitungen 2-adrig sind und die klassische Nullung seit ca. 30 Jahren verboten ist???[/quote]

Es war früher mal üblich, daß man ausgehend von einer klassischen Nullung dreiadrig weiterverdrahtet hat und dann am Übergang zur klassischen Nullung N und PE zum PEN verbunden hat.

Aus Gründen der Haftung und der Verkehrssicherung sollte man das heute aber nicht mehr machen. Wie ich bereits schrieb gibt es Rechtsnormen, die der VDE übergeordnet sind. Die sog. "Innungsfachleute", die ihre VDE zwar in- und auswendig kennen, aber links und rechts davon blind sind, können nicht beurteilen, welche Rechtsnormen noch anzuwenden sind. Fakt ist, daß der Betreiber einer Anlage (Eigentümer oder Vermieter) eine Verkehrssicherungspflicht hat, und die erstreckt sich nach VDE 0100 Teil 610 u. a. auch darauf, daß er alle 4 Jahre eine Prüfung vornimmt, die sich an den aktuellen Normen orientiert und nicht an den Normen zum Zeitpunkt der Errichtung!

Im übrigen ist ein Elektriker dazu verpflichtet, den Betreiber einer Anlage darauf hinzuweisen, wenn er auf Anlagen ohne FI oder mit klassischer Nullung trifft und ihn über den Stand der Dinge aufzuklären. Sinnvollerweise läßt man sich das schriftlich bestätigen. Falls dann später etwas passiert, kann man das belegen und sich so ggf. der Mithaftung entziehen.

Im übrigen haben wir letztes Jahr nach Rücksprache mit dem VNB eine Anlage außer Betrieb genommen, in der noch baumwollumwickelte Aludrähte von ca. 1920 im Einsatz waren, offene Verteilerdosen, 2-polige Steckdosen usw. Und das alles in einem Stall mit Tierhaltung! Der Bauer hat natürlich ziemlich gezetert, hat ihm aber nichts genutzt. Nach einer Woche kam er dann daher und wollte den Stall renoviert haben, haben wir ihm dann auch gemacht. Dummerweise hat er bei der Berufsgenossenschaft angerufen, die kamen dann vorbei, haben sich das angeschaut und in anderen Gebäuden weitere eklatante Mängel entdeckt, die wir dann auch behoben haben. War dann eine etwas größere Aktion!

Gruß
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