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Hab ihr eine ziemlich verkorkste Elektroinstallation

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Elektrikforum Foren-Übersicht -> Installation von Leitungen und Betriebsmitteln in der Praxis
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cool_D.
Cool Newbie
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Anmeldungsdatum: 09.03.2005
Beiträge: 25

BeitragVerfasst am: 21.03.2005 02:08    Titel: Hab ihr eine ziemlich verkorkste Elektroinstallation Antworten mit Zitat
Hi,
versuch es kurz zu beschreiben, auch wenns nicht geht *gg*.
Hab eine Gartenlaube aus Holz, wärmegedammt.
Die kriegt Strom über 3x1,5mm² von Verteilerkasten im
Keller (Leitung ca. 20m lang, mit 16A abgesichert und geht durch Erde).
In Laube hab ich neuen Kleinverteiler mit B10-Sicherung installieren
lassen und stoßen dabei auf eine laienhafte Elektroinstallation vom
Vorbesitzer. Die sieht in etwa so aus:
3x1,5mm² Alu müsste man an den Kleinverteiler anschließen, damit
die ganze Laube Strom kriegt.
Die Alu-Leitung ist nur 50cm lang endet in Abzweigdose und wird
darauf mit 2x0,75mm² (Kupfer) Rundlitze verlängert.
Von da aus gehts in weitere Abzweigdosen für die Wechselschaltung
für das Licht, wobei die Wechselschalter wieder 3x1,5mm² Kupferleitung
haben (aber nur die), die restlichen wieder Rundlitze.
Mit Rundlitze werden auch die ganzen Steckdosen versorgt.
Nun meine Frage:
kann man das so lassen oder sollte das dringend verbessert werde?
Wenn ja, welche Leitungen nehmen?
Es liegt klassische Nullung vor, was an sich kein Problem wäre, da
in der Laube nur schutzisolierte Geräte verwendet werden.
Was meint ihr?
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Martin
Cool Newbie
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Anmeldungsdatum: 28.02.2005
Beiträge: 48

BeitragVerfasst am: 21.03.2005 10:44    Titel: Re: Hab ihr eine ziemlich verkorkste Elektroinstallation Antworten mit Zitat
Hallo!

Alu-Leitungen sind im Bereich der Hausinstallation nicht mehr erlaubt, nur noch für den Bereich der Energieversorger (Erdkabel ab ca. 50 qmm aufwärts bzw. für Freileitungen), und klassische Nullung ist seit 1973 verboten!

Also raus mit dem alten Mist und neu verdrahten!


Gruß
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Gretel
[Moderator]
[Moderator]


Anmeldungsdatum: 16.03.2005
Beiträge: 2110

BeitragVerfasst am: 21.03.2005 10:46    Titel: Antworten mit Zitat
Die DIN VDE 0100 Teil 520 schreibt für Leitungen bei fester, geschützter Verlegung einen Mindestquerschnitt Cu 1,5 qmm oder Alu 2,5 qmm vor.

Daraus ergibt sich schon das AUS für die vorhandene Installation
-> Und auch keinesfalls einen Bestandschutz .

Die Installation ist brandgefährlich (, weil übersichert , falsche Leitungsarten) und evtl. Fehlerfallabschaltbedingungen so nicht bestimmungsgemäss auftreten können !
-
Bei der Ermittlung des Leiterquerschnittes muss neben der zulässigen Strombelastbarkeit auch der zuläassige Spannungsfall berücksichtigt werden.



Bezüglich dieser Auslegungsrechnung werden nachfolgende Angaben benötigt :

Leitungslänge Hausanschlusskasten zum Zähler (evtl. Hauptverteilung)
Leitungslänge Zähler zur Unterverteilung ?
Leitungslänge Unterverteilung zum letzten Verbraucher (Steckdose, Leuchte) ?
Art der Leitungen ?
Verlegearten ?
Erforderliche Leistung der vermutlichen Endverbraucher vor Ort ?
-> Art des Zählers ?
Netzsystem ? (Zuständiges EVU fragen oder deren TAB einsehen !)

Dann kann man weitersehen !
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OEmer
Inventar
Inventar


Anmeldungsdatum: 13.03.2005
Beiträge: 1430
Wohnort: Niedersachsen

BeitragVerfasst am: 21.03.2005 10:56    Titel: Re: Hab ihr eine ziemlich verkorkste Elektroinstallation Antworten mit Zitat
cool_D. hat folgendes geschrieben:
Hi,
Die kriegt Strom über 3x1,5mm² von Verteilerkasten im
Keller (Leitung ca. 20m lang, mit 16A abgesichert und geht durch Erde).


Das ist so schonmal nicht ok, bei der Länge, Verlegeart und Absicherung hätten es wohl 2,5mm² sein müssen (Spannungsfall). Kann man aber nur genau sagen, wenn man auch den Rest der Anlage kennt.

DIe alte Installation würde ich komplett erneuern. In ner Laube ist das ja nicht viel Arbeit. Besonders die Verbindung Kupfer-Aluminium ist kritisch und sollte weg, aber auch der Rest ist falsch bemessen und einfach nur Pfusch.

Ausserdem solltest du noch einen FI-Schalter einplanen, da für Steckdosen, deren Betriebsmittel im Freien genutzt werden, einer vorgeschrieben (und vor allem Sinnvoll) ist. und früher oder später brauchst du bestimmt mal draussen Strom.
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cool_D.
Cool Newbie
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Anmeldungsdatum: 09.03.2005
Beiträge: 25

BeitragVerfasst am: 24.03.2005 22:50    Titel: Re: Hab ihr eine ziemlich verkorkste Elektroinstallation Antworten mit Zitat
Hi,
dank für eure Antworten.
Ich hab jezt 1,5mm² Feuchtraumkabel NYM-J Cu für die
Laube eingeplant.
Insgesamt werd ich wohl 25m Kabel brauchen für die Laube.
Das sollte besser sein, oder?
PE-Leiter wird auch verlegt, sprich Klassische Nullung ade *gg*
RCD ist auch mit eingeplant.

MfG
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DaKufa
Master Member
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Anmeldungsdatum: 22.02.2005
Beiträge: 488
Wohnort: Lindenberg i.A.

BeitragVerfasst am: 25.03.2005 11:22    Titel: Hi!... Antworten mit Zitat
jo, was ich so mitbekommen hab is das warscheinlich schon ok.....
(--> Aber ich gebe keine Garantie darauf!!!)
jedoch wenns geht hau auch gleich die Zuleitung zur laube raus und verleg ein 3x2,5mm²... So hast du auf jeden Fall den Spannungsfall eingehalten.

mfg DaKufa
_________________
Unvorsichtige Elektriker sterben Gott sei Dank nach und nach aus....
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cool_D.
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Anmeldungsdatum: 09.03.2005
Beiträge: 25

BeitragVerfasst am: 02.04.2005 02:34    Titel: Antworten mit Zitat
Hi,
so nun ist die neue Elektroinstallation fertig.
Da du die Zuleitung zur Laube und den Spannungsabfall ansprachst, hab
ich in der Laube mit nem digitalen Multimeter die Spannung an
den neuen einzelnen Steckdosen gemessen.
Ich kam auf Werte von 234/235 V und auf 237/238V.
Ich denke mal, dass ich aufgrund dieser Messergebnisse die Zuleitung
zur Laube mit 3x1,5mm² drinlassen kann, oder nicht?? Wink

MfG
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Gretel
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Anmeldungsdatum: 16.03.2005
Beiträge: 2110

BeitragVerfasst am: 02.04.2005 07:11    Titel: Antworten mit Zitat
-> Delta U = (2 * 20 m * 16 A * 1 ) / (54 (m/(Ohm*mm²)) * 1,5 mm²)
-> Delta U = 640 m*A / 81 m*(V/A)
-> Delta U = 7,9 V
Spannungsfall überschritten ! Darf bei 3% von 230 V nur 6,9 V sein ! (DIN 18015)
Und hier wird nur bis angegebene Werte gerechnet , d.h. es sind noch weitere/längere Leitungen bis zu den jeweiligen Verbrauchern !

Was heisst das ?
Die Schutzeinrichtungen schützen Leitungen und Kabel gegen Überlastung und gegen Kurzschlüsse.
Das können die aber nur ,wenn die Rahmenbedingungen stimmen , und das ist hier nicht gegeben !

Lösung : Angabe der restlichen maximalen Leitungslänge und neu rechnen , dann kann man die dafür notwendige Schutzeinrichtung auswählen.

Wahrscheinlich B 6 A LS-Schalter im Hauptverteiler.
Enpfehlenswert noch ein 2pol. FI-Schutzschalter mit Fehlerstrom <= 30 mA.

Es wäre aber notwendig obige Fragen zu beantworten !
-
Zur Deiner Messung :
Das Mulitmetergemessene sind alles Leerlaufspannungen , ohne sinnvolle Belastung !
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cool_D.
Cool Newbie
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Anmeldungsdatum: 09.03.2005
Beiträge: 25

BeitragVerfasst am: 02.04.2005 15:54    Titel: Antworten mit Zitat
Hi,
oh hätte nicht gedacht, dass man da noch extra Formeln für hat *gg*.
Nun gut, also die Zuleitung ist nur geschätzt 20m ich bin mal mit
den Zollstock nachgemessen und kam auf ca. 15m (auch nur geschätzt).
Muss auch dazu sagen, dass in der Laube auch nochmal ein
kleiner Verteilerkasten ist.
Die Lauben-Elektro ist mit B10 abgesichert und ich hab gut 25m Kabel
für die Laube gebraucht.
Wenn ich nun nur für die Laube anwende, komme ich auf:
Delta U= 500m*A/81m*(V/A)
Delta U=6,2V
Das würde doch die Regel einhalten, oder nicht?
Warum multipliziert man eigentlich die Leitung mit 2?
Die Zuleitung ist mit 16A abgesichert und mündet dann
in den Kleinverteiler von der Laube, wo diese ja mit 10A
agbesichert ist. Also kann ich doch die Zuleitung ruhig extra
berechnen oder nicht?
Wenn ich das mache komm ich auf
Delta U= (2*15m*16A*1) / 81m * (V/A)
Delta U= 5,9 V
Würde auch noch der Regel entsprechen oder nicht?

MfG
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Gretel
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Anmeldungsdatum: 16.03.2005
Beiträge: 2110

BeitragVerfasst am: 02.04.2005 17:03    Titel: Antworten mit Zitat
Nicht richtig !

Als Summe der Spannungsfälle rechnet man jeweils die Sicherungseinsätze auf den separat abgesicherten Stromkreis bezogen .

Also Hautpverteilerspannungsfall mit 16 A und dann addieren mit gleicher Formel mit Leitungsweg UV Laube zu den Verbrauchern ! Dort dann die 10 A in die Formel einsetzen .

2 wird wegen Leitungslänge "hin und zurück" benötigt.

Die Summe des gesamten Spannungsfalls ist ausschlaggebend !

Hierbei sind keine Verlegearten , Temperaturbereiche ,Häufungen , etc.... berücksichtigt , um die Abschaltbedingungen einzuhalten.

Wie sieht es mit den Schleifenwiderstandmessungen aus ?
Steht überhaupt ein solches Messgerät zur Verfügung ?
->
Ich denke da schon eher an meinen obigen Vorschlag mit dem B6A LS-Schalter mit FI als gesamte Vorsicherung der gesamten Laube !

Alles andere wird hierbei , da noch andere Fragen offen sind und keine brauchbaren Antworten geschrieben werden , zu nichts wirklich elektrisch Einwandfreiem führen !
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