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SAT,Netzwerk,Server & PAS

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Elektrikforum Foren-Übersicht -> Blitzschutz, EMV, Erdung & Potentialausgleich
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Mellinger
Newbie
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Anmeldungsdatum: 17.03.2014
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 17.03.2014 21:14    Titel: SAT,Netzwerk,Server & PAS Antworten mit Zitat
Moin Moin,

nach dem Lesen mehrerer Forumseinträgen bzgl. Erdung/Potentialausgleich miner Sat/Netzwertechnik im Neubau habe ich meine Gedanken in einer Zeichnung zusammen gefasst und wollte fragen, ob dass so ok ist.

Zur Erklärung sei noch gesagt:
- Zwei-Geschossiges Haus, kein Keller
- Entfernung PAS/HAK zum Technikraum : 4m
- Die Sat-Schüssel hängt an der HAuswand, >2m unterm Dach
- Die Koaxkabel vom LNB werden direkt in den Technikraum im EG geführt
- vom Technikraum gehen sternförmig sowohl Koax als auch Netzwerkkabel ab
- die Topologie des restlichen Netzwerkes spare ich mir hier


Um Kosten zu sparen, wollte ich die Installation/Kauf der Komponenten im Technikraum selbst vornehmen. Die komplatten Kabel und Dosen legt die EFK, ebenso das 16mm^2 Kabel zur PAS.
Was sagt ihr?



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elo22
Inventar
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Anmeldungsdatum: 17.03.2005
Beiträge: 4663
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 18.03.2014 07:23    Titel: Re: SAT,Netzwerk,Server & PAS Antworten mit Zitat
Mellinger hat folgendes geschrieben:



Um Kosten zu sparen, wollte ich die Installation/Kauf der Komponenten im Technikraum selbst vornehmen. Die komplatten Kabel und Dosen legt die EFK, ebenso das 16mm^2 Kabel zur PAS.
Was sagt ihr?


Du brauchst nur 4mm².

Lutz
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Dipol
Inventar
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Anmeldungsdatum: 30.03.2008
Beiträge: 626
Wohnort: Raum Stuttgart

BeitragVerfasst am: 18.03.2014 13:32    Titel: Re: SAT,Netzwerk,Server & PAS Antworten mit Zitat
Mellinger hat folgendes geschrieben:

- Die Sat-Schüssel hängt an der HAuswand, >2m unterm Dach

Wenn auch der maximale Wandabstand von 1,5 m einhalten ist, befindet sich die Antenne in der nicht erdungspflichtigen Schutzzone der Fassade.

Eigentlich selbstverständlich: Die Antenne und Antennen-Leitungen müssen auch zu einschlaggefährdeten metallischen Hausteilen einen ausreichend isolierenden Abstand von ~ 10 % der Höhe über Grund einhalten und ich empfehle auch einen seitlichen Sicherheitsabstand von den Hauskanten, der nach Norm nicht gefordert ist.

Für die Montage des Erdblocks macht die Norm keine Vorgaben, am besten wird der nach dem Kabeleintritt ins Gebäude gesetzt. Gegen induktive Blitzstromeintragungen von Naheinschlägen sind noch SPD 2 Überspannungsleiter vor dem Multischalter eine Option. Die von DURA und AXING haben die nominal besten Werte.
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Mellinger
Newbie
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Anmeldungsdatum: 17.03.2014
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 19.03.2014 06:52    Titel: Antworten mit Zitat
Besten Dank für die Hinweise!
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Octavian1977
Inventar
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Anmeldungsdatum: 05.10.2006
Beiträge: 14363
Wohnort: Wiesbaden

BeitragVerfasst am: 21.03.2014 16:35    Titel: Antworten mit Zitat
Trotzdem muß die Antenne in den Potentialausgeleich einbezogen werden, auch wenn dies für den Blitzschutz nicht gefordert ist.

Es handelt sich hier durchaus um eine Anlage die ein Potential verschleppen kann.
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Stressi90
Cool Newbie
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Anmeldungsdatum: 25.07.2017
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 24.08.2017 07:56    Titel: Antworten mit Zitat
Moin,

ist das tatsächlich so, dass die Antenne und der Antennenmast in dieser Konstellation in den Potentialausgleich einbezogen werden müssen? Denn letztlich kann das ggf. abweichende Potential doch nur durch die Koaxleitungen ins Haus geführt werden, welche ja aber wiederrum direkt nach dem Eintritt ins Gebäude durch den da zu setzenden Erdungswinkel (ggf. mit Überspannungsschutz) in den Schutzpotentialausgleich mit einbezogen werden.

Ich versteh in diesem Zusammenhang nicht, warum da die Antenne und Mast mit verbunden werden sollten?

Beste Grüße
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Dipol
Inventar
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Anmeldungsdatum: 30.03.2008
Beiträge: 626
Wohnort: Raum Stuttgart

BeitragVerfasst am: 24.08.2017 10:40    Titel: Antworten mit Zitat
Stressi90 hat folgendes geschrieben:
... ist das tatsächlich so, dass die Antenne und der Antennenmast in dieser Konstellation in den Potentialausgleich einbezogen werden müssen?

@Octavian1977 stellt ab und an in bester Absicht Thesen zu Normen auf, die er nicht gelesen hat. Wink

Weder die aktuelle DIN EN 60728-11 (VDE 0855-1):2011-06 noch die neue Ausgabe von 2017-10 verlangen bei nicht erdungspflichtigen Antennen, dass die Wandhalterungen in den Schutzpotenzialausgleich einbezogen werden.

Wenn bei nicht erdungspflichtiger Fassadenmontage der erste PA der Kabelschirme - vorzugsweise beim Kabeleintritt ins Gebäude aber auch an anderen Stellen - erfolgt und der PA auch bei Komponentenausbau an allen Leitungen erhalten bleibt, ist die Ausführung normkonform. Die 6 mm² Cu sind schon mehr als die nach Norm geforderten 4 mm² Cu. Ein sternförmiger Anschluss aller Erdwinkel und Komponentengehäuse an die Haupterdungsschiene ist nicht erforderlich.

Im Beispielbild einer nicht erdungspflichtigen Fassadenantenne der DIN VDE 0855-300 für Funksende-/empfangsantennen ist ein Erdblock nach dem Kabeleintritt dargestellt, in den ähnlichen Beispielbildern von IEC 60728-11 bzw. DIN EN 60728-11 (VDE 0855-1) muss man sich den dazudenken.

Zum Funktionspotenzialausgleich des Schranks genügen 6 mm² Cu, die 16 mm² Querschnitt in der Zeichnung sind unnötig und als LNB vor einem Multischalter ist ein Quatro- anstelle Quad-LNB richtiger.

EDIT: Tippfehler beseitigt


Zuletzt bearbeitet von Dipol am 24.08.2017 12:37, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Stressi90
Cool Newbie
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Anmeldungsdatum: 25.07.2017
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 24.08.2017 11:15    Titel: Antworten mit Zitat
Super, vielen Dank für die Klarstellung Dipol. Very Happy
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Octavian1977
Inventar
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Anmeldungsdatum: 05.10.2006
Beiträge: 14363
Wohnort: Wiesbaden

BeitragVerfasst am: 24.08.2017 12:58    Titel: Antworten mit Zitat
VDE 0100-410 411.3.1.2:

"... müssen ...und die folgenden leitfähigen Teile über die Haupterdungsschiene zum Schutzpotentialausgleich verbunden werden: ...-fremde Leitfähige Teile der Gebäudekonstruktion, sofern im üblichen Gebrauchszustand berührbar..."

Da zähle ich auch eine Antenne hinzu die auf oder unter dem Dach montiert ist. Bei Fassadenarbeiten oder Dacharbeiten ist diese berührbar.

nach VDE 0100-540 wäre das dann mindestens 2,5mm² oder 4mm² bei ungeschützter Verlegung.

Dies hat mit Blitzschutz NICHTS zu tun!
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Dipol
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Anmeldungsdatum: 30.03.2008
Beiträge: 626
Wohnort: Raum Stuttgart

BeitragVerfasst am: 24.08.2017 13:35    Titel: Antworten mit Zitat
Octavian1977 hat folgendes geschrieben:
Dies hat mit Blitzschutz NICHTS zu tun!

Völlig richtig.

Eben weil es bei nicht erdungspflichtigen Antennenmontagen nur noch um den Schutz gegen den elektrischen Schlag geht, genügt es die Kabelschirme in den PA einzubeziehen, denn aus der Antenne und dem LNB droht keine Gefahr. Wink
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