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Fundamenterder (Ausführung)

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Elektrikforum Foren-Übersicht -> Blitzschutz, EMV, Erdung & Potentialausgleich
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AoDA_Keule
Master Member
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Anmeldungsdatum: 15.03.2006
Beiträge: 105
Wohnort: Hillerse/Nds.

BeitragVerfasst am: 25.02.2015 17:19    Titel: Fundamenterder (Ausführung) Antworten mit Zitat
Moin Kollegen,

wir sollen demnächst für unsere Bauträger den Fundamenterder legen. Da das bisher immer die Baufirma(mehr oder weniger) ausgeführt hat, fehlt dort doch ein wenig die Erfahrung.
Ich habe mich jetzt zwar schon seit einiger Zeit mit der Fundamenterder-Problematik beschäftigt aber so ganz steige ich da noch nicht durch. Bevor da jetzt was quer läuft wollte ich nochmal einige Meinungen zum geplanten Erder hören.

In den meisten Fällen besteht das Fundament aus einem unbewehrten Streifenfundament mit bewehrter Bodenplatte.

Ich dachte mir nun einen 10mm Edelstahldraht einmal durch das Streifenfundament zu legen, und das ganze mit einem Schraubverbinder zu verbinden. Wobei ein Ende dann aus der Platte ragt als Anschlußfahne für die HES. Der Draht ist dann rundum von Beton umschlossen und die Anschlussfahne muss auch nicht extra abgedichtet werden wie bei verzinktem Stahl. Bei Antennenanlagen zweige ich dann eine weitere Anschlussfahne von meinem Ring ab.

Das wäre IMHO die einfachste Lösung bei diesem Fundametaufbau.

Wie seht ihr das bzw. was würdet ihr anders machen?

Besten Dank im Vorraus
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Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer eine nukleare Explosion verursacht.
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Newbie
Hallo!

Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man viele Antworten!


A. u.O.
Inventar
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Anmeldungsdatum: 16.11.2012
Beiträge: 2729

BeitragVerfasst am: 25.02.2015 17:38    Titel: Antworten mit Zitat
Hallo!

Suche mal nach DEHN Blitzplaner.

P:S. Aber wenn Du keine Schulung hast, bitte nur darüber nachdenken, nix selber machen, lt. "Dipol"!
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karo28
Inventar
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Anmeldungsdatum: 25.07.2013
Beiträge: 1213

BeitragVerfasst am: 25.02.2015 18:03    Titel: Re: Fundamenterder (Ausführung) Antworten mit Zitat
AoDA_Keule hat folgendes geschrieben:
Moin Kollegen,

wir sollen demnächst für unsere Bauträger den Fundamenterder legen. Da das bisher immer die Baufirma(mehr oder weniger) ausgeführt hat, fehlt dort doch ein wenig die Erfahrung.
Ich habe mich jetzt zwar schon seit einiger Zeit mit der Fundamenterder-Problematik beschäftigt aber so ganz steige ich da noch nicht durch. Bevor da jetzt was quer läuft wollte ich nochmal einige Meinungen zum geplanten Erder hören.

In den meisten Fällen besteht das Fundament aus einem unbewehrten Streifenfundament mit bewehrter Bodenplatte.

Ich dachte mir nun einen 10mm Edelstahldraht einmal durch das Streifenfundament zu legen, und das ganze mit einem Schraubverbinder zu verbinden. Wobei ein Ende dann aus der Platte ragt als Anschlußfahne für die HES. Der Draht ist dann rundum von Beton umschlossen und die Anschlussfahne muss auch nicht extra abgedichtet werden wie bei verzinktem Stahl. Bei Antennenanlagen zweige ich dann eine weitere Anschlussfahne von meinem Ring ab.

Das wäre IMHO die einfachste Lösung bei diesem Fundametaufbau.


Und wohl auch die falscheste. Da fehlt so ziemlich alles, von Berücksichtigung einer evtl. Dämmung unter Fundament/Bodenplatte bis zur Einbeziehung der Bewehrung Bopla...Und dein BT wird dir für den Einsatz von besonders Kostenintensiven "Edelstahldraht" im Beton bestimmt dankbar sein...

AoDA_Keule hat folgendes geschrieben:

Wie seht ihr das bzw. was würdet ihr anders machen?


Lass den Fundamenterder lieber weiterhin die Baufirma erstellen...
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AoDA_Keule
Master Member
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Anmeldungsdatum: 15.03.2006
Beiträge: 105
Wohnort: Hillerse/Nds.

BeitragVerfasst am: 25.02.2015 18:31    Titel: Antworten mit Zitat
Inwiefern soll die Bewehrung der Bodenplatte mit einbezogen werden? Laut Dehn ist das bei einem Ringerder und einer Kantenlänge des Fundamentes >20m erst vorgeschrieben.

Den Edelstahldraht bekommt die Baufirma des BT jetzt schon von uns. Da es aber mit der Dokumentation der dann erstellten Anlage eher mau aussieht und auf manchen Baustellen auch schon Alu-Draht beim betonieren gesehen wurde, sollen wir den Erder nun legen.
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T.Paul
[Moderator]
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Anmeldungsdatum: 13.01.2011
Beiträge: 11197

BeitragVerfasst am: 25.02.2015 18:34    Titel: Antworten mit Zitat
Baust du jetzt einen Ringerder um das Gebäude oder einen Fundamenterder in die Bodenplatte? Oder beides? Welche Abdichtung kommt zum Einsatz? Wie groß ist das Gebäude (Grundfläche)? Welche Schutzklasse?

Du brauchst weder für den in Beton eingebetteten Erder noch für die innenliegende Anschlussfahne (Was getrennt betrachtet werden kann) Edelstahl!?
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AoDA_Keule
Master Member
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Anmeldungsdatum: 15.03.2006
Beiträge: 105
Wohnort: Hillerse/Nds.

BeitragVerfasst am: 25.02.2015 19:56    Titel: Antworten mit Zitat
T.Paul hat folgendes geschrieben:
Baust du jetzt einen Ringerder um das Gebäude oder einen Fundamenterder in die Bodenplatte?


Es soll ein Fundamenterder in das Streifenfundament gelegt werden.

T.Paul hat folgendes geschrieben:

Welche Abdichtung kommt zum Einsatz?


Das Fundament wird nicht abgedichtet, es werden Gräben gezogen, die dann mit Faserzement gefüllt werden. Wenn diese ausgehärtet sind, kommt die Bodenplatte inkl. Bewehrung.

T.Paul hat folgendes geschrieben:

Wie groß ist das Gebäude (Grundfläche)? Welche Schutzklasse?


Normale EFH-Größe (meistens).

T.Paul hat folgendes geschrieben:

Welche Schutzklasse?


Kommt die Schutzklasse bei Gebäuden ohne Blitzschutz überhaupt zum tragen?

T.Paul hat folgendes geschrieben:

Du brauchst weder für den in Beton eingebetteten Erder noch für die innenliegende Anschlussfahne (Was getrennt betrachtet werden kann) Edelstahl!?


Die Anschlussfahne muss lt. Dehn Edelstahl sein oder ummantelter Stahldraht.
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T.Paul
[Moderator]
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Anmeldungsdatum: 13.01.2011
Beiträge: 11197

BeitragVerfasst am: 25.02.2015 20:30    Titel: Antworten mit Zitat
AoDA_Keule hat folgendes geschrieben:
Es soll ein Fundamenterder in das Streifenfundament gelegt werden.


Also das mag das Minimal zulässige sein, aber bei mir wird da die Bewehrung der Bodenplatte mit eingebunden als Funktions-PA.

AoDA_Keule hat folgendes geschrieben:
Das Fundament wird nicht abgedichtet, es werden Gräben gezogen, die dann mit Faserzement gefüllt werden. Wenn diese ausgehärtet sind, kommt die Bodenplatte inkl. Bewehrung.


So langsam dämmert mir das Grundproblem ... Wie gewährleistet ihr denn da die 5cm Überdeckung des Erders? Baut ihr den Runddraht auf Abstandshaltern in den Gräben auf? Und ist die Bodenplatte dann nicht aus WU-Beton?

AoDA_Keule hat folgendes geschrieben:
Normale EFH-Größe (meistens).

Bravo. Applaus. Sehr präzise Wink

Bei einem 70m² Hüttchen musst du z.B. eine Masche ziehen, auch wenn die 20x20m kein Problem sind ... Weil der Erder sonst zu kurz ist für Schutzklasse III/IV. Hast du Klasse I oder II musst Du eh noch mehr das Gehirn verrenken Wink

AoDA_Keule hat folgendes geschrieben:
Kommt die Schutzklasse bei Gebäuden ohne Blitzschutz überhaupt zum tragen?


Ja, Nein, Was hat denn deine Analyse bzgl. dem Einsatz von Überspannungsableitern ergeben? Kommen da sicher niemals SAT-Antennen aufs Dach? Es ist halt günstiger den Erder gleich in einer höheren Klasse auszuführen, als später nachzurüsten.

AoDA_Keule hat folgendes geschrieben:
Die Anschlussfahne muss lt. Dehn Edelstahl sein oder ummantelter Stahldraht.


Und der Unterschied liegt beim etwa doppelten Preis für den Edelstahl-Runddraht. Und wie du richtig erkannt hast betrifft das die Anschlussfahne, nicht den Erder im Beton.
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elo22
Inventar
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Anmeldungsdatum: 17.03.2005
Beiträge: 4663
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 26.02.2015 04:17    Titel: Re: Fundamenterder (Ausführung) Antworten mit Zitat
karo28 hat folgendes geschrieben:
Lass den Fundamenterder lieber weiterhin die Baufirma erstellen...


Dann kann man ihn auch weglassen.

Lutz
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Moorkate
Inventar
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Anmeldungsdatum: 06.07.2014
Beiträge: 1888

BeitragVerfasst am: 26.02.2015 05:49    Titel: Antworten mit Zitat
Mit Abstandshaltern zu arbeiten ist zeitauwändig und verursacht die dreifachen Kosten, die dir keiner ersetzt.

Einfacher geht es, wenn dieser auf der Baustelle fertig vorgebogen und verbunden wird und dann beim Schütten versenken, da ja kein Eisen in den Gräben ist. Dann besteht auch nicht die Gefahr, dass dieser beim Schütten von der Betonmasse an die Seite gedrückt wird, denn die Abstandshalter funktionieren nur in der Theorie - beim Schütten sollte man sowieso vor Ort sein. Irgendwo springt dir ein Betonbauer in den Graben und tritt das Teil runter oder eine Ecke bricht noch weg und begräbt den Erder.

Beim Versenken den Erder tief genug drücken (Spaten geht gut), damit dieser später nicht von den Kernlochbohrungen erwischt wird. Denn die neuste Masche ist, dass für Gas und Co kein Leerrohr mehr eingelegt wird, sondern eine Kernlochbohrung gesetzt wird und dann ist der Fundamenterder u.U. unterbrochen. Kein Scherz, habe ich auch schon gehabt. Die Heizungs- und Sanitärleute überlegen da nicht lange, die bohren auch unterhalb der Anschlußfahne.

Einen Runddraht im Fundament ist mir neu, ich kenne wegen der benötigten Oberfläche nur Bandstahl. Verzinkt reicht aber völlig.

mfG
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Octavian1977
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Anmeldungsdatum: 05.10.2006
Beiträge: 14370
Wohnort: Wiesbaden

BeitragVerfasst am: 26.02.2015 17:09    Titel: Antworten mit Zitat
Üblicherweise wird zwischen der Sauberkeitsschicht und dem eigentlichen Fundament eine Feuchtigkeitssperre, sprich Kunststofffollie verlegt.
In solchem Fall ist der Erder unterhalb dieser Folie innerhalb der Sauberkeitsschicht zu legen.
In diesem Fall ist V4A als Material notwendig, da hier eine ausreichende Betonüberdeckung nicht gewährt werden kann. Der Bewährungsstahl in dem darüber aufgebauten Fundament ist zusätzlich mit dem Erder zu verbinden.
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