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Sat Schüssel Erden

Elektrikforum Foren-Übersicht -> Blitzschutz, EMV, Erdung & Potentialausgleich
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tatin_sin
Master Member
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Anmeldungsdatum: 27.10.2013
Beiträge: 194
Wohnort: Düsseldorf

BeitragVerfasst am: 30.04.2015 12:00    Titel: Sat Schüssel Erden Antworten mit Zitat
Hallo zusammen

zum Problem Haus BJ 1953
PEN im HAK
Pa Schiene ist mir Wasserrohr und PEN verbunden


die alte vorhandene SAT Anlage ist gar nicht geerdet
diese soll nun komplett erneuert werden und vernünftig gemacht werden

Diese sitzt auf dem Garagendach ca 3 m von der Hauswand entfernt, daher Außerhalb des Schutzbereiches

da in Zukunft Die Kellerwände gedämmt werden, ist es ratsam dort dann auf ein Ringerder zu setzen ?

dann würde ich dies erstmal aufschieben, was nicht so dolle wäre.

einen Staberder setzen zu lassen, der später dann wieder beim dämmen freigegraben wird, klingt auch nicht so toll

wie schauts aus wenn man deen Staaberder im Keller durch die Betondecke rammen würde ?
wäre dies nur ein teuerer Notnagel ?

könnt Ihr mir sagen was in meinem Fall der richtig Ansatz wäre ?

lg
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Hallo!

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Octavian1977
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Anmeldungsdatum: 05.10.2006
Beiträge: 14380
Wohnort: Wiesbaden

BeitragVerfasst am: 30.04.2015 12:07    Titel: Antworten mit Zitat
Verbindung der Sat Antenne an die PA Schiene.
Staberder setzen und mit PA Schiene verbinden.
Bei Dämmung des Kellers V4A Bandeisen als Ringerder verlegen und mit PA Schiene verbinden und dann Staberder entweder lassen oder wieder entfernen.
_________________
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Dipol
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Anmeldungsdatum: 30.03.2008
Beiträge: 626
Wohnort: Raum Stuttgart

BeitragVerfasst am: 30.04.2015 12:58    Titel: Antworten mit Zitat
tatin_sin hat folgendes geschrieben:
... einen Staberder setzen zu lassen, der später dann wieder beim dämmen freigegraben wird, klingt auch nicht so toll

Erder sollen möglichst erdfühlig in gewachsenem Boden eingebaut werden. Um dem aufgefüllten Arbeitsraum zu entgehen, sind bei unterkellerten Gebäuden nachgerüstete Ringerder wie auch Vertikalerder mit 1 m Sollabstand zum Hausgrund einzubauen.

tatin_sin hat folgendes geschrieben:
wie schauts aus wenn man deen Staaberder im Keller durch die Betondecke rammen würde ?
wäre dies nur ein teuerer Notnagel ?

Wenn ein vollständiger Schutzpotenzialausgleich vorhanden ist, genügt im Kellerboden formal ein Vertikalerder der 2,5 m tief eingetrieben ist.

TIPP: Von einer Fachkraft mit Vibrationshammer einen 3 m langen NIRO-Erdspieß (V4A) versenken lassen.

Vorrang hat der Personen- und Sachschutz im Gebäude, daher sind die Schirme der Antennenleitungen möglichst unmittelbar nach dem Eintritt ins Gebäude in den PA einzubeziehen. Bei abgesetzt montierten Antennen sind energetisch koordinierte ÜSG und ein zusätzlicher antennenaher PA zum Schutz von LNBs im Plastikgehäuse sinnvoll.

Octavian1977 hat folgendes geschrieben:
Verbindung der Sat Antenne an die PA Schiene.
Staberder setzen und mit PA Schiene verbinden.

So die Standardlösung für erdungspflichtige Dachantennen, ein PA der Antennenleitungen ist aber auch noch auszuführen.

Nach alten VDE 0855 Teil 1 waren "Freilandantennen" mit der Gebäudeerdung blitzstromtragfähig zu verbinden, die international harmonisierte DIN EN 60728-11 (VDE 0855-1) ist stärker auf BK-Anlagen fixiert und gibt für abgesetzte Antennenmontagen keine Beispielbilder vor.

In der Monatgeart orientiert man sich m. E. besser am andersartigen Vermaschungs-Schutzkonzept der formal nicht zuständigen DIN VDE 0855-300 für Funksende-/empfangsantennen und führt den Erdleiter und die Antennenleitungen möglichst abstandslos ins Gebäude.

Alternativ kann man auch den LNB und die Leitungen einem Blitzschlag opfern und nur einen blitzstromtragfähigen Kabel-PA und danach energetisch koordinierte ÜSG installieren.
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tatin_sin
Master Member
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Anmeldungsdatum: 27.10.2013
Beiträge: 194
Wohnort: Düsseldorf

BeitragVerfasst am: 30.04.2015 13:10    Titel: Antworten mit Zitat
Danke

muss der Ringerder einmal ums Haus herum ( als Kreis) ?
dies wäre leider nicht möglich.

ein vollständiger Schutzpotenzialausgleich ist ein Wasserrohr bestimmt nicht oder Very Happy

3 Meter Erdspieß wird bei 2 m Deckenhöhe auch sehr schwer, vielleich brauch ich ja weniger
kann man Pauschal sagen wo es kosten würde die 3 m Stange reinrammen zu lassen ?

will mir die Arbeit nicht wirklich antun, da ich keine Lust habe das die Stange nicht weiter reingeht und dann guck ich in die Röhre und muss dennoch jemanden kommen lassen Smile


Eine 4 mm² CU Leitung vom LNB zum Erdungsblock reicht nicht aus ?

lg
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Octavian1977
Inventar
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Anmeldungsdatum: 05.10.2006
Beiträge: 14380
Wohnort: Wiesbaden

BeitragVerfasst am: 30.04.2015 15:37    Titel: Antworten mit Zitat
Der Erder muß nicht einmal ums Haus gehen.
Das wichtige am Erder ist, daß er eine gute elektrische Verbindung mit der Erde herstellt.
Mit einem Staberder hat man da öfter Probleme, ein Gut verlegter Banderder hat mehr Berührungsfläche und somit den geringeren Widerstand.

Jegliches Fremdgewerk darf NICHT zur Herstellung einer Erdung oder eines Potentialausgleiches verwendet werden.
Trotzdem ist die metallwasserleitung natürlich an den PA anzuschließen. Ich dürfte also nicht im Keller die Wasserleitung erden und dann im Geschoß darüber die Wasserleitung dazu verwenden einen Anschlußpunkt für einen Potentialausgleich zu haben.
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Dipol
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Anmeldungsdatum: 30.03.2008
Beiträge: 626
Wohnort: Raum Stuttgart

BeitragVerfasst am: 30.04.2015 20:12    Titel: Antworten mit Zitat
tatin_sin hat folgendes geschrieben:
muss der Ringerder einmal ums Haus herum ( als Kreis) ?
dies wäre leider nicht möglich.

Ein Ringerder muss sich zu min. 80 % im Erdreich befinden und darf somit zu 20 % innen verlegt sein. Weniger ist kein Ringerder sondern ein Banderder vom Typ A.

tatin_sin hat folgendes geschrieben:
ein vollständiger Schutzpotenzialausgleich ist ein Wasserrohr bestimmt nicht oder Very Happy

Nicht Erdung und Schutzpotenzialausgleich vermengen. Der Schutz-PA stellt die Verbindung aller häuslichen Systeme und Potenzialgeichheit her.

tatin_sin hat folgendes geschrieben:
3 Meter Erdspieß wird bei 2 m Deckenhöhe auch sehr schwer, vielleich brauch ich ja weniger
kann man Pauschal sagen wo es kosten würde die 3 m Stange reinrammen zu lassen ?

Nach der für Antennensicherheit maßgeblichen DIN EN 60728-11 (VDE 0855-1) sind als Mindestmaße für Vertikalerder 1 x 2,5 m oder 2 x 1,5 m im Abstand von 3 m gefordert. Siehe DEHN Blitzplaner Bild 9.5.1.

Erdspieße werden aus Einzelstablängen mit 1 oder 1,5 m Länge zusammengesetzt. 3 m Erderlänge sind bei 2 m Kellerhöhe kein Problem, siehe DEHN Blitzplaner 5.5.4.

tatin_sin hat folgendes geschrieben:
Eine 4 mm² CU Leitung vom LNB zum Erdungsblock reicht nicht aus ?

Normale Wohngebäude befinden sich in Blitzschutzklasse 3 = 100 kA. Ein 4 mm² Kupferdraht ist für nicht blitzstromtragfähigen zusätzlichen PA ausreichend, der verdampft aber schon bei sehr viel geringerer Blitzstromstärke. Ein normkonformer Erdleiter aus 16 mm² Cu erwärmt sich bei 100 kA aber nur um 56°.

Octavian1977 hat folgendes geschrieben:
Mit einem Staberder hat man da öfter Probleme, ein Gut verlegter Banderder hat mehr Berührungsfläche und somit den geringeren Widerstand

Das ist eine unspezifizierte Pauschalaussage und grundfalsch! Jeweils frosttief verlegt haben Vertikalerder etwa die gleiche Erdfühligkeit wie doppelt so lange Band- oder Strahlenerder und deshalb sind in der DIN EN 60728-11 (VDE 0855-1) und DIN VDE 0855-300 Strahlenerder mit 2 x 2,5 m Länge bzw. Banderder mit 5 m festgeschrieben. Rolling Eyes
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tatin_sin
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Anmeldungsdatum: 27.10.2013
Beiträge: 194
Wohnort: Düsseldorf

BeitragVerfasst am: 01.05.2015 03:24    Titel: Antworten mit Zitat
sorry Dipol ich meinte 4mm² zwichen Multischalter und SAT- Mast

dann werde ich mal jemanden kommen lassen der sich das ganze mal anschaut, An wen muss ich mich da genau wenden ? Anschließen tuts der Elektriker, aber wer ist für reinrammen zuständig ?


Den ganzen Aufriss nur wegen der Sat Anlage, besser wäre es auf diese zu verzichten Very Happy
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T.Paul
[Moderator]
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Anmeldungsdatum: 13.01.2011
Beiträge: 11197

BeitragVerfasst am: 01.05.2015 08:27    Titel: Antworten mit Zitat
Einen Tiefenerder lässt Du am besten von einer Blitzschutzfachkraft errichten. Einige wenige Elektro-Installationsbetriebe haben so etwa im eigenen Haus, andere geben es extern weiter und viele pfuschen hier leider ohne passendes Wissen und Ausrüstung. Zu einem gesetzten Erder gehört auch immer ein Messprotokoll.
_________________
Hindernisse sind das was du siehst, wenn du den Blick von der Ziellinie nimmst (vince Lombardi).
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Dipol
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Anmeldungsdatum: 30.03.2008
Beiträge: 626
Wohnort: Raum Stuttgart

BeitragVerfasst am: 01.05.2015 12:01    Titel: Antworten mit Zitat
tatin_sin hat folgendes geschrieben:
sorry Dipol ich meinte 4mm² zwichen Multischalter und SAT- Mast

Mit einem Bild und oder einer Skizze wären die örtlichen Verhältnisse klarer.

Nach deiner Beschreibung befindet sich die Antenne über der Garage mit 3 m Wandabstand und - jedenfalls auch teilweise die LNB-Leitungen - in der einschlagsgefährdeten Blitzschutzzone LPZ 0A. Den Multischalter vermute ich im Gebäude. Versuch einer Verdeutlichung:

NORMALFALL DACHANTENNEN:
  • Dachantennen sollen nach Normempfehlungen möglichst nur noch nach dem Stand der Technik in geschützten Räumen (passive Schutzzone der Fassade oder LPZ 0B einer Fangeinrichtung) errichtet werden, wo sie gegen galvanische Blitzstromeinträge (Direkteinschläge) weitgehend geschützt sind.
  • Als suboptimaler Minimalschutz für Dachantennen ist der Antennenträger mit 16 mm² Cu, 25 mm² Alu oder 50 mm Blitzableiterdraht zu erden und mit dem Schutzpotenzialausgleich des Gebäudes blitzstromtragfähig zu verbinden
  • Die Antennenleitungen sind möglichst unmittelbar nach dem Eintritt ins Gebäude über Erdblöcke/Erdwinkel zu führen und mit 4 mm² Cu (ungeschützt) oder 2,5 mm² Cu (geschützte Verlegung) am geerdeten Antennenträger in den PA einzubeziehen
  • Der PA muss auch bei Komponentenausbau erhalten bleiben, weshalb auch die Sternleitungen nach dem Multischalter und dessen Gehäuse in den PA einzubeziehen und möglichst nur "schleifenfrei" am geerdeten Antennenträger anzuschließen sind.

SONDERFALL ABGESETZTE ANTENNENMONTAGE:
  • Gegenüber einer BK-Anlage, deren Signalzuführung über Erdkabel erfolgt und deren Netzebene 3 vielfach geerdet ist, ergibt sich ein deutlich höheres Risiko.
  • Als Grundschutz ist ein vollständiger Schutzpotenzialausgleich mit Einbindung der Koaxkabel nach dem Gebäudeeintritt und der Sternleitungen fällig
  • Nach Risikoanalayse kann wie bei einer Blitzschutzanlage der Einbau energetisch kordinierter ÜSG geboten sein

Da gegenüber alten noch nicht harmonisierten VDE 0855-1 die blitzstromtragfähige Erdung abgesetzt angebrachter Antennen nicht mehr gefordert ist, darf man die und die Leitungen einem möglichen Blitzschlag opfern.

Wird zwischen dem Antennenträger in LPZ 0A und dem Eingangs-PA ein 4 mm² Kupferdraht verlegt und der LNB oder die LNB-Kabelschirme daran antennennah verbunden, ergibt das nur einen bescheidenen Schutz gegen induktive Blitzstromeintragungen aus Einschlägen in die Nachbarschaft.

tatin_sin hat folgendes geschrieben:
dann werde ich mal jemanden kommen lassen der sich das ganze mal anschaut, ...

Nicht jeder Eli ist bezüglich Antennentechnik und Blitzschutzfragen wirklich kompetent und messtechnisch ausgerüstet. An gefühlt 95 % nicht normkonform erstellter Antennenanlagen ist auch die Elektro-Gilde beteiligt. Wie man an vielen innen verlegten Erdleitern erkennen kann, sind gefährliche Näherungen und Trennungsabstand für viele EFK noch Fremdworte.

tatin_sin hat folgendes geschrieben:
Den ganzen Aufriss nur wegen der Sat Anlage, besser wäre es auf diese zu verzichten Very Happy

Das steht dir frei, aber was ist die Alternative?

DVB-T mit spärlichem Programmangebot verursacht bei einer erdungspflichtigen Antenne den gleichen Erdungsaufwand und auch für einen BK-Anschluss sind Normen zu beachten.
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