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Mittelschutz im Hauptverteiler/Zählerkasten

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Elektrikforum Foren-Übersicht -> Blitzschutz, EMV, Erdung & Potentialausgleich
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krebs8
Cool Newbie
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Anmeldungsdatum: 08.12.2015
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 08.12.2015 20:16    Titel: Mittelschutz im Hauptverteiler/Zählerkasten Antworten mit Zitat
Hier erst mal meine Gegebenheiten:

Neue Aufdach-PV-Anlage knapp 10 kWp, 2 MPPs wegen O/W, kein Äußerer Blitzschutz, Erdung/Funktionspotentialausgleich war nur außen entlang möglich (zur Fundamenterder-Anschlußfahne), Wechselrichter Fronius 7.0-3-M, Daten-/Sensorleitungen gibt es keine (Ertragsüberwachung per Wlan an Router). Siehe auch anliegende Zeichnung.

Offizielle Fronius-Bestätigung: Passiver Überspannungsschutz nach EN 62109-1, auf AC-Seite Typ 3, auf DC-Seite Typ 2, aus Herstellersicht ist es ausdrücklich erlaubt, auf externe Überspannungsbegrenzer bei AC und DC zu verzichten.

Fronius-Aussagen per Mail: Überspannungsschutz aber nicht zertifiziert, da nicht auswechselbar. Besteht aus Varistor und Gasableiter, der DC-seitig mit einem Typ 2 vergleichbar ist.

Der WR ist nur 3m Kabellänge vom Zählerkasten entfernt. Dort wollte ich einen Mittelschutz (SPD Typ 2) einbauen lassen.

Meine Fragen hierzu:
A. Wird der Mittelschutz im Zählerkasten zwischen Zähler und FI eingebaut ?
B. Von der HES geht Cu 16mm² zum HAK und Cu 10mm² zur HV im Zählerschrank und zur UV im EG. Reicht es dann, daß der Mittelschutz keine eigene Cu-Leitung zur HES hat, sondern an PE in der HV angeschlossen wird ?
C. Als Mittelschutz z.B. DEHNguard 952 406 (mit FM-Kontakt) oder reicht 952 401 ?
D. Wofür ist der FM-Kontakt beim 952 406 gedacht ?
E. Stimmt das so: Ein Kombiableiter Typ 1+2 oder gar 1+2+3 macht bei fehlenden Äußerdem Blitzschutz keinen Sinn, da bei direktem Blitzeinschag ins Haus/in den Generator auch der Typ 1 nicht ausreicht und für die indirekten Überspannungen ein reiner Typ 2 ausreicht und günstiger ist ?
F. Gibt es auch ÜSG Typ 2+3 für die Hutschiene und sind die sinnvoll ?
G. Der alte Ferraris-Zähler muß vom Bayernwerk noch gegen einen Zweirichtungszähler getauscht werden. Vom Zähler geht es bei uns über eine Klemme weiter zum FI im Zählerschrank=Verteilschrank für das KG, und es geht hoch ins EG zum FI in der UV für das EG und DG. Um nur 1 SPD im Zählerkasten einbauen zu müssen (und kein zweites in der UV im EG), ist es dann erlaubt, die Installation so wie auf der Zeichung in rot eingetragen durchzuführen ? Siehe dort die diesbezüglichen Fragen 1 und 4.

Danke.
http://www.fotos-hochladen.net/uploads/mittelschutzeih9r45xm6ev.jpg
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Hallo!

Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man viele Antworten!


Fentanyl
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Anmeldungsdatum: 20.01.2007
Beiträge: 1755
Wohnort: Wetzlar (Hessen)

BeitragVerfasst am: 09.12.2015 08:42    Titel: Re: Mittelschutz im Hauptverteiler/Zählerkasten Antworten mit Zitat
krebs8 hat folgendes geschrieben:
Meine Fragen hierzu:
A. Wird der Mittelschutz im Zählerkasten zwischen Zähler und FI eingebaut?

Evtl. sowohl als auch, je nachdem, von welcher Seite der Schutz erfolgen soll. Auf jeden Fall muss die Überspannung VOR dem FI abgeleitet werden. Wenn man also vor Netz-Überspannung schützen will, dann vor dem FI - wenn es darum geht, Überspannungen der PV-Anlage abzufangen, nach dem FI. Allerdings würde man das anders machen: der Schutz gegen eindringende Überspannungen hat VOR dem Wechselrichter zu erfolgen!

Zitat:
B. Von der HES geht Cu 16mm² zum HAK und Cu 10mm² zur HV im Zählerschrank und zur UV im EG. Reicht es dann, daß der Mittelschutz keine eigene Cu-Leitung zur HES hat, sondern an PE in der HV angeschlossen wird ?

Ja, das reicht. Für einen Grobschutz sind nach neuer Norm aber 16mm² Cu (am besten eindrähtig) erforderlich!

Zitat:
C. Als Mittelschutz z.B. DEHNguard 952 406 (mit FM-Kontakt) oder reicht 952 401 ?

Kommt darauf an, ob du einen Meldekontakt benötigst, siehe unten

Zitat:
D. Wofür ist der FM-Kontakt beim 952 406 gedacht?

Um einen defekten Varistor extern zu signalisieren. Es handelt sich dabei um einen potentialfreien Umschaltkontakt. So kann man den Ableiter in ein Gebäudekontrollsystem einbinden oder z.B. ganz simpel irgendwo eine Kontrollleuchte damit schalten.

Zitat:
E. Stimmt das so: Ein Kombiableiter Typ 1+2 oder gar 1+2+3 macht bei fehlenden Äußerdem Blitzschutz keinen Sinn, da bei direktem Blitzeinschag ins Haus/in den Generator auch der Typ 1 nicht ausreicht und für die indirekten Überspannungen ein reiner Typ 2 ausreicht und günstiger ist ?

ein Kombiableiter 1+2+3 macht generell keinen Sinn! Ein Typ 1+2 macht prinzipiell auch bei fehlendem äußeren Blitzschutz Sinn. Natürlich kann ein Typ 1 bei direktem Eindringen von Blitzstrom in eine Energieversorgungsleitung diesen Blitzstrom ausgleichen! Typ 2 im Verteiler und Typ 3 vor den Geräten ist die Minimallösung und nicht immer ausreichend. Ich müsste jetzt die genauen Gegebenheiten bei dir kennen, um mehr dazu sagen zu können.

Zitat:
F. Gibt es auch ÜSG Typ 2+3 für die Hutschiene und sind die sinnvoll ?

Normalerweise macht ein Typ 2+3-Kombiableiter keinen Sinn, da nicht ausreichend energetisch entkoppelt. Typ 3 gibt es auch für die Hutschiene. Macht aber auch keinen Sinn, wenn der direkt nach einem Typ 2 kommt (zumindest nicht ohne Maßnahmen zur gerechten energetischen Koordination).

Zitat:
G. Der alte Ferraris-Zähler muß vom Bayernwerk noch gegen einen Zweirichtungszähler getauscht werden. Vom Zähler geht es bei uns über eine Klemme weiter zum FI im Zählerschrank=Verteilschrank für das KG, und es geht hoch ins EG zum FI in der UV für das EG und DG. Um nur 1 SPD im Zählerkasten einbauen zu müssen (und kein zweites in der UV im EG), ist es dann erlaubt, die Installation so wie auf der Zeichung in rot eingetragen durchzuführen ? Siehe dort die diesbezüglichen Fragen 1 und 4.

Deine Bilddatei funktioniert, zumindest bei mir, nicht, so dass ich dir eine antwort darauf schuldig bleiben muss!

MfG, Fenta
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Octavian1977
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Anmeldungsdatum: 05.10.2006
Beiträge: 14334
Wohnort: Wiesbaden

BeitragVerfasst am: 09.12.2015 09:04    Titel: Antworten mit Zitat
Die Frage ist was Du vor wem schützen willst.
Den FU vor Überspannungen aus dem Netz, oder das Netz vor Überspannungen durch einen defekten FU, oder Das Netz vor Überspannungseinkopplungen durch die Solaranlage.

Wenn Du Deine Anlage vor außen schützen willst müssen auch die Leitungen von der Solaranlage direkt an der Eintrittsstelle ins Haus einen Schutz erhalten.
_________________
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patois
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Anmeldungsdatum: 22.10.2009
Beiträge: 7972

BeitragVerfasst am: 09.12.2015 10:18    Titel: Antworten mit Zitat
Fentanyl hat folgendes geschrieben:
...................

Deine Bilddatei funktioniert, zumindest bei mir, nicht, so dass ich dir eine antwort darauf schuldig bleiben muss ...


Woran das wohl liegen mag, dass ausgerechnet bei einem "Moderator" die Bilddatei nicht funktioniert ?

Rolling Eyes

P.

.
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krebs8
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Anmeldungsdatum: 08.12.2015
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 09.12.2015 10:30    Titel: Antworten mit Zitat
Vielen Dank für die Antworten !

Die neue PV-Anlage habe ich der Vollständigkeit genannt, auch davor schon wollte ich und will nun endlich meine Elektroinstallation vor Überspannungen aus dem Stromnetz schützen.

Da immer mal von Problemen mit dem VNB bei Einbau vor dem Zähler die Rede ist, wollte ich es hinter dem Zähler einbauen lassen und nur wissen, ob dann zw. Zähler u. FI richtig ist. Das wäre dann ja so ok.

Der genannte DEHNguard 952 401 (den FM-Kontakt des 406 brauche ich eigentlich nicht), ist wohl nur ein Typ 2 ? Fand ich mit ca. 200€ preislich ok.
Bei fehlendem Äußeren Blitzschutz spricht Dehn nämlich nur vom Typ 2, daher meine Vermutung, daß Typ 1 in dem Fall wenig nützt.
Ein besonderes Risiko für direkten Blitzeinschlag gibt es für unserer Haus (Wohnsiedlung) m.E. nicht. Soll ich dennoch einen Typ 1+2 einbauen lassen ? Gibt es auch was Günstigeres, was auch noch etwas taugt ?
Das hier habe ich z.B. gefunden, falls es überhaupt paßt: http://www.*e321*.de/itm/Uberspannungsschutz-Dreipoliger-Kombi-Ableiter-Typ-1-2-IP-BC-TNC-25-75-/390871020781?rmvSB=true
Welche "genauen Gegebenheiten" mußt Du wissen, um dazu etwas sagen zu können ?

Typ 3 werde ich dann besser direkt vor wichtigen Geräten mit einer Überspannungssteckdose(nleiste) realisieren.

Der Link geht bei mir immer noch einwandfrei. Die Zeichnung habe ich aber mal eingefügt.
Da sind auch noch 2 Fragen drin. Smile


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Octavian1977
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Anmeldungsdatum: 05.10.2006
Beiträge: 14334
Wohnort: Wiesbaden

BeitragVerfasst am: 09.12.2015 17:30    Titel: Antworten mit Zitat
Da sind wir dann schon mal weiter.
Also ein Überspannungsschutz für die Gesamte Anlage.
Da wirst Du mit einem Einzelnen Ableiter zwar Geld ausgeben aber keinen Schutz erreichen.

Zunächst erst mal mußt Du ALLE Leitungen und Kabel die aus dem Gebäude heraustreten mit Überspannungsableitern versehen, und zwar direkt am Eintritt in das Gebäude.
Also benötigst Du schon mal einen für die Solaranlage, dort wo die Leitungen eintreten.
Dann einen direkt am HAK. Nach dem Zähler ist es zu spät.
Hierfür gibt es zugelassene Ableitertypen.
Anschluß der Gartenlaube? Gartenbeleuchtung? noch ein Ableiter.

lese Dir mal den Blitzplaner von Dehn durch, das Thema ist nicht damit erledigt einfach irgendwo etwas hin zu setzen, das ganze Konzept muß stimmig sein, sonst ist das Ganze fast wirkungslos.

Das Konzept besteht immer aus den Ableitern Typ 1, und 2 zum Schutz der Anlage
Typ 3 dann in Nähe von schützenswerten Geräten zu deren Schutz.
So grob geschätzt bist Du für Material 1.000€ los
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krebs8
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Anmeldungsdatum: 08.12.2015
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 09.12.2015 21:05    Titel: Antworten mit Zitat
Bzgl. Stromnetz:
Angenommen, der VNB macht Probleme beim Einbau am HAK (soll ja immer wieder vorkommen),
- dann baut man beim Stromnetz statt einen Ableiter Typ 2 besser einen Kombiableiter Typ 1+2 und zwar zw. Zähler und FI ein ?
- Dabei ist der DEHNguard 952 401 ist aber nur ein Typ 2 und kein / nicht der richtige Kombiableiter ?
- Welchen günstigen Kombiableiter Typ 1+2 könnnte man denn z.B. nehmen ?
- Wie lauten die Antworten auf die Fragen G 1, G 4a und G 4b ?

Bzgl. Eintritt der der DC-Leitungen ins Haus:
Zusätzlich zu dem im WR eingebauten Schutz Typ 2 ist ein weiteres ÜSG nur nötig, wenn der WR nicht weiter als 10 m vom PV-Generator entfernt ist.

Außenbeleuchtung gibt es nur in Form von Lampen direkt an der Hauswand (Haustür, ...).

Offen wären noch Telefon und Breitband. Was ist, wenn man ein ÜSG nur fürs Stromnetz, aber für diese beiden keine ÜSGs setzt ? Zumindest besser als nichts ? (Für die Fälle, wo eine Überspannung nur übers Stromnetz kommt)
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Octavian1977
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Anmeldungsdatum: 05.10.2006
Beiträge: 14334
Wohnort: Wiesbaden

BeitragVerfasst am: 09.12.2015 22:16    Titel: Antworten mit Zitat
Der VNB hat keine Probleme zu machen bei der Normgerechten Installation einer elektrischen Anlage.

Abgesehen davon warum sollte der VNB davon berhaupt erfahren?
Du läßt durch einen konzessionierten Fachbetrieb das Teil da installieren und Plombieren wo es hingehört und fertig.
Es gibt keine Pflicht so etwas genehmigen zu lassen.

je weiter der Ableiter von der Eintrittsstelle entfernt sitzt
, um so wirkungsloser wird er, da die Überspannung mehr und mehr Möglichkeiten erhält sich auf andere leitfähige Teile zu induzieren und sich schadhaft auszubreiten.
Im Endeffekt sollte der VNB dankbar sein, daß Du so etwas einbaust. Schließlich muß er bei Überspannungsschäden haften, wenn diese aus dem öffentlichen Netz kommen.
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krebs8
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Anmeldungsdatum: 08.12.2015
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 09.12.2015 23:19    Titel: Antworten mit Zitat
Danke, aber beantwortet leider nicht meine Fragen.
Egal, ob der VNB (der auch in Kürze den Zweirichtingszähler setzt und da evtl. auch was davon sieht) etwas dagegen hat oder ob ich den Schutz einfach nach dem Zähler einbauen lassen will.
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Octavian1977
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Anmeldungsdatum: 05.10.2006
Beiträge: 14334
Wohnort: Wiesbaden

BeitragVerfasst am: 10.12.2015 02:09    Titel: Antworten mit Zitat
http://www.dehn.de/de/blitzplaner-0

Da wirst Du alle notwendigen Informationen finden.
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