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Potentialausgleich Netzwerkpatchfeld & Verteiler BK-Kabe

Elektrikforum Foren-Übersicht -> Blitzschutz, EMV, Erdung & Potentialausgleich
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_Elektrofuchs_
Newbie
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Anmeldungsdatum: 16.03.2016
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 16.03.2016 21:33    Titel: Potentialausgleich Netzwerkpatchfeld & Verteiler BK-Kabe Antworten mit Zitat
Hallo,


ich habe in meinem Haus Netzwerkkabel und Koaxialkabel für Kabel TV in fast alle Zimmer nachträglich verlegt. Die Dosen sind soweit fertig angeschlossen, nur bei dem Potentialausgleich bin ich mir nicht sicher. Ich hoffe ihr könnt mir hier helfen:

1. Netzwerkverkabelung:

Die Netzwerkkabel laufen in meinem Installationsraum unter dem Dachboden zusammen auf ein kleines Patchfeld. An dem Patchfeld ist auch ein Anschluss für den Potentialausgleich vorhanden. Dieser sollte laut Forum mindestens mit 4mm² ausgeführt werden. Das Problem ist nur, dass sich die Hauptpotentialausgleichsschiene im Keller befindet und ich hier kein Kabel mehr hochbringe. Es ist jedoch ein 10mm² Leiter vorhanden, welcher von der Hauptpotentialausgleichsschiene in die Unterverteilung auf die PE-Schiene geht. Dieser Unterverteilung befindet sich gleich neben dem Patchfeld. Darf ich hier einfach von der PE-Schiene eine 4mm² Leitung zum Patchfeld als Potentialausgleich legen oder muss ich strenggenommen direkt an die Schiene im Keller anschließen?

2. Verteiler Breitband-Kabel

Bei dem Verteiler habe ich eigentlich das gleiche Problem. Hausanschlussverstärker befindet sich im Keller, von wo aus auch ein Kabel als Zuleitung zu dem Verteiler läuft. Das Kabel ist dort schon entsprechend mit der Hauptpotentialausgleichsschiene verbunden. Muss für den Verteiler trotzdem nochmal ein Potentialausgleich durchgeführt werden? Falls ja, darf ich hier auch von der PE-Schiene abgreifen?

VG
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Hallo!

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Dipol
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Anmeldungsdatum: 30.03.2008
Beiträge: 626
Wohnort: Raum Stuttgart

BeitragVerfasst am: 16.03.2016 23:19    Titel: Re: Potentialausgleich Netzwerkpatchfeld & Verteiler BK- Antworten mit Zitat
Hallo und herzlich Willkommen im Forum!

Erdung und PA sind integraler Bestandteil der Elektroanlage. Für Installationen ist NAV § 13 zu beachten. Deine Fragen und der Begriff PE-Schiene deuten darauf hin, dass du keine bei einem VNB konzessionierte Elektrofachkraft bist.

PA-BASICS:
  • Für Schutzpotenzialausgleich ist ein Mindestquerschnitt von 6 mm² Cu einzuhalten, für zusätzlichen PA sind Querschnitte von min. 2,5 mm² (geschützte Verlegung) oder 4 mm² (ungeschützt) vorgeschrieben.
  • Der PA der Kabelschirme hat stets möglichst nahe der Einführung ins Gebäude zu erfolgen.
  • Der PA muss nach DIN EN 60728-11 (VDE 0855-1) an sämtlichen Kabeln und Leitungen auch nach Komponentenausbau (hier Hausanschlussverstärker und Verteiler bzw. Abzweiger) erhalten bleiben.
  • Ein vollständiger Schutzpotenzialausgleich ist noch wichtiger als eine möglichst niederimpedante Erdung.
  • Nach allen Beispielbildern dieser Norm und ebenso nach dem Final Draft der IEC 60728-11 muss die Haupterdungsschiene (HES früher PAS) auch bei BK-Anschluss geerdet sein.
  • Ein PEN-Leiter darf keinesfalls als Erdungs- oder PA-Leiter genutzt werden. Wenn eine EFK feststellt, dass der PE definitiv nur an der Haupterdungsschiene mit dem N verbunden ist, kann dieser unter Verantwortung der EFK für PA verwendet werden.
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elo22
Inventar
Inventar


Anmeldungsdatum: 17.03.2005
Beiträge: 4661
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 17.03.2016 04:43    Titel: Re: Potentialausgleich Netzwerkpatchfeld & Verteiler BK- Antworten mit Zitat
_Elektrofuchs_ hat folgendes geschrieben:

Es ist jedoch ein 10mm² Leiter vorhanden, welcher von der Hauptpotentialausgleichsschiene in die Unterverteilung auf die PE-Schiene geht. Dieser Unterverteilung befindet sich gleich neben dem Patchfeld. Darf ich hier einfach von der PE-Schiene eine 4mm² Leitung zum Patchfeld als Potentialausgleich legen oder muss ich strenggenommen direkt an die Schiene im Keller anschließen?

[...]

Bei dem Verteiler habe ich eigentlich das gleiche Problem. Hausanschlussverstärker befindet sich im Keller, von wo aus auch ein Kabel als Zuleitung zu dem Verteiler läuft. Das Kabel ist dort schon entsprechend mit der Hauptpotentialausgleichsschiene verbunden. Muss für den Verteiler trotzdem nochmal ein Potentialausgleich durchgeführt werden? Falls ja, darf ich hier auch von der PE-Schiene abgreifen?


Ja, EFK darf.

Lutz
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Octavian1977
Inventar
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Anmeldungsdatum: 05.10.2006
Beiträge: 14334
Wohnort: Wiesbaden

BeitragVerfasst am: 23.03.2016 14:34    Titel: Antworten mit Zitat
Ist in Deiner Verteilung noch ein PEN aufgelegt, kann dies fatale Folgen für den PA haben und massive Störungen bringen.

Der Potentialausgleich ist mit dem PE und der Haupterdungsschiene herzustellen, nach der Aufteilung des PEN in N und PE (sofern es sich um ein TN netz handelt)
Im seltener anzutreffenden TT Netz ist der Potentialausgleich unproblematischer, da hier kein PEN vorhanden ist und somit auch keine Trennstelle.
_________________
Besonders helle Erleuchtungen nennt man Verblendung
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werner_1
Inventar
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Anmeldungsdatum: 24.11.2012
Beiträge: 8405
Wohnort: 324xx

BeitragVerfasst am: 23.03.2016 17:25    Titel: Antworten mit Zitat
Hallo Dipol,
ich denke, dass ich einiges von der Materie verstehe. Deine kopierten Texte sind natürlich richtig - beantworten die Fragen des TE allerdings nur mäßig bzw. nur zwischen den Zeilen.

Dipol hat folgendes geschrieben:
Ein PEN-Leiter darf keinesfalls als Erdungs- oder PA-Leiter genutzt werden.
Vollkommen richtig.

Dipol hat folgendes geschrieben:
Wenn eine EFK feststellt, dass der PE definitiv nur an der Haupterdungsschiene mit dem N verbunden ist, kann dieser unter Verantwortung der EFK für PA verwendet werden.

Ich frage mich, wann die HES ein N ist oder wann die HES mit einem N verbunden ist. Sad

Aus der Beschreibung des TE, dass ein 10mm² "von der Hauptpotentialausgleichsschiene in die Unterverteilung auf die PE-Schiene geht" schließe ich auf ein TT-System.
_________________
Gruß Werner
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Dipol
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Anmeldungsdatum: 30.03.2008
Beiträge: 626
Wohnort: Raum Stuttgart

BeitragVerfasst am: 25.03.2016 12:08    Titel: Antworten mit Zitat
werner_1 hat folgendes geschrieben:
Aus der Beschreibung des TE, dass ein 10mm² "von der Hauptpotentialausgleichsschiene in die Unterverteilung auf die PE-Schiene geht" schließe ich auf ein TT-System.

Das mag sein, ich glaube aber nur was ich selbst sehe oder eine vertrauenswürdige EFK vor Ort bestätigt.

PS: Wie im Parallelthread Klugschüssmodus an:
Das Teil wurde vor Jahren von Potenzialausgleichsschiene in Haupterdungschiene und der frühere Hauptpotenzialausgleich in Schutzpotenzialausgleich umgeändert.

Siehe DIN VDE 0618 Teil 1/08.89, wo die international schon länger übliche Bezeichnung Haupterdungsschiene erstmals national auftaucht.
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werner_1
Inventar
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Anmeldungsdatum: 24.11.2012
Beiträge: 8405
Wohnort: 324xx

BeitragVerfasst am: 25.03.2016 14:42    Titel: Antworten mit Zitat
Dipol hat folgendes geschrieben:
Das Teil wurde vor Jahren von Potenzialausgleichsschiene in Haupterdungschiene und der frühere Hauptpotenzialausgleich in Schutzpotenzialausgleich umgeändert.

Siehe DIN VDE 0618 Teil 1/08.89, wo die international schon länger übliche Bezeichnung Haupterdungsschiene erstmals national auftaucht.

????
Die Begrifflichkeiten sind mir schon bekannt. Wink
_________________
Gruß Werner
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