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Sat-Anlage nachrüsten

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Elektrikforum Foren-Übersicht -> Blitzschutz, EMV, Erdung & Potentialausgleich
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achim666
Cool Newbie
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Anmeldungsdatum: 10.12.2013
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 12.09.2016 17:51    Titel: Sat-Anlage nachrüsten Antworten mit Zitat
Hallo zusammen.
Nachdem mir der Kabelanschluss auf Dauer zu teuer ist, möchte ich beim TV auf Sat umsteigen. Installationsort auf dem Dach ist gefunden und befindet sich ca. 3m unterhalb vom First. Durch´s Dach würde der Antennenmast im Heizungsraum (OG) enden. Hier steht die Gastherme, von der die Wasserleitungen abgehen. Hier ist nirgens eine Potentialschiene zu sehen, geschweige ein Erdungsanschluss. Im UG, wo alle E- und Wasserleitungen zusammenkommen, kommt ein Erdungsstahl aus dem Boden, von dem eine dicke, fette Leitung in den Sicherungskasten geht und zwei, dünnere an Potentialausgleichschienen, an denen die Wasserleitungen, Hausanschlussverstärker Kabel-TV und Kabelverteiler angebunden sind. Entfernung Sat-Mast zum E-Raum ca. 6m über mehrere Ecken...
Jetzt die Frage:
Muss,bzw. wie kann ich den Mast erden, bzw. die Koaxleitungen/Multischalter am Potentialausgleich anbinden?
Fragt mir Löcher in den Bauch oder postet hilfreiches.
Würde mich über Antworten sehr freuen
Gruß

P.S. Zur Not muss halt ein Fachmann ran...

Achim
Confused Confused
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Hallo!

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Dipol
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Anmeldungsdatum: 30.03.2008
Beiträge: 626
Wohnort: Raum Stuttgart

BeitragVerfasst am: 12.09.2016 20:18    Titel: Re: Sat-Anlage nachrüsten Antworten mit Zitat
achim666 hat folgendes geschrieben:
Installationsort auf dem Dach ist gefunden und befindet sich ca. 3m unterhalb vom First.

Dachantennen sind grundsätzlich erdungspflichtig, wie weit der First die Antenne überragt ist für eine Befreiung von der Erdungspflicht ohne Relevanz.

achim666 hat folgendes geschrieben:
Muss,bzw. wie kann ich den Mast erden, bzw. die Koaxleitungen/Multischalter am Potentialausgleich anbinden?

Gebetsmühle an:
  • Erdung und PA sind integraler Bestandteil der Elektroanlage und deren Installation nach NAV § 13 konzessionierten Elektrofachkräften vorbehalten.
  • Erdungspflichtige Antennen sind mit min. 16 mm² Cu, 25 mm² Alu oder 50 mm² Stahl mit blitzstromtragfähig Klasse H = 100 kA zertifizierten Verbindern an den geerdeten Schutzpotenzialausgleich zu verbinden.
  • Zudem ist ein PA der Kabelschirme und metallischen Komponentengehäuse bei Erdungspflicht obligatorisch und kann auch bei Montage im Schutzbereich der Fassade noch gefordert sein.

Gebetsmühle aus!

Das ist so oder ähnlich in diesem und anderen Foren x-fach nachzulesen.

Mit mehr Input und z. B. einem Bild der Anschlussfahne mit den Kabelanschlüssen hat man einen Ansatz für seriöse Beratung. Darüber hinaus sollte man die Leitungsstruktur und Zahl der Wohnungen kennen und wie viele Single- und Twin-Receiver betrieben werden sollen.

Antennentechnik hat einige Tücken und ist nicht so einfach, dass die Umstellung von Kabelanschluss auf Satellitenempfang jeder Laie auch selbst schafft.
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achim666
Cool Newbie
Cool Newbie


Anmeldungsdatum: 10.12.2013
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 12.09.2016 21:01    Titel: Antworten mit Zitat
@Dipol:
Besten Dank. Ich glaube, es ist besser, wenn ich gleich einen Fachmann beauftrage...

Gruß

Achim
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bigdie
Inventar
Inventar


Anmeldungsdatum: 23.11.2013
Beiträge: 6757

BeitragVerfasst am: 13.09.2016 04:36    Titel: Antworten mit Zitat
achim666 hat folgendes geschrieben:
@Dipol:
Besten Dank. Ich glaube, es ist besser, wenn ich gleich einen Fachmann beauftrage...

Gruß

Achim

Die Gebetsmühle von Dipol hab ich schon oft gehört. Interessant wäre dann mal die Ausführung vom "Fachmann" zu sehen. Wäre also nicht schlecht, hinterher mal ein paar Fotos einzustellen. Ich hab nähmlich immer so meine Zweifel an sogenannten Fachleuten. Confused
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achim666
Cool Newbie
Cool Newbie


Anmeldungsdatum: 10.12.2013
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 13.09.2016 08:44    Titel: Antworten mit Zitat
@bigdie:
Wenn's der Fachmann macht und es passiert hinterher irgendwas, kann ich ihn belangen...
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Dipol
Inventar
Inventar


Anmeldungsdatum: 30.03.2008
Beiträge: 626
Wohnort: Raum Stuttgart

BeitragVerfasst am: 13.09.2016 11:24    Titel: Antworten mit Zitat
bigdie hat folgendes geschrieben:
Ich hab nähmlich immer so meine Zweifel an sogenannten Fachleuten. Confused

Ich aus Praxiserfahrungen auch!

TYPISCHE AUSREDE: Wenn ich die Erdung mit angeboten hätte wäre ich zu teuer gewesen, die Kollegen erden auch nicht.

Wie die Frage nach einem vertragstreuen VDE-Auswahlabo meistens beantwortet wird, muss man in diesem Forum nicht offenbaren. Zu viele EFK machen nur das, was sie schon immer so gemacht hat.

HITLISTE DER NORMWIDRIGKEITEN:
  1. Antenne nicht geerdet
  2. Antenne geerdet aber Erdungsleiter nur mit nicht zertifizierten Verbindern fraglicher Tauglichkeit angeklemmt
  3. PA der Kabelschirme nahe der Einführung ins Gebäude fehlt
  4. PA bleibt bei Komponentenausbau nicht erhalten

Klingelt es beim Punkt 3 noch bei dir? Cool

achim666 hat folgendes geschrieben:
@bigdie:
Wenn's der Fachmann macht und es passiert hinterher irgendwas, kann ich ihn belangen...

So lange nichts anderes vertraglich vereinbart wurde, schuldet dir ein gewerblicher Auftragnehmer eine Ausführung nach den Anerkannten Regeln der Technik.

Allerdings sind deine Fragen typisch für Do-it-yourself-Vorhaben und nicht für die Absicherung vor einer Auftragsvergabe. Wink
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Octavian1977
Inventar
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Anmeldungsdatum: 05.10.2006
Beiträge: 14380
Wohnort: Wiesbaden

BeitragVerfasst am: 30.09.2016 09:05    Titel: Antworten mit Zitat
Ein Fehler der grundsätzlich gemacht wird und den ich auch noch nie von einem Fachbetrieb richtig gesehen habe, ist die Auswahl der Koaxleitungen für die Außenverlegung.
weiße Koaxleitungen sind nicht UV beständig, für außen gibt es schwarze UV beständige Leitungen.
_________________
Besonders helle Erleuchtungen nennt man Verblendung
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Dipol
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Anmeldungsdatum: 30.03.2008
Beiträge: 626
Wohnort: Raum Stuttgart

BeitragVerfasst am: 30.09.2016 09:53    Titel: Antworten mit Zitat
Octavian1977 hat folgendes geschrieben:
Ein Fehler der grundsätzlich gemacht wird und den ich auch noch nie von einem Fachbetrieb richtig gesehen habe, ist die Auswahl der Koaxleitungen für die Außenverlegung.

Außen schwarze Kabel zu verlegen ist ein Gebot der Vernunft aber normativ nicht gefordert. Dass es im Raum Wiesbaden keinen Fachbetrieb gibt der u.v.-beständige Antennenkabel verwendet, kann ich nicht glauben.

Aber nachdem wir in diesem Thread schon mal OT sind: Für mich sind uv-beständige Kabel im Außenbereich selbstverständlich, trotzdem halte die Verwendung zeitgemäßer Stecker die mit der Kabelschirmung harmonieren für wichtiger. Weiße Qualitätskabel halten > 10 Jahre durch, ob das auch für die Billigkabel mit Vierfach-Sinnlosschirmung und Alu-Geflecht zutrifft, muss sich erst noch erweisen.

Nicht jedes schwarze Kabel ist zwingend uv-beständig, ich habe mit TELEKA TK 115 ein böses Debakel erlebt.
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Octavian1977
Inventar
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Anmeldungsdatum: 05.10.2006
Beiträge: 14380
Wohnort: Wiesbaden

BeitragVerfasst am: 30.09.2016 13:29    Titel: Antworten mit Zitat
nicht jedes schwarze Kabel ist UV beständig, aber jedes UV beständige Kabel ist schwarz.
Ich verwende das Kathrein LCD 115.

Die Norm fordert, daß Betriebsmittel Leitungen, Kabel, etc gemäß den Umgebungsbedingungen auszuwählen sind.
somit fordert sie auch UV beständige Leitungen im ungeschützten Außenbereich.

Außer den von mir installierten Anlagen hab ich noch keine gesehen mit UV beständigen Leitungen.
Der Mantel von nicht UV beständigen Leitungen löst sich an der Sonne sehr schnell auf, bzw. wird brüchig. Allerdings dauert es noch sehr lange bis dann auch das Ding soweit beschädigt ist, daß es gar nicht mehr funktioniert.
_________________
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Dipol
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Anmeldungsdatum: 30.03.2008
Beiträge: 626
Wohnort: Raum Stuttgart

BeitragVerfasst am: 30.09.2016 13:48    Titel: Antworten mit Zitat
Octavian1977 hat folgendes geschrieben:
Die Norm fordert, daß Betriebsmittel Leitungen, Kabel, etc gemäß den Umgebungsbedingungen auszuwählen sind.
somit fordert sie auch UV beständige Leitungen im ungeschützten Außenbereich.

Bitte "die Norm" beim Namen nennen oder noch besser den Passus zitieren, wonach gute weiße Kabel, die 10 Jahre durchhalten, unzulässig sind.,

Nur gehört das nicht zur Antennensicherheit und in ein eigenes Thema.
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