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Sat-Antenne auf Garage separat mit Staberder erden?

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Elektrikforum Foren-Übersicht -> Blitzschutz, EMV, Erdung & Potentialausgleich
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worlde
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Anmeldungsdatum: 30.03.2016
Beiträge: 126

BeitragVerfasst am: 26.01.2017 07:44    Titel: Sat-Antenne auf Garage separat mit Staberder erden? Antworten mit Zitat
Hallo zusammen,

bin garade an der Planung der Sat-Antenne. Vermutlich werde ich sie auf das Flachdach der Garage (Holzständerbauweise) stellen. Die Garage erhalt nur ein Streifenfundament und das Fundament ist nicht mit dem Hausfundament verbunde. Nur wie sieht es dann mit der Erdung und Potentialausgleich aus? Einbau die Skizze der möglichen Positionen. Mein Elektriker schlägt vor, dass ich die Sat-Antenne über einen Stab- oder Kreuzerder erden soll, da er sich den möglichen Bliitz nicht ins Haus holen würde. Dazu wurde er den Erder neben der Garage platzieren. Was haltet ihr davon?
PA der Sat-Kabel dann mit der PA-Schiene im Haus verbinden?
Vielen Dank
[img]https://s30.postimg.org/g9d0xsfhp/Sat01.png[/img]
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Hallo!

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Octavian1977
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Anmeldungsdatum: 05.10.2006
Beiträge: 14393
Wohnort: Wiesbaden

BeitragVerfasst am: 26.01.2017 08:46    Titel: Antworten mit Zitat
Die Antenne ist Leitfähig mit dem Potentialausgleich zu verbinden!!!

"Den Blitz nicht ins Haus holen" völliger Unsinn, oder ist die Antennenleitung aus nicht leitfähigem Material?

Selbst über Glasfaserleitungen können wohl Überspannungen übertragen werden, da diese wohl aus Gründen der besseren Lichtleitfähigkeit mit elektrisch leitfähigem Material beschichtet sind.

Ein separater Erder für die Antenne ist soweit erst mal nicht schlecht, sofern dieser mit dem Potentialausgleich des Gebäudes und dem Erder des Gebäudes verbunden ist.
_________________
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worlde
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Anmeldungsdatum: 30.03.2016
Beiträge: 126

BeitragVerfasst am: 26.01.2017 09:07    Titel: Antworten mit Zitat
Octavian1977 hat folgendes geschrieben:
Die Antenne ist Leitfähig mit dem Potentialausgleich zu verbinden!!!.

Meinst du damit die Koaxkabel mit 4mm² an die PA-Schiene im Haus anschließen oder die Sat-Antenne bzw. den Mast davon mit 16mm² an die PA Schiene anschließen?
Octavian1977 hat folgendes geschrieben:
"Den Blitz nicht ins Haus holen" völliger Unsinn, oder ist die Antennenleitung aus nicht leitfähigem Material?

Die Idee kommt vom Elektriker, was mich selbst stutzig gemacht hat. Ich muss wohl eher mal nach "richtigen" Blitzschutzexperten suchen.
Octavian1977 hat folgendes geschrieben:
"Ein separater Erder für die Antenne ist soweit erst mal nicht schlecht, sofern dieser mit dem Potentialausgleich des Gebäudes und dem Erder des Gebäudes verbunden ist.

Also dann die Sat-Antenne mit dem Staberder verbinden und den Staberder dann mit der Anschlussfahne des Fundamenterders. Da das Haus auch einen Ringerder bekommt, könnte man von dem Ringerder auch eine Anschlussfahne zur Garage führen, sehe ich das richtig? Oder man kann sich den Staberder ganz sparen
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Octavian1977
Inventar
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Anmeldungsdatum: 05.10.2006
Beiträge: 14393
Wohnort: Wiesbaden

BeitragVerfasst am: 26.01.2017 09:24    Titel: Antworten mit Zitat
Also prinzipiell ist der Mast mit einer PA Leitung direkt mit der Schiene im Haus zu verbinden.
Den Staberder benötigst Du nicht, prinzipiell wird aber durch jeden weiteren Erder die Erdung der Gesamtanlage verbessert, somit wäre eine zusätzlicher Erder nicht falsch.
Da aber das Haus schon über einen Fundamenterder verfügt ist die Wirkung des zusätzlichen Erders eher gering.

Wenn Du was für den Blitzschutz machen willst benötigst du Fangstangen und Ableiter, also einen kompletten äußeren Blitzschutz, der NICHT mit der Antenne auf dem DAch verbunden werden darf.
Die Ableiter benötigen dann auch zusätzliche Erder damit der Blitz einen kurzen Weg zur Erde hat.
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worlde
Master Member
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Anmeldungsdatum: 30.03.2016
Beiträge: 126

BeitragVerfasst am: 26.01.2017 09:27    Titel: Antworten mit Zitat
So meine ich das, dann könnte man die Erdungsleitung direkt über eine PA-Schiene an den Ringerder anschließen und man bräuchte keinen extra Staberder:

[img]https://s23.postimg.org/yms9sjn2v/Sat_PA.png[/img]
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Dipol
Inventar
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Anmeldungsdatum: 30.03.2008
Beiträge: 626
Wohnort: Raum Stuttgart

BeitragVerfasst am: 26.01.2017 11:30    Titel: Antworten mit Zitat
worlde hat folgendes geschrieben:
Die Idee kommt vom Elektriker, was mich selbst stutzig gemacht hat. Ich muss wohl eher mal nach "richtigen" Blitzschutzexperten suchen.

Über drei Seiten Diskussion im Bauforum hast du dich offenbar nur mit "unrichtigen" Blitzschutzexperten unterhalten.

Gerade noch sollte dort die Antenne nicht erdungspflichtig in den Schutzbereich des Gebäudes gestellt werden, jetzt taucht aus dem Nichts ein Ringerder auf. Bei vernünftiger Neubauplanung wäre eine Anschlussfahne an den Ringerder von Vorteil gewesen, die hätte aber auch mit dem in der Bodenplatte geforderten Funktionspotenzialausgleichsleiter durchverbunden sein müssen.

Wie viele Foren willst du mit deinem Lappalien-Problem noch mit wechselnden Zielvorgaben und scheibchenweise nachgereichten Infos beschäftigen?

Dein Eli sollte zur Nachschulung, separate Erder sind gefährlich und waren für Antennenerdungen noch nie und für Blitzschutzanlagen (ohne Antennenerdung) lediglich nach uralten ABB-Bestimmungen und nur bedingt zulässig. Siehe ABB Merkblatt # 10 wenn es auf der neuen VDE Homepage wieder online ist oder DEHN Blitzplaner.

ABB-Merkblatt 10 hat folgendes geschrieben:

Die früher zum Teil geübte Praxis insbesondere für die Funktions-Erdung der Elektronik eine "saubere Erde", getrennt von der Blitzschutz- und Schutz-Erdung, zu verwenden, ist äußerst ungünstig und kann sogar gefährlich werden. Damit treten im Falle von Blitzeinwirkungen sehr große Potenzialdifferenzen bis zu einigen 100 kV zwischen den Erdungsanlagen auf, was zu Zerstörungen der elektronischen Einrichtungen und auch zu Personengefährdungen führen kann. Dieses Konzept widerspricht auch der Forderung der DIN EN 62305 (VDE 0185-305-3) nach einem lückenlosen Blitzschutz-Potenzialausgleich innerhalb einer baulichen Anlage und ist deshalb grundsätzlich nicht zulässig.
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worlde
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Anmeldungsdatum: 30.03.2016
Beiträge: 126

BeitragVerfasst am: 26.01.2017 11:56    Titel: Antworten mit Zitat
Hallo Dipol,
Die Aussage mit der Suche nach einem "richtigen" Blitzschutzexperten war nicht auf ein Forum bezogen, sorry wenn das so rübergekommen ist. Ich halte viele im Forum für kompetent. Damit war gemeint, dass ich bei diesen Themen nicht meinen Elektriker fragen soll, sondern mir einen greifbaren Blitzschutzexperten, also einer aus meiner Nähe, zu dem ich hingehen und persönlich drüber sprechen kann.
Das mit dem Ringerder habe ich leider verpennt, anzugeben. Hatte ich auch selber momentan nicht mehr im Kopf. Und da mein Elektriker das Thema Blitzschutz nicht so erst nimmt, suche ich eben Rat in verschiedenen Foren, um mehr über das Thema zu erfahren. Und wie es andere auch machen, stell ich die Frage eben nicht nur in einem Forum.
Also es handelt sich um einen geplanten Neubau. Also kann man Dinge auch noch umändern. Das Haus bekommt einen Ringerder der mit dem Funktionspotenzialausgleichsleiter verbunden sein wird. Also könnte man auch in der Garage eine Anschlussfahne legen, um dort die Antenne zu erden. Und da es verschiedene Aufstellorte für die Antenne gibt, ist auch noch keine Entscheidung gefallen, wo sie hin soll. Deswegen kommt es so scheibchenweise daher und die Position kann sich noch ändern. Die Position im nicht blitzschutzgefährdeten Bereich war auch nur eine Idee und wie ich jetzt weiß, ist es auch nicht die richtige Lösung.
Nochmals Danke für die Unterstützung
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Pumukel
Inventar
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Anmeldungsdatum: 22.07.2016
Beiträge: 1620

BeitragVerfasst am: 26.01.2017 12:11    Titel: Antworten mit Zitat
Der beste Ort für eine Antenne ist immer noch der nicht blitzschutzgefährdete Bereich. Dann ist es auch kein Problem die Antennenleitungen in den Schutzpotentialausgleich einzubeziehen!
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Dipol
Inventar
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Anmeldungsdatum: 30.03.2008
Beiträge: 626
Wohnort: Raum Stuttgart

BeitragVerfasst am: 26.01.2017 12:25    Titel: Antworten mit Zitat
worlde hat folgendes geschrieben:
Also es handelt sich um einen geplanten Neubau. Also kann man Dinge auch noch umändern. Das Haus bekommt einen Ringerder der mit dem Funktionspotenzialausgleichsleiter verbunden sein wird. Also könnte man auch in der Garage eine Anschlussfahne legen, um dort die Antenne zu erden.

Dass das Gebäude erst erstellt wird, ist auch ein nachgerichtes Info-Häppchen. Damit ist der Stereo-Kommentar im Bauforum teilweise hinfällig, wenn nicht nur eine Verbindung wie in deiner Zeichnung ausgeführt wird.

Google mal "Wer Fundamenterder verlegen darf", dann bleibt dir das leider übliche Debakel einer durch das Rohbauunternehmen normwidrig und ohne Mess- und Foto-Dokumentation eingebauten Erdungsanlage vielleicht noch erspart. Eine EFK, die Separaterder propagiert, ist für den Einbau von Fundament-/Ringerdern nach DIN 18014 ungeeignet.

Pumukel hat folgendes geschrieben:
Der beste Ort für eine Antenne ist immer noch der nicht blitzschutzgefährdete Bereich. Dann ist es auch kein Problem die Antennenleitungen in den Schutzpotentialausgleich einzubeziehen!

An dem Superlativ melde ich Zweifel an.

Blitzkugel- und Schutzwinkelverfahren wurden in zahlreichen Versuchen in Hochspannungslaboren empirisch belegt. Dass die als sicher bezeichnete Schutzzone von Fassaden, die früher mit 3 m Abstand unterhalb der Dachrinne und 2 m Wandabstand (und keine Montage auf der Giebelseite!) anders als heute definiert war, wirklich wirkt, hat nach meiner Kenntnis noch kein einziges Hochspannungslabor überprüft.

Antennen in als sicher angenommenen Fassadenzonen sind nach IEC 60728-11 von blitzstromtragfähiger Erdung befreit, aber der sicherste und damit beste Ort ist eindeutig nicht dort sondern in Blitzschutzzone LPZ 0B von Blitzschutzeinrichtungen.
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worlde
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Master Member


Anmeldungsdatum: 30.03.2016
Beiträge: 126

BeitragVerfasst am: 26.01.2017 12:41    Titel: Antworten mit Zitat
Dann werde ich nächstes mal mehr Mühe gaben und vorher genauer Meine Daten sammeln, bevor ich meine Fragen stelle. Damit alle Fakten von anfang an klar sind.
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