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Wo endet der Einflussbereich vom EVU?

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Elektrikforum Foren-Übersicht -> Grundlagen & Schaltungen der Elektroinstallation
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Elma
Cool Newbie
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Anmeldungsdatum: 04.04.2017
Beiträge: 24

BeitragVerfasst am: 16.05.2017 19:55    Titel: Wo endet der Einflussbereich vom EVU? Antworten mit Zitat
Hallo.

Wo endet bei der Elektroinstallation die Zuständigkeit bzw der Einflussbereich vom EVU?

Wie könnte man erreichen, dass ein Teil der Installation das EVU schlicht "nichts angeht"?

Wenn man einen Trenntrafo setzen würde, wäre dann die Ausgangsseite des Trafos außerhalb der Zuständigkeit?
Dann wäre ja keine direkte elektrische Verbindung mehr da.

Oder könnte man über einen 48V DC Zwischenkreis gehen?
Also 48V Netzteil -> Pufferakku -> Wechselrichter

Dann ist nicht nur eine elektrische Trennung da, sondern die Energieflussrichtung sogar genau vorgegeben und ich bewege mich "Erstmal" auf dem Niveau Kleinspannung. Was hinter den Akkus kommt, hat das EVU meiner Meinung nach erstrecht nicht zu interessieren.

Hintergrund ist folgendes: Mein Hausanschluss ist zu schwach, um einen "modernen Lebensstil" zu führen.

Immerhin habe ich nun durch Zählertausch 3x20A Drehstrom statt wie bisher nur Wechselstrom bekommen. Aber das reicht immer noch nicht.

Das EVU kennt nur eine Lösung für mehr:
Ich muss einen neuen Hausanschluss installieren lassen. Auf eigene Kosten. Aber den gibt es nur, wenn die GESAMTE Anlage den aktuellen Vorschriften und Normen entspricht.
Preislich liegt das ganze im 5-stelligen Bereich laut Gutachter (Lange Zuleitung zu Haus, gesamte Elektrik alles neu)

Das ist aus Kostengründen also nicht umsetzbar.

Also wollte ich den Hausanschluss einfach so nutzen wie er ist. Dann knallen eben die Sicherungen öfter mal durch wenn man nicht aufpasst.

Da kommen dann die "Großverbraucher" wie z.B. Herd, Waschmaschine, Trockner usw ran.

Alle anderen Stromkreise, wo man die Leistungen noch halbwegs preisgünstig als Insel stellen kann, wollte ich dann auch über einen eigenen Wechselrichter mit Pufferakkus versorgen.
Die Stromkreise gehen das EVU dann auch nichts mehr an, meiner Meinung nach.
Und wenn die Sicherungen raus knallen, ist auch nicht gleich alles dunkel. Sollen die Sicherungen dann eben rausknallen.

Die Pufferakkus würden dann über eine kleine Inselsolaranlage nachgeladen werden.
Für Sonnenschwache Zeiten dann noch ein Ladenetzteil dazu.

Würde das hinhauen?
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Elma
Cool Newbie
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Anmeldungsdatum: 04.04.2017
Beiträge: 24

BeitragVerfasst am: 16.05.2017 20:04    Titel: Antworten mit Zitat
Hier mal ein Link zum Datenblatt der geplanten Anlage:

https://www.offgridtec.com/media/product_attachements/Victron_Phoenix-48V-3000-5000_Broschuere.pdf

Lediglich den 48V Generator würde ich weg lassen. Wenn ich noch einen Generator anschaffen würde, würde ich einen "normalen" 230V oder 400V Generator anschaffen und über das Netzteil aufladen.


Aber wäre das denn dann so, dass alles was hinter dem Netzteil kommt, das EVU nicht mehr zu interessieren hat?
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T.Paul
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Anmeldungsdatum: 14.01.2011
Beiträge: 11140

BeitragVerfasst am: 16.05.2017 20:32    Titel: Antworten mit Zitat
Deinen Beschreibungen nach, ist die elektrische Anlage bereits jetzt unzulässig, was der VNB duldet, bis etwas an der Anlage geändert wird.

Wäre es kein privater Wohnraum, sondern auch nur ein Bürogebäude, hättest Du schon längst die Gebäudeversicherung am Hals, die elektrische Anlage richten zu lassen. Die Duldung entsteht hier aus einer Grauzone - Sobald man Dich an einem konkreten Punkt der Störung oder Pflichtverletzung erwischen kann, ist es damit SOFORT zu Ende und Du lebst ohne Elektrizität.

Auch eine elektrische Anlage an deiner Solarinsel, muss den anerkannten technischen Regeln entsprechen.

Auch, wenn Du damit den Netzbetreiber raus nimmst, ändert dies nichts an der Gültigkeit der anerkannten Regeln der Technik, nach denen diese Änderung zu vollziehen ist.

Überdies ist mir an deinem Text ein Punkt aufgefallen, der die Anlage zu sofortiger Stillegung durch den Netzbetreiber berechtigt ... Ich benenne das vorsorglich mal nicht namentlich.

Kurzum: Du wirst m.E. um Investitionen nicht herum kommen und in der Größenordnung der Kosten für die Errichtung einer Inselanlage, sind sicher Maßnahmen umsetzbar, die dein Problem lindern. Dein Plan klingt für mich nicht plausibel und obendrein als Versuch eine unzulässig betriebene Anlage zu erhalten als unzulässig.
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Hindernisse sind das was du siehst, wenn du den Blick von der Ziellinie nimmst (vince Lombardi).
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Elma
Cool Newbie
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Anmeldungsdatum: 04.04.2017
Beiträge: 24

BeitragVerfasst am: 16.05.2017 21:42    Titel: Antworten mit Zitat
Welcher Punkt wäre denn so gravierend, dass man es sofort still legen könnte?
Die 20A Sicherungen am Anschlusspunkt?
Was im Panzerkasten ist, weiß ich nicht.

Ich habe nichts dagegen, alles neu zu machen.
Ist halt eine Kostenfrage.
Aber das EVU lässt eine Etappenweise Sanierung nicht zu.

Das neue Erdkabel als Ersatz für die Freileitung macht die Sache halt sehr teuer.
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T.Paul
[Moderator]
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Anmeldungsdatum: 14.01.2011
Beiträge: 11140

BeitragVerfasst am: 16.05.2017 22:06    Titel: Antworten mit Zitat
Was hast Du Dir denn gedacht, was deine Inselanlage kostet? Damit das halbwegs Sinn ergibt, müssten es 5kW sein, da bist Du für den 5kW Wechselrichter, min. 1.000Wp Solarmodule, >=520Ah Akkubank 48V, Verkabelung & Montage schon die ersten 10.000€ los - Dann hängt noch kein einziger Stromkreis an dieser Insel.
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bigdie
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Anmeldungsdatum: 23.11.2013
Beiträge: 6526

BeitragVerfasst am: 16.05.2017 22:10    Titel: Antworten mit Zitat
Was hast du denn für tolle Sachen, das 3x20A nicht reichen. In der Schweiz z.B. ist 3x25A Standard in 90% der Wohnungen und Einfamilienhäuser.
Bei mir im Haus gibt es 3 Sicherungen (SLS) mit 32A vor dem Zähler. Da hängt meiner Mutter ihre Wohnung, meinem Bruder seine Wohnung und auch meine dran. Die Sicherung hat noch nie ausgelöst. Mein Kumpel hat einen Reiterhof mit der gleichen Absicherung.
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Octavian1977
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Anmeldungsdatum: 05.10.2006
Beiträge: 13907
Wohnort: Wiesbaden

BeitragVerfasst am: 16.05.2017 22:21    Titel: Antworten mit Zitat
Jede Anlage die einen Anschluß in irgendeiner Weise an das öffentliche Netz hat, liegt in ganzer Fülle im "Einflußbereich" des VNB.

Eine Inselanalge ohne Netzanschluß würde allerdings genauso dem Energiewirtschaftsgesetzt unterliegen.
Dieses fordert die Einhaltung der DIN und VDE Normen.

Anscheinend ist Deine Anlage dermaßen überaltert, daß hier der VNB solches fordert.
Ich würde hier eher dringend zur sofortigen komlett sanierung raten.

Eine Inselanalge würde Dich allein von den Reinen Kosten für Batterie Solarzellen Wechselrichter, schon durchaus 10-15k€ kosten.
Wenn Du dann auch noch nur die Kleinverbracuher dranschaltest macht das Ganze noch weniger Sinn, vor allem, da die Großverbraucher weiterhin regelmäßig die Sciherungen auslösen.

Die Anlage der Insel müsste zudem auch komplett den aktuellen Normen entsprechen.
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bigdie
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Anmeldungsdatum: 23.11.2013
Beiträge: 6526

BeitragVerfasst am: 16.05.2017 22:30    Titel: Antworten mit Zitat
Ich hab noch keinen Versorger gesehen, der weiter als bis zum Zählerschrank geschaut hat. Soll heißen wenn die irgendwo auf dem Treppenabsatz eine alte Zählertafel im Holzschrank sehen, dann verweigern die einen neuen Anschluss. Alles was dahinter ist, überlassen die einem Elektromeisterbetrieb. Und wenn man da nicht das Ganze Haus auf einmal neu machen will oder kann, dann findet sich garantiert auch ein Betrieb, der erst mal nur die Zähleranlage erneuert, solange das alte Zeug nicht brandgefährlich ist.
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Octavian1977
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Anmeldungsdatum: 05.10.2006
Beiträge: 13907
Wohnort: Wiesbaden

BeitragVerfasst am: 16.05.2017 22:35    Titel: Antworten mit Zitat
Ja das ist leider so, daß es immer doch einen deppen gibt der was hinpfuscht und auch noch für die "fachgerechte Ausführung" den Kopf hin hält mit seiner Unterschrift.

Es gab mal eine Zeit da der Versorgungsnetzbetreiber vo rIn betriebnahme die Gesamtanlage begutachtet und bei Mängeln den Anschluß vverweigert.
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bigdie
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Anmeldungsdatum: 23.11.2013
Beiträge: 6526

BeitragVerfasst am: 16.05.2017 23:03    Titel: Antworten mit Zitat
Das sehe ich anders. Ich hab oft genug bei Leuten gearbeitet, die ganz einfach nicht die Kohle hatten. Und ein ganzes Haus sanieren, wenn man drin wohnt, kann man praktisch keinem Mensch zumuten. Von daher muss man irgendwo anfangen und das auf mehrere Abschnitte aufteilen.
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