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Hauseinführung Erdung und Potentialausgleich PV-Anlage

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Elektrikforum Foren-Übersicht -> Blitzschutz, EMV, Erdung & Potentialausgleich
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Dipol
Inventar
Inventar


Anmeldungsdatum: 30.03.2008
Beiträge: 626
Wohnort: Raum Stuttgart

BeitragVerfasst am: 09.10.2017 16:39    Titel: Re: Hauseinführung Erdung und Potentialausgleich PV-Anlage Antworten mit Zitat
JanR hat folgendes geschrieben:
1. (dazu habe ich NICHTS gefunden

So oft wie die DIN 18014:2014 hier und in diversen anderen Foren in allen Details schon durchgenudelt wurde, kann man die Beiträge doch nicht verfehlen. Einstweilen sehe ich davon ab meine Folien zum Thema schon wieder einzustellen.

Mit Ausnahme der Mindesttiefe von 0,8 m ist einschließlich der unzulässigen Verlegung durch Mauerer nichts normkonform.

JanR hat folgendes geschrieben:
Bei unserem aktuell im Bau befindlichen EFH verfügt die Bodenplatte des Kellers über einen im Beton eingelassenen Fundamenterder, der, soweit ich das beurteilen kann (umfassende Fotodoku habe ich vor dem Betonieren selbst erstellt) auch normgerecht ausgeführt wurde. Da der Keller aber als schwarze Wanne ausgeführt wurde, genügt dies nicht für die Erdung, so dass ein zusätzlicher externer Erder nötig ist.

In nicht erdfühligen Fundamenten oder Bodenplatten wie Fundamenterder verlegte Band- oder Rundstähle sind keine Erder sondern nur Funktionspotenzialausgleichsleiter.

JanR hat folgendes geschrieben:
Dieser wurde in Form eines ca. 20 Meter langen Edelstahl-Horizontalerders ausgeführt, der zudem mit zwei 1,5 Meter langen senkrechten Erdungsstäben ("nur" verzinkt) verbunden ist - diese sind Luftlinie ca. 12 m voneinander enfernt). Der Horizontalerder liegt in etwas über ein Meter Tiefe (auf Baugrubensohle wegen Felsuntergrund nicht sinnvoll) und die Staberder wurden von diesem Niveau aus eingeschlagen (liegen also mit dem oberen Ende ca. 80-100 cm tief).

Einmal mehr eine Erdungsanlage, die von "Experten" eingebaut wurde, welche noch nicht einmal die DIN 18014:2007-09 kennen und die Normenreihe DIN VDE 0100 ist Maurern sowieso fremd.

Für Neubauten ist ohne Wenn und Aber ein geschlossener NIRO-Ringerder, Werkstoffnummer 1.4571 (V4A) mit max. 20 m Maschenweite (mit Blitzschutzanlage max. 10 m) gefordert, welcher an jeder Anschlussfahne (gilt somit auch für Erdungsleitungen von Antennen oder PV-Anlagen) bzw. je 20 m Gebäudeumfang mit dem Funktionspotenzialausgleichsleiter in der Bopla zu verbinden ist. 20 m NIRO-Banderder sind mehr als bei Bestandsbauten für erdungspflichtige Dachantennen gefordert ist, die Kombination mit Tiefenerdern aus St/tZn ist grob fachwidrig.

JanR hat folgendes geschrieben:
Ist das zulässig? Sie haben das schon öfter so gemacht, sind aber nachvollziehbaren Argumenten gegenüber aufgeschlossen.

Es ist grundfalsch, auch wenn sie das schon immer so gemacht haben. Nachvollziehbare Argumente finden sich nicht nur in DIN 18014, sich die zuzulegen ist überfällig.

JanR hat folgendes geschrieben:
2. PA-Anschluss PV (dazu habe ich ganz viel gefunden, vieles einander wiedersprechend)

Halte dich an die Publikationen von DEHN, die sind eindeutig und normkonform. Erdung und PA sind integraler Bestandteil der Elektroanlage und Installationsarbeiten konzessionierten Elektrofachkräften vorbehalten. Leider kontrolliert aber niemand ob die EFK des geringsten Misstrauens vertragstreu ein VDE Auswahlabo vorweisen kann und wann die letzte Fortbildung besucht wurde.

JanR hat folgendes geschrieben:
P.S.: Solarteur sagt: Da passiert so selten etwas, da muss man sich keine Gedanken machen.

Logo, 340.000 Blitz- und Überspannungsschäden nach GdV-Statistik mit € 220 Millionen Schadenssumme betreffen immer nur die anderen.

Blitz- und Überspannungsschutz erfordert stets ein Gesamtkonzept. Auch dieser Thread ist wie so oft mehr auf Direkteinschläge als die viel häufigeren und höheren mittelbaren Überspannungsschäden fokussiert.

Dachantennen und PV-Anlagen stellen ungewollte Fangeinrichtungen dar. Auch Direkterdungen mit 16 mm² Kupderdraht (per se blitzstromfest bis 200 kA!) und nach Prüfnorm Klasse H = 100 kA blitzstromtragfägig zertifizierten Klemmen ergeben keinen Vollschutz. Damit sind Einkopplungen von Teilblitzströmen nicht zu vermeiden. Wer das nicht will, muss die Dachaufbauten mit getrennten Fangeinrichtungen nach dem Stand der Technik (Aufgabenbereich für vom VDE oder VdB geprüften Blitzschutzfachkräfte) gegen Direkteinschläge wappnen, so wie dies nach Blitzschutznormen schon lange empfohlen wird.

BTW: Ein unterirdischer Bastelanschluss von 16 mm² Kupferdraht an Ringerder verbietet sich von selbst. 16 mm² Cu kann aber auch oberirdisch nur mit wenigen Klasse H-zertifizierten PAS normkonform an Blitzschutzbauteile mit Standarddurchmessern von 8-10 mm verbunden werden. Im Erdreich ist eine eigene NIRO-Anschlussfahne erforderlich, welche bei Neubauten nach DIN 18014 mit Ringerder und Funktionspotenzialausgleichsleiter verbunden sein muss.
An Bestandsgebäuden wäre nach Blitzschutznormenreihe IEC 62305 auch nur eine Verbindung zwischen beiden Systemen zulässig.

Idealerweise werden alle Energie- und TK-Leitungen an einer Stelle ins Gebäude geführt, dafür hat LEUTRON den Begriff Single-Entry-Point geprägt. Dem entspricht das Konzept mit außen abgeführten PV-Leitungen.

Deutlich mehr Sicherheit ist m. E. zu erreichen, wenn DIN VDE 0100-443:2016-10 und DIN VDE 534:2016-10 schon vor Ablauf der Übergangsfrist beachtet werden.

EDIT: Links eingefügt und Textverbesserung


Zuletzt bearbeitet von Dipol am 13.10.2017 10:58, insgesamt einmal bearbeitet
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Hallo!

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JanR
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Anmeldungsdatum: 05.10.2017
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 10.10.2017 15:39    Titel: Antworten mit Zitat
Hallo,

vielen Dank für deinen ausführlichen Beitrag. Deine Folien kenne ich tatsächlich nicht, aber vermutlich hatte ich im Vorfeld mit den falschen Begriffen gesucht - ich werde sie mir aber im Forum suchen.

Die genannten Normen kann ich mir vermutlich problemlos über unsere Hochschulbibliothek besorgen und werde die Verantwortlichen dann darauf hinweisen.

Zitat:

ür Neubauten ist ohne Wenn und Aber ein geschlossener NIRO-Ringerder, Werkstoffnummer 1.4571 (V4A) mit max. 20 m Maschenweite (mit Blitzschutzanlage max. 10 m) gefordert, welcher an jeder Anschlussfahne (gilt somit auch für Erdungsleitungen von Antennen oder PV-Anlagen) bzw. je 20 m Gebäudeumfang mit dem Funktionspotenzialausgleichsleiter in der Bopla zu verbinden ist.


Einen Ringerder kann man aus dem bestehenden Ding ja bauen. Der Umfang beträgt ca. 45 Meter, man bräuchte also mindestens drei Verbindungen. Es existiert eine, aber das ist ja im Grunde auch nicht mehr nachrüstbar.

Die verzinkten Dinger könnte man vom Ringerderanfang trennen, aber wenn der Ringerder normgerecht abgeändert wird, dann stört es ja auch nicht, wenn sie mal weggammeln.

Zitat:

als die viel häufigeren und höheren mittelbaren Überspannungsschäden fokussiert.


Naja... irgendwo oben hatte ich ja geschrieben, dass die entsprechenden Schutzvorrichtungen laut Dehn-Blitzplaner ohnehin gesetzt sind.

Hinsichtlich des äußeren Blitzschutzes werde ich versuchen, mich zeitnah mit einem Fachunternehmen zusammenzusetzen und mich beraten lassen. Sehr groß scheint das Thema in der Gegend hier nicht zu sein... unser Elektriker (kurz vor der Rente) meinte zur Frage, ob er ein Blitzschutzunternehmen enpfehlen kann, dass diese Frage noch nie gestellt wurde - "sowas braucht man hier nicht." Naja...

Viele Grüße,

Jan
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