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Drehzahlregelung Bosch Bohrhammer - Konstantelektronik

Elektrikforum Foren-Übersicht -> Grundlagen & Schaltungen der Elektroinstallation
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Gerterich
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Anmeldungsdatum: 26.10.2017
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 31.10.2017 17:31    Titel: Drehzahlregelung Bosch Bohrhammer - Konstantelektronik Antworten mit Zitat
Hallo liebe Leute!
Ich wende mich mit einem Problem an euch, dass ich mit meinem Bosch Bohrhammer GBH 5-40 DE habe.
Nachdem er keine Leistung mehr hatte und nur noch langsam drehte bzw. die Drehzahl ständig schwankte, war die Auskunft vom Bosch Service, dass dieser einen neuen Anker benötigt, da der durchgebrannt ist.

Ich habe also den Anker getauscht, die Leistung ist tatsächlich wieder da, allerdings habe ich dann ein neues Problem bekommen. Der Bohrhammer läuft im Meißeln Modus meiner Meinung nach konstant zu schnell bzw. ungebremst. Im Bohrhammer Modus kommt er nur sehr langsam auf Drehzahl. Es dauert sicherlich 10-20 Sekunden bis er die volle Geschwindigkeit erreicht hat. Er schaltet nur alle 3-4 Sekunden eine Stufe höher.
Ich habe die Drehzahlregelung verdächtigt und diese ebenfalls ausgetauscht, das Problem ist jedoch unverändert.

Dies alles führt mich dazu, dass ich mich frage wie die Drehzahlregelung überhaupt funktioniert. Die Drehzahlregelung weiß ja irgendwoher wie schnell sich der Motor dreht. Wie ist das realisiert bzw. kann es sein, dass ich auch noch einen defekt im Anschluss der Kohlebürsten oder im Stator habe wenn diese als Signalgeber fungieren, so dass an die Drehzahlregelung keine korrekten Werte bezüglich der Drehgeschwindigkeit übermittelt werden und diese nicht anständig arbeitet?!

Ich weiß...es ist viel Text, aber ich hoffe wirklich auf eine Antwort. Bin am Verzweifeln was das Gerät betrifft.
Zur Technik: Es ist ein Universalmotor mit Kohlebürsten, die Drehzahlregelung soll einen Überlastschutz und eine Konstantelektronik haben. Ob ein Entstörkondensator und ein Anlaufstrombegrenzer realisiert ist, weiß ich nicht.
Außerdem hat die Regelung ein Stellrad mit dem man die Geschwindigkeit regulieren kann. (Das funktioniert auch tatsächlich)
Eine Explosionszeichnung der Maschine gibts beim Ersatzteilservice von Bosch Professional.
http://www.powertools-aftersalesservice.com/public/BoschProf?lgRedirect=true

Bin dankbar für jede Antwort

MFG Gerterich


Zuletzt bearbeitet von Gerterich am 06.11.2017 13:53, insgesamt einmal bearbeitet
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Hallo!

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elektroblitzer
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Anmeldungsdatum: 12.07.2007
Beiträge: 3705
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 01.11.2017 10:19    Titel: Antworten mit Zitat
Wir haben dasselbe Problem mit diesem Modell gehabt. Die Maschine liegt noch in der Werkstatt. Wir haben das gleiche Modell neu gekauft.

Das alte müssen wir noch reparieren.
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Octavian1977
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Anmeldungsdatum: 05.10.2006
Beiträge: 14334
Wohnort: Wiesbaden

BeitragVerfasst am: 01.11.2017 16:26    Titel: Antworten mit Zitat
Drehzahlregelung an Elektrowerkzeugen mit Universalmotor besitzen im Allgemeinen nie eine Messung der Geschwindigkeit.
Diese wird einfach über eine Absenkung der Spannung am Motor bzw Phasenan- oder Abschnitt gesteuert.
_________________
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Gerterich
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Anmeldungsdatum: 26.10.2017
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 01.11.2017 21:13    Titel: Antworten mit Zitat
Das mit dem Phasenanschnitt habe ich auch gelesen. Allerdings muss doch eine Konstantelektronik auch wissen wenn die Drehzahl abfällt um dagegen zu steuern oder?

@ Elektroblitzer
Wenn ihr das Problem gelöst habt bin ich über eine Antwort dankbar.

Kann noch jemand was dazu beitragen?

Grüße
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Gerterich
Newbie
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Anmeldungsdatum: 26.10.2017
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 06.11.2017 14:01    Titel: Antworten mit Zitat
Nun habe ich etwas weiter recherchiert. Ich stelle hier mal ein paar Thesen auf, die ich gerne von euch bestätigt wüsste.

Die Drehzahlregelung hat natürlich die Funktion der Einstellung der Maximaldrehzahl. Dies wird über einen Phasenan oder -abschnitt realisiert. Dies sorgt jedoch nur dafür, dass die Drehzahl nicht ÜBER einen gewissen Wert steigt. Ist das so richtig?

Die zweite Funktion ist die Erhaltung der aktuellen Drehzahl (Konstantelektronik). So eine Konstantelektronik kann wohl auf verschiedene Art und Weise konstruiert sein. Bei diesem Modell (Bosch Professional) sollte es komplex über eine wirkliche Messung der Drehzahl erfolgen. Hierzu wird ein Tachogenerator benötigt. Google spuckt dazu zwar nur die externen Bauteile, welche meist in Waschmaschinen verbaut sind aus, jedoch sollte so ein Tachogenerator folgendermaßen konstruiert sein.
Ein Element auf der Ankerwelle (z.B. Magnet) dreht sich mit und lässt die aktuelle Drehzahl von einem fest installierten Element erfassen. Dieses Element müsste wohl im Kohlebürstenhalter oder in den Kohlebürsten sitzen.
Dort kann das Signal von der Drehzahlregelung ausgelesen werden.
Kann jemand so meine Überlegungen bestätigten oder noch etwas dazu beitragen?

Das ist für mich die einzige logische Erklärung, wie der Motor zwar mit Kraft läuft, sich in der Maximaldrehzahl auch regeln lässt, jedoch offenbar die falsche Drehzahl wählt.

Feuer frei, freue mich über jede Antwort, die mir irgendwie weiterhelfen kann.

MFG
Gerterich
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Octavian1977
Inventar
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Anmeldungsdatum: 05.10.2006
Beiträge: 14334
Wohnort: Wiesbaden

BeitragVerfasst am: 06.11.2017 14:16    Titel: Antworten mit Zitat
Nochmal: es wird auch in deiner blauen Bosch garantiert keine Messung der Drehzahl geben.

Es gibt nur eine Drehzahl Steuerung keine Regelung.

Es wäre dafür auch völlig übertrieben.

Am Stellschalter für die Drahzahl wird nur der Phasenschnittsteuerung mitgeteilt wieviel Phase sie ab oder anschneiden soll.

Bei Standbohrmaschinen kann das sicher anders sein, wobei hier bei Drehstromanschluß heute über Frequenzumformer die Drehzahl vorgegeben wird und nur die Anzeige dann über einen Tachogenerator oder sonstige Drehzahlmessung läuft.
_________________
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Octavian1977
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Anmeldungsdatum: 05.10.2006
Beiträge: 14334
Wohnort: Wiesbaden

BeitragVerfasst am: 06.11.2017 14:27    Titel: Antworten mit Zitat
wie man übrigens auf dem Bild von Bosch zu diesem Gerät erkennen kann gibt es da auch keinen Drehzahlsensor.
Nur den "Drehzahlregler" der so eigentlich nicht bezeichnet werden dürfte weil er nicht regelt sondern nur den Phasenschnitt stellt.

Möglich für zu geringe Kraft/Drehzahl kann natürlich auch ein defekter "Drehzahlregler" sein.
Auch zu Hohe Widerstände von den Leitungen Anschlüssen oder des Schalters kann Probleme bereiten.
Staub Dreck Korrosion oder angehender Drahtbruch ist eine Mögliche Ursache.

Möglicherweise ist der Regler auch verklemmt oder blockiert und lässt sich dadurch gar nicht mehr auf Maximum drehen?
_________________
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patois
Inventar
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Anmeldungsdatum: 22.10.2009
Beiträge: 7965

BeitragVerfasst am: 06.11.2017 15:01    Titel: Regelung bei Universalmotoren Antworten mit Zitat
.
Um längere Diskussionen zu vermeiden, stelle ich hier einen LINK ein, der zu ausführlichen Informationen (einer PDF-Datei) über die Regelung von Universalmotoren führt.

Thema der PDF-Datei: Drehzahl- und Leistungsregelung bei Universalmotoren.

www.fingers-welt.de/info/MOTORSTEUERUNGEN_SCHALTUNGE.PDF

So kann sich der Fragesteller selbst ein Bild davon machen, welche Schaltungen in seinem Fall in Frage kommen.

Forumsbeiträge könnten durch die Ausführungen, die in der PDF-Datei gemacht werden, widerlegt werden ...
.
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Gerterich
Newbie
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Anmeldungsdatum: 26.10.2017
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 06.11.2017 19:18    Titel: Antworten mit Zitat
Danke für die Antworten.

@Patois
Das ist genau das wonach ich gesucht habe, auch wenn ich als Fachfremder ziemlich mit der Materie zu kämpfen habe.
Nun weiß ich zwar immernoch nicht welche Schaltung in meinem Bosch verwendet wird, aber ich kann zumindest vermuten.

@Octavian1977
Ich habe die Maschine komplett zerlegt. Mehrfach. Dabei habe ich natürlich sämtliche Kontakte sorgfältig gereinigt. Die Drehzahlregelung, die ich verbaut habe und die das Problem nicht gelöst hat, ist eine nagelneue von Bosch. An dem Regelungsmodul waren auch sämtliche Kabel, so dass diese nun auch neu sind.
Verklemmt ist nix, da ich die Drehzahl ja schließlich im Meißelmodus problemlos einstellen kann. Auch auf maximum.

Im Grunde habe ich nun noch vier Komponenten die das Problem verursachen könnten. (In der Reihenfolge der Wahrscheinlichkeit)
1. Kohlebürstenhalter
2. Kohlebürsten
3. Feld
4. Schalter am Griffstück

So wie ich das Dokument von patois verstanden habe, ist es wohl eher wahrscheinlich, dass in der Achse des Anker ein Tachogenerator realisiert ist.

Das entsprechende Gegenstück liegt demnach aller Wahrscheinlichkeit im Kohlebürstenhalter, ggf. in den Kohlebürsten selber.
Da der Anker neu ist, dürfte hier alles in Ordnung sein.
Das Feld habe ich mit dem (mir leider nur zur Verfügung stehenden Billig-Multimeter) durchgemessen und keine Auffälligkeiten festgestellt. Da ich durch die Erläuterung in dem Dokument jedoch mangels Fachwissen nur halb Durchblicke, will ich ein fehlerhaftes Feld (Wicklung durchgebrannt) als Ursache nicht ausschließen. Wicklungsschluss zwischen beiden Kreisen besteht defintiv nicht.

Den Schalter am Griffstück halte ich für sehr unwahrscheinlich, da dieser ja nur die Netzspannung aufnimmt und für den Motor geeignet mit 115V Wechselstrom wieder abgibt.
An den Kohlebürstenhaltern kommen 115V Wechselstrom an, das sagt mein Multimeter.

Ich werde die nächsten Tage mal den Anker und den Bürstenhalter auf Sicht prüfen um einen möglichen Tachogenerator zu entdecken.
Sollte hier nicht noch eine zündende Idee sein, werde ich wohl dann zunächst einmal die Kohlebürsten und dann evtl. den Halter austauschen.

MFG
Gerterich
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