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Altbau neuinstalltion

Elektrikforum Foren-Übersicht -> Blitzschutz, EMV, Erdung & Potentialausgleich
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tippex
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Anmeldungsdatum: 05.11.2017
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 05.11.2017 21:06    Titel: Altbau neuinstalltion Antworten mit Zitat
Hallo,
wir haben einen Elektriker mit der Neuinstallation unserer Elektrischen Anlage (Stand 1958) beauftragt. Mir ist aufgefallen, dass der Dachsparrenhalter keine Erdung erhalten hat und der Zählerplatz/Hauptverteiler keinen Potentialausgleich besitzt.

Ich habe diese beiden Punkte nicht explizit im Angebot beschrieben gefunden, bin mir aber nicht sicher ob grundlegende?! Einrichtungen der Installation extra aufgeführt werden sollten?

Ist die Erdung pflicht und sollte der Netzbetreiber bei inbetriebnahme des Zählerplatzes den Potentialausgleich überprüfen?

Vielen Dank und Grüße
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Hallo!

Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man viele Antworten!


leerbua
Inventar
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Anmeldungsdatum: 12.08.2010
Beiträge: 2764

BeitragVerfasst am: 05.11.2017 21:09    Titel: Antworten mit Zitat
Hat der Elektriker schon mit der Arbeit begonnen? oder was soll das ganze schon im Vorfeld?
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tippex
Newbie
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Anmeldungsdatum: 05.11.2017
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 05.11.2017 21:16    Titel: Antworten mit Zitat
leerbua hat folgendes geschrieben:
Hat der Elektriker schon mit der Arbeit begonnen? oder was soll das ganze schon im Vorfeld?


Nein nein, ich warte schon seit drei Monaten, dass er endlich fertig wird.... Very Happy

Aber mal im Ernst: Die ganze bis jetzt installierte Anlage macht einen wirklich guten Eindruck. Sprich, sehr sauber verlegte Aufputz insallation, sehr sauber verdrahtete Verteiler etc. pp.. Was jetzt noch fehlt ist der Anschluss des Netzwerkschranks, die restliche Anlage ist bereits in Betrieb.

Deshalb bin ich mir gerade nicht sicher, ob dies wirklich Pflicht ist, wurde die installation einfach vergessen?
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karo28
Inventar
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Anmeldungsdatum: 25.07.2013
Beiträge: 1213

BeitragVerfasst am: 05.11.2017 21:38    Titel: Re: Altbau neuinstalltion Antworten mit Zitat
tippex hat folgendes geschrieben:
Hallo,
wir haben einen Elektriker mit der Neuinstallation unserer Elektrischen Anlage (Stand 1958) beauftragt. Mir ist aufgefallen, dass der Dachsparrenhalter keine Erdung erhalten hat und der Zählerplatz/Hauptverteiler keinen Potentialausgleich besitzt.


Was ist denn am Dachsparrenhalter dran? Sat-Schuessel, Antenne...? Hat da Gebaeude aeusseren Blitzschutz?

tippex hat folgendes geschrieben:

Ich habe diese beiden Punkte nicht explizit im Angebot beschrieben gefunden, bin mir aber nicht sicher ob grundlegende?! Einrichtungen der Installation extra aufgeführt werden sollten?


In einem LV und in der dazugehoerigen Ausfuehrungsplanung eigentlich schon. Wenn du allerdings den Elektriker aufforderst, mach mal ein Angebot, dann kann dieser das Angebot zunaechst mal so gestalten, das er dir das anbietet, was er gerne (ver-)bauen moechte.
Das muss nicht immer schlecht sein, es kann aber durchaus sein, das der Elektriker seine "Leistungsgrenze" so definiert, das zum Bsp. Dachaufbauten, Blitzschutz, Erdung, Heizungssteuerungen... nicht in seiner Zustaendigkeit fallen.

tippex hat folgendes geschrieben:

Ist die Erdung pflicht und sollte der Netzbetreiber bei inbetriebnahme des Zählerplatzes den Potentialausgleich überprüfen?


Bei Neubauten waere eine Erdungsanlage nach DIN 18014 gemaess TAB deines Versorgers vorzusehen. Bei Altbauten muss man in Abhaengigkeit Netzform, Bausubstanz und oertlicher Gegebenheiten dafuer eine Loesung suchen. In der Verantwortung ist hier aber der Bauherr. Nicht der Netzbetreiber!
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Strippe-HH
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Anmeldungsdatum: 04.04.2016
Beiträge: 1405
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 05.11.2017 21:43    Titel: Re: Altbau neuinstalltion Antworten mit Zitat
tippex hat folgendes geschrieben:
Mir ist aufgefallen, dass der Dachsparrenhalter keine Erdung erhalten hat und der Zählerplatz/Hauptverteiler keinen Potentialausgleich besitzt.
Ist die Erdung pflicht und sollte der Netzbetreiber bei inbetriebnahme des Zählerplatzes den Potentialausgleich überprüfen?

Ein Schutzpotenzialausgleich ist in jeder Elektroanlage Pflicht, gerade bei neu verlegten Anlagen.
Hier müssen alle metallischen Teile wie Wasser, Gas- und Heizungsrohre miteinander verbunden werden.
Dafür wird in der Nähe des Hausanschlusses eine Haupterdungsschiene montiert.
Ob nun im falle einer Oberleitung der Dachmast auch dazu gehört, das müsste vielleicht eine Sache des VNB sein, nur dazu weis ich nichts genaues, wir haben das hier in Hamburg nicht.
Aber dein Elektriker wird das wissen also wende dich vertrauensvoll an denen.
_________________
Immer das Beste draus machen
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tippex
Newbie
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Anmeldungsdatum: 05.11.2017
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 05.11.2017 21:52    Titel: Re: Altbau neuinstalltion Antworten mit Zitat
karo28 hat folgendes geschrieben:


Was ist denn am Dachsparrenhalter dran? Sat-Schuessel, Antenne...? Hat da Gebaeude aeusseren Blitzschutz?

In einem LV und in der dazugehoerigen Ausfuehrungsplanung eigentlich schon. Wenn du allerdings den Elektriker aufforderst, mach mal ein Angebot, dann kann dieser das Angebot zunaechst mal so gestalten, das er dir das anbietet, was er gerne (ver-)bauen moechte.
Das muss nicht immer schlecht sein, es kann aber durchaus sein, das der Elektriker seine "Leistungsgrenze" so definiert, das zum Bsp. Dachaufbauten, Blitzschutz, Erdung, Heizungssteuerungen... nicht in seiner Zustaendigkeit fallen.

Bei Neubauten waere eine Erdungsanlage nach DIN 18014 gemaess TAB deines Versorgers vorzusehen. Bei Altbauten muss man in Abhaengigkeit Netzform, Bausubstanz und oertlicher Gegebenheiten dafuer eine Loesung suchen. In der Verantwortung ist hier aber der Bauherr. Nicht der Netzbetreiber!



Also am Antennenmast hängt eine SAT-Schüssel, auf Giebelhöhe, das Haus besitzt keine Blitzschutzanlage. Sonst würde ich auch nicht danach fragen.

Kann denn der Bauherr, als nicht Fach/Sachkundige Person überhaupt in der Verantwortung sein? Ich meine wozu beauftrage ich einen Elektriker für sehr viel Geld mit der Insatallation, wenn ich mich dann selbst noch kundig machen muss?
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karo28
Inventar
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Anmeldungsdatum: 25.07.2013
Beiträge: 1213

BeitragVerfasst am: 05.11.2017 22:11    Titel: Re: Altbau neuinstalltion Antworten mit Zitat
tippex hat folgendes geschrieben:

Also am Antennenmast hängt eine SAT-Schüssel, auf Giebelhöhe, das Haus besitzt keine Blitzschutzanlage. Sonst würde ich auch nicht danach fragen.


Das Thema "Sat-Schuessel erden" gab es hier schon einige Male...

tippex hat folgendes geschrieben:

Kann denn der Bauherr, als nicht Fach/Sachkundige Person überhaupt in der Verantwortung sein?


Ja. Sagt die NAV im Par. 13, 1) aus:

Für die ordnungsgemäße Errichtung, Erweiterung, Änderung und Instandhaltung der elektrischen Anlage hinter der Hausanschlusssicherung (Anlage) ist der Anschlussnehmer gegenüber dem Netzbetreiber verantwortlich.

tippex hat folgendes geschrieben:

Ich meine wozu beauftrage ich einen Elektriker für sehr viel Geld mit der Insatallation, wenn ich mich dann selbst noch kundig machen muss?


Der Elektriker schuldet dir ein mangelfreies Werk. Um diesen Anspruch durchzusetzen, musst du allerdings wissen, was denn dieses "Mangelfreie Werk" alles beinhaltet, also wo ist die Leistungsgrenze usw.
Als erster Schritt koenntest du die Punkte ja mal direkt mit dem Elektriker ansprechen.
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tippex
Newbie
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Anmeldungsdatum: 05.11.2017
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 05.11.2017 22:21    Titel: Re: Altbau neuinstalltion Antworten mit Zitat
Strippe-HH hat folgendes geschrieben:

Ein Schutzpotenzialausgleich ist in jeder Elektroanlage Pflicht, gerade bei neu verlegten Anlagen.
Hier müssen alle metallischen Teile wie Wasser, Gas- und Heizungsrohre miteinander verbunden werden.
Dafür wird in der Nähe des Hausanschlusses eine Haupterdungsschiene montiert.
Ob nun im falle einer Oberleitung der Dachmast auch dazu gehört, das müsste vielleicht eine Sache des VNB sein, nur dazu weis ich nichts genaues, wir haben das hier in Hamburg nicht.
Aber dein Elektriker wird das wissen also wende dich vertrauensvoll an denen.


Danke, das wollte ich wissen und zwar bevor ich mir evtl. die Story vom Pferd anhören kann.

Die Heizungsanlage wurde ebenfalls neu installiert und besitzt auch keinen Potentialausgleich...
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tippex
Newbie
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Anmeldungsdatum: 05.11.2017
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 05.11.2017 22:33    Titel: Re: Altbau neuinstalltion Antworten mit Zitat
karo28 hat folgendes geschrieben:


Für die ordnungsgemäße Errichtung, Erweiterung, Änderung und Instandhaltung der elektrischen Anlage hinter der Hausanschlusssicherung (Anlage) ist der Anschlussnehmer gegenüber dem Netzbetreiber verantwortlich.



"...darf die Anlage nur nach den Vorschriften dieser Verordnung, nach anderen anzuwendenden Rechtsvorschriften und behördlichen Bestimmungen sowie nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik errichtet, erweitert, geändert und instand gehalten werden. In Bezug auf die allgemein anerkannten Regeln der Technik gilt § 49 Abs. 2 Nr. 1 des Energiewirtschaftsgesetzes entsprechend. Die Arbeiten dürfen außer durch den Netzbetreiber nur durch ein in ein Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragenes Installationsunternehmen durchgeführt werden..."

Ich deute den Abs. 1 eben so, dass meine Verantwortung als Anschlussnehmer darin besteht, ein eingetragenes Installationsunternehmen zu beauftragen.
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Octavian1977
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Anmeldungsdatum: 05.10.2006
Beiträge: 14367
Wohnort: Wiesbaden

BeitragVerfasst am: 06.11.2017 18:01    Titel: Antworten mit Zitat
Auch ein Überspannungschutz ist seit Ende 2016 vorgeschrieben! Ausführung kann man im Dehn Blitzplaner nachschlagen (download kostenlos bei Dehn)

Des weiteren sollte man als Bauherr darauf bestehen, daß grundsätzlich alle Endstromkreise über FI mit maximal 30mA geführt werden, auch wenn das keine Norm bis jetzt so vorschreibt.
Eine Aufteilung auf mehrere FIs ist dabei ohnehin obligatorisch.
_________________
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