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Absicherung der Zuleitungen im TT-Netz

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Elektrikforum Foren-Übersicht -> Installation von Leitungen und Betriebsmitteln in der Praxis
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EBC41
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Anmeldungsdatum: 12.04.2017
Beiträge: 97

BeitragVerfasst am: 14.11.2017 11:03    Titel: Antworten mit Zitat
Das Netz in meinem Beispiel ist kein Ortsnetz in einer Stadt, sondern auf dem Land mit nur 4 Gehöften als Abnhemer. Die 1,5 Ohm Erdungswiderstand,eigentlich die Trafoerdung des Versorgers, sind von mir verlässlich gemessen.

Wieso sollte es den N des Versorgers nicht hochziehen können, wenn ein massiver Strom von einem Aussenleiter in eine relative niederohmige lokale Erdung bei einem Abnehmer fließt. Dieser Strom fließt ja durch den Betriebserder beim Trafo und verursacht einen Spannungsfall, der dazu führt, dass der N gegenüber realer Erde eine hohe Spannung annimmt. In meinem Beispiel wäre das etwa 115 V, wenn man die Leitungswiderstände und den Trafo-Innenwiderstand vernachlässigt.
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Octavian1977
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Anmeldungsdatum: 05.10.2006
Beiträge: 14846
Wohnort: Wiesbaden

BeitragVerfasst am: 14.11.2017 11:19    Titel: Antworten mit Zitat
Erstens der Strom fließt hier über die Erde, daß heißt Der Spannungsfall entsteht nicht zwischen Sternpunkt und Erder sondern zwischen Erder des Hauses und Erder des Trafos.
Wenn die Erdung des Systemes so schlecht ist, daß hier gefährliche Spannungen im Fehlerfall entstehen können liegt hier ein massiver Mangel vor der Behoben werden muß.

Für so ein Netz würde ich auch fast vermuten, daß hier ein Mittelspannungsanschluß des Versorgers vor liegt und auch der Trafo vom Grundstückseigner betrieben wird.

Sollte es sich um eine Anlage mit eigenem Trafo für die 4 Höfe handeln stellt sich mir die Frage warum man hier nicht ein Anständiges TN-S mit ZEP aufbaut.
Insbesondere, da bei einem so kleinen TT netz die Schutzmaßnahme dann an wenigen Erdern hängt.
_________________
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EBC41
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Anmeldungsdatum: 12.04.2017
Beiträge: 97

BeitragVerfasst am: 14.11.2017 11:57    Titel: Antworten mit Zitat
Ja klar, der Strom fließt über die Erde, gerade das ist ja das Problem beim TT-System.

Es sind aber klar die beiden Erdungswiderstände, einer beim Trafo und einer beim Abnehmer an denen jeweils bestimmte Spannungsfälle entstehen. Gemessen gegen Bezugserde mit Sonde in größer 20m Entfernung).

Erdungswiderstände dieser Größenordnung bei den Trafos sind in unserer Gegend durchaus üblich.

Von was würdest Du denn ausgehen? Einige zehntel Ohm?

Trafo und Verteilnetz (bis Hausanschlusskasten) sind in meinem Beispiel Eigentum des Bayernwerks.
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Octavian1977
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Anmeldungsdatum: 05.10.2006
Beiträge: 14846
Wohnort: Wiesbaden

BeitragVerfasst am: 14.11.2017 14:11    Titel: Antworten mit Zitat
Ich gehe von dem Aus was gemessen wurde, prinzipiell ist es aber so, daß man bei unzureichenden werten eine Beseitigung des Mangels anstreben muß.
Hier wäre es die Verwendung eines TN-S Netzes, da dann die beiden Erder nicht mehr in Reihe sondern parallel liegen und somit 0,75Ohm ergeben.
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ego1
Inventar
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Anmeldungsdatum: 12.11.2006
Beiträge: 4719
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 14.11.2017 21:13    Titel: Antworten mit Zitat
Der Versorger liefert aber kein TN-S System. Sondern TT. Und hier werden nunmal sämtliche Probleme welche hier erörtert werden über Schutzisolierung bis zur Unterverteilung gelöst. Einfach und gut!
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EBC41
Member
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Anmeldungsdatum: 12.04.2017
Beiträge: 97

BeitragVerfasst am: 14.11.2017 22:48    Titel: Antworten mit Zitat
Der Versorger legt auch keinerlei Wert darauf, seine Erdungen zu verbessern. Ganz im Gegenteil. Bei uns wurden in den letzten zehn Jahren viele 400 V Freileitungsnetze abgebaut und unter die Erde verlegt. Beim Freileitungsnetz waren immer am letzten Mast vor einem Abnehmer Überspannungsableiter montiert mit zugehöriger Erdung. Meist etwa 40m Banderder, die praktisch dem Trafoerder parallel geschaltet waren und damit den Gesamterdungswiderstand klein hielten. Das fällt bei Erdkabeln jetzt flach; ist praktisch nur mehr an der Trafostation geerdet. Und im Fehlerfall: Schluss eines L auf lokalen PE, dauert damit die Abschaltung noch länger bzw. schaltet u.U. überhaupt nicht mehr ab. Wenn es auch hier bezweifelt wird, es passiert eine noch höhere Potentialanhebung des Versorger-N. Ok, wenigstens hebt es dann den lokalen PE nicht mehr so weit hoch. (war doch die Berechnung der Spannungswaage?)



Der Versorger geht davon aus, dass beim Einsatz der Schutzisolierung bis Unterverteilung und nachfolgend grundsätzlich mit RCD nichts passieren sollte.

Aber die Führung des lokalen PE in gemeinsamer Umhüllung mit Außenleitern widerspricht entschieden diesem Prinzip.

Ich hatte ja schon vor längerer Zeit Bayernwerk angeschrieben wegen diesem Schaltbild in ihren TABs. Ein Mitarbeiter hatte mich daraufhin angerufen und ich erläuterte ihm meine Bedenken. Er wollte dann aber keine Stellung dazu nehmen, sondern versprach mir, dass dieses Problem demnächst konzernintern diskutiert werden soll.


Zuletzt bearbeitet von EBC41 am 14.11.2017 23:28, insgesamt einmal bearbeitet
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Pumukel
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Anmeldungsdatum: 22.07.2016
Beiträge: 2101

BeitragVerfasst am: 14.11.2017 23:18    Titel: Antworten mit Zitat
Endweder der Netzbetreiber liefert ein TN-C -Netz oder ein TT-Netz. Wenn er ein TT-Netz liefert führt er auch keinen PE mit. Deshalb muss der Schutz der Kundenanlage über einen FI erfolgen. Das Netz da liefert nur 3 L +N ! Die Zuleitung vom Trafo bis zum HAK ist SK2 ! Und das bleibt in Aller Regel bis nach dem Zähler so. Es ist dann dem Kunden Überlassen ob er bei mehreren UV diese ab HV entsprechend vorsichert und da Selektive FI in die HV setzt oder eben nur einen Selektiven Hauptfi entsprechender Belastbarkeit. Du kannst ja mal Spasseshalber Ausrechnen welcher Strom bei angenommen 300Ohm Erderwiderstand da fliesen würde und ob der Ausreicht mit Sicherheit einen 300mA FI zu werfen!
Du kannst ja mal beim Netzbetreiber anfragen was eine Umrüstung von TT-Netz auf TN-S-Netz kosten würde. Twisted Evil
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EBC41
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Anmeldungsdatum: 12.04.2017
Beiträge: 97

BeitragVerfasst am: 14.11.2017 23:34    Titel: Antworten mit Zitat
Ja, bei einem satten Schluss zwischen L und lokalem PE nach dem RCD würden etwa 760 mA fließen, das wirft den FI mit Sicherheit. Aber 300 Ohm als lokalem PE - Erdungswiderstand halte ich in der Praxis etwas für dürftig, da ist man schon was Niederohmigers gewohnt.
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Pumukel
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Anmeldungsdatum: 22.07.2016
Beiträge: 2101

BeitragVerfasst am: 15.11.2017 07:11    Titel: Antworten mit Zitat
Denke aber immer daran es gibt beim TT-Netz 2 Erder den Betriebserder und den Anlagenerder! Von beiden Erdern hängt die Sicherheit ab. Mit 1,5 Ohm ist der Betriebserder noch im sicheren Bereich.
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EBC41
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Anmeldungsdatum: 12.04.2017
Beiträge: 97

BeitragVerfasst am: 15.11.2017 14:20    Titel: Antworten mit Zitat
Ja, es ist klar, dass beide Erder wichtig sind. Für die Abschaltbedingung sind sie ja in Reihe geschaltet.

In meinem Beispiel haben beide Erder, der Betriebserder und der Anlagenerder jeweils 1,5 Ohm.

Das ist für Betrieb mit RCD, wovon man eigentlich ausgeht, super gut.

Aber für den Fall in der Diskussion, dass man verlangt, eine 63 A Sicherung damit in 5 sec zu werfen, reicht es natürlich nicht.

Mal eine Frage in die Runde: Welche Erdungswiderstände erreicht Ihr so bei gewöhnlichen Einfamilienhäusern? Oder auch sonstigen Gebäuden?
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