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deutsches Induktionskochfeld in USA anschliessen

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Elektrikforum Foren-Übersicht -> Grundlagen & Schaltungen der Elektroinstallation
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chulio
Newbie
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Anmeldungsdatum: 27.11.2017
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 27.11.2017 02:50    Titel: deutsches Induktionskochfeld in USA anschliessen Antworten mit Zitat
Hi zusammen,

ich bin in die USA ausgewandert und wohne nun in einem Haus mit deutscher Küche (Zufall). Wir haben ein deutsches Gaggenau Kochfeld in 58cm Breite aus den 80ern, dass so langsam den Geist aufgibt. Ich kann weit und breit kein 58cm Induktionskochfeld in den USA finden, also ist der Plan ein deutsches Kochfeld hier anzuschließen. Die Alternative wäre unsere Granitarbeitsplatte zu bearbeiten, was ich wirklich vermeiden möchte. Außerdem würde ein ca. 90er Kochfeld (entspricht ca. 36 zoll - der standard hier) nicht unter die Dunstabzugshaube passen.

Nun zur Sache: Ich möchte einen amerikanischen Elektriker anheuern um das deutsche Kochfeld anzuschließen. Ich möchte aber erst selbst so gut es geht informiert sein, denn wenn das Kochfeld einmal aus Deutschland bestellt ist, lässt es sich nicht mehr so leicht zurück schicken.

Wir haben hier in USA durchaus Verbraucher mit 240V, aber die werden mit zwei 120V Phasen versorgt (180 grad Phasenverschiebung). Statt Phase + Neutral + Erdung, ist das also einfach Phase + Phase + Erdung. Unsere vorhandene, alte Gaggenau Platte ist genau so angeschlossen.
Wenn ich nun ein deutsches, autarkes Induktionskochfeld bestelle, dass auch mit einer (240V) Phase betreieben werden kann, kann dieses Feld dann auch mit zwei (amerikanischen) 120V Phasen betrieben werden? Und falls ja - wie muss es angeschlossen werden? Auch einfach 120V Phase an Phase + weitere 120V Phase an Neutral + Erdung an Erdung?

Die Sicherungen an den beiden Phasen sind übrigens jeweils 40A und der Kabelquerschnitt entsprechend dick. Müssen wir da noch etwas beachten?

Wie gesagt - ich habe nicht vor, den Anschluss alleine vorzunehmen, aber ich möchte wissen ob und wie es machbar ist, bevor ich das Kochfeld bestelle und einen Elektriker bezahle, der möglicherweise zum ersten mal in seinem Leben so einen Auftrag bekommt.

Vielen Dank!!
VG, Julian aus Chicago
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Hallo!

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sb
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Anmeldungsdatum: 21.10.2017
Beiträge: 326

BeitragVerfasst am: 27.11.2017 03:35    Titel: Re: deutsches Induktionskochfeld in USA anschliessen Antworten mit Zitat
chulio hat folgendes geschrieben:
Wenn ich nun ein deutsches, autarkes Induktionskochfeld bestelle, dass auch mit einer (240V) Phase betreieben werden kann, kann dieses Feld dann auch mit zwei (amerikanischen) 120V Phasen betrieben werden?

Von der Spannung her würde es passen, was man noch beachten müsste ist die Netzfrequenz (50Hz hier, 60Hz bei dir). Ich denke das dürfte einem Herd egal sein, aber lieber mal nachforschen, gut möglich dass er explizit für 50-60Hz zugelassen ist.


chulio hat folgendes geschrieben:
wie muss es angeschlossen werden? Auch einfach 120V Phase an Phase + weitere 120V Phase an Neutral + Erdung an Erdung?

Ja

chulio hat folgendes geschrieben:
Die Sicherungen an den beiden Phasen sind übrigens jeweils 40A und der Kabelquerschnitt entsprechend dick. Müssen wir da noch etwas beachten?

Würde nicht schaden die Nennleistung des Kochfelds zu wissen. 40A-Sicherungen klingt nach viel, aber da die Spannung nur die Hälfte ist hat man dort bei gleicher Leistung auch den doppelten Strom.
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chulio
Newbie
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Anmeldungsdatum: 27.11.2017
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 27.11.2017 05:34    Titel: Re: deutsches Induktionskochfeld in USA anschliessen Antworten mit Zitat
Vielen Dank für die schnelle Antwort!

sb hat folgendes geschrieben:
Von der Spannung her würde es passen, was man noch beachten müsste ist die Netzfrequenz (50Hz hier, 60Hz bei dir). Ich denke das dürfte einem Herd egal sein, aber lieber mal nachforschen, gut möglich dass er explizit für 50-60Hz zugelassen ist.

Ich habe ein Datenblatt für mein bevorzugtes Kochfeld gefunden, in dem 50-60hz steht. Das dürfte also, wie von dir vermutet, kein Problem sein. Ich ging auch davon aus, da in dieser Anwendung ja nur geheizt wird und nicht zB ein Motor angetrieben wird... So zumindest meine vereinfachte logik.


sb hat folgendes geschrieben:
Würde nicht schaden die Nennleistung des Kochfelds zu wissen. 40A-Sicherungen klingt nach viel, aber da die Spannung nur die Hälfte ist hat man dort bei gleicher Leistung auch den doppelten Strom.

Das Kochfeld hat wohl eine Leistung von 7.400W, was theoretisch ca. 30A entsprechen würde. Und ich muss mich korrigieren: Es ist momentan eine 40A Sicherung für beide Phasen im Einsatz, nicht 40A pro Phase, wie ich zuvor geschrieben hatte. Wir haben übrigens auch noch eine 240V, 60A Sicherung für einen elektrischen Doppelofen. Das gibt mir schon zu denken, selbst bei den niedrigeren KW-preisen hier drüben... Was das wohl an Strom frisst wenn man zwei Turkeys gleichzeitig brät Wink
Insgesamt ist das Haus mit 200A versorgt (wie die meisten Häuser).

Vielen Dank nochmal
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Octavian1977
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Anmeldungsdatum: 05.10.2006
Beiträge: 14816
Wohnort: Wiesbaden

BeitragVerfasst am: 27.11.2017 12:50    Titel: Antworten mit Zitat
Das passt auf jeden Fall NICHT!

Das Feld benötigt 230V gegen Neutralleiter an einem Drehstromnetz. Dies hast Du aber nicht.
Somit ergibt sich im Neutralleiter eine Addition der Ströme und keine Aufhebung, was die Klemme des Herdes nicht vertragen wird.

Man kann ein Drehstromkochfeld zwar an 230V Wechselstrom betreiben, aber nur eingeschränkt mit maximal 3,6kW.
Zu empfehlen ist ein solcher Betrieb nicht.
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Sparky
Inventar
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Anmeldungsdatum: 03.02.2013
Beiträge: 1365

BeitragVerfasst am: 27.11.2017 14:11    Titel: Re: deutsches Induktionskochfeld in USA anschliessen Antworten mit Zitat
chulio hat folgendes geschrieben:

Wir haben hier in USA durchaus Verbraucher mit 240V, aber die werden mit zwei 120V Phasen versorgt (180 grad Phasenverschiebung). Statt Phase + Neutral + Erdung, ist das also einfach Phase + Phase + Erdung. Unsere vorhandene, alte Gaggenau Platte ist genau so angeschlossen.
Wenn ich nun ein deutsches, autarkes Induktionskochfeld bestelle, dass auch mit einer (240V) Phase betreieben werden kann, kann dieses Feld dann auch mit zwei (amerikanischen) 120V Phasen betrieben werden?


Das funktioniert solange gut, wie du einen Verbraucher hast, der nur eine Phase benötigt.

Wenn du den N z.B. durch eine Phase ersetzt, dann hast du noch eine Phase für einen Verbraucher.

Das Induktionsfeld braucht aber zwei Phasen!

Die beiden Phasen müssen gegenseitig nicht verschoben sein, d.h. du kannst, sofern es die Belastbarkeit der Leitung zulässt, auch beide Phasen parallel klemmen.

Bei dir könntest du auch die beiden Phasen parallel klemmen, aber deine 20A reichen dazu nicht aus.
Ich gehe davon aus, dass jede Phase mit 16A belastet werden kann.
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sb
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Anmeldungsdatum: 21.10.2017
Beiträge: 326

BeitragVerfasst am: 27.11.2017 14:37    Titel: Antworten mit Zitat
Octavian1977 hat folgendes geschrieben:
Das Feld benötigt 230V gegen Neutralleiter an einem Drehstromnetz.

Was haben denn 2-polige Verbraucher mit Drehstrom zu tun.

Und wo ist bitte der Unterschied zwischen 230V "gegen Neutralleiter" und 2x 115V mit 180 Grad Phasenverschiebung?


Octavian1977 hat folgendes geschrieben:
Somit ergibt sich im Neutralleiter eine Addition der Ströme und keine Aufhebung, was die Klemme des Herdes nicht vertragen wird.

Question Question Question

Sparky hat folgendes geschrieben:
Die beiden Phasen müssen gegenseitig nicht verschoben sein, d.h. du kannst, sofern es die Belastbarkeit der Leitung zulässt, auch beide Phasen parallel klemmen.

Ich würde davon abraten zwei Phasen gegeneinander kurz zu schließen. Wenn sie nicht Phasenverschoben sind sind es natürlich keine verschiedenen Phasen.
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Octavian1977
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Anmeldungsdatum: 05.10.2006
Beiträge: 14816
Wohnort: Wiesbaden

BeitragVerfasst am: 27.11.2017 14:53    Titel: Antworten mit Zitat
seit wann ist ein Kochfeld ein 2poliger Verbraucher?

Kochfelder in Deutschland haben üblicherweise eine Leistung von 7,5kW und sind für den Anschluß an 2phasen N und PE gedacht.
Ausnahmen sind hierbei größere Felder die drei Phasen benötigen und kleine 2 Platten Felder mit Wechselstromanschluß, die sind dann aber nicht 58cm.

Ob die integrierte Elektronik auch mit 60Hz auskommt, ist bei dem Ganzen noch nicht beachtet worden.
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sb
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Anmeldungsdatum: 21.10.2017
Beiträge: 326

BeitragVerfasst am: 27.11.2017 15:02    Titel: Antworten mit Zitat
Octavian1977 hat folgendes geschrieben:
seit wann ist ein Kochfeld ein 2poliger Verbraucher?

Vermutlich seit der TE erwähnte dass es 2polig betrieben werden kann.

Octavian1977 hat folgendes geschrieben:
Kochfelder in Deutschland haben üblicherweise eine Leistung von 7,5kW

Ja, das ist nah genug am vom TE gegebenen Wert (7.4 kW) dran.

Octavian1977 hat folgendes geschrieben:
Ob die integrierte Elektronik auch mit 60Hz auskommt, ist bei dem Ganzen noch nicht beachtet worden.

Doch wurde beachtet. Hast du den Thread nicht gelesen?
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Sparky
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Anmeldungsdatum: 03.02.2013
Beiträge: 1365

BeitragVerfasst am: 27.11.2017 15:11    Titel: Antworten mit Zitat
sb hat folgendes geschrieben:

Was haben denn 2-polige Verbraucher mit Drehstrom zu tun.

Und wo ist bitte der Unterschied zwischen 230V "gegen Neutralleiter" und 2x 115V mit 180 Grad Phasenverschiebung?


Ganz einfach, wenn die Phasen verschoben sind, dann reduziert sich der Strom auf dem Neutralleiter.

Wenn du zwei Phasen mit 180° Verschiebung hast, brauchst du keinen Neutralleiter, denn dort fliesst dann kein Strom mehr.

Wenn du zwei Phasen (Zuleitungen) kurz schliesst, hast du den doppelten Strom auf dem Neutralleiter.

Zitat:

Ich würde davon abraten zwei Phasen gegeneinander kurz zu schließen. Wenn sie nicht Phasenverschoben sind sind es natürlich keine verschiedenen Phasen.


Wenn es nicht anders geht...
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TS0404
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Anmeldungsdatum: 21.10.2009
Beiträge: 336

BeitragVerfasst am: 27.11.2017 15:11    Titel: Antworten mit Zitat
Es ist auch kein 2-phasiger Anschluss mit Phasenverschiebung, sondern ein einphasiges System.

Wird in den USA zwar "Split-Phase" genannt, bedeutet aber nur, dass der N-Leiter in der Mitte der Trafowicklung angezapft wird und N gegen 'Phase' 120V bildet, aber zwischen den Phasen 240V anliegt.

Echten Drehstrom gibt es in Haushalten dort nicht.

Vom Anschluss her entspricht das einem Einphasigen Anschluss des Kochfelds in Europa, bis auf die abweichende Netzfrequenz.
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