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Häufung / Belastung Leiter

Elektrikforum Foren-Übersicht -> Grundlagen & Schaltungen der Elektroinstallation
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Julian33
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Anmeldungsdatum: 06.02.2018
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 06.02.2018 11:57    Titel: Häufung / Belastung Leiter Antworten mit Zitat
Hallo zusammen!

Ich bin gerade dabei im Rahmen einer Kernsanierung unseres Hauses die Elektroinstallation zu erneuern. Bei der Berechnung der maximalen Absicherung der einzelnen Stromkreise unter Berücksichtigung u.A. der Verlegeart und der Häufung bin ich jedoch auf eine Fragestellung gestoßen, bei der ich nicht weiterkomme. Es handelt sich dabei um die Berechnung der Häufung bei nicht zu 100% belasteten Leitern:

    Die Umrechnungsfaktoren sind anzuwenden für die Ermittlung der Strombelastbarkeit gleichartiger und gleich hoch belasteter Kabel und Leitungen bei Häufung in derselben Verlegeart. Die Leiternennquerschnitte dürfen sich dabei höchstens um eine Querschnittstufe unterscheiden. Die Umrechnungsfaktoren beziehen sich auf den Dauerbetrieb mit einem Belastungsgrad von 100 % für alle aktiven Leiter (Nennlast). Ist die Belastung kleiner als 100 %, können die Umrechnungsfaktoren höher sein. Falls ein Leiter mit einem Strom nicht größer als 30 % seiner Belastbarkeit bei Häufung belastet wird, ist es zulässig, ihn bei der Bestimmung des Umrechnungsfaktors für die restlichen Kabel oder Leitungen dieser Gruppe zu vernachlässigen.


Meine Frage ist, wie ich die Belastung errechne, bzw. auf welcher maximalen Strombelastbarkeit diese basiert. Nur auf der Maximalbelastbarkeit für die jeweilige Verlegeart (also z.B. 27A bei 2,5mm² bei Verlegeart C)? Oder auf der Maximalbelastbarkeit des Leiters auch unter Berücksichtigung seiner Häufung (also z.B. 13,5A bei 2,5mm² bei Verlegeart C und einem Häufungsfaktor von 0,5)? Anders gefragt - im Bezug auf das o.g. Zitat aus dem .pdf von ABB - ist die Nennlast inkl. Häufungsfaktor oder wird dieser nicht berücksichtigt?

Vielen Dank für eure Hilfe, habe schon viel dazu gesucht, aber leider keine eindeutige Antwort auf meine Frage gefunden!
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Hallo!

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Octavian1977
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Anmeldungsdatum: 05.10.2006
Beiträge: 15126
Wohnort: Wiesbaden

BeitragVerfasst am: 06.02.2018 13:34    Titel: Antworten mit Zitat
Die Nennlast kann nie höher sein als die Vorsicherung zulässt deswegen ist deren Nennstrom zu berücksichtigen.

An zu nehmen "die Belastung wird in der Situation eh nicht so hoch sein" ist immer fatal, denn es ist auch zu berücksichtigen wie sich die Belastung möglicherweise ändert im Verlauf des Betriebes der Anlage innerhalb ihres Lebenszeitraumes (20-50 Jahre?)

Die Gesamtbelastung der Abgänge kann aber natürlich auch nicht höher sein als die Vorsicherung zulässt.
Also 10 B16A Abgänge können keine insgesamt 160A tragen wenn die Vorsicherung nur wie üblich 63A beträgt.
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Julian33
Newbie
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Anmeldungsdatum: 06.02.2018
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 06.02.2018 14:10    Titel: Antworten mit Zitat
Danke schonmal für die Antwort!

Dass sich die Belastung der Leitung in den nächsten Jahren ändern kann ist klar - allerdings natürlich nur bis max. zum Nennstrom des LSS. Am Beispiel einer 2,5mm² Leitung die ich bei Verlegeart C bis max. 27A belasten könnte, hätte ich mit einem LSS B13A in jedem Fall maximal eine Belastung von knapp 50% auf der Leitung. Soweit richtig?

Zitat:
Also 10 B16A Abgänge können keine insgesamt 160A tragen wenn die Vorsicherung nur wie üblich 63A beträgt.

Ich denke, ich bräuchte dazu nochmal eine kurze Erklärung - nach meinem Verständnis ist die Vorsicherung 63A pro Phase. D.h.wenn die in deinem Beispiel genannten 10 LSS B16A auf die 3 Phasen verteilt sind wären insgesamt durchaus weit mehr als 63A möglich (144A wenn ich mich nicht verrechnet habe). Oder habe ich da einen Denkfehler?!
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Octavian1977
Inventar
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Anmeldungsdatum: 05.10.2006
Beiträge: 15126
Wohnort: Wiesbaden

BeitragVerfasst am: 06.02.2018 15:37    Titel: Antworten mit Zitat
Das war ja jetzt nur mal ein Beispiel mit den 63A und 16er Automaten.

Im Endeffekt gilt es auch Häufungen zu vermeiden in dem man z.B. genügend Abstand zwischen Leitungen lässt oder z.B. wie die DIN 18015 es fordert Etagenverteiler setzt und nicht an Einer Stelle Alle Stromkreise des Hauses gebündelt bis zu einem zentralen Verteiler führt.
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bigdie
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Anmeldungsdatum: 23.11.2013
Beiträge: 7040

BeitragVerfasst am: 06.02.2018 20:12    Titel: Antworten mit Zitat
Vergiss Häufung im Wohnbereich. Das ist was für Industrie, aber nicht für einen Haushalt. Die Häufung gilt für Leiter, die dauerhaft 100% ausgelastet sind. Und das Dauerhaft gilt für Stunden. Zeig mir mal 2 Leitungen, die über Stunden ausgelastet sind. Die größten Verbraucher sind Herd WM und Trockner. Eine WM heizt vieleicht 8-10min dann ist das Wasser auf Temperatur. und beim Trockner oder dem Herd ist das nicht anders.
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H&O
Master Member
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Anmeldungsdatum: 16.11.2013
Beiträge: 331

BeitragVerfasst am: 06.02.2018 21:12    Titel: Antworten mit Zitat
@ Julian33

Aus der Häufung von Leitungen ergeben sich bei der Elektroinstallation in einem Einfamilienhaus i.d.R. keine Probleme, auch wenn Octavian1977 in seinen Beiträgen gebetsmühlenartig darauf hinweist.

Die Grundlage dieser Berechnung ist immer ein dauerhaft fließender Strom als Voll- oder auch Teillast. Diese Bedingungen sind in einem EFH im Gegensatz zu einer Industrieanlage nicht gegeben.

Das Beispiel hat ja sogar Oktavian selbst geliefert, denn du wirst nicht in allen Räumen deine Steckdosenkreise gleichzeitig und dauerhaft mit 3680W belasten. Selbst die an separaten Stromkreisen betriebenen Großverbraucher Herd, Geschirrspüler, Waschmaschine oder Trockner ziehen die auf dem Typenschild ausgewiesene Leistung nur in der Anlaufphase z.B. Ankochen(Herd), Wassererhitzung (GS,WM). Danach heizen Herd und Backofen nur noch in kurzen Intervallen nach, im GS dreht sich der Sprüharm und in der WM die Trommel(gemessen 300W). Von einer Dauerlast über 24 Std. kann dabei nicht die Rede sein, womit aber gleichzeitig die Grundlage des Berechnungsansatzes für die Häufung entfällt. Hinzu kommt, dass im EFH die höchstbelasteten Leitungen sich nach Zeit und Dauer zufallsartig kombinieren und meist nicht meterlang ohne Abstand parallel in die gleiche Richtung laufen. Bei unserer Verteilung z.B. WM/TR nach rechts, GS/Herd nach links, Backofen nach oben.

Völlig andere Gegebenheiten liegen dagegen bei einer Industrieinstallation vor.

Ich erinnere mich an eine Pressemitteilung zum BER.
Darin hieß es die Kabeltrassen müssten wegen Überwärmung neu ausgelegt und erweitert werden.

Warum:
- die Leitungen sind aus Kostengründen auf Kante bemessen
- sie werden 24Std. dauerbelastet
- sie liegen viele, viele Meter duzendweise parallel in den Trassen

Dies ist meine Meinung zum Thema "Häufung im EFH". Die Beispiele helfen dir vielleicht dein Berechnungsvorhaben nach Theorie und Praxis zu verorten und dir eine eigene Meinung zu bilden und umzusetzen.

Gruß H&O


Zuletzt bearbeitet von H&O am 06.02.2018 21:38, insgesamt einmal bearbeitet
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karo28
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Anmeldungsdatum: 25.07.2013
Beiträge: 1332

BeitragVerfasst am: 06.02.2018 21:37    Titel: Antworten mit Zitat
Julian33 hat folgendes geschrieben:

Dass sich die Belastung der Leitung in den nächsten Jahren ändern kann ist klar - allerdings natürlich nur bis max. zum Nennstrom des LSS. Am Beispiel einer 2,5mm² Leitung die ich bei Verlegeart C bis max. 27A belasten könnte, hätte ich mit einem LSS B13A in jedem Fall maximal eine Belastung von knapp 50% auf der Leitung. Soweit richtig?


Ungefaehr in etwa, ja...

Julian33 hat folgendes geschrieben:

Zitat:
Also 10 B16A Abgänge können keine insgesamt 160A tragen wenn die Vorsicherung nur wie üblich 63A beträgt.

Ich denke, ich bräuchte dazu nochmal eine kurze Erklärung - nach meinem Verständnis ist die Vorsicherung 63A pro Phase.


Ja.

Julian33 hat folgendes geschrieben:

D.h.wenn die in deinem Beispiel genannten 10 LSS B16A auf die 3 Phasen verteilt sind wären insgesamt durchaus weit mehr als 63A möglich (144A wenn ich mich nicht verrechnet habe). Oder habe ich da einen Denkfehler?!


Vermutlich schon...wenn du 10 LSS 1-polig auf 3 Phasen verteilst, macht das pro Phase 3 oder 4 LSS. Das waeren dann maximal 3x16A (48A)bzw. 4x16A (64A), pro Phase. Woher deine 144A kommen, weiss ich nicht.
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Octavian1977
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Anmeldungsdatum: 05.10.2006
Beiträge: 15126
Wohnort: Wiesbaden

BeitragVerfasst am: 07.02.2018 08:20    Titel: Antworten mit Zitat
Nebenbei solltest Du Dir um den Spannungsfall Gedanken machen 3% Gesamtfall von Zähler bis zum letzen Teil sind ein zu halten.
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patois
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Anmeldungsdatum: 22.10.2009
Beiträge: 8328

BeitragVerfasst am: 07.02.2018 08:34    Titel: Antworten mit Zitat
Octavian1977 hat folgendes geschrieben:
Nebenbei solltest Du Dir um den Spannungsfall Gedanken machen 3% Gesamtfall von Zähler bis zum letzen Teil sind ein zu halten.


Glaubt in diesem Forum jemand im Ernst, dass diese "Privatarbeiter" sich um derartige Dinge wie den Spannungsfall kümmern würden Question

Ehrlich Rolling Eyes

Nehmt mal eure rosarote Brille ab ...

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Julian33
Newbie
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Anmeldungsdatum: 06.02.2018
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 07.02.2018 13:35    Titel: Antworten mit Zitat
Zitat:
Glaubt in diesem Forum jemand im Ernst, dass diese "Privatarbeiter" sich um derartige Dinge wie den Spannungsfall kümmern würden Question


Sorry, aber dafür, dass bisher niemand von euch in der Lage war, meine sehr konkrete Frage hinreichend zu beantworten, erscheint es mir etwas vermessen, über "Privatarbeiter" - zu denen ich mich auch zähle - solche Kommentare abzugeben.

Die einzige Antwort, die etwas mit meiner Frage zu tun hatte und mit der ich bisher etwas anfangen kann ist die von karo28 - besten Dank dafür!
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