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Instalation eines Zwischenzählers und Zuleitung

Elektrikforum Foren-Übersicht -> Installation von Leitungen und Betriebsmitteln in der Praxis
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Coco
Newbie
Newbie


Anmeldungsdatum: 05.04.2005
Beiträge: 8
Wohnort: Duisburg

BeitragVerfasst am: 09.04.2005 14:10    Titel: Instalation eines Zwischenzählers und Zuleitung Antworten mit Zitat
Erst mal zur Info: ich bin Starkstromelektriker aber schon Jahre aus dem Beruf, deshalb folgende Frage:

Vorhanden ist ein Zwischensicherungskasten, die Zuleitung ist mit 63A abgesichert! Dort soll ein Drehstromzwischenzähler eingebaut werden, Heliowatt 3x230/380V
Vom Zähler geht es über Sicherungen zu einer Zuleitung für einen 50m entfernten weiteren Sicherungskasten. Die Zuleitung, im Rohr verlegt, wird mit ca. <45A belastet
Wie groß müssen die Sicherungen sein?
Welchen Querschnitt und welche Leitung brauche ich?


Vieln Dank im Voraus für Eure Hilfe

MFG Coco
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Hallo!

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Gretel
[Moderator]
[Moderator]


Anmeldungsdatum: 16.03.2005
Beiträge: 2110

BeitragVerfasst am: 09.04.2005 14:52    Titel: Antworten mit Zitat
Hallo coco ,


geht es um
http://www.elektrikforum.de/viewtopic.php?p=1258&highlight=#1258

oder ist eine Verunsicherung da wegen neuer Spannungsfallrechnung ? - oder gar ganz was Neues ?
-
Zur Frage : Was steht genau auf diesem Heliowatt-Zähler drauf - so in der Art "Drehstrom 10(60)A" ?
-
Ist es eine industrielle Installation oder allgemeine Haustechnik ?
-
Was genau wird mit dem letzten Sicherungskasten versorgt ?
-
Wie ist das Netzsystem ?
-
Wer plant diese Anlage und welches EVU ist zuständig ?
-

Gruß ,
Gretel
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Coco
Newbie
Newbie


Anmeldungsdatum: 05.04.2005
Beiträge: 8
Wohnort: Duisburg

BeitragVerfasst am: 10.04.2005 09:22    Titel: Antworten mit Zitat
Hallo Gretel,
Es ist etwas ganz Neues!
Auf dem Zähler steht 15/60A 3x230/380V
Teilweise Industriell, teilweise Haustechnik
mehrere kleine Gravurmaschienen, aber auch Backofen und Untertischgerät, Beleuchtung usw. mit 45A kommt man aber auf jeden Fall aus.

Netzsystem ?

das ganze befindet sich im Grossraum Düsseldorf
EVU müsste eigentlich das RWE sein.

MfG
Coco
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Gretel
[Moderator]
[Moderator]


Anmeldungsdatum: 16.03.2005
Beiträge: 2110

BeitragVerfasst am: 10.04.2005 09:50    Titel: Auslegung nach Spannungsfall .... Antworten mit Zitat
Hallo coco ,

es gilt bei Hausinstallationen immer noch die Rechnung über den maximalmöglichen Spannungsfall.

Der beträgt bei Anlagen bis 100kVA : 0,5% vom Einspeisepunkt (Hausanschlusskasten) bis zum
eigentlichen Hauptverteiler (Zähler) - das heisst 0,5% der Netzspannung , also bei Drehstrom mit
400V -> 4 V.
+
Vom Hauptverteiler (Zähler) gelten dann die 3% (von 400V = 12V ) Spannungsfall nach den
Technischen Anschlussbedingungen der jeweiligen EVUs.

In deinem Fall musst Du also erstmal die Leitung vom HAK zum EVU-Zähler berechnen .
Für den Nennstrom dabei die HAK-Sicherungswerte und den gelegten Leitungsquerschnitt in die
Formel eintragen.

Dann vom EVU-Zähler bis zum letzten angeschlossenen Verbraucher weiterrechnen. (Natürlich dann die dortigen Absicherungen und Spannungen berücksichtigen !)

Dabei dann aber beachten :
Immer bei Querschnittsverjüngungen und gegf. anderen Absicherung eine neue Teil(strecken)rechnung aufstellen .

Am Ende dann alle Rechnungssummen addieren - bei Abweichungen evtl. nötige Absicherung kleiner wählen , oder gegf. größere Leitungsquerschnitte vorsehen.
Hierbei die längste Leitung in einem Stromkreis berücksichtigen !

Beispielrechnung ( unverbindlich ,freibleibend ,ohne Gewähr - schon garnicht für Schreibfehler! )
Z.B. : HAK Länge 2 m bis zum EVU-Zähler mit 5x25 mm² NYM-J und 3x63A NH-00 Überstrom-Schutzorgan ausgeführt.
Dann vom EVU-Zähler 5 m lange Leitung zu einem Zwischenzähler geplant ,von dort dann über
neue , dortige Zwischenzählerabsicherungen auf einen Unterverteiler UV1 ,welcher 50 m vom
Zwischenzähler entfernt ist. Hierbei eine Stromaufnahme von 45 A berücksichtigen !
Der letzte Steckdosenstromkreis ist wiederum in seinem längsten Ausläufer 6 m vom
Unterverteiler UV1 entfernt , und sollte auf mindestens 16 A ausgelegt sein.

-> Rechnungen :

1. HAK - EVuZähler hier ergibt sich bei 25 mm² und 63 A ein schon vorhandener Sp.fall von
0,063%.

2. EVUZähler - Zwischenzähler - UV1 :
Da keine Angaben gerade vorliegen nehme ich mal einen Leitungsquerschnitt von 5x25 mm² vom
EVUZähler zum Zwischenzähler an.
Ergibt für Spfall.rechnung : Leitungslänge 5 m , 5x25mm² , Absicherung 3x63A -> 0,1% Sp.fall.

Weitere Rechnung :
(Sollte 5 x 16 mm² anzufinden sein , gilt : 0,158 % Sp.fall)

3. Zwischenzähler zu UV2 : Da Stromaufnahme mit 45 A vorgegeben - Absicherung mit3x50A,
Querschnitt über Daumen angesetzt 5x16 mm² , bei Leitungslänge 50 m. -> 1,25 % Sp.fall.

4. Jetzt noch bis zum letzten Verbraucher : 6 m Leitungslänge ,Absicherung B16A , Querschnitt
3x1,5mm² gewählt . -> 0,89 Sp.fall (hierbei Sp.fallrechnung 230V berücksichtigen !)

Aufsummierungen :
0,063 %
von erlaubten 0,5 % -> d.h. Reserve für die 3% Rechnung !
-> Bereich nach dem EVuZähler :
+ 0,1 %
+ 1,25 %
+ 0,89 %
---------------
2,24 % von erlaubten 3 % . (bei 16 mm² dann 2,3 % Sp.fall von 3% erlaubten)
-
- Es kommt hierbei auf alle Faktoren an (HAK - EVuZähler - Leitungslängen komplett bis zu
Endverbauchern).
Restliche Klärung bringen dann die abschliesenden Messungen (Schleifenwiderstand etc .... )
Sollte der bei der genannten Steckdose allerdings größer als 2,88 Ohm ausfallen , sollte man
geringer absichern oder grösseren Querschnitt (oder kürzere Leitungslänge) installieren - dann
geht das Ganze im Zeichen des Schleifenwiderstandes weiter !

Um trotzdem die Abschaltbedingungen zu erfüllen , gibt es noch die möglichkeit in TN-C-S und
TN-S , sowie TT-Netzsystemen Fehlerstromschutzschalter einzusetzen , dann muss die Abschlussmessung noch die sogenannte Berührungsspannung beim Abschalten im FI-Stromkreis erbringen.

Um das Ganze als Elektro-Installationseinheit anzusehen sind natürlich alle Einzelkomponenten

(Absicherungen , Zuleitungen ,deren Verlegeart und Querschnitte , Temperaturbereiche, Haupt -
und örtliche Potentialausgleiche ,etc...)

zum Verständnis anzusehen !

Deshalb meine Fragen bezgl. Leitungsarten ,Querschnitten , Verlegearten , Temperaturbereiche , etc.... ; man kann garnicht genug von der zu erstellenden Anlage an Informationen haben !

Das mit deinen Zählernennwerten passt schonmal!

Die Netzsysteme sind Dir nicht bekannt ?
Dann mal die Forensuche oben rechts bemühen ! (Nach "Netzform" suchen ,ergibt einige Threads über das Thema - mit weitererklärenden links !)


Gruß ,
Gretel
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