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E-Herd Elektroherd Herd

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Autor Nachricht
edi
[Moderator]
[Moderator]


Anmeldungsdatum: 21.06.2005
Beiträge: 6405

BeitragVerfasst am: 27.05.2007 10:57    Titel: E-Herd Elektroherd Herd Antworten mit Zitat
Auf Grund der immer wieder auftretenden Fragen zum Herd als Drehstromverbraucher habe ich mich entschlossen hier mal eine Leseranfrage aus dem Elektropraktiker komplett einzustellen.

Alle Rechte liegen beim Elektropraktiker bzw beim Autor



Zitat:
LESERANFRAGEN
Absicherung von Drehstrombetriebsmitteln ? Muss man eine fünfpolige Drehstromsteckdose(Festanschluss) 16 A oder beispielsweise einen Herd mit einem dreipoligen B 16 Automaten absichern, der allpolig
(alle drei Außenleiter) abschaltet
oder lassen sich dafür auch drei einzelne B 16 Automaten verwenden?


! Normative Forderungen. Die Regelung deszeitgleichen Freischaltens in bestimmten Drehstromkreisen stammt aus dem Umgang mit Leuchtenstromkreisen. So hieß es in VDE 0100 von 1973 in § 32 Abschnitt 6:„Leuchtengruppen, die unter Mitführung nur eines gemeinsamen Mittelleiters auf die drei Außenleiter eines Drehstromnetzes verteilt werden, sind wie Drehstromverbrauchsmittel
zu behandeln. ...Der Drehstromkreis muss durch einen Schalter gemäß § 31 a) 1.1 freigeschaltetwerden können.“

In § 31 a) ist ein solcher Schalter beschrieben:
„Schalter, die zum Freischalten verwendet
werden, müssen die nicht geerdeten Leiter
des ihnen zugeordneten Stromkreises gleichzeitig
schalten.“

Nunmehr macht die VDE 0100-520 diese
Regelung bereits seit November 1985 (Abschnitt
6.6) nicht nur für Leuchtenstromkreise fest und enthält folgende Formulierung:„Die Zuordnung eines gemeinsamen Neutralleiters für mehrere Hauptstromkreise ist nicht zulässig. Aus einem Drehstromkreis mit einem gemeinsamen Neutralleiter dürfen jedoch Einphasen-Wechselstromkreise aus je
einem Außenleiter mit dem Neutralleiter gebildet werden, wenn die Zugehörigkeit der
Stromkreise durch ihre Anordnung erkennbar bleibt. Dieser Drehstromkreis muss durch einen Schalter freigeschaltet werden können, der alle nicht geerdeten Leiter gleichzeitig abschaltet.“

Dieser Text ist auch – bis auf die Abänderung
von „nicht geerdeten“ in „aktiven“ – wortgleich
in der aktuell gültigen Fassung vom Juni 2003 enthalten [1]. Das heißt, dass es seit mehr
als 20 Jahren üblich ist, zum Freischalten von Drehstromkreisen, die eigentlich als Wechselstromkreise mit gemeinsamem Neutralleiter betrieben werden, ein dreipoliges Schaltgerät zu verwenden – seit Juni 2003 im Grunde sogar ein
vierpoliges, da der Neutralleiter mit zu
den aktiven Leitern gehört.

Freischalten eines Elektroherds.
Blicken wir noch einmal auf das erste
Zitat aus VDE 0100 von 1973 (s. o.).

Dort ist von Drehstromverbrauchsmitteln
die Rede, die durch einen Schalter freischaltbar sein müssen, der zeitgleich die Außenleiter trennt. Ein solches Drehstromverbrauchsmittelist z. B. auch der Elektro-Herd, so dass diese Forderung schon seit mehr als 30 Jahren besteht. Bei einem fest angeschlossenen Elektro-Herd müssen also die
drei Einzelautomaten mit einem Steg mechanisch
gekoppelt oder ein dreipoliger Auto mat
verwendet werden.[/



Freischalten einer Drehstromsteckdose. Eine
Drehstromsteckdose muss nicht mit einem
dreipoligen Automaten abgesichert werden, da
zum Freischalten angeschlossener Verbraucher
auch das Herausziehen des Steckers gestattet
ist. Natürlich kann man beim Elektro-
Herd einwenden, dass wohl kein vernünftiger
Elektriker auf einer Platte kocht, während er
am Elektroherd eine Reparatur ausführt – er
wird den Herd natürlich allpolig freischalten.
Bei Leuchtenbändern ist es sicher schon eher
wahrscheinlich, das Band auf L1 reparieren jedoch
die Bänder auf L2 und L3 in Betrieb lassen
zu wollen – und das wäre sehr gefährlich!
Ich halte trotzdem die Regelung aus unserer
Norm auch für andere Anwendungsfälle für
richtig, weil die Reihenfolge Sicherheit vor Verfügbarkeit besser ist als umgekehrt.


Literatur
[1] DIN VDE 0100-520 (VDE 0100-520):2003-06 Errichten
von Niederspannungsanlagen; Teil 5:
Auswahl und Errichtung von elektrischen Betriebsmitteln
– Kapitel 52: Kabel- und Leitungsanlagen.
F. Schmidt
_________________
MfG edi



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