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Warum funktioniert RCD nicht mit PEN?

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Elektrikforum Foren-Übersicht -> Grundlagen & Schaltungen der Elektroinstallation
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bigdie
Inventar
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Anmeldungsdatum: 23.11.2013
Beiträge: 7370

BeitragVerfasst am: 07.01.2018 23:23    Titel: Antworten mit Zitat
EBC41 hat folgendes geschrieben:
Wie schon früher mal erwähnt wurde, ist es ungünstig einen normalen FI bei klassischer Nullung in den Sicherungskasten zu setzen. Weil dann eben der PEN geschaltet wird und damit das Risiko höher wird, falls der Schalter des N im FI versagt. Da braucht nur die Feder zu brechen, die den N-Kontakt niederdrückt und schon hast Du den gefürchteten Fall der PEN Unterbrechung.

RCDs zum Zwischenstecken erhöhen die Sicherheit.
Wenn aber der Fall einer PEN Unterbrechung in der festen Installation davor eintreten kann, soll es ein PRCD sein, der den Schutzleiter mit überwacht.

Solche PRCDs könnten dann aber wieder Fehlauslösungen an Geräten verursachen, die ihrerseits an geerdeten Signalleitungen zum Beispiel Kabelfernsehen oder geerdete Hausantenne / Satspiegel hängen. Da ja der PEN wegen Stromfluss und Spannungsabfall nicht mehr auf Erdpotential liegt.

Außer bei Fabrikaten, die wegen eines NTC- Widerstandes im PE-Leiter eine gewisse Restspannung vertragen können.

Der PRCD überwacht keinen Schutzleiter und überwachen würde auch nicht helfen. Man muss den Schutzleiter trennen und das macht nur der PRCD-S
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EBC41
Master Member
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Anmeldungsdatum: 12.04.2017
Beiträge: 199

BeitragVerfasst am: 08.01.2018 00:16    Titel: Antworten mit Zitat
Ja, dann wird das die Version PRCD-S sein, den ich meinte mit meiner Aussage:

Zitat:

Wenn aber der Fall einer PEN Unterbrechung in der festen Installation davor eintreten kann, soll es ein PRCD sein, der den Schutzleiter mit überwacht.


(Habe mich mit diesen firmenspezifischen Abkürzungen noch nicht so intensiv beschäftigt)

Ja, ist klar, der muss dann natürlich alle drei Leitungen abschalten, damit die bei einer falsch angeschlossenen Schukosteckose an den Schutzleiterbügeln anliegende Spannung nicht zum Gehäuse des Verbrauchsmittels verschleppt wird.

Soweit ich das kenne, laufen bei diesen RCDs die L und N Leitungen jeweils einmal durch den Stromwandlerkern, der PE aber ist zweimal durchgeschleift, damit passende magnetische Flüsse im Fehlerfall entstehen. Wäre der PE auch nur einmal durchgeschleift wäre die Wirkung ja aufgehoben. Und wenn ich mich richtig erinnere war da noch ein NTC - Widerstand im PE-Pfad? Zumindest bei den älteren Versionen.

Müsste ich mich genauer informieren.
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bigdie
Inventar
Inventar


Anmeldungsdatum: 23.11.2013
Beiträge: 7370

BeitragVerfasst am: 08.01.2018 12:09    Titel: Antworten mit Zitat
Der PE geht nicht durch den FI.
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werner_1
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Anmeldungsdatum: 24.11.2012
Beiträge: 9129
Wohnort: 324xx

BeitragVerfasst am: 08.01.2018 12:53    Titel: Antworten mit Zitat
EBC41 meint wahrscheinlich den PRCD-S. Den gibt es (m.W.) nur als fertiges Gerät, also mit PE. Der PRCD-S enthält aber nicht nur einen Summenstromwandler, sondern eine komplexe Elektronik, denn es wird beim Einschalten erst detektiert, welches L und N sind um den PE abschalten zu können, wenn er Spannung führt.
_________________
Gruß Werner
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smares
Cool Newbie
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Anmeldungsdatum: 30.12.2017
Beiträge: 33

BeitragVerfasst am: 08.01.2018 16:13    Titel: Antworten mit Zitat
Da eine Komplettsanierung der Wohnung aktuell nicht in Frage kommt haben wir uns entschieden das Bad durch RCD-Steckdosen abzusichern. Flur, Schlafzimmer, Büro und Wohnzimmer würden so bleiben wie sie sind, die Steckdosen dort werden mit Geräten mit Schutzklasse II verwendet. Bleibt noch die Küche. Spülmaschine (eigener Stromkreis), Mikrowelle und Kühlschrank würden wir damit absichern wollen: https://www.amazon.de/Brennenstuhl-1290660-Personenschutz-Adapter-BDI-IP54/dp/B01N9NP1CV/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1515420358&sr=8-1 Würde das die Sicherheit eines "normalen" RCDs bieten? Für Herd/Backofen habe ich leider nichts gefunden, weder eine RCD-Steckdose noch solche Adapter.
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Strippe-HH
Inventar
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Anmeldungsdatum: 04.04.2016
Beiträge: 1677
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 08.01.2018 16:46    Titel: Antworten mit Zitat
Ein E-Herd hat einen Festanschluss und braucht keinen RCD.
Es werden seit 2009 in Neuanlagen für alle sich in Laienbereich befindliche Steckdosen ein RCD verlangt aber nicht in Bestandsanlagen wo nichts daran verändert wird, da kann es so bleiben.
Es ist also kein Muss sondern eine rein freiwillige Sache, die aber nur im bestimmten Umfang nur dann gemacht werden kann wenn die Anlage 3-Polig ist.
Da das Gebäude in denen du wohnst vor 1973 erstellt worden ist (oder in Ostdeutschland vor 1991) auch im Bad über keinen RCD verfügt, auch das ist Bestand und muss nicht nachgerüstet werden.
Nur dann wenn an der Anlage was erweitert oder geändert wird, dann greift die Vorschrift.
Auch die Erneuerung einer Unterverteilung für die Gesamtanlage der Wohnung bedarf keiner Änderung mit RCD, da ich in den Räumen die Elektroanlage ja nicht antaste.
Beispiel: in meiner Wohnung ist nur ein RCD für das Bad und dem Balkon, die sonstige Anlage hat keinen.
Da die Anlage vor 2007 erstellt worden ist, gibt es auch keine Nachrüstpflicht.
_________________
Immer das Beste draus machen
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bigdie
Inventar
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Anmeldungsdatum: 23.11.2013
Beiträge: 7370

BeitragVerfasst am: 08.01.2018 16:59    Titel: Antworten mit Zitat
Strippe-HH hat folgendes geschrieben:
Ein E-Herd hat einen Festanschluss und braucht keinen RCD.

Das stimmt so nicht.
1. kann ja TT-Netz sein, da brauchst du immer einen FI
2. kommt es heute immer mehr in Mode separate Backöfen einzubauen welche einen Schukostecker haben und dafür den Herdanschluss zu splitten und dann brauchst du auch einen FI.
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bigdie
Inventar
Inventar


Anmeldungsdatum: 23.11.2013
Beiträge: 7370

BeitragVerfasst am: 08.01.2018 17:03    Titel: Antworten mit Zitat
smares hat folgendes geschrieben:
Da eine Komplettsanierung der Wohnung aktuell nicht in Frage kommt haben wir uns entschieden das Bad durch RCD-Steckdosen abzusichern. Flur, Schlafzimmer, Büro und Wohnzimmer würden so bleiben wie sie sind, die Steckdosen dort werden mit Geräten mit Schutzklasse II verwendet. Bleibt noch die Küche. Spülmaschine (eigener Stromkreis), Mikrowelle und Kühlschrank würden wir damit absichern wollen: https://www.amazon.de/Brennenstuhl-1290660-Personenschutz-Adapter-BDI-IP54/dp/B01N9NP1CV/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1515420358&sr=8-1 Würde das die Sicherheit eines "normalen" RCDs bieten? Für Herd/Backofen habe ich leider nichts gefunden, weder eine RCD-Steckdose noch solche Adapter.

Ein FI schützt nur bei Fehlern nach dem FI. Ein Fehler in der vorhergehenden Anlage wird von ihm nicht erkannt.
Das eigentliche Problem der klassischen Nullung, ein unterbrochener PEN irgendwo passiert aber vor der FI-Steckdose oder dem Personenschutzadapter und dieser merkt das nicht und löst nicht aus.
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Pumukel
Inventar
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Anmeldungsdatum: 22.07.2016
Beiträge: 2627

BeitragVerfasst am: 08.01.2018 17:16    Titel: Antworten mit Zitat
Doch auch wenn der PEN vor dem FI unterbrochen ist und ein Fehler im Gerät vorhanden ist löst der Spätestens beim berühren des Gehäuses aus.
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bigdie
Inventar
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Anmeldungsdatum: 23.11.2013
Beiträge: 7370

BeitragVerfasst am: 08.01.2018 18:26    Titel: Antworten mit Zitat
Nein löst er nicht. Angenommen du hast ein Bad, machst eine Badsteckdose mit FI rein. PEN wird unterbrochen und das Licht ist eingeschalten. Dann hast du über die Leuchte 230V auf dem Schutzleiter und dieser wird von der FI Steckdose nicht unterbrochen.

Selbst wenn die Lampe aus ist, und du ein SK I Gerät anschließt, z.B. einen Badheizlüfter. Dann fließt der Strom vom L über den FI zum Heizwiderstand, von dort wieder zurück über den N durch den FI und ist vor dem FI mit dem PE gebrückt. Wenn du den Heizlüfter berührst, fließt der Strom ganz normal in 2 Richtungen durch den FI und dann erst zum Gehäuse sodas dieser nicht auslöst, es sei denn er hätte auch einen Unterspannungsauslöser. Haben aber die mir bekannten FI Steckdosen nicht.
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