20 Jahre unentdeckter Pfusch

Diskutiere 20 Jahre unentdeckter Pfusch im Installation von Leitungen und Betriebsmitteln Forum im Bereich ELEKTRO-INSTALLATION & HAUSELEKTRIK; Hallo, seit langem wieder etwas von mir. Neulich habe ich in einer 3-Zi-Wohnung, die oberflächlich im TN-S-System installiert war, einen FI...

  1. #1 Nullvolt, 04.08.2010
    Nullvolt

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    Hallo,

    seit langem wieder etwas von mir. Neulich habe ich in einer 3-Zi-Wohnung, die oberflächlich im TN-S-System installiert war, einen FI nachinstallieren sollen. War ein Freundschaftsdienst, der dann fast in ein Fass ohne Boden mündete.

    Unter anderem folgendes:

    [​IMG]

    Man sieht hier nur die Hälfte. Im Kontrollschalter über der ausgebauten Steckdose war der grüngelbe als N für die für die Kontrolllampe benutzt worden. Dieser war dann nachträglich in blau als PEN nach unten verlängert worden, damit der ehemalige Türöffnertaste in eine Steckdose getauscht werden konnte. Der FI hat's aufgedeckt.

    Grüße
    0V
     
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  3. #2 Matze001, 04.08.2010
    Matze001

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    Und natürlich gilt:

    Betrieb vor Schutz ;) Somit zuerst auf den N und dann den Schutzleiter.

    Super, weiter so ...


    Hab schon vieles in dieser Richtung gesehen, ist leider die traurige Realität.

    MfG

    Marcel
     
  4. #3 79616363, 05.08.2010
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    Uih klasse :shock: Leider hat Matze Recht, das sieht man viel öfter als einem lieb ist. Das Schöne an solchen Sachen ist, dass man nun dem Betreiber erklären muss, dass da neue Strippen rein müssen. Das ewige und nervige Gezeter und die wirren Argumentationen, dass das bisher immer schon funktioniert hat muss ich euch wohl nicht mehr beschreiben - Das dürftet ihr wohl leider schon kennen :-(

    @Nullvolt:

    Tust mir echt leid, das war ein Griff ins Klo - Na ja, irgenwie kriegste das schon hin.

    Viel Erfolg,

    Uli
     
  5. fuchsi

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    Sieht man sowas tatsächlich öfters?

    Ich habe in meiner Gegend (NÖ) noch nie eine klassisch genullte Steckdose gesehen. Selbst mein Elternhaus, so in der 60-ern erbaut, war bereits 3-adrig ausgeführt. Und einen FI hats auch schon immer gegeben (hies dazumals Trennwart)

    2-adrig gabs zwar auch, aber hier hatten die Steckdosen überhaupt gar keinen Schutzleiteranschluss. (Schutz durch isolierende Räume)
     
  6. #5 Nullvolt, 05.08.2010
    Nullvolt

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    Danke für die Anteilnahme. Konnte es lösen. Auf dem Bild ist nicht alles zu sehen. Es handelt sich um eine Dreierkombination: oben Wechselschalter fürs Flurlicht, mittig: Kontrollschalter fürs Bad, unten Steckdose.

    Der Wechselschalter war mit NYM-J5x angeschlossen, wobei gnge und bl kurz abgeschnitten waren. Der Kontrollschalter mit NYM-J3x. Ich habe Bad und Flur auf einen Stromkreis gelegt und dann gnge und bl vom NYM-J5x verlängert und als N und PE für die Steckdose gebraucht. Den L1 vom Kontrollschalter und damit ging es ohne Leitungsneuverlegung.

    0V

    PS: Das war nicht das einzige Problem in der Wohnung. Mal schauen, ob ich noch etwas auf der Kamera habe.
     
  7. #6 Nullvolt, 05.08.2010
    Nullvolt

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    Mit klassischer Nullung an sich habe ich kein Problem. Hier war jedoch offiziell ein TN-S-System (Baujahr 1982) installiert. Da an der Schalterkombination (scheinbar) eine Ader fehlte, wurde hier in Anlehnung an alte TN-C-Zeiten unzulässigerweise ein eigentlich reiner PE in seinem Verlauf wieder zum PEN verlängert und dann noch in blau. Wäre es durchgängig grüngelb gewesen und die Zuleitung des Kreis nicht dreiadrig, hätte ich gar nicht gemeckert.

    0V
     
  8. sepp_s

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    Hallo auch bei uns Oberösterreich war eine Nullung im Lichtstrombereich unbekannt.
    Lichtstrom nur zweipolig ohne Schukostecker bis etwa 1970. Kraftstrom/Drehstom nur mit Nulleiter schwach roter Draht .Ohne solchen hätte es durch die damals noch üblichen Alu Steckvorrichtungen sicher manche zu Tode gebeutelt .Um die Drehrichtung zu ändern hat man bei den 3 poligen Steckern einfach die Nase abgefeilt was dazu führte dass die Nulleiterverbindung schlecht funktionierte
    In unserem Wohnzimmer war die Isolierung durch den Holzfußboden so gut dass man nicht das geringste gespürt hat wen man den Leiter berührt hat. mfg sepp
     
  9. fuchsi

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    An dfas kann ich mich auch noch erinnern. Wenn die KerndlSchnecke wieder mal steckengeblieben ist, keine Problem Stecker umgedreht und retour laufen lassen.

    Bei uns wars aber kein Nulleiter, sondern ein reiner Schutzleiter am Steckergehäuse. Einen Neutralleiter hat man im 'Bauern'-Drehstrom selten gefunden.
     
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  11. #9 spannung24, 06.08.2010
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    Da waren bei Euch die Installationen ähnlich wie bei
    uns,(zumindest bis in die 70iger) auch in der DDR
    wurden als Aderfarben bis ca.Anfang der 70iger im
    normalen Wohnungsbau die Farben schwarz,grau und rot
    verwendet oft war es nicht einheitlich, grau konnte
    im einen Zimmer als L1 ausgelegt sein im anderen
    wars der Neutralleiter bei rot ebendso.
    400V (früher noch 380V) Kreise waren bis 1990 in der Regel nur 4adrig
    ausgeführt, auch da hatte man sowohl Alu Kabel als auch Alu Steckverbindungen.
    Es gab aber bis Anfang der 90iger noch viele Altbauten mit Verkabelung aus den späten 40igern/50iger Jahre die waren nur 2polig AL-Leiter
    1,5/2,5qmm nur L1+N dort waren nur 2polige Steckdosen ohne Schutzkontakt drinn später ab den 70igern wurde bei einer nachrüstung oft eine Brücke von N zum Schutzleiterkontakt gezogen obwohl eigentlich auch da ab Anfang der 70iger offiziell verboten.
    Oft wurde auch gar keine Brücke gelegt der Schutzkontakt blieb ohne Funktion.
    Was auch "beliebt" war in die normalen einfachen 2pol.Stecker (oft nur bis 6A zugelassen) beidseitig eine Kerbe zu feilen damit diese in die Schukodosen passten die Steckstifte waren meist dünner als die der Schukostecker, verwunderlich das trotzdem kaum was passiert
    ist.
     
  12. sepp_s

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    Hallo man behalf sich damit die dünneren Steckestifte welche geschlitzt waren auseinander zu biegen und schon klappte die Stromversorgung
    mfg sepp
     
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