Altbau sanieren: komische Fragen

Diskutiere Altbau sanieren: komische Fragen im Installation von Leitungen und Betriebsmitteln Forum im Bereich ELEKTRO-INSTALLATION & HAUSELEKTRIK; Hallo, Ich möchte meinen erworben Altbau sanieren und habe dazu bereits einige (komische?) Fragen gesammelt. Ich habe vor vielen Jahren diesen...

  1. #1 Folllast, 09.04.2021
    Folllast

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    Hallo,

    Ich möchte meinen erworben Altbau sanieren und habe dazu bereits einige (komische?) Fragen gesammelt.
    Ich habe vor vielen Jahren diesen Beruf erlernt, allerdings wurde das Wissen seitdem nichtmehr abgerufen, wodurch ich jetzt vielleicht ein bisschen Unterstützung gebrauchen könnte.

    1. lt. DIN 18015-2 soll für jede Etage/Stockwerk eine eigene UV installiert werden.
    Ist das wirklich so, das ich in meinem Eigenheim in jede Etage eine eigene UV hängen muss, oder kann ich einen Zentralen Kasten für alles zusammen machen?

    Ich möchte in jeden Raum 3 Leitungen legen, 3x1,5 für Licht, 5x2,5 (für Zwei Steckdosenkreise) und 2x2x0,8 für Hausautomation.

    2. Jetzt stellt sich mir die erste Frage: verlege ich die Kabel so in der Wand oder in Kanal, damit man sie "leichter auswechseln" kann und so.

    Ich hab die Idee dahinter schon verstanden, aber ich seh da drin noch keinen richtigen Mehrwert. Ich versuche jetzt mir schon intensiv Gedanken zu machen, wo eine Steckdose hin soll und wo der Lichtschalter. Da sollte ja eigentlich danach nichts mehr dazu kommen, oder versteh ich da was nicht richtig?

    3. Wenn man die Installation im Kanal wählt, ist dort oft die Rede davon, dass dann dort Einzeladern verwendet werden. Und ich Frage mich, ob das Sinn macht und ob es Sinn macht Einzeladern zu kaufen.

    Bei Hornbach kostet 5x1,5 0,78/m, wenn ich das aufschneide und die einzelnen Adern verwende also 15ct/m, wenn ich einzelne Aderleitung kaufe kostet diese 19ct/m, ist also teurer. Macht also Sinn, einzelne Kabel zu kaufen und aufzuschneiden (Wenn Arbeitszeit nichts kostet) Ist es Zulässig, die Adern aus einer Mantelleitung einzeln in ein Rohr zu legen? Bei Einzeladern hat man natürlich den Vorteil, das man flexibler ist, was die Aderfarben angeht.

    4. Folgendes Szenario: ich komm mit 5x2,5 in die Verteilerdose rein und geh von dort mit 3x1,5 zur Steckdose. Den größeren Querschnitt in der Zuleitung habe ich gewählt, damit der Spannungsabfall nicht zu groß wird.

    Ist das zulässig?

    5. Ich habe von einer Idee gelesen und diese für gut Befunden: für WICHTIGE Sachen wir Heizung, Gefrierschrank usw. einen extra RCD verbauen, damit die an bleiben, auch wenn ein China-Gerät mal komische Sachen macht.

    Dazu möchte ich an diesen auch noch die Beleuchtung hängen, damit man Zeitnah merkt, wenn der ausgefallen ist. Was haltet ihr von dieser Idee?
     
  2. karo28

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    Es ist eine Empfehlung. Kein Gesetz.

    M.E. nach Unsinn, aber wenn es dir Freude bereitet...

    Hängt von Wandaufbau, Art der Leitung, Verlegart, geplanter Nutzung usw. ab. Für Daten-/Kommunikation-/Schwachstromleitungen wird eine auswechselbare Verlegung empfohlen.

    Wenn die Absicherung entsprechend ausgelegt ist, ja. Macht nur keiner so...

    Nichts.

    Wenn man nur wüsste, welchen Beruf du gelernt haben willst...mit Elektrik scheint es jedenfalls nichts zu tun zu haben.
     
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  3. schUk0

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    Bei zwei Etagen nur sinnvoll, wenn die mal getrennt werden sollen.
    Ansonsten ist der Weg zum, gut platzierten und großzügig dimensionierten, Zählerschrank von oben etwa genauso weit wie von unten.

    Ok...
    Meinen ersten Text lass ich stehen, aber ab hier bin ich raus.

    Es ist zu erkennen, dass jede Unterhaltung über sinnvolle und zukunftsorientierte Sanierung scheinbar sinnlos sein wird, da am Ende immer zu gunsten der "günstigen" Variante entschieden wird.

    Sparen! Koste es was es wolle....

    Edit(h) ist trotzdem neugierig...
    Welches Budget ist für die Elektrosanierung geplant?
     
  4. #4 Octavian1977, 09.04.2021
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    Man murkst nicht mehrere Stromkreise in eine Leitung!
    Ansonsten wären alle diese Stromkreise über einen Mehrpoligen Automaten zu führen, was dann die mehreren Kreise wieder unsinnig werden lässt.

    Allein schon weil es praktisch ist und meist unnötige Leitungswege erspart setzt man pro Etage einen separaten Verteiler.

    Querschnitte werden nicht pauschal verlegt, sondern passend dimensioniert.

    Ich kann Dir nur dringend empfehlen einen Fachmann hinzu zu ziehen, denn es hat sich sehr viel verändert in den Normen.
    Nur mal so themen:
    Überspannugnsschutz.
    TN-S Netz
    Potentialausgleich Bad
    FI Schutz
     
  5. #5 Carsten1972, 10.04.2021
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    Wenn man mal statt 5 x 2,5mm² nur 3 x 2,5mm² annimmt, dann mache ICH das oft so, wenn das mit der 3 x 1,5mm² im Raum dann insgesamt noch passt (Spannungsfall und Strombelastbarkeit).
    .. die alle gleichzeitig ausgehen, wenn eine Sache davon defekt ist? Wie blöd ist das denn...

    Ich gehe, wenn das Budget es zulässt, so vor:
    Einen FI für das, was relativ häufig einen Fehler haben kann, nämlich den Außenbereich.
    Dann zwei weitere FI, auf die ich die Raumzuleitungen wild gemischt auflege. Löst einer aus, ist im nächsten Zimmer immer noch Strom.
    Wirklich wichtige Sachen (Netzwerk, Fernseher, Heizung, Mikrowelle und Gefrierschrank ;-) ) hänge ich komplett separat an je einen FI/LS Schalter.

    Die Trennung von "eine Leitung für Licht, eine für Steckdosen" stammt aus der Zeit, als ein FI für Leuchten noch nicht Vorschrift war - da haben dann einige Kollegen argumentiert, dass zwar die ganze Bude aus sei, aber zumindest das Licht noch ginge. Und dann löste der LSS für das Licht aus und alles war stockfinster.
    Mir ist daher "eine Zuleitung pro Raum" lieber.
     
  6. #6 Octavian1977, 21.04.2021
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    Vor allem ist es für den elektrischen Laien oft nicht verständlich, daß eine Sicherung ausgelöst hat, wenn zwar die Steckdosen tot sind aber das Licht noch geht.
     
  7. #7 Pumukel, 21.04.2021
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    Die ewig gestrigen begreifen einfach nicht das die Trennung von Licht und Steckdosenstromkreis kein Nachteil ist. In jeden Verteiler gehört auch eine Legende für welchen Stromkreis eine Sicherung zuständig ist. Und gerade wenn mehrere FI vorhanden sind sollte das Licht auch auf diese aufgeteilt werden um so eine Möglichkeit zu haben das Auslösen eines FI rechtzeitig zu bemerken und nicht erst wen die Tiefkühltruhe sich durch Gestank bemerkbar macht .
     
  8. #8 eFuchsi, 21.04.2021
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    Allerdings auch kein wirklicher Vorteil.

    In Österreich wird sich das Thema erübrigen. Hier fällt die Ausnahme, dass 10A Lichtschalter durch die geschaltete Last begrenzt sind. Also entweder gemischte Kreise mit 16A Lichtschalter, oder eigene Lichtkreise mit 10A abgesichert.

    Da dieses Thema jedoch nicht nur den klassischen Schalter, sondern auch Bewegungsmelder, Smarthome Komponenten, Alexa usw. betrifft, wird man über getrennte Lichtkreise nicht hinwegkommen.
     
  9. #9 Pumukel, 21.04.2021
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    Stand der Technik sind FI /LS und selbstverständlich hat die Trennung der Licht uns Steckdosenstromkreise Vorteile . Und sei es der das du in diesem Raum nie ungewollt keine Spannung hast . Nichts ist schlimmer als im Dunkeln einen Fehler suchen zu müssen oder erst Quer durch die Wohnung eine Verlängerung legen zu müssen.
     
  10. #10 eFuchsi, 21.04.2021
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    Bei meinen Stromkreisaufteilungen habe ich IMMER zumindest hinter der nächsten Zimmertür Licht und Strom.
     
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  11. #11 Octavian1977, 21.04.2021
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    Octavian1977 Moderator

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    Nunja wenn man noch die Diskussionen über die Dauerbelastbarkeit von Schukosteckdosen mit ein bezieht und die dann auch nur noch 10A haben dürften kann man auch wieder Licht und Steckdosen zusammen klemmen.
    an Arbeitsplätzen ist es auch Gründen der Sicherheit das sehr von Vorteil (wenn nicht sogar gefordert) Licht und Steckdosen zu trennen, aber in Wohnräumen unnötig.
     
  12. Www

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    Bei der heutzutage üblichen „on-floor“-Verlegung sparst du da keinen einzigen Meter in einem EFH
     
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  13. ego1

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    Das wird er nie verstehen....
     
  14. Odin67

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    Nein, musst du nicht.. Kann aber je nach Situation (eventuelle Erweiterungen) sinnvoll sein.
    -------------------------------

    Das mag dem Einem oder Anderem überdimensioniert erscheinen, falsch ist es nicht.


    .......................

    Theoretisch schon, ABER die Verteilerdosen müssen (soweit ich richtig informiert bin) von außen zugänglich sein.
    Früher wurden solche Dosen gerne Unterputz verlegt, das ist nicht mehr zulässig.

    #################

    Für relevante Dinge wie Heizung, Gefrierschrank usw. jeweils einen einzelnen RCD/ oder besser einen RCBO zu verwenden ist sicher keine schlechte Idee.
    Auf den Gedanken als Indikator das jeweilige "Licht" zu nutzen bin ich aber auch noch nicht gekommen.
    Ist aber eine Überlegung wert.

    LG odin67
     
  15. Www

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    Also ich persönlich sehe in das Auftrennen von Licht- und Steckdosenstromkreisen keinen Sinn. Der Mehraufwand und die höheren Kosten bringt kaum Nutzen.
     
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