Anschluss Balkonkraftwerk

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Hallo,

ich würde mir gerne ein Balkonkraftwerk zulegen, habe aber ein paar Bedenken was die elektrische Absicherung angeht.

Ich habe auf unserem Balkon eine Steckdose, die auf einer Leitung mit 5 anderen Steckdosen angeschlossen ist. Die 5 andere Steckdosen sind belegt mit 1.PC. 1.Drucker 1.Schreibtischlampe. 2PC Lautsprecher und gekegentlich mal ne alte externe Festplatte.

Die Leitung ist mit einer 16A Sicherung geschützt.

Meine Frage: Kann ich an die Leitung noch gefahrlos ne 800 Watt (nach Freigabe) PV anklemmen oder ist das hinsichtlich der Überlastung eher schlecht.
 
Dein Balkonkraftwerk soll ja im "Idealfall" Strom erzeugen; d.h. die Leitung wird ENTlastet und nicht zusätzlich BElastet.
Ist also problemlos möglich.
(Nur am Rande und nicht zur Verwirrung: nein, auch wenn es hier so gerne empfohlen wird, ICH würde den 16A-"Automaten" nicht austauschen gegen B13 etc. Ganz sicher nicht mit den im Moment angeschlossenen, geringen Verbrauchern.)
 
Selbstverständlich können Teile des Stromkreises überlastet werden, wenn die angeschlossenen Verbraucher schon mehr als den Bemessungsstrom des Stromkreises ziehen, inklusive des eingespeisten Stromes, weil das Überspannungsschutzorgan nicht merkt, wenn zu hohe Teilströme innerhalb des Stromkreises fließen. Praktisch sollte das bei maxinal 800 Watt keine maßgebliche Rolle spielen, selbst wenn eine solche Überlastung zustande kommt.
 
Hallo nochmal,
ich wurde durch diesen Artikel:

"Die meisten Hausleitungen sind bei 16 Ampere abgesichert. Der Strom eines Balkonkraftwerks belastet die Leitungen zusätzlich, sodass sich die Belastung bei Sonnenschein unter Umständen auf maximal 18,6 Ampere erhöht (16 Ampere + 600 Watt/230 Volt, also 2,6 Ampere)."

verunsichert.

Verstehe ich das richtig, wenn man hier davon ausgeht, dass im Extremfall an der Steckdose Geräte mit bis zu 3680 Watt angeschlossen sein könnten und zusätzlich noch die PV mit 600 bzw. 800 Watt ohne eine Überhitzung der Leitung und einen möglichen Brand herbeizuführen.
 
Hallo nochmal,
ich wurde durch diesen Artikel:

"Die meisten Hausleitungen sind bei 16 Ampere abgesichert. Der Strom eines Balkonkraftwerks belastet die Leitungen zusätzlich, sodass sich die Belastung bei Sonnenschein unter Umständen auf maximal 18,6 Ampere erhöht (16 Ampere + 600 Watt/230 Volt, also 2,6 Ampere)."

verunsichert.

Verstehe ich das richtig, wenn man hier davon ausgeht, dass im Extremfall an der Steckdose Geräte mit bis zu 3680 Watt angeschlossen sein könnten und zusätzlich noch die PV mit 600 bzw. 800 Watt ohne eine Überhitzung der Leitung und einen möglichen Brand herbeizuführen.
Korrekt.

Nur in diesem Fall.

Und auch nur über eine gewisse Zeit. Das passiert nicht in 10 Minuten.

Mit einem B13 bist du auf der sicheren Seite.
 
Die Leitung brennt ja nicht gleich wegen 16.1A ab.

Ein normaler 16A Leitungsschutzschalter lässt auch bis zu 24A eine Stunde lang durch, bis er auslöst. Das hält der Mindestquerschnitt von 1.5mm² schon aus.

Und sollte eine Stromkreis tatsächlich derart knapp auf seiner Leistungsgrenze belastet sein, hast Du eh andere Sorgen als ein BKW.
 
Vielen Dank für Eure Antworten. Nun bin ich etwas beruhigter was den Anschluss einer PB angeht.

Allen Elektriker, die ich mit der Prüfung der Leitungen und Sicherungen bwauftragen wollte, schweigen sich aus.

Vermutlich verdient man bei so nem Auftrag nicht genug. Schade.
 
Die 5 andere Steckdosen sind belegt mit 1.PC. 1.Drucker 1.Schreibtischlampe. 2PC Lautsprecher und gekegentlich mal ne alte externe Festplatte.
Hausaufgabe: Addiere die Leistungsaufnahmen der einzelnen Geräte und beurteile, ob Du damit nahe der kritischen Marke von 3680 W (genauer: VA) liegst.
 
Es hängt auch bnoch davon ab, wo im Stromkreis die Einspeisung erfolgt. Wie gesagt, wenn die Installation in Ordnung ist, würde eine Überlastung von ca. 3A nichts kritisches bewirken und eine Überlastung setzt dazu noch voraus, dass zum Zeitpunkt der Volleinspeisung der Stromkreis bereits grenzwertig belastet oder gar überlastet wird. Wenn man den Leitunsschutz um diese ca. 3A reduziert, ist man auf der absolut sicheren Seite. Ich sehe es in der Praxis, mit einem nicht voll belasteten Stromkreis, aber nicht als notwendig an.
 
Nur weil der 16A automat nicht gleich über 16A abschaltet negiert das nicht die Überlastung!
Dann sind das nämlich 24A PLUS BHKW eine Stunde lang bis zur Abschaltung.
Nur weil im Haushalt diese Belastung für einen Stromkreis unüblich ist, kann man den Schutz gegen Überlast nicht ignorieren.

Es ist eben zu prüfen in wie fern eine geringere Absicherung nötig ist oder die vorhandene ausreicht.
In der Verlegeart C (direkt im oder auf Putz) dürfte man ein 1,5mm² auch mit 20A absichern, wenn das so verdrahtet ist wären die 800W kein Problem.

Liegt die Leitung z.B. UP im Rohr wäre das nicht in Ordnung.

Zusätzlich weisen leider die Umrichter der BKW Teile selbst oftmals erhebliche Sicherheitsprobleme auf.
Es ist dringenst zu empfehlen einen FI nach zu rüsten wenn nicht vorhanden und vorhandene auf deren passende Verwendbarkeit zu prüfen.
 
Thema: Anschluss Balkonkraftwerk

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