Antennenmast-Blitzschutz oder an Poti?

Diskutiere Antennenmast-Blitzschutz oder an Poti? im Forum Blitzschutz, EMV, Erdung & Potentialausgleich im Bereich ELEKTRO-INSTALLATION & HAUSELEKTRIK - Hallo, Ich habe folgendes Problem: Auf dem Dachboden ist der Antennenmast und der Panzerkasten. Da kein Blitzschutz vorhanden ist und erlich...
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blubbi

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Hallo,
Ich habe folgendes Problem: Auf dem Dachboden ist der Antennenmast und der Panzerkasten. Da kein Blitzschutz vorhanden ist und erlich gesagt auch kein Hauptpotentialausgleich im Sinne vom Erder im Erdreich vorhanden ist möchte ich auf den PEN Leiter vom Panzerkasten gehen!!!Mit NYM 1x16 Was sagt ihr dazu??? Ist das sinnvoll?? Oder ist es besser am Antennenmast gar nix zu machen da ich mir ja im Falle des Blitzschlags den Blitz in meine Anlage holen würde. Ich weiß das die VDE sagt entweder an den Blitzschutz nach VDE 0185 anschließen ist oder in den Hauptpotentialausgleich mit einzubeziehen.
danke im vorraus
 
Antenne(nerdung) nicht ins Stromnetz einbringen !

Hallo blubbi, erstmal noch Willkommen im Forum !

- das mit dem Schutzleiter auflegen und in den Potentialausgleich miteinbringen ist bei Antennen verboten !

Allgemein gilt für Antennen-Blitzschutz (nicht zu verwechseln mit zusätzlichem Potentialausgleich bei Baderäumen etc...) :

Bei Aussenantennen , welche sich mehr als 2m unterhalb der Dachkante und weniger als 1,5m vom Gebäude oder Antennenanlagen, die sich innerhalb von Gebäuden befinden ist keine Schutzmassnahme erforderlich.
(Nach DIN VDE.0855.T1.(03-94).Abschnitt 10)

In allen anderen Fällen müssen Antennenanlagen nach Abschnitt 10.2 geerdet werden.
Als geeigneter Erdungsleiter gilt ein Einzelmassivdraht mit einem Mindestquerschnitt von 16 mm² Kupfer, isloiert oder blank , der auf kürzestem Weg mit einer Erdungsanlage verbunden werden soll.
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Änderung in DIN VDE 0855-300 Abschnitt 12.3.3 (Juli 2002):
"Als geeigneter Erdungsleiter gilt ein Einzelmassivdraht mit einem Mindestquerschnitt von 16 mm² Kupfer, isoliert oder blank,...
Mehrdrähtige Leiter sind nur erlaubt, wenn die für diese Leiter vorgesehene Klemmvorrichtungen entsprechend der auftretenden Blitzstrombelastung von 100 kA geeignet ausgeführt sind".
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Schutzleiter und/oder Neutralleiter des Starkstromnetzes oder der Aussenleiter eines beliebigen Koaxialkabels dürfen nicht als Erdungsleiter verwendet werden. Die Ausführung kann entweder durch eine Verbindung zu einer vorhandenen Blitzschutzanlage, durch Verbindung mit dem Erdungssystem des Gebäudes oder durch Verbindung zu einer Erdungsanlage erfolgen, die aus wenigstens zwei horizontalen Erdern von mindestens 5m Länge oder einem vertikalen Erder von 2,5m besteht.
Der Mindestquerschnitt des Erders beträgt 50mm² Kupfer oder 80 mm² Stahl. Die Ausführung sollte durch ein Fachunternehmen erfolgen, dabei sollte auch ein entsprechender Schutz gegen Überspannungen und ein ordnungsgemäßer Potentialausgleich beachtet werden.
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Wobei es sich bei obiger Ausführung genau genommen nur um einen Potentialausgleich seitens der Antenne handelt - und kein Blitzschutz im allgemeinen Sinn , aber halt noch (11.08.2005) Stand der Technik !
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Dann endet das Ganze im Erdreich mittels geeignetem Erder (nach DIN EN 50083) und geeigneten Anschlußstücken.
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Gruß ,
Gretel
 
Die Ausführung kann entweder durch eine Verbindung zu einer vorhandenen Blitzschutzanlage, durch Verbindung mit dem Erdungssystem des Gebäudes oder durch Verbindung zu einer Erdungsanlage erfolgen, die aus wenigstens zwei horizontalen Erdern von mindestens 5m Länge oder einem vertikalen Erder von 2,5m besteht.
Der Mindestquerschnitt des Erders beträgt 50mm² Kupfer oder 80 mm² Stahl. Die Ausführung sollte durch ein Fachunternehmen erfolgen, dabei sollte auch ein entsprechender Schutz gegen Überspannungen und ein ordnungsgemäßer Potentialausgleich beachtet werden.

Frage : Wenn das 16 mm² nur mit dem Erder zu verbinden ist ( und nicht mit dem Schutzleiter )
worauf bezieht sich dann
und ein ordnungsgemäßer Potentialausgleich beachtet werden.
 
Gerade heute wurde in nem andern Forum ein PDF dazu verlinkt. Habs noch nicht gelesen, aber die Grafik am Ende ist schon sehr informativ.
http://www.it-innung-lueneburg.de/beric ... 041003.pdf

Soweit ich das verstehe, muß man die Antenne auf nen separaten Erder fahren, diesen aber in Erdnähe mit HPAS verbinden.

Antennenerdung wurde in diesem anderen Forum schon sehr ausführlich diskutiert. Ich weiß nicht ob das hier erwünscht ist, wenn ja kann ich gern nen Link dazu setzen. Einstweilen laß ich's mal lieber ;-)

Gruß
Didi
 
Hallo,

ja ,die Grafik ist sehr aussagefähig.
Gute Sache !
 
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