Basics für Leitungsschutzschalter/Automaten

Diskutiere Basics für Leitungsschutzschalter/Automaten im Installation von Leitungen und Betriebsmitteln Forum im Bereich ELEKTRO-INSTALLATION & HAUSELEKTRIK; Hallo zusammen! bin neu hier und brauche eure Fachkenntnisse aus der Praxis. Auf was muss ich achten bei der Auswahl des richtigen LSS wie die...

  1. #1 steveen, 08.02.2008
    steveen

    steveen

    Dabei seit:
    08.02.2008
    Beiträge:
    2
    Zustimmungen:
    0
    Hallo zusammen!
    bin neu hier und brauche eure Fachkenntnisse aus der Praxis.

    Auf was muss ich achten bei der Auswahl des richtigen LSS wie die Charakteristik (B,C,D,...). Wie komme ich zur richtigen Auswahl des Abschaltvermögen von (6kA, 10kA, 20kA,....) bzw. was ist üblich.

    danke im vorraus für eure Kompetenz

    Gruß Stefan
     
  2. Anzeige

  3. edi

    edi

    Dabei seit:
    21.06.2005
    Beiträge:
    6.405
    Zustimmungen:
    2
    Hallo,

    im Prinzip mußt du wissen , welche Art von Lasten
    an den betreffenden Stromkreis kommen . Es geht vor allen um die sogenannten Anlaufströme der Lasten , die beim Einschalten auftreten. Je nach Charaktristik der vorgschaltenen Sicherung kommt es dann evtl zu Fehlauslösungen.
    Immer wieder gern genommenes Beispiel :
    Ein Winkelschleifer wird an einer Steckdose mit B10A Automaten betrieben...beim Anlaufen des Winkelschleifers löst der B 10A Automat aus. Ein C 10A würde auf Grund seiner Characteristik nicht auslösen...

    Das richtet sich danach , welche Kurzschlussleistung im vorgeordneten Netz zur Verfügung steht und welche Strombegrenzung der Automat bietet .
    In der TAB 2000 ( 2007 ) schreibt der Versorger z.B auch bestimmte Abschaltvermögen vor...

    Hier ganz gute Übersicht :

    http://de.wikipedia.org/wiki/Leitungsschutzschalter
     
  4. #3 Fentanyl, 12.02.2008
    Fentanyl

    Fentanyl

    Dabei seit:
    20.01.2007
    Beiträge:
    1.755
    Zustimmungen:
    0
    Im Hausgebrauch werden meist die Charakteristiken E (für SLS), B und C eingesetzt, seltener K, A, D oder Z. Veraltet sind H, L, G.

    Grundsätztlich üblich sind 6-10kA. vorgeschrieben sind mindestens 6kA, mit 10kA hat man noch gut Reserve. 15-50kA braucht man nur selten, im Durchschnitts-Haus fast nie.

    Für eine korrekte Absicherung ist es wichtig, auch die Toleranzen zu beachten, insbesondere die der Überlastauslöser. Die häufige Konstellation von B16-LS und Schukosteckdose ist hochproblematisch, da der LS sicher erst bei 23,2A auslöst und so keinen genügenden Schutz für die Steckdose bietet. Zulässig ist das ganze nur, weil solche Sachen wie Gleichzeitigkeitsfaktor und Wahrscheinlichkeitstheorien verwendet wurden. Wer jedoch eine gute anlage erstellen will, deren Sicherheit nicht mit der potentiellen Dummheit von Benutzern steht und fällt, sichert anders ab. Beispiele:

    Lichtstromkreise mit Glühlampen bis 1kW: B6A/C6A
    " mit einigen Leuchtstrofflampen: B10A
    " mit vielen Leuchtstofflampen: C10A
    ... entsprechend weiter staffeln. Dabei berücksichtigen: Normale Lichtschalter halten meistens nur 10A aus!

    Steckdosenstromkreise für EDV, HiFi, TV, Video: K6A/D6A/B10A
    Steckdosenstromkreise für mittlere bis starke Lasten (moderne Staubsauger, Waschmaschinen, Küchenhandgeräte, ... etc): C10A
    Steckdosenstromkreise für hohe Last: B13A/C13A

    Steuerstromkreise: S4A, K4A, D4A, C4A

    Bei diesen Beispielen wurden nur die Steckverbinder und Schalter berücksichtigt, je nach verwendeter Leitung sind evtl die Stromstärken zu reduzieren. Mit "Steckdose" ist hier die Schuko gemeint.

    Für Steckdosenstromkreise mit geringer prognostizierter Oberwellenbelastung bietet sich die dreiphasige versorgung an. Das spart 4 Leiter bzw. zwei Leitungen und die Performanz ist sehr gut. Bei überweigend ohmschen lasten und etwa gleicher Belastung sinkt der N-Strom rapide!

    Als HErsteller verwende ich momentan eigentlich nur moeller, da die Sachen sehr gut und dabei relativ günstig sind. Und was Leistungsschalter angeht, macht meiner Ansichert nach eh niemand derart gute Schaltgeräte!

    MfG; Fenta
     
Thema:

Basics für Leitungsschutzschalter/Automaten

Die Seite wird geladen...

Basics für Leitungsschutzschalter/Automaten - Ähnliche Themen

  1. Sichere Steckdosenleiste (Leitungsschutzschalter?, Überspannungsschutz?, Überlastschutz?)

    Sichere Steckdosenleiste (Leitungsschutzschalter?, Überspannungsschutz?, Überlastschutz?): Hey, ich suche eine zuverlässige Steckdosenleiste. Ich bin leider nicht vom Fach und kann mit Begriffen wie "Leitungsschutzschalter",...
  2. Infrarot-Sensor in Lampe durch automatisch auslösendes Bauteil ersetzen

    Infrarot-Sensor in Lampe durch automatisch auslösendes Bauteil ersetzen: Hallo, ich habe jetzt nach einiger Zeit der Verwendung bemerkt, dass die Lampe mit Infrarot-Radarbewegungsmelder-Sensor, die ich mir gekauft...
  3. Automatischer impuls Schalter

    Automatischer impuls Schalter: moin an alle, bin Neu bitte vergibt Fehler. ich bin auf der Suche nach einen, Impulschalter Relais? Funktion. dieser soll eine Leitung in...
  4. Wende-Stern-Dreick Schaltung mit automatischer Abfolge

    Wende-Stern-Dreick Schaltung mit automatischer Abfolge: Guten Morgen Forum, Ich habe von meinem Ausbilder die Aufgabe bekommen folgende Schaltung zu zeichnen und zu verdrahten: Bei Betätigen des...
  5. Ermitteln des Abschaltvermögens bei Leitungsschutzschalter?

    Ermitteln des Abschaltvermögens bei Leitungsschutzschalter?: Hallo, als Einstieg in das Forum schon gleich eine Frage: Bei einem Blick in meinen Verteiler fiel mir auf, dass dort alle LS mit 10kA...
  1. Diese Seite verwendet Cookies um Inhalte zu personalisieren. Außerdem werden auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Mit dem weiteren Aufenthalt akzeptierst du diesen Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden