Belastbarkeit von Schützkontakten

Diskutiere Belastbarkeit von Schützkontakten im Grundlagen & Schaltungen der Elektroinstallation Forum im Bereich ELEKTRO-INSTALLATION & HAUSELEKTRIK; Erstmal ein dickes Hallo an Alle! Ich hoffe, ich ziehe mir als Neuling nicht den Zorn der Mods zu, da diese Frage bestimmt schon mehrmals...

  1. #1 wshadow, 11.12.2006
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    Erstmal ein dickes Hallo an Alle!

    Ich hoffe, ich ziehe mir als Neuling nicht den Zorn der Mods zu, da diese Frage bestimmt schon mehrmals gestellt wurde, ich aber generell nicht mit Suchfunktionen von Foren klarkomme, also habt Nachsicht mit mir :)

    Also die Frage ist, wie ist die Belastbarkeitsangabe bei Schützen zu verstehen wenn bei AC-3 mehrere U und P angegeben sind und bei AC-1 nur ein Ie? Im konkret vorliegenden Fall habe ich hier ein Siemens 3TF38 Schütz liegen, bei AC-1 steht Ie=100A. Heisst das, ich kann jeden der 3 Kontakte mit jeweils 100A (also quasi 3x100A bei einphasigem AC) belasten oder ist damit irgendwie der Gesamtstrom aller 3 Phasen beim Drehstromanschluss gemeint?

    Ein Link auf einen vorhandenen Thread dazu würde mich auch weiterbringen.

    Danke schonmal!
     
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  3. edi

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    Gebrauchstskategorie

    Hallo,

    willkommen im Forum.

    Die Stromangaben richten sich nach der sogenannten Gebrauchskategorie.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Gebrauchskategorie

    Es ist also ein Unterschied ob ich mit dem Kontakt z.b Glühlampen schalte oder Kondensatoren.
    " Glühlampenstrom" verträgt der Kontakt besser als " Kondensatorenstrom" .....

    Ja , aber wie gesagt unter der Berücksichtigung des oben Genannten.
     
  4. #3 wshadow, 12.12.2006
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    Das klingt gut. Danke für die Info.

    Aaaaaber ich hab noch kompliziertere Fragen auf Lager :)

    Und zwar geht es um unseren Flutlichtwagen beim THW. Der gute Mensch, der den Schaltschrank gebaut hat, hielt es für nötig 4 der o.g. 100A-Schützen zum umschalten zwischen 32A-Einspeisung und Generatorversorgung zu verbauen. Der Generator hat folgende Daten: U=400V P=20kW cosphi=0.8 I=29A BJ1963. Die Hauptsicherungen des gesamten Systems sind 3x25A. Folgende Komponenten müssen versorgt werden: 4x250W HQI-Lampen, 4x2000W Halogenlampen, Hydraulikkompressor für den Mast ~1.5kW, Dreh- und Schwenkmotoren für den Aufbau oben jeweils ~0.7kW.


    Frage 1: Der Schaltschrank soll verkleinert werden...
    kann man das nicht auch mit kleineren Schützen machen? Wir haben da noch was mit 30A oder 55A (AC-1) auf Lager.

    Frage 2: An 2 der Schützen liegen jeweils die 3 Phasen der Stromversorgung (Extern/Generator) an und werden per Schalter umgeschaltet. An den anderen beiden Schützen liegen jeweils N und PE der Versorgungen an und werden umgeschaltet. Die Begründung des Schaltschrankbauers war, dass jeweils N und PE der nicht ausgewählten Versorgung komplett vom System getrennt sein müssen wenn auf beiden Versorgungsleitungen noch Spannung anliegt (sprich Generator läuft und 32A-Kabel ist eingesteckt), da sonst entweder die ISO-Überwachung im Generatorbetrieb nicht arbeitet oder bei externer Versorgung jeder vorgeschaltete FI-Schutzschalter rausfliegt, wenn alle N und PE jeweils parallel geschaltet sind. Das komische an der Sache ist aber, PE vom Generator kann überhaupt nicht getrennt werden, da PE und N als Sternpunkt auf das Gehäuse gelegt sind, und zumindest alle PE Leitungen des kompletten Systems über die Halterung und dem kompletten Kastenaufbau des Fahrzeugs mit dem Gehäuse des Generators verbunden sind. Was ist also dran mit dem Trennen von PE und N der inaktiven Versorgung?
     
  5. edi

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    Einspeisung

    Hallo,

    sitz der Generator auf dem Flutlichwagen fest montiert? Sein Gehäuse ist auch PE und über die Konstruktion mit dem Flutlichtwagen verbunden?
     
  6. #5 wshadow, 12.12.2006
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    ja zu beidem
     
  7. edi

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    Notstrom

    Hallo,

    klar PE kann nicht getrennt werden.
    N muss laut Vorschrift getrennt werden , dabei ist N voreilend ein und nacheilend aus zu schalten.

    Es gibt eine Richtlinie für Planung,
    Errichtung und Betrieb von Anlagen mit Notstromaggregaten herausgeber :VDEW e. V. Franfurt am Main/Heidelberg: VWEW Energieverlag GmbH 2001.

    Leider steht dise mir nicht zur Verfügung.
     
  8. #7 wshadow, 12.12.2006
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    Hallo,

    das beantwortet leider nur Frage2. Und auch dort bleibt mir die Frage offen, ob der PE von der 32A Versorgung bei Generatorbetrieb abgetrennt werden muss.
     
  9. edi

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    Schütze

    Hallo,

    wie lauten denn die Bezeichnungen der anderen Schütze?
     
  10. #9 wshadow, 12.12.2006
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    Hallo,

    also ich habe hier noch Siemens Schützen der Typen 3TH42(62E, 16A AC-1), 3TF43 (22E, 30A AC-1) und 3TF44 (55A AC-1) zur Verfügung. Die Bezeichnung des 100A-Schützes aus dem ersten Beitrag soll übrigens 3TF48 lauten, nicht 3TF38 (gerade den Fehler bemerkt).
     
  11. edi

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    Schütze

    Hallo,

    das 3TH42 ist nur ein Hilfsschütz , das ist garnicht geeignet.
    Das 3TF44 müsste ein 15 KW Schütz sein ( AC3 ), das 3TF43 ein 11kw (AC3 ).

    Leider habe ich keine Daten vom 3TF48 . Welche Leistung kann das bei AC3 400 V schalten?
     
  12. #11 wshadow, 12.12.2006
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    Hallo,

    das 3TF48 kann 37kW@400V AC-3 schalten.

    Muss ich denn hier von AC-3 Gebrauch ausgehen? Die Schütze schalten ja nur die Hauptstromversorgung, das eigentliche Schalten der Motoren übernimmt beim Kompressor ein anderes Schütz, bei den Dreh- und Schwenkmotoren ein Frequenzumrichter.
     
  13. edi

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    Abschaltung immer gewährleistet

    Kann ich nicht beurteilen. Wenn du absolut sicher bist das niemals AC3 Last geschalten wird...
    Was aber , wenn diese Schütze z.B auch die NOT_AUS Funktion mitübernehmen? Dann muss im "Ernstfall" auch die AC3 Kompressorlast mitgeschalten werden.
    Also ich rate dazu , genau zu überlegen welche Last auch im Extremfall zu schalten ist . Lieber ein Schütz das ein "bisschen mehr" schalten kann , als das irgendwann mal die Kontakte kleben...
     
  14. #13 candela, 12.12.2006
    candela

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    Re: Abschaltung immer gewährleistet

    Dieser Meinung bin ich auch.
    Wenn das Schütz zu sicherheitsbezogenen Teilen der Steuerung (NOT-AUS) gehört, sollte es überdimensioniert sein.

    Für Anlagen der Risikokategorie 1 (EN 954-1 / EN ISO 13849-2) gilt:
    Sicherheitsbezogene Teile der Kategorie 1 müssen unter Verwendung bewährter Bauteile und bewährter Sicherheitsprinzipien gestaltet, gebaut und validiert werden.

    Ein Bauteil für eine sicherheitsbezogene Anwendung gilt als bewährt, wenn dies in der Vergangenheit weit verbreitet mit erfolgreichen Ergebnissen verwendet worden ist.
    Bewährtes Sicherheitsprinzip ist zum Beispiel Verringerung der Wahrscheinlichkeit von Fehlern, z.B. durch Überdimensionierung der Bauteile.

    Quelle: PILZ Maschinensicherheit 3. Auflage S.106
     
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