Belastung eines 32A CEE Anschluss

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  • Belastung eines 32A CEE Anschluss
  • #1
Hallo.

Ich habe einen 32A CEE Drehstrom-Anschluss von dem eine Unterverteilung abgeht.

Meine Fragen:

Mit wieviel KW darf ich den Anschluss max. insgesamt belasten?

Mit wieviel KW darf ich jede Phase belasten?

Herzlichen Dank!
 
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  • #2
Servus
Wenn mann davon ausgeht das die CEE Steckdose auch mit 32 A Abgesichert ist ergibt sich daraus das du insgesamt an diese Steckdose bei ohmscher Belastung in Sternschaltung oder Dreieckschaltung 22KW hängen kannst und pro Außenleiter 7.3KW

P=U*I=230V*32A=7360W und das jetzt noch mal 3=22080W

P=1.73*U+I=1.73*400V*32A=22170W

Wenn du Motoren oder ähnliches anschliesen willst muß man erst wissen welchen cos dieser hat usw um eine Aussage treffen zu können ob du diesen daranhängen kannst. Also am besten du schreibst mal was du vor hast und dann kann man sagen geht oder geht net!
Gruß schmidy
 
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  • #3
Danke für die Antwort.

Die CEE Steckdose ist mit 32A abgesichert.Daran möchte ich eine Unterverteilung mit Schuko Steckdosen hängen.

Po Phase möchte ich max. 5kw Lampen daran anschließen.

Insgesamt möchte ich - gleichmäßig über alle Phasen verteilt - max. 10kw an den Bock hängen.

Das sollte gehen, oder?
 
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  • #4
Ja, das sollte schon gehen. Nur, je Schukodose sind es max. 3,6kW die du ziehen kannst. Bei 5 kW je Außenleiter benötigst du 2 einzeln abgesicherte Schukosteckdosen je Außenleiter. Das alles gilt natürlich nur bei ohmschen Verbrauchern. Sonst bitte noch einmal umrechenen.

Gruß Fachmann
 
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  • #5
Mal eine andere Frage, P=U*I kenne ich das ist klar, aber was genau berechne ich mit P=1.73*U+I, das wurde unten geschrieben ich nehme an, das soll * und nicht + I sein, aber was rechnet man da mit dem 1,73?
 
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  • #7
danke
 
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  • #8
Hallo,

ich bin neu hier und habe diesen Thread gefunden, weil ich ein ähnliches Problem habe. Darum belebe ich die Uralt-Frage mal wieder.

Ich möchte gerne an einen 16A Anschluss (CEE Dose mit 3x16A abgesichert) ein Verlängerungskabel hängen und am Ende eine Verteilung auf 3x 230V anschliessen. Theoretisch wären das 3,6kW pro Aussenleiter.

Dazu habe ich eine Verständnissfrage:
Ist nicht der Nullleiter des Verlängerungskabels der begrenzende Faktor? Denn nach meinem Verständniss wird der ja dreifach belastet?! Also dann mit 10,8kW... oder ist das wegen der Phasenverschiebung nicht der Fall?

Gruß, Christian

PS: Die Verteilung ist für einen Bauernmarkt, ich weiß also noch nicht, was da für Verbraucher dran hängen werden. Wahrscheinlich Kühlungen, Friteusen, Waffeleisen usw.
 
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  • #9
zunächst mal wird es dabei keinen Nulleiter sondern Schutz und Neutralleiter geben.
Im Drehstromnetz ergibt sich ein Summenstrom im Neutralleiter von 0A

Ein Strom kann man nicht einfach über seinen Betrag addieren sondern muß auch seine Geometrischen Anteile beachten.

I1*e^j0° + I2*e^j120° + I3*e^j240° = 0A

Wird die Phasenverschiebung durch kapazitive oder induktive Lasten an den einzelnen Phasen geändert heben sich die Ströme nicht mehr gegenseitig auf und können zu Überlatung des Neutralleiters führen.

Auch Oberwellenströme verursacht durch Schaltnetzteile heben sich nicht unbedingt gegenseitig auf und können eine Überlastung des Neutralleiters erzeugen.
 
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  • #10
Ok, danke. Ich kenne mich mit den Berechnungen zum Drehstrom nicht so gut aus. Gibt's denn eine Maximal-Last, die man pro Phase nicht überschreiten sollte oder kann man da überhaupt nix pauschales zu sagen?

Wenn ich an alle drei Phasen gemeinsam 3,6kW hänge, kann ja der Neutralleiter nicht überlastet werden, dafür ist er ja ausgelegt.

Dann müsste mMn also irgendein Max-Wert zwischen 3,6 und 10,8kW die Grenze sein, wo es noch sicher ist, oder?

Gruß, Christian
 
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  • #11
Elektrofant schrieb:
Ok, danke. Ich kenne mich mit den Berechnungen zum Drehstrom nicht so gut aus.
Was heißt "nicht so gut"? Grundrechenarten und nötigenfalls Formel umstellen noch im Griff?

Gibt's denn eine Maximal-Last, die man pro Phase nicht überschreiten sollte oder kann man da überhaupt nix pauschales zu sagen?
Selbstverständlich gibt es eine Maximallast, dies ist die Rechnung unter idealen Bedingungen (entspr. der Standardformel) und war letztlich auch die Eingangsfrage. Ich gehe mal davon aus daß die ursächliche Fragestellung bzgl. 32 A und jetzt 16 A keine größeren Probleme aufwirft.

Wenn ich an alle drei Phasen gemeinsam 3,6kW hänge, kann ja der Neutralleiter nicht überlastet werden, dafür ist er ja ausgelegt.
Prinzipiell ja, da du die Aufteilung aber nicht definiert hast gilt bereits das von Octavian1977 geschriebene.

Dann müsste mMn also irgendein Max-Wert zwischen 3,6 und 10,8kW die Grenze sein, wo es noch sicher ist, oder?
s. o.

Gruß, Christian
PS: Ich gehe mal davon aus daß du kein Elektriker bist.
Also werden auch die ganzen Hinweise bzgl. Messung, Schutzmaßnahmen etc. (von denen ich nach 9 Stunden schon etliche erwartet hätte ;-) ) nicht allzuviel nützen.

Abhalten können wir dich von dem Vorhaben sicherlich nicht, zum Elektriker kann nur geraten werden, ein vorhandener FI mit Nennfehlerstrom maximal 30 mA ist als Minimum unumgänglich.
 
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  • #12
Danke leerbua. Ich hatte zwar auf eine einfachere Antwort gehofft, aber dann wird's eben der steinige Weg.

Ich bin kein Elektriker, da hast Du Recht. Ich habe schon viele Kabel verlegt und Steckdosen angeschlossen, Kreuz und Wechselschaltungen erstellt und auch schon Fehler gefunden und behoben, die eine Elektrofachkraft (auch die sind fehlbar) gemacht hatte. Also Übung ist vorhanden, aber eben nur im 230V Bereich. Und die Theorie fehlt mir halt. Die Schule ist doch schon ein bisschen lange her.

Ja, Grundrechenarten und Formel Umstellen kann ich. Ich präzisiere mein Probelm mit der Formel I1*e^j0° + I2*e^j120° + I3*e^j240° = 0A:
Was ist e und was ist j?

Außerdem weiß ich nicht, was kapazitive und induktive Lasten sind. Es sollen Kühlschränke, Heizgeräte (Waffeleisen, Wasserkocher, Fritteuse usw.) und Musikverstärker angeschlossen werden.

Normalerweise bin ich immer erst zufrieden, wenn ich so ein Problem gründlich verstanden habe, weil mich die Theorie interessiert, weil man damit einfach weiter kommt. In diesem Fall wäre mir aber mit einer einfach verständlichen Antwort mehr geholfen, weil das Fest, für das ich die Verteilung brauche...
heute stattfindet! :shock:
Weil ich noch viele andere Dinge vorzubereiten hatte, habe ich meine Frage hier gestellt, statt mir die Mühe zu machen, alles selbst auszukalmüstern.

Bezüglich der Sicherheitshinweise (die nicht gekommen sind :wink: ) möchte ich sagen, ich will da ja nichts haarsträubendes basteln. Das ist ein brandneuer Verteilerkasten, mit FI und sogar diesen neuen Brandschutzsicherungen, die erst nächstes Jahr Vorschrift werden... und das Kabel und die 400V auf 230V Verteilung sind auch nicht selbst gebastelt.
Edit: Der Drehstromanschluss ist allerdings nach dem FI mit 16A Neozeds abgesichert.
 
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  • #13
Elektrofant schrieb:
Danke leerbua. Ich hatte zwar auf eine einfachere Antwort gehofft,
na ja, wer will das nicht ;-)
aber dann wird's eben der steinige Weg.
was das auch immer bedeuten mag.

...
Also Übung ist vorhanden, aber eben nur im 230V Bereich.
Wo liegt der Unterschied? letztlich in min. 1 Ader (meist 2 Adern) mehr.

...
Außerdem weiß ich nicht, was kapazitive und induktive Lasten sind.
...
hier zum einlesen ;-) Quelle siehe url
https://www.lernhelfer.de/schuelerlexik ... staende-im

Normalerweise bin ich immer erst zufrieden, wenn ich so ein Problem gründlich verstanden habe, weil mich die Theorie interessiert, weil man damit einfach weiter kommt.
Finde ich eine sehr gute Einstellung

In diesem Fall wäre mir aber mit einer einfach verständlichen Antwort mehr geholfen, weil das Fest, für das ich die Verteilung brauche...
heute stattfindet! :shock:
...

Bezüglich der Sicherheitshinweise (die nicht gekommen sind :wink: ) möchte ich sagen, ich will da ja nichts haarsträubendes basteln. Das ist ein brandneuer Verteilerkasten, mit FI und sogar diesen neuen Brandschutzsicherungen, die erst nächstes Jahr Vorschrift werden... und das Kabel und die 400V auf 230V Verteilung sind auch nicht selbst gebastelt.
Edit: Der Drehstromanschluss ist allerdings nach dem FI mit 16A Neozeds abgesichert.
Wenn das alles "fertige" Komponenten sind, dann nimm es und lass mal gut sein wie es in 99,xy % gehandhabt wird.


--
Irritiert bin ich allerdings von Edit:
Sind die 16 A Neozeds nach dem Gebäude-FI zwischen CEE-Steckdose oder befinden sich diese in dem "brandneuen Verteilerkasten mit FI und Brandschutzsicherungen"?

Was m. E. erkennbar ist dass 2 FI (neudeutsch: RCD) als auch Sicherungen und Leitungsschutschalter jeweils kaskadiert sind, diese sind sicherlich nicht selektiv zueinander.

Hört sich aber schlimmer an als es ist. Es kann dir halt passieren dass im Fehlerfall letztlich nicht immer die erste (dem Fehler nächste) Schutzeinrichtung auslöst - es können auch mehrere hintereinander sein die gleichzeitig auslösen.
 
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