Bemessungsstrom FI

Diskutiere Bemessungsstrom FI im Grundlagen & Schaltungen der Elektroinstallation Forum im Bereich ELEKTRO-INSTALLATION & HAUSELEKTRIK; Hallo, Was sagt die Angabe 40 A auf dem FI genau aus? Das es Bemessungsstrom heißt weiß ich, aber wie is das zu verstehen? Wie viele...

  1. #1 DerStift, 11.03.2015
    DerStift

    DerStift

    Dabei seit:
    16.12.2012
    Beiträge:
    78
    Zustimmungen:
    0
    Hallo,

    Was sagt die Angabe 40 A auf dem FI genau aus? Das es Bemessungsstrom heißt weiß ich, aber wie is das zu verstehen?

    Wie viele Stromkreise kann ich eigentlich nach dem FI betreiben?

    Wenn ich mehrere Stromkreise habe die mit 16 Ampere abgesichert sind, wo auch mehrere Wasserkocher betrieben werden, wobei einer ca. 9 Ampere zieht, kann ich dann nur "4 Wasserkocher" betreiben?
     
  2. Anzeige

  3. sko

    sko

    Dabei seit:
    22.11.2010
    Beiträge:
    2.998
    Zustimmungen:
    150
    Entweder wird vor dem FI mit einer passenden Sicherung dafür gesorgt daß nicht mehr als 40A fließen können oder die Summe der nachgeschalteten Sicherungen ist kleiner als 40A.

    Ciao
    Stefan
     
  4. #3 DerStift, 11.03.2015
    DerStift

    DerStift

    Dabei seit:
    16.12.2012
    Beiträge:
    78
    Zustimmungen:
    0
    Das heißt für mein Beispiel?
     
  5. #4 kaffeeruler, 11.03.2015
    kaffeeruler

    kaffeeruler

    Dabei seit:
    01.01.2008
    Beiträge:
    3.275
    Zustimmungen:
    30
  6. Max60

    Max60

    Dabei seit:
    12.06.2008
    Beiträge:
    962
    Zustimmungen:
    0
    Bei Steckdosen weiß man nie, was angeschlossen wird. Sind die mit 16A vorgesichert, muss man davon ausgehen, dass da auch 16A an Strom zum fließen kommen.

    Also Zwei Stück 16A-Automaten pro Phase bei nem 4P 40A-FI.

    Um der Tatsache Rechnung zu tragen, dass quasi nie alle Stromkreise mit 40A belastet werden, kann man den FI auch einfach mit 40A vorsichern und dann beliebig viele Sicherungsautomaten dahinter klemmen.
     
  7. #6 DerStift, 11.03.2015
    DerStift

    DerStift

    Dabei seit:
    16.12.2012
    Beiträge:
    78
    Zustimmungen:
    0
    Okay, eins hätte ich noch

    35 Vorsicherungen, dann der FI 40A...Hätte ich doch Pro Phase sagen wir mal 8000 W, also 24 KW...Bis diese erstmal ausgelutscht sind, da muss man ja schon erstmal hinkommen oder? Dann kann ich (wie du sagtest) so viele B16 einbauen wie ich will, richtig?
     
  8. #7 werner_1, 11.03.2015
    werner_1

    werner_1 Moderator

    Dabei seit:
    24.11.2012
    Beiträge:
    13.028
    Zustimmungen:
    1.233
    Ja, das ist richtig.

    Ich sehe das so, dass selbst in einer normalen Wohnung - und davon sprechen wir hier in 90% der Fälle - (ohne DLE und E-Heizung) z.B. ein 40A FI mit 63A vorgesichert werden könnte. Es gibt schließlich noch einen GF (siehe auch den von "kaffeeruler" zitierten Artikel). Wann können in einer normalen Wohnung wohl mehr als 27kW zusammenkommen? Eine vernünftige Aufteilung vorausgesetzt.
     
  9. #8 DerStift, 11.03.2015
    DerStift

    DerStift

    Dabei seit:
    16.12.2012
    Beiträge:
    78
    Zustimmungen:
    0
    Also kann der FI auch mit 63 abgesichert werden? :eek: Is das net viel zu viel? Wegen dem Bemessungsstrom 40 A was immer auf dem RCD steht...
     
  10. #9 werner_1, 11.03.2015
    werner_1

    werner_1 Moderator

    Dabei seit:
    24.11.2012
    Beiträge:
    13.028
    Zustimmungen:
    1.233
    Natürlich nicht in einem Gewerbebetrieb oder einem Haushalt mit 3 Küchen oder einem DLE dahinter oder ...

    Hier kommt sicher gleich noch Protest! :oops:

    PS: Niemand sichert einen Lichtschalter (üblicherweise für 10A zugelassen) mit 10A ab.
     
  11. #10 DerStift, 11.03.2015
    DerStift

    DerStift

    Dabei seit:
    16.12.2012
    Beiträge:
    78
    Zustimmungen:
    0
    Na dann ^^, trotzdem danke ich dir! Schon gewundert wieso wir denn so viele Automaten haben, jetzt weiß ichs ^^
     
  12. karo28

    karo28

    Dabei seit:
    25.07.2013
    Beiträge:
    3.040
    Zustimmungen:
    499
    Was heisst schon Protest, wenn man für den FI eine Vorsicherung vorsieht, sollte man sie auch richtig dimensionieren. Ansonsten ist eine 63A Vorsicherung vor einen 40A RCD irgendwie zwecklos...
    Die Variante, an einem RCD nur soviel LSS nachzuschalten, wie durch den Bemessungsstrom zulässig, ist eigentlich aus Kostengründen (und in Hinblick aus die Summe der Ableitströme) nicht gerade schlecht...

    Die Variante Steckdosen-/Lichtstromkreise getrennt, Steckdosen über RCD/LSS 16A mit 2,5mm² und Licht über LSS 10A mit 1,5mm²
    habe ich sicher schon mal irgendwo gesehen.
     
  13. T.Paul

    T.Paul Moderator

    Dabei seit:
    13.01.2011
    Beiträge:
    11.860
    Zustimmungen:
    231
    Ich denke, man kann sorglos davon ausgehen, dass im Wohnzimmer der Mietwohnung eher nie mehr als 2.300W an den Leuchtenauslass angeschlossen werden ...

    Völlig daneben ist es aber, die normalen Lichtschalter zum schalten der Außensteckdose zu verwenden ...
     
  14. #13 elektroblitzer, 11.03.2015
    elektroblitzer

    elektroblitzer

    Dabei seit:
    12.07.2007
    Beiträge:
    4.416
    Zustimmungen:
    77
    Wollen wir die naicht besser trennen nach VDE 0100-430 i.V.m. DIN 18015, statt schalten??
     
  15. #14 werner_1, 11.03.2015
    werner_1

    werner_1 Moderator

    Dabei seit:
    24.11.2012
    Beiträge:
    13.028
    Zustimmungen:
    1.233
    63A hat z.B. bei uns der SLS gem. TAB als Zählervorsicherung.

    ... und nicht mehr als 27kW über einen 40A FI gezogen werden. :wink:

    Lichtschalter werden aber nicht nur im Wohnzimmer einer Mietwohnung eingesetzt.
     
  16. T.Paul

    T.Paul Moderator

    Dabei seit:
    13.01.2011
    Beiträge:
    11.860
    Zustimmungen:
    231
    Solange ich Anlagen auffinde, auf denen am L1 die Hälfte des Kochfeldes, der autarke Backofen, ein Haushaltsgerät wie WM/GSP und min. ein Wohn-/Schlafraum von gewissen Betrieben angeschlossen wird, würde ich aber die Überschreitung von 40A auf einem Außenleiter nicht ausschließen ...
     
  17. #16 werner_1, 12.03.2015
    werner_1

    werner_1 Moderator

    Dabei seit:
    24.11.2012
    Beiträge:
    13.028
    Zustimmungen:
    1.233
    Dann ist das aber ein grober Fehler der Installation (entgegen den TAB); genau so, als wenn ich eine 1,5er Leitung mit 25A absichere oder einen 25A FI vor einen 24kW DLE montiere oder oder ....
     
  18. T.Paul

    T.Paul Moderator

    Dabei seit:
    13.01.2011
    Beiträge:
    11.860
    Zustimmungen:
    231
    Klar, aber die Nutzung der Stromkreise ist eben nur begrenzt vorhersehbar ...

    Du installierst einen Drehstromkreis zum e-Herd und der Küchenbauer schließt sein 2-Phasen-Kochfeld an welche Außenleiter an?

    Du gehst von mehr Leistung im WZ aus, die Playstation samt großem Flatscreen hängt aber letztendlich dann im SZ ...

    Der so schwach geschätzte Leistungsbedarf des halben Arbeitszimmers wird mit der Geburt des Babys und dem "notwendigen" Quarzstrahler über der Wickelkommode zum Großverbraucher ...

    Das Catering für die Gäste findet mit Indoorgrill und Crepes-Platte auf einmal in der Essdiele statt ...

    Wie bemisst man eine Wohnung richtig, ohne die Nutzer zu kennen? ... Man muss raten! Und wer nicht gut genug raten kann, oder sicher gehen will - der begrenzt den Strom nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch!
     
  19. s-p-s

    s-p-s

    Dabei seit:
    23.08.2007
    Beiträge:
    3.928
    Zustimmungen:
    141
  20. H&O

    H&O

    Dabei seit:
    16.11.2013
    Beiträge:
    386
    Zustimmungen:
    2
    @ s-p-s Hallo und guten Abend!

    Gerade habe ich mal deinen Link zu den Eaton-FI`s aufgerufen und bin erstaunt, dass z.B: ein FI 40/4/003 bei einem Bemessungsstrom In=40A gegen Überlast tatsächlich nur mit 25A vorgesichert werden soll. Dieses "ungewöhnliche" Verhältnis 40/25A habe ich bisher bei anderen Herstellern (ABB, Siemens) nicht gefunden. Dort heißt es immer, die Belastungsströme dürfen in Summe den Bemessungsstrom nicht überschreiten, also 40/40A. Könnte die Angabe in dem Link u.U. damit zusammenhängen, dass FI´s in Österreich gemäß dem LLS-Maximal-Abschaltstrom Inx1,45=36,25A zu bemessen sind, während in DE der jeweilige Bemessungsstromstrom In als zulässige Belastungsgrenze für den FI tolleriert wird.

    Gruß H&O
    Gruß H&O
     
  21. s-p-s

    s-p-s

    Dabei seit:
    23.08.2007
    Beiträge:
    3.928
    Zustimmungen:
    141
    Der große Prüfstrom gilt auch in Deutschland
     
Thema:

Bemessungsstrom FI

Die Seite wird geladen...

Bemessungsstrom FI - Ähnliche Themen

  1. DDR Standbohrmaschine löst FI aus.

    DDR Standbohrmaschine löst FI aus.: Hallo liebes Forum, habe mir für meine Werkstatt eine alte DDR Standbohrmaschine zugelegt. Voller Vorfreude wollte ich sie nun in die 400V 16A...
  2. Fi und sicherging haut es raus

    Fi und sicherging haut es raus: Hallo, Ich hab alle Geräte ausgeschaltet ausgesteckt Lampen abgehängt, und immer noch haut es alles die Sicherung im Bad raus..plus fi
  3. FI auslöser

    FI auslöser: Hallo ich hab mal ne frage. Ich habe in der Wohnung ein TNCS System habe den PEN aufgetrennt vor dem Zähler. Jetzt wollte ich mal fragen. Muss der...
  4. Fi-Schalter in Reihe schalten ?

    Fi-Schalter in Reihe schalten ?: Hallo Mitglieder des Elektroforums, kurz zu meiner Person und Situation. Ich bin 22, habe rudimentäre Elektrokenntnisse und wohne in einem...
  5. FI löst aus bei Stromausfall seitens Energieversorger

    FI löst aus bei Stromausfall seitens Energieversorger: Hallo liebe 50Hz-Freunde, bei uns ist heute Morgen der Strom zweimal kurz hintereinander ausgefallen, die halbe Siedlung war ohne Strom. Als der...
  1. Diese Seite verwendet Cookies um Inhalte zu personalisieren. Außerdem werden auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Mit dem weiteren Aufenthalt akzeptierst du diesen Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden