Des Schweissstromes seltsame Wege

Diskutiere Des Schweissstromes seltsame Wege im Grundlagen & Schaltungen der Elektroinstallation Forum im Bereich ELEKTRO-INSTALLATION & HAUSELEKTRIK; Hallo, wie begründet sich eigentlich technisch ,das bei E-Schweissen mit " lockerer Erde" Probleme mit Überlastungen an Schutzleitern und...

  1. edi

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    Hallo,

    wie begründet sich eigentlich technisch ,das bei E-Schweissen mit " lockerer Erde" Probleme mit Überlastungen an Schutzleitern und Potentalausgleichsleitern entstehen?

    Die Antwort : "Na weil der Schweissstrom dann über den Potentialausgelichsleiter fliesst" befriedigt mich nicht....Warum fliesst er denn dort lang.....
     
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  3. #2 Matze001, 29.06.2010
    Matze001

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    Hallo,

    ich weis es nicht aus der Praxis, aber mein Gedankenspiel:

    Die "Erde" beim Schweißen ist geerdet (Also mit dem PE/PEN verbunden).

    Nun hast du die "Erde" an deinem Objekt, der Strom fließt über die "Erde" zurück, ein kleiner Teil über den Hochomigeren Weg des PE/PEN.

    Jetzt ist die "Erde" locker, der Widerstand entsprechend Höher. Ein kleiner Teil des Stromes fließt nur noch über diese hochomige Verbindung, der Rest über den niederomigeren Weg des PE/PEN.

    MfG

    Marcel
     
  4. Mücke

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    Da ist doch aber ein Trafo im Schweissgerät ,somit ist die Schweissspannung Galvanisch vom Netz getrennt wie soll die dann über Erde,PE,PEN oder sonst etwas zurück fliesen.
    Der Stromkreis zum Schweissen kann doch nur geschlossen werden wenn beide Pole des Trafos angeschlossen sind.

    Wenn das Werkstück mit Masse vom Schweissgerät und PE verbunden ist und man seine Elektrode dann an ein anderes mit PE verbundenes Teil hält dann würde ein Strom über PE fliessen.
    Könnte in der Praxis sogar vorkommen ,wenn grössere Metal Konstruktionen gemacht werden und der Schweisser kein Bock hat die Masse umzusetzen oder die Masse irgend wo Zentral anschliest und dann an mehreren Punkten schweist.
    Masse vom Schweissgerät auf eine Potischiene und die drei Schweisstische die natürlich geerdet sind alle synchron bearbeitet.
    Die Schutzleiter der Tische laufen natürlich nicht direkt zu der Potischiene ,sondern er zieht seinen Schweisstrom durchs ganze Gebäude.

    Oder hab ich jetzt was übersehen ,könnte ja bei der Hitze mal vorkommen.
     
  5. #4 79616363, 29.06.2010
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    Hallo Mücke,

    anscheinend schwächt die Hitze das Gehirn, ich merk's auch.
    Ich hab auch keine definitive Meinung zum geschilderten Effekt, was mir aber einfällt ist Induktion. Die Flanken sind steil und das Trafoverhältnis hoch. Das könnte brettern. Wissen tu ich nichts, aber das könnte sogar Fremdschäden verursachen, die nicht im alternativen Ableitweg sind.

    Viele Grüsse,

    (Uli) - Der grad am Kochen ist - Nein, keine Kartoffelsuppe mit Saiten :lol:
     
  6. #5 kaffeeruler, 30.06.2010
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    Erklären, tja.. ich kann dir sagen wie es ausschaut und riecht :D habe letztes Jahr 4 Anlagen verloren dadurch.

    bei den älteren Geräten ist der Massepkt an den Buchsen nochmals über Kondensatoren gegen Erde geschaltet. Wenn du vorn dann die Masse net anklemmst weisste ja wohin die Reise geht.

    Bei uns ist es z.B mal so gewesen:

    Werkstück im Kran eingehangen, Masse net dran, Schweißer legt los.
    Strom vom Gerät aufs Werkstück, über die Krankette durch den Kran / Kranbahn zurück durch HVT zum Gerät...

    ja knusprig war der PE und das Gerät... Das geht aber auch schon mit nackten Beton und bissel Metallstaub auf dem Boden, qualmt nur noch mehr und glitzert schön :shock:

    ich habe aber auch schon mal gesehen das sich 2 Geräte eine masse teilten und sie liefen recht lang damit

    Deshalb werden bei vielen Geräten bei der Prüfung die Buchsen getrennt bei den messungen bzw. Sec / prim seite.. Sonst kann es z.B die inverter zerbröseln. da hat aber jeder Hersteller seine eigenen Vorschriften für die Messungen
     
  7. #6 degenkai, 30.06.2010
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    Hi, da ich mich damit nicht auskenne: Tritt dieser Effekt nur bei Inverter-Geräten auf oder auch bei den älteren Schweißtrafos ?

    Ist der Ausgang wirklich potentialfrei ?
    (Habe hier an nem alten Trafoschweisgerät mal gemessen, Masse des Ausgangs hat keinen Durchgang zu PE...)
    Wie ist das bei den Invertern ?

    Sollte bei manchen Geräten Masse des Schweißgeräts auf PE Potential liegen wäre das mit den Strömen natürlich zu erklären :) Aber das wäre wohl zu einfach...

    Gruß Kai
     
  8. edi

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  9. #8 degenkai, 30.06.2010
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    In dem Dokument meine ich herauslesen zu können, dass die Schweißstromquelle also sekundärseitig potentialfrei sein sollte.

    Die "lockere" Erde ist also an und für sich erstmal kein Problem. Wenn man die garnicht ans Werkstück anschliesst dann wird auch nichts passieren wenn man mit der Stabelektrode ans Werkstück geht.

    Bei den gezeigten Beispielen wird dann schnell klar wo das Problem dann liegt. Ist die "Erde" der Schweißstromquelle noch an einem anderen Werkstück angeschlossen das eben einen Schutzleiteranschluss hat und wo anderst geschweißt besteht eine niederohmige Verbindung über den Schutzleiter. Klar, dass macht Probleme.

    Oder eben wenn man die Stabelektrode aufs Gehäuse des Schweigeräts legt, welches einen Schutzleiteranschluss hat.

    Hat also alles nichts mit irgendwelchen induktiven oder kapazitiven Effekten aufgrund von neuartigen Schweißgeräten mit Schaltnetzteil zu tun, sondern nur das gute alte ohmsche Gesetz :D

    Hier auch noch Infos: http://www.bgbau-medien.de/site/asp/dms ... z101/3.htm

    Der Schweißstromkreis soll eigentlich nicht geerdet sein. Manchmal muss es aber wohl sein oder kommt unbeabsichtigt vor, zB. wenn auf einem Stahltisch geschweißt wird und dort ein Schutzklasse 1 Gerät liegt. Schon ist der Schweißstromkreis geerdet.
    Aus versehen die Stabelektrode auf nen andern Tisch gelegt auf dem auch ne Bohrmaschine liegt und schon fließt der "Schweißstrom" über die Schutzleiter.


    Gruß Kai
     
  10. sepp_s

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    degenkai meint

    Aus versehen die Stabelektrode auf nen andern Tisch gelegt auf dem auch ne Bohrmaschine liegt und schon fließt der "Schweißstrom" über die Schutzleiter.

    Hallo es gibt kaum noch neue Bohrmaschinen /Winkelschleifer mit 3 poligen Kabel also Schutzleiter, aber an sich richtig wen Geräte einen Schutzleiteranschluss haben.
    mfg sepp
     
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  12. Milka

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    Die MIG-Schweißgeräte bei uns sind sekundärseitig geerdet... Wären sie Potenzialfrei wäre der PE-Leiter sicher.

    Was bei uns manchmal vorkommt:
    Zwei Schweißgeräte stehen nebeneinander. Der Schweißer nutzt Schweißgerät #1 aber aus versehen mit der Masseelektrode von Schweißgerät #2. Schon hat man 200A auf dem PE. Kurzzeitig... :)

    Milka
     
  13. #11 kaffeeruler, 02.07.2010
    kaffeeruler

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    das hatten wir auch mal, dadurch das wir die Massepkt alle auf einen Knotenpkt führen nahe den Geräten hat der Schweißer nur 1 Kabel als Masse zum Werkstück.. Und wir ein probl. weniger ;)
     
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