Dimensionierung Verteilerkasten

Diskutiere Dimensionierung Verteilerkasten im Installation von Leitungen und Betriebsmitteln Forum im Bereich ELEKTRO-INSTALLATION & HAUSELEKTRIK; Hallo! Derzeit bauen wir ein Haus und stehen hinsichtlich der Dimensionierung des Verteilerkastens vor einem Problem. Uns wurde ein Kasten in...

  1. #1 dwilmsma, 22.01.2007
    dwilmsma

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    Hallo!

    Derzeit bauen wir ein Haus und stehen hinsichtlich der Dimensionierung des Verteilerkastens vor einem Problem. Uns wurde ein Kasten in der Größe 140cm x 135cm x 22cm ausdem Hause Hager angeboten. Wir finden (wie auch Bekannte) dies ein wenig überdimensioniert. Im Verteilerkasten soll folgendes untergebracht werden:

    3 FI-Schalter
    21 LS-Schalter
    2 Zählerfelder (Wg. Wärmepumpe)
    1 Umschaltfeld
    3 Patchfelder

    und eventuell

    Möglichkeit der Unterbringung NTBA, Telefonanlage, DSL-Modem.

    Der o.g. Zählerschrank ist für 4 Zählerfelder ausgelegt. Kennt jemand einen (kosten)günstigere Alternative?

    Vielen Dank für Eure Antworten

    dwilmsma
     
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  3. Marcel

    Marcel

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    Ja, also ich würde auch nur einen nehmen, mit 2 Zählerfeldern, aber ich habe lieber immer mehr Platz als zu wenig.
    Gerade wenn da noch die Telefonanlage und DSL und so rein soll, was ich persönlich definitiv nicht machen würde.
    Aber wenn die Kiste ausreichend Platz bietet und ihr den Platz habt, würde ich schon nen größeren als benötigt nehmen. Ist immer sinnvoller, wenn Ihr später nochmal Erweiterungen vornehmen wollt.

    Und niemals dieses ganze DSL udn Telefonzeugs unterschätzen. Da kommen unter Umständen jede Menge Geräte zusammen. Im Regelfall: Splitter; NTBA; Modem, Router, evtl. Switch, Patch-Panels, Telefonverteiler, evtl. TK-Anlage.

    Aber frag nochmal Deinen Strippenmeister, ob er das wirklich alles in den Verteilerschrank einbauen will ?
     
  4. OEmer

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    Die Daten passen nicht so recht zu den Schränken von Hager. Davon abgesehen wäre das in etwa der größte von Hager angebotene Zählerschrank... Da ist jemandem wohl ein Fehler unterlaufen, ich würde das nochmal klären.
    Dabei am besten noch klären, was für und wie viele Felder verwendet werden sollen, dann können wir auch genaueres dazu sagen :)

    Hier gibts die Daten zu den schränken unter:
    Verteiler-Systeme/univers Z/
    http://www.hager.de/e-katalog/

    Der Hager-Schrank, der diesen Maßen ähnelt, ist für 10 Zähler ausgelegt, wenn ich mich nicht irre ;)
    4 Felder kann aber durchaus ok sein. jeweils ein Feld pro Zähler, dazu noch ein Feld mit Hutschienen für die Reiheneinbaugeräte (Sicherungen usw) und ein Telekommunikationsfeld.

    Hager ist nicht billig, aber dafür Qualitativ hochwertig und durchdacht. Grade Zählerschränke kosten einiges (sieht man auch oben im Hager-Katalog)
    Ich würde da auch nicht sparen, immerhin soll der Schrank einige Jahrzehnte halten...
     
  5. #4 dwilmsma, 22.01.2007
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    hmmm ... der installateur meinte wohl den hagerschrank "ZP45W"

    ich frage mich nur, ob es eine bessere Lösung gibt ...

    rein muss in jedem fall 3FI, 21LS zwei Zähler und nen "Tarifsteller" für den Wärmepumpentarif

    schön wäre es, wenn die LAN (Patchfelder, 16), NTBA, DSL-Modem und TK-Anlage in den Kasten Platz fänden. Gerne bin ich für andere Vorschläge offen. Kann man sowas auch in einem 19 Zoll-Schrank unterbingen?
     
  6. #5 baum-max, 22.01.2007
    baum-max

    baum-max

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    Hallo,

    19" ist dafür bestens geeignet, da sämtliche Netwerkhardware in 19" Gehäusen verfügbar ist, genauso wie manche Telefonanlagen.

    grtz
    BM
     
  7. 413xx

    413xx

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    Stimmt. 19"-Schränke sind ideal, auch wenn man dann einzelne Desktop-Geräte auf einer Rackablage unterbringt, weil das Pendant im 19"-Format das vierfache kostet.
    Außerdem benötigen einige Geräte am Ende mehr Tiefe als so ein Zähler-/Verteilerschrank hergibt.

    Ich bin ein großer Fan grundsätzlicher räumlicher Trennung zwischen Anschlussbereichen für Stromversorgungs- und Kommunikationszwecke.
    Und damit meine ich nicht irgendwelche Kunststoffabdeckungen von Schaltschrankfeldern, sondern definitive Abschottung.

    Zum einen sind Wechselwirkungen und gegenseitige Beeinflussung nie ganz auszuschließen, zum anderen ist es auch eine Frage der Sicherheit.

    Berührungspunkte/Schnittstellen (Überspannungsschutz, Potentialausgleich, Ethernet über Stromnetz) gibt es natürlich. Aber die sind klar, definiert und sollten nicht der Grund sein, alles hinter die selbe Tür zu packen.

    Ein separater Netzwerkkasten/schrank zahlt sich später bei Folgearbeiten und Änderungen aus und verhindert u.U. sogar größere Schäden bei kleinen Unachtsamkeiten, weil z.B. ein wegrutschendes Netzwerkkabel nicht zufällig unter der Verkleidung durch an Drehstrom kommt....

    Einfach mal überlegen, wie sich bei größeren Lasten in der Verteilung (und daraus resultierenden elektrischen Feldern) diese auf ein komplexes Datensignal auswirken. Nicht nur im LAN, sondern auch auf den WAN-Anschluss. Die Bandbreite von xDSL, vor allem ADSL2+ und VDSL wird z.B. erst durch die Kombination mehrerer dutzend Frequenzbereiche erreicht, für die Einstreuungen nicht gerade förderlich sind.
    Man kann viele "seltsame Erscheinungen" und Probleme im Voraus ausschließen, wenn man das trennt.


    Zur Platzfrage in der Verteilung:
    Denk dran, dass immer noch etwas dazukommt.
    Allein ein Blitz- und Überspannungsschutz frißt schnell eine ganze Reihe.
    Evtl. kommt ja auch, sobald etwas Geld nachgewachsen ist, noch das eine oder andere zentrale Steuerungssystem dazu.
    Bei einem EFH sind jedenfalls zwei, drei Reihen Reserve mittel- und langfristig gut angelegtes Geld.

    Ein Verteilerschrank mit dem Format einer Einliegerwohnung muss sicher nicht sein, aber spar nicht am falschen Ende. Es rächt sich sonst bald.
     
  8. OEmer

    OEmer

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    Wie gesagt, da passen 10 Zähler rein... Ich kann mir nicht vorstellen, das er wirklich diesen gemeint hat, Da der doch sehr groß ist.

    Mal als Beispiel: In diesem könntest du 4 Zähler, Reiheneinbaugeräte mit 192 Platzeinheiten (Die von dir genannten FIs und LSS brauchen grade mal 33) und ein Telekommunikationsfeld unterbringen... das kann eigentlich nur ein Fehler sein.

    Außer, du hast noch großes vor... z.B. Photovoltaik und dein komplettes Haus automatisieren, dann bekämst du auch diesen Schrank irgendwie voll... ;)
     
  9. ego1

    ego1

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    Um eine aussage treffen zu können, muß bekannt sein ob euer VNB Huckepack Tarifschaltgeräte montiert oder nicht. Des weiteren werden wohl 2 getrennte verteilerfelder nötig, da zwischen dem Wärmepumpen verteiler feld und dem des Restes eine Trennung erfogen muß!
    Lass dir doch von deinem Elektromeister den aufbau des Schrankes erklären, und ob und warum er welche Reserve eingeplant hat!
     
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