Eigenbau Powerbank

Diskutiere Eigenbau Powerbank im Photovoltaik- / Windkraft-Forum Forum im Bereich DIVERSES; Hallo Zusammen, auch wenn das der Bereich für Windkraft und Solar ist, ist meine Frage denke ich hier am ehesten richtig platziert, da hier...

  1. Che

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    Hallo Zusammen,

    auch wenn das der Bereich für Windkraft und Solar ist, ist meine Frage denke ich hier am ehesten richtig platziert, da hier ständig mit Akkus hantiert wird.
    Da es mittlerweile so gut wie keine Wechselakkus für Laptops mehr gibt und Powerbanks, die 200W mit 20V á 10A liefern können schweine teuer sind, bzw. den Umweg über einen Wechselrichter nehmen, kam ich auf die Idee das Ding einfach selber zu bauen.

    Der Plan:
    Eine AGM Batterie,
    einen Step-Up 12V -> 20V
    und einen Laderegler in ein passendes Gehäuse bauen (natürlich mit ausreichender Kühlung) und "fertig" ist die Powerbank marke Eigenbau.

    So der Grundgedanke. Nun habe ich mal herum gerechnet. Mein Laptopladegerät liefert 20V á 10A (200W) und da die Hardware nicht ohne ist, wird sie sicher auch 180W davon benötigen aber sicherheitshalber würde ich die Leistung liefern wollen, die auch das Netzteil liefert.

    Mit einer AGM Batterie, mit sagen wir 120Ah und einem Step-Up inklusive Verluste und Sicherheit vor Tiefenentladung des Ganzen, würde ich damit meinen Arbeitsplatz auch in Wald und Wiese mit zusätzlichen ~4,7h betreiben können. (Für Verluste und Sicherheit habe ich das Ganze mal 0.65 gerechnet, ich hoffe das kommt hin).

    Die ungefähre Rechnung
    . Schreit bitte dazwischen, wenn ich falsch liege:
    12V mit 120Ah <=> 20V mit 72Ah
    Das wären also bei 20V und 10A dann 7.2h und mit einer Sicherheit/Verlust von 35%
    käme ich dann auf 4.86h,
    genug um meine Laptop Lebensdauer auf ca. 9h anzuheben und auch einen ganzen Tag abseits vom Büro arbeiten zu können.

    Leider ist Onkel Google mittlerweile zu einem lästigen primitiven Basarschreier geworden, der lieber Angebote für Vollidio*** ausspuckt, anstatt Informationen zu liefen. Ich konnte bei keiner Batterie feststellen, wie viel Ampère man da maximal raus ziehen kann. (gibt man max output oder ähnliches an, kommt als Ergebnis immer Ah, völliger Schwachsinn :mad:)
    Für den Step-Up müssten dann ja am Eingang mindestens 12V und 16.66A anliegen, wenn er einen absolut perfekten Wirkungsgrad hätte, damit ich am anderen Ende 20V mit 10A erhalte. Natürlich gibt es immer Verluste und deshalb schätze ich mal eher mit ~23A, die aus der AGM Batterie entnommen werden müssen.

    Was liefern denn die AGM Batterien so im Schnitt? Sind 23A realistisch für einen Dauerbetrieb, oder sind das für die Batterie sogar Kinkerlitzchen?

    Habe ich sonst vielleicht irgendeinen Denkfehler in meinem Plan? Ich würde natürlich gerne vermeiden, dass mir mein Koffer nachher in Flammen aufgeht oder mir der Laptop abraucht xD

    Vielen Dank schon mal im Vorraus!
    LG,
    Patrik
     
  2. #2 Pumukel, 04.06.2021
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    Für Laptops gibt es auch KFZ - Netzteile . Die sind fix und fertig . Und den Laptop der 200 W benötigt zeigst du mir mal .
     
  3. #3 Octavian1977, 04.06.2021
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    Octavian1977 Moderator

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    Maximale Ströme sind aus den Datenblättern der Hersteller zu entnehmen.
     
  4. patois

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    Nu ja, wenn du unbedingt deinen Laptop "schrotten" willst, dann bastle mal schön weiter . . .
     
  5. #5 Che, 04.06.2021
    Zuletzt bearbeitet: 04.06.2021
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    Das ist ein "Gaming" Laptop. Der hat eine ordentliche Nvidia Karte drin, ein 17.3" IPS Panel mit 144Hz und naja, der Braucht halt den "Saft" xD
    Und ich brauche zum Arbeiten ein schönes großes Display mit Farbechtheit und genug Kapazitäten und Rechenleistung, um viel zu virtualisieren und gleichzeitig auch den Designs gerecht zu werden, sonst ist die Fullstack Webentwicklung halt ziemlich Mähh..
    In den Specs steht, dass er mit der kleineren Grafikkarte 150W aus seinem eigenen Akku frisst. Aber der eigene Akku will ja auch geladen werden, wenn ich über den Netzteileingang gehe, schätze ich mal und da sind die 200W aus dem Netzteil sicher nicht um sonst so hoch angesetzt.
    Lieber wäre mir sogar ein 20"-aufwärts Display aber bei 17.3" ist bei Laptops irgendwie Feierabend und die gibt es meistens nur als Gaming-Variante.

    Das mit dem KFZ Netzteil ist natürlich eine nette Abkürzung. Ist halt nur immer noch die Frage, ob ich da Problemlos die 200W mit aus der Batterie raus leiern kann ^^

    Ja, wenn die denn mal eins mitliefern, bei den ganzen Zwischenhändlern, mit denen man zugespamt wird. Danach zu suchen ist ein ziemlicher Graus. Darum wäre eine grobe Einschätzung, ob das überhaupt realistisch ist oder vielleicht sogar durchschnittlich normal, ganz nett. Wenn es dann ans Bestellen geht, würde ich es natülich noch einmal genau nachschlagen.
    Ich dachte, wenn sich jemand auskennt und einen Überblick hat, dann finde ich ihn hier.
    Für mich ist die Akkuwelt halt noch ziemliches Neuland. Bisher hatte ich nur Startbatterien im Auto und die waren schon drin und haben die Lebensdauer der Fahrzeuge um einiges überdauert, weshalb ich noch nie selber einen kaufen musste xD Aber eine Startbatterie ist ja sowieso nicht dafür ausgelegt dauerhaft viel Leistung abzugeben und sollte, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, auch nicht unter 50% entladen werden.

    @patois Warum gleich so pessimistisch? Wenn ich doch sicher das an den Laptop gebe, was sonst aus dem Netzteil kommt, sollte das doch eigentlich kein Problem sein? Ich baue hier schließlich kein Hexenwerk zusammen und wenn ich keinen Prusch bestelle, sondern Teile wähle die Sicherheitsvorkehrungen mitbringen, sollte das ja kein Akt sein. Und prüfen kann man es immer, bevor man es in den Laptop steckt.
    Oder wieso glaubst du, dass es meinen Laptop zugrunde richten wird?
     
  6. #6 Pumukel, 04.06.2021
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    So dann mal zum Nachdenken 200W :20 V = 10 A und das Netzteil zieht aus dem Akku 200W :12V = 17 A
    So und wenn dein 120 Ah Akku mit 20 A entladen wird ergibt das eine Entladezeit von 120 A*h: 20 A = 6 h . und wenn du die Verluste und den steigenden Innenwiderstand des Akkus mit berücksichtigst landen wir dann bei rund 5 h .
     
  7. #7 werner_1, 04.06.2021
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    Der TE hat schon in #1 - 4,86 h errechnet.;)
     
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  8. patois

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    Nachdem gestern hier im Städtle wieder so eine Hybrid-Kutsche (65000 €uro) total ausgebrannt ist,
    bestärkt mich dieses Geschehen nochmals in meinem Vorhaben vor dem Selbstbau einer Powerbank dringend zu warnen !
     
  9. #9 Che, 05.06.2021
    Zuletzt bearbeitet: 05.06.2021
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    Deine Sorgen sind generell nicht unbegründet. Du hast aber schon gelesen, dass ich eine AGM Batterie verwenden will und keinen Li-Ionen Akku - die so schön im Wasser brennen - nehmen möchte? Und auch, dass ich den Akku nicht selber baue, sondern einen fertigen nehme und ihn mit einem geeigneten Laderegler laden will? Und ich habe natürlich auch vor passende Sicherungen zu verbauen und einen entsprechenden Querschnitt für alle Leitungen zu wählen, da gehen schließlich einige Ampère über die Bühne.
    Und da ich das Ganze in ein Case verpacken will, ist eine aktive Kühlung natürlich auch ein Muss, das hatte ich ja bereits geschrieben.

    Zurück zum Plan:
    Ich habe eben allerdings gelesen, dass meine Rechnung möglicherweise gar nicht auf geht, da man die AGMs, je nach Typ, auch nur bis maximal 80% entladen sollte und dass sich mit zunehmendem Strom, den man entnimmt, die Kapazität drastisch reduziert :eek:
    Da ist wohl meistens die Rede von 5A als "Richtwert" für die angegebene Kapazität. ~20A sind da doch etwas arg drüber :rolleyes:
    Oder ich nehme gleich 4 Stück parallel xD ... nein, das ist erstens zu schwer und zu sperrig und zweitens wahrscheinlich nicht mehr optimal zum Laden/Entladen. Und patois Brandbedenken, sind dann auch sehr wohl angebracht.
     
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  10. #10 Pumukel, 05.06.2021
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    Ich kann dir nur einen Rat geben . Achte bei der Wahl des Akkus auf die Zyklenfestigkeit. Normale KFZ-Akkus sind nicht für hohe Zyklen ausgelegt sondern eher für häufige Teilentladezyklen .
     
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  11. #11 patois, 05.06.2021
    Zuletzt bearbeitet: 05.06.2021
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    Tut mir leid; das muss ich überlesen haben.
     
  12. bigdie

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    Um die Zusammenhänge bei Blei akkus mal genauer aufzuschlüsseln.
    Hinter den Ah steht im Datenblatt noch ein C-Wert.
    Hast du z.B. einen 100Ah Akku, dann steht da bei einem seriösen Anbieter meist C20 dahinter evtl. sogar C10. Bei einem weniger seriösen Hersteller steht groß 100Ah auf dem Akku und ganz klein irgendwo C100.
    C100 bedeutet der hat die 100 Ah wenn du ihn 100 Stunden lang mit 1 A entlädst. Falls es ein Datenblatt gibt, steht da dann evtl auch noch der C20 und der C10 und evtl sogar der C1 Wert drin.
    So übern Daumen gepeilt hat ein 100Ah akku C100 nur noch 70-80 Ah C20 und 60 Ah C10
    60Ah C10 bedeutet dann also 10 Stunden 6 A.
    gehen wir mal von einem seriösen Händler aus. bei dir also 120Ah C20. dann bedeutet das der Akku kann 20h lang 6A liefern und erreicht dann die Entladeschlussspannung. Du brauchst aber evtl 16A und nicht 6 A. Dadurch steigen die Verluste im Akku und bei gleichem Innenwiderstand fällt außerdem die klemmspannung schneller auf die Entladeschlussspannung Du wirst also dem Akku geschätzt nicht mehr als 90-100 Ah entnehmen können. Das gilt auch nur für die optimalen Bedingungen, also neuer Akku bei einer Temperatur von 15-25°C
    Anders sieht das z.B. mit Lithium Akkus aus. Diese haben den Effekt auch aber um Klassen niedriger, weil der Innenwiderstand viel niedriger ist. Damit kommt man dann aber auch in eine ganz andere Preiskategorie
    Relativ preisgünstig wären da evtl noch Werkzeugakkus. Wobei man da auch nicht von preisgünstig reden kann, aber evtl hat man die ja schon z.B. 18V von Bosch oder Makita oder man hat ein E-Bike und kann den Akku missbrauchen. Besser ist aber allemal man kauft sich einen Laptop, der sich auch mit weniger Strom zufrieden gibt:D
     
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  13. patois

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    Man sollte nicht alle Vorschläge, die einem in diesem Forum unterbreitet werden, befolgen . . . ;)
     
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