Einphasenmotor brummt nur

Diskutiere Einphasenmotor brummt nur im Haustechnik Forum im Bereich DIVERSES; Moin ! Ich habe ein Problem, bei dem mir hier hoffentlich geholfen werden kann. Meine Eltern haben einen Hochdruckreiniger von Alto/KEW geschenkt...

  1. #1 trinityjck, 25.06.2006
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    Moin !
    Ich habe ein Problem, bei dem mir hier hoffentlich geholfen werden kann. Meine Eltern haben einen Hochdruckreiniger von Alto/KEW geschenkt bekommen der defekt war, allerdings mit so umfangreichem Zubehör und solchen 'Features', dass ich es für sinnvoll erachtet habe dem guten Stück wieder auf die Beine zu helfen.
    Der defekt lag in einem Regelventil für den automatischen Anlauf (bei Druckabfall), dadurch bekam der Motor keinen Strom mehr. Das Regelventil und ein paar Dichtungen habe ich durch Neuteile ersetzt.

    Nun mein eigentliches Problem:
    Ich habe den Motor nach bestem Wissen so angeschlossen, wie wir ihn bekommen haben, allerdings weiß ich nicht, ob das Korrekt ist. Jedenfalls brummt das gute Stück nur mit eben 50hz vor sich hin, läuft aber nicht an.

    Am Motor selber sind zwei absolut identische zwei-polige Buchsen. Eine ist nicht beschriftet und bei der anderen sind die Kontakte mit N bzw. L markiert.

    Der Motor an sich kann frei drehen und wenn man das gute Stück von Hand bewegt, dann wird an beiden Buchsen Strom erzeugt.

    Nun habe ich einen Netzanschluss (mit Schalter usw.) der einen passenden Stecker hat und einen Kondensator (400V, 25µF, 50-60Hz) mit ebenfalls passendem Stecker.

    Rein mechanisch (zu kurzes Kabel) kann ich den Kondensator nur an die unmarkierte Buchse anschließen, was mir auch logisch erscheint - dann ist der andere (N&L wg. Phase bzw. Nulll.) also für'n Netzanschluss.

    Nun verstehe ich aber nicht, warum der Motor nicht vernünftig anläuft.

    Rein rechnerisch ist der Kondensator für eine Steinmetzschaltung zu klein dimensioniert. Laut Typenschild hat das Teil 2,1kW mit Zusatz "1~ 9,5A", was mich irgendwie auf einen Einphasenmotor schließen lässt. Als Anlaufkondi ist das Teil aber auch viel zu klein...

    Ist es möglich, dass der Kondensator einen Schlag hat ? Ich kann ihn zumindest testweise mit 'nem 9V Block aufladen, aber richtig gemessen habe ich das Teil noch nicht.

    Jan
     
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  3. #2 trinityjck, 25.06.2006
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    Nachtrag

    Ich hab mir grad mal ein Multimeter geschnappt und die einzelnen Widerstände gemessen.

    Stecker_1_|_Stecker_2_|_Nulleiter
    __1___2_______3___4_________5____
    _____________(L)_(N)_____________

    L=blau, N=schwarz

    1 - 2 = 7,9 Ohm
    1 - 3 = 7,9 Ohm
    1 - 4 = 6,2 Ohm
    2 - 4 = 1,9 Ohm
    3 - 4 = 1,9 Ohm

    Falls das jemandem hilft.

    An Stecker 1 habe ich wie gesagt den Kondensator angeschlossen und an Stecker 2 die Stromversorgung.

    Jan
     
  4. #3 trinityjck, 27.06.2006
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    Kann mir denn niemand helfen ?

    Jan
     
  5. #4 biospas, 17.07.2006
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    Hallo

    Hallo
    Ich hoffe die Antwort kommt nicht zu spät.
    Bei der Steinmetzschaltung müßten die Kontakte 1
    und 4
    direkt miteinander Verbunden sein.
    3 (N W1) 4 (L1 U1) 2 (V1).
    Die Widerstände zwischen U1 V1 W1 Müßten gleich sein.
    Der Kondensator liegt über U1 (4) und V1 (2).
    Daraus würde sich ergeben:
    1-2 1,9 Ohm Spule von U1/V1
    1-3 1,9 Ohm Spule von U1/W1
    1-4 0 Ohm keine Spule dazwischen
    2-4 1,9 Ohm Spule von V1/U1
    3-4 1,9 Ohm Spule von W1/U1
    voraussetzung es ist eine Steinmetzschaltung und kein
    Kondensatormotor.
    Der Widerstandswert zwischen 1-4 bei Deiner messung stört mich ein wenig.Dieser Widerstand könnte die Ursache des brummens sein.
    Bei einem Kondensatormotor sind aber auch zwei Kontakte direkt miteinander verbunden (U2 Z2).Die Spulen liegen hierbei zwischen U1/U2 und Z1/Z2.Man würde einmal die Spulen in Reihe messen.

    Wenn das Rätsel gelöst werden sollte bitte ich um Antwort.
    Gruß Biospass
     
  6. #5 trinityjck, 21.07.2006
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    Nachtrag

    Danke für deine Antwort. Das Problem habe ich bis jetzt leider noch nicht lösen können, aber ich poste mal meine weiteren Feststellungen:

    Nachdem was ich mir bis jetzt über Aufbau, Konstruktion und Kondensatoren angelesen habe handelt es sich um einen einphasigen Käfigläufer mit Betriebskondensator (ich übernehme diee Bezeichnung jetzt mal von div. Webseiten, ohne mir 100%ig im Klaren zu sein was dies bedeutet). Somit ist die Steinmetzschaltung schonmal raus.
    Vom Kondensator weiß ich auch, dass er 100%ig in Ordnung ist.
    Jetzt kommt das große ABER:

    Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass diese HD-Reiniger nur liegend betrieben werden dürfen, dieser hier wurde aber stehend betrieben. Der Pumpe hat das nicht geschadet, wohl aber dem Motor. Bei diesem ist nämlich das obere Lager (wenn er steht) auf der Motorwelle aus seinem Sitz nach unten gewandert und hat dabei leider diesen Gusskörper (Rotor ?), der auf der Welle sitzt und durch das induzierte Magnetfeld zum drehen bewegt wird, in mitleidenschaft gezogen.
    Das sieht zum einen so aus, dass dieser Rotor (weil ohne wirkliche Führung) den Stator berührt hat. Inwiefern das Magnetfeld darunter leider weiß ich ehrlich gesagt nicht. Das zweite (und viel größere) Problem ist, dass das Lager einen Teil der Rotors weggefräst hat und diese Metallspäne jetzt auf den Wicklungen des Stators verteilt sind...

    Ich habe das ganze zerlegt, ein neues Lager eingesetzt (lag noch im Keller), komme aber nicht dazu den Motor wieder zusammenzubauen, da jetzt erstmal Klausurenzeit ist. Ausserdem wäre es mir lieber wenn sich ein Fachmann das Teil ansehen würde. Nur würde das leider in keinem Verhältnis stehen...

    Jan
     
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