Einphasiger Anschluss Wohnung - Herdanschlussdose

Diskutiere Einphasiger Anschluss Wohnung - Herdanschlussdose im Forum Installation von Leitungen und Betriebsmitteln im Bereich ELEKTRO-INSTALLATION & HAUSELEKTRIK - Liebe Community, mein Vater ist gerade dabei, eine Wohnung, erbaut in den 70ern (Österreich), zu renovieren und im Zuge dessen, natürlich auch zu...
Eine 35A Sicherung löst erst aus, wenn 1,5h lang ein konstanter Dauerstrom von 49A fließt. Für kürzere Zeiten kann der Strom noch höher sein.
Ok, das kann also "kurzfristig" bedeuten. Werde da nochmal mehr darüber lesen. Vielen Dank.
Aber momentan hat das eine geringere Priorität, da ich mir sicher bin, dass hier nichts geändert werden wird. Ist zwar eine Eigentumswohnung, aber ich denke, dass mein Vater nur bereit ist, Änderungen nur innerhalb der Wohnung vornehmen zu lassen.

Mich würde nicht wundern, wenn die vorgelagerte Sicherung noch kleiner ist. z.B.: 25A. War in Teilen Österreichs in Wohnungen ohne elektrische Warmwasseraufbereitung und mit Gasherd nicht unüblich.
Tatsächlich wurde Warmwasser ebenfalls über eine Gastherme aufbereitet. Und wie schon erwähnt, gekocht wurde ebenso mit Gas. Werde den Elektriker auf jeden Fall fragen und sollte das Ganze wirklich so schwach dimensioniert sein, wird wohl nix anderes übrig bleiben, als auf ein deutlich kleineres Kochfeld umzusteigen und dieses halt dann 1-phasig zu betreiben. Hilft nix. Wenn die Gegebenheiten so sind, muss mans akzeptieren. Wir versuchen halt nur, das Bestmögliche rauszuholen.

Aber zurück zum Thema: hier hat der Elektriker eindeutig gepfuscht. Der Herdanschluss ist so nicht in Betrieb zu nehmen.
Als erstes ist die vorgelagerte Sicherung und die Zuleitung anzuschauen. Je nach deren Dimensionierung könnte man einen LSB25 einbauen und die Herdzuleitung auf 3x4mm² ändern.
Gut, dann ist das mal eine ganz klare Ansage und ich werde den Herrn bitten, das rückgängig zu machen, da wir das keinesfalls in Betrieb nehmen werden.



Dann habe ich noch eine letzte Frage. Ich nehme jetzt, für dieses Beispiel, mal an, dass die Vorsicherung eine 25A oder gar 35A ist.
Wenn ich mir die Anschlusschemata diverser 4-fach Kochfelder, die sich im 7kW Bereich bewegen, anschaue, sehe ich oft sowas:
1708587179324.png
Die Farben sind mir jetzt, vorläufig, mal egal.
Mich interessiert ob L1 und L2 tatsächlich unterschiedliche Phasen sein müssen, oder ob hier nur gemeint ist, dass L1+N1 bzw. L2+N2 von separaten Stromkreisen stammen müssen, die aber grundsätzlich schon von der gleichen Phase gespeist werden dürfen?

Worauf zielt meine Frage ab?
Naja, wenn das so ist, dass hier zwei Stromkreise reichen, die aber auf der gleichen Phase hängen dürfen, dann würde ich den Elektriker bitten, statt seiner "Starkstromkonstruktion", zwei "normale" 16A LSS einzubauen, wir ersetzen eine schwarze Ader durch eine Blaue und könnten das dann sicher anschließen lassen.
Abgesehen davon würde ich ihn dann noch bitten, entsprechende Phasenschienen zu verwenden und diese Verdrahtungsbrücke sieht mir eigentlich auch sehr brauchbar aus: https://www.eaton.com/de/de-de/skuPage.215615.html
 
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Vor allem sollte der "Fachmann" hier die Mängel selber beseitigen und nciht von Dir noch Material beigestellt bekommen.

Herstellung der Brücken für die FIs sind bestimmt so 20 Minuten Arbeit, und damit mindestens mal 20€ Kosten, eher mehr.
Eine Phasenschiene mit Montage hätte hier somit schon 5€ gespart.
 
Vor allem sollte der "Fachmann" hier die Mängel selber beseitigen und nciht von Dir noch Material beigestellt bekommen.

Herstellung der Brücken für die FIs sind bestimmt so 20 Minuten Arbeit, und damit mindestens mal 20€ Kosten, eher mehr.
Eine Phasenschiene mit Montage hätte hier somit schon 5€ gespart.
Gebe dir vollkommen recht. Aber wie gesagt, ich bin da vorsichtig, da das ein Bekannter meines Vaters ist und ich da jetzt nicht daherkommen will, gestählt mit Wissen aus einem Forum (bitte nicht falsch verstehen, ich bin euch wirklich dankbar, aber ich selbst bin jetzt trotzdem nicht weniger Laie als vorher), den Klugscheißer mime und mich wichtig mache.
Daher ist m.M.n. der dezenteste Ansatz, dass ich ihn bitte die Phasenschienen, die dann vor seiner Nase liegen zu montieren und wir ihm sagen, dass wir uns umentschieden haben und jetzt doch eine andere Lösung für einen Herdanschluss bevorzugen.

Ich denke du kannst aus diesen Aussagen auch schlussfolgern, dass wir bei weitem nicht den üblichen Tarif zahlen bzw. gezahlt haben.
 
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Die Frage stellt sich mir bei solchen Bildern ob da nicht noch deutlich mehr erhebliche Mängel vorhanden sind, die Dir eben jetzt noch nicht aufgefallen sind.
 
Ja, da werden wir uns wohl doch lieber einen anderen Elektriker suchen.
 
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Da wir noch dabei sind Fliesen zu legen bzw. den Estrich zu begradigen, hat sich in Sachen Elektrik noch nichts getan ABER ich habe die Zwischenzeit genützt und mich etwas mehr eingelesen.
Die Variante mit einer Phasenschiene finde ich äußerst überzeugend. Allerdings ist das in unserer Konstellation (1 phasige Einspeisung, 1,5TE Eaton LSS) nicht wirklich machbar. Zumindest Eaton selbst hat hier nichts im Sortiment, das durchgehend passen würde. Für 1TE LSS wärs kein Problem, für 3 phasig teilweise auch nicht.
Egal. Die verbauten Komponenten können ja auch wieder raus. So oft macht man das ja auch nicht neu.

Ich habe mir dann Hager Produkte angeschaut und dort ein paar Komponenten gefunden, die das, was von uns gewünscht ist, realisierbar machen sollten. Nur bin ich mir sicher, ob das zusammenpasst bzw. uns ein Elektriker das dann auch so verbauen würde.
Einfachheitshalber gehe ich immer davon aus, dass Produkte verschiedener Hersteller nicht gemischt werden.
Gesucht habe ich zuerst nach einem RCD, der (auch) 2 polig betrieben werden darf, für 40A ausgelegt und vom Typ G/A ist. (D.h. der Hager CJS440D fällt schon mal raus - darf nicht 2 polig betrieben werden)
Hier stellt sich mir schon die erste Frage - ist G/A in Österreich Pflicht oder nur "zufällig" sehr häufig verbaut? (Habe einige Bekannte gefragt, die haben ausnahmslos Typ G/A verbaut).
Der Hager CJG442D dürfte zwar 2 polig betrieben werden, allerdings wirds hier wieder mit der 2 poligen Phasenschiene nicht klappen. Das gilt dann für alle 4 poligen FIs, die ich mir von Hager angeschaut habe.

Bleibt nur mehr der Hager CJG540D übrig. Aber gut, ich glaube nicht, dass in diesem Gebäude jemals die Elektrik erneuert wird, sprich wir mal 3 phasig gespeist werden. Von daher wirds der FI auch dauerhaft tun.

Dann kommen noch die LSS hinzu. Auf 13A bzw. 16A gehe ich jetzt nicht näher ein. Die LSS Modellreihe ist ja die gleiche und es sollen wieder 1P+N sein. Dass die dann 2TE statt 1,5TE breit sind, geht sich auch gerade so aus. Mir gefällt jedenfalls das QC System (auch wenns mir egal sein kann :) )
Daraus ergibt sich der LSS Hager MBS516 in Kombination mit der Phasenschiene KDN263A (2 polig, 12 Module).
Möglich (aber ohne QC) wäre wohl auch der LSS Hager NBN516, der aber (für mich), rund das 3-fache des MBS kostet.
Der größte, mir ersichtliche, Unterschied zwischen den beiden LSS dürfte das Ausschaltvermögen von 10 kA im Gegensatz zu den 6 kA des MBS sein.
Ich hab zwar gelesen, dass in D und AT die 6 kA für Hausinstallationen üblich und genehmigt sind, würde das hier gerne aber nochmal eindeutig beantwortet haben.

Ich wüsste zwar nicht warum nicht, aber möchte euch trotzdem fragen - darf es sein, dass die LSS hier bis 6 kA ausgelegt sind, der RCD (siehe oben) aber bis 10 kA?

Kurz und bündig: Wenn euch ein Kunde bittet, CJG540D (FI) + MBS516 (LSS) + KDN263A (Phasenschiene) + KC225 (Verdrahtungsbrücke) zu verbauen, würdet ihr sagen, dass das zulässig ist oder passt hier was nicht zusammen?
Die Gegebenheiten (ausgenommen Vorsicherung) sehr ihr ja in meinem ersten Post dieses Threads.
Falls das ok ist, kaufe ich das Zeug und bitte den Fachmann das zu verbauen.
 
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Denke mal wenn du es einem Fachmann überträgst, der bringt sich sein Material selbst mit was er dafür braucht.
 
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