Einschalten von Steckerleisten und Belastung durch Einschaltstrom.

Diskutiere Einschalten von Steckerleisten und Belastung durch Einschaltstrom. im Forum Haustechnik im Bereich DIVERSES - Hallo Zusammen, vorneweg, ich bin totaler Elektrik-Laie. Vor ein paar Tagen habe ich mir eine neue Steckerleiste (bzw. Steckerturm) für meinen...
J

Jonny R

Beiträge
14
Hallo Zusammen,

vorneweg, ich bin totaler Elektrik-Laie.

Vor ein paar Tagen habe ich mir eine neue Steckerleiste (bzw. Steckerturm) für meinen Fernseher (LCD) + periphäre Geräte geholt (Soundbar, Blu-Ray Player, 2x Spiele-Konsolen). Da ich dachte ich könnte ein wenig Geld sparen, habe ich mir einen Turm mit Kippschalter geholt, sodass ich nachts nicht alles auf Stand-by haben muss.

Als ich dann heute morgen aufgestanden bin und den Turm wieder auf "on" gestellt habe hat es mir die Sicherung rausgehauen.
Ich bin darauf hin zum Hornbach gegangen und habe mir einen Einschaltstrombegrenzer geholt. Soweit so gut.

Jetzt stellt sich mir aber die Frage: Ist es denn überhaupt sinnvoll die Geräte nachts auszuschalten? Macht das Ersparnis überhaupt was her, wenn ich am Ende Gefahr laufe meine Geräte durch ständiges Ein/Ausschalten zu beschädigen? Mir scheint dieser Einschaltstrom doch recht heftig zu sein?

Besondere Sorgen bereitet mir Einschalten im kurzen Intervall: Ich habe zum Testen die neue Leiste ein paar mal mit nur ein einigen Sekunden Abstand an- und aus gemacht (auch bevor ich den Einschaltstrombegrenzer hatte). Jetzt bin ich - vielleicht irrational - besorgt damit meine Geräte beschädigt zu haben. (Ich hatte irgendwo im Internet gelesen, dass es besonders schlimm ist wenn man nur kurz wartet, weil die Schutzmechanismen von den Netzteilen dann irgendwie überhitzen).

Mache ich mir zuviel Sorgen?

Sorry für den Roman.

LG
 
Kurzzeitiges Ein- und Ausschalten sollte man vermeiden. Läuft denn ein Gerät nicht richtig?
 
Danke für die Antwort, :)

Nein, es ist alles soweit ok. Ich wundere mich nur wie potentiell gefährlich sowas sein kann, also ob so eventuell ein Schaden entstehen kann der sich dann später rächt im Sinne von drastisch reduzierter Lebensdauer.

Es ist auch sonst nicht meine Angewohnheit Sachen schnell hintereinander ein/auszuschalten. Ich habe das nur deshalb gemacht weil ich die Steckerleiste testen wollte und mir in dem Moment nichts dabei gedacht habe. Ich habe immer ein paar Sekunden gewartet, aber eben nicht lange.
 
Ja, da elektronische Geräte und Netzteile sogenannte Netzfilter (Kondensatoren) vorgeschaltet haben, kann bei gleichzeitigen Einschalten vieler Geräte zu einem Sinushöchsstand, ein sehr kurzer hoher Leistungs-Peak auftreten. Normalerweise sind LSS aber dazu zu träge, um auf diesen Peak zu reagieren. Könnte sich auch um einen alterschwachen H-LSS handeln, der etwas empfindlicher reagiert

Was für ein LSS ist denn bei dir verbaut?
 
Also in meinem Stromkasten steht etwas von LS68 B16 unb noch irgendwas von G16A 380V ist von der Firma Kopp.

Ich ging schon davon aus, dass der kombinierte Einschaltstrom die Sicherung rausgehauen hat, deshalb auch die Anschaffung des Einschaltsstrombegrenzers.

Ich mache mir ehrlichgesagt mehr Sorgen, dass ich irgendwie meine Geräte beschädigt habe, oder beschädigen könnte. Auch wenn das vielleicht seltsam klingt. Ich habe halt sehr wenig/keine Ahnung von der Materie. :/
 
Also in meinem Stromkasten steht etwas von LS68 B16 unb noch irgendwas von G16A 380V ist von der Firma Kopp.

Ich ging schon davon aus, dass der kombinierte Einschaltstrom die Sicherung rausgehauen hat, deshalb auch die Anschaffung des Einschaltsstrombegrenzers.

Ich mache mir ehrlichgesagt mehr Sorgen, dass ich irgendwie meine Geräte beschädigt habe, oder beschädigen könnte. Auch wenn das vielleicht seltsam klingt. Ich habe halt sehr wenig/keine Ahnung von der Materie. :/
Poste doch mal ein Bild.

Die meisten Schalter der Geräte trennen das Gerät ebenso „hart“ wie eine Steckerleiste.
 
Die meisten Schalter der Geräte trennen das Gerät ebenso „hart“ wie eine Steckerleiste.
Und wie sieht es mit dem Einschalten aus? Also meine Befürchtung ist nach wie vor, dass das Einschalten, bsonders in schneller Folge, schädlich für die Geräte sein könnte. Ich frage mich ob ich in Zukunft meine Geräte nicht einfach im Stand-By lassen sollte, ich meine wirklich viel Strom sparen würde ich ohnehin nicht?
Danke übrigens für die Antwort. :)
 
Und wie sieht es mit dem Einschalten aus? Also meine Befürchtung ist nach wie vor, dass das Einschalten, bsonders in schneller Folge, schädlich für die Geräte sein könnte. Ich frage mich ob ich in Zukunft meine Geräte nicht einfach im Stand-By lassen sollte, ich meine wirklich viel Strom sparen würde ich ohnehin nicht?
Danke übrigens für die Antwort. :)
Definiere schnelle Folge ?

Ich schalte meine Geräte seit 15 Jahren mit WLAN Steckdosen hart aus und ein.

Es lebt alles noch.
 
Definiere schnelle Folge ?

Ich schalte meine Geräte seit 15 Jahren mit WLAN Steckdosen hart aus und ein.

Es lebt alles noch.
Hi, schnelle Folge: Gestern 3x mit je 5-8 Sekunden Abstand; heute nochmal genauso. Ansonsten immer mehrere Stunden dazwischen, mindestens.

Habe halt nur irgendwo gelesen, dass schnelles aus und an, bei Geräten wie Fernseher, Konsolen etc. einfach besonders schlimm ist, aber vielleicht bin ich einfach zu panisch. Es ist ja nichts kaputt gegangen, mache mir vielleicht zu viel Sorgen um nichts?

Mir ist nur richtig klar geworden, dass ich quasi nichts von Elektrik verstehe, obwohl ich täglich elektrische Geräte benutze...
 
Hi, schnelle Folge: Gestern 3x mit je 5-8 Sekunden Abstand; heute nochmal genauso. Ansonsten immer mehrere Stunden dazwischen, mindestens.

Habe halt nur irgendwo gelesen, dass schnelles aus und an, bei Geräten wie Fernseher, Konsolen etc. einfach besonders schlimm ist, aber vielleicht bin ich einfach zu panisch. Es ist ja nichts kaputt gegangen, mache mir vielleicht zu viel Sorgen um nichts?

Mir ist nur richtig klar geworden, dass ich quasi nichts von Elektrik verstehe, obwohl ich täglich elektrische Geräte benutze...
Naja. Wenn es so wäre, ist es jetzt ja rum?;)
 
Schon :D
Ich glaube mich nervt nur, dass ich nicht einschätzen kann welchen Schaden ich eventuell angerichtet habe. :/
Also am Ende sterben meine Geräte alle 2 Jahre früher weil ich mich heute und gestern doof verhalten haben oder so.
 
Röhrengeräte von früher (damit meine ich jetzt nicht die modernen Röhrenfernseher, die es bis zuletzt gab) konnten tatsächlich Schaden nehmen, wenn man sie kurz nach dem Ausschalten wieder eingeschaltet hat. Das lag daran, daß bei in Serie geheizten Geräten (vor allem Fernseher) sich ein Heißleiter z.B. aus Urandioxid im Heizkreis befand, der die empfindlichen Heizdrähte der Röhren schützte. Die Heizdrähte kühlten nach dem Ausschalten schneller als der vorgeschaltete Heißleiter ab, dadurch kam es zu Überlastungen und u.U. zum Durchbrennen von Heizdrähten, wenn man dem Gerät nicht genügend Zeit zum Abkühlen ließ.

Heutzutage dient der Heißleiter in Schaltnetzteilen eigentlich nur der Verringerung des Einschaltstromes, sonst könnte die Sicherung bzw. der Sicherungsautomat ansprechen.
 
Ich ging schon davon aus, dass der kombinierte Einschaltstrom die Sicherung rausgehauen hat, deshalb auch die Anschaffung des Einschaltsstrombegrenzers.
Ich würde bei elektronischen Geräten keine Einschaltstrombegrenzer verwenden. Es könnte u.U. passieren, dass der verlangsamte Strom bzw. Spannungsanstieg zu Störungen führt. Sinnvoller wäre die Aufteilung auf zwei schaltbare Tischsteckdosen zum Beispiel. Somit erniedrigt sich der große summierte Einschaltstrom von allen Geräten und der LSS müsste halten.


Ansonsten würde ich das schnelle Ein- und Ausschalten auch lieber vermeiden.

Die Geräte laden beim "booten" Speicherinhalte von einem Chip zu anderen. Wenn man diese Vorgänge durch kurzzeitiges Ein-und Ausschalten stört, könnte das zu "Software" oder "Firmware" - Verwirrungen / Fehlkonfigurationen führen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das lag daran, daß bei in Serie geheizten Geräten (vor allem Fernseher) sich ein Heißleiter z.B. aus Urandioxid im Heizkreis befand, der die empfindlichen Heizdrähte der Röhren schützte.

So weit ich weiß, waren das bei den Fernsehgeräten ab den 50er Jahren keine echten Urdox-Widerstände mehr, sondern aus ungefährlicheren Materialien gefertigte Teile. Die alten Radios für Allstrombetrieb sollen angeblich bis 1936 echte Urdox-Widerstände enthalten haben.


Röhrengeräte von früher (damit meine ich jetzt nicht die modernen Röhrenfernseher, die es bis zuletzt gab) konnten tatsächlich Schaden nehmen, wenn man sie kurz nach dem Ausschalten wieder eingeschaltet hat.
Ein typisches Beispiel war der DKE (Radio) der 30er und 40er Jahre. Da brannten aber nicht die Heizfäden durch, sondern das sehr dünne Anschlussdrähtchen der Kathode innerhalb der Gleichrichterröhre, weil die noch betriebswarme Kathode beim Einschalten sofort den vollen Strom lieferte zum Hochfahren des Lade- und Siebelkos.
 
Also am Ende sterben meine Geräte alle 2 Jahre früher weil ich mich heute und gestern doof verhalten haben oder so.

Es ist wahrscheinlich schwierig zu sagen, ob ein Gerät eher stirbt, wenn es ständig auf "StandBy" steht. Man hat da ja zwei Effekte im StandBy-Netzteil: Wiederholte Erwärmung und Abkühlung stresst zum Beispiel die Lötstellen und anderes durch mechanische Ausdehnungseffekte. Aber die dauernd höhere Temperatur in bestimmten Elektrolytkondensatoren, lässt deren Flüssigkeit eher verdunsten. Ich tendiere doch eher zu dem Vorgehen, unbenutzte Geräte mittels schaltbarer Tischsteckdosen komplett vom Netz zu trennen. Hat auch den Vorteil, Energie zu sparen und bewahrt die Geräte vor manchen Überspannungen.
 
Danke auch euch beiden für eure Beiträge, :)

Ich würde bei elektronischen Geräten keine Einschaltstrombegrenzer verwenden. Es könnte u.U. passieren, dass der verlangsamte Strom bzw. Spannungsanstieg zu Störungen führt. Sinnvoller wäre die Aufteilung auf zwei schaltbare Tischsteckdosen zum Beispiel. Somit erniedrigt sich der große summierte Einschaltstrom von allen Geräten und der LSS müsste halten.

Zwei miteinander verlinke steckerleisten quasi? Oder doch besser eine mit individuellen Einschaltasten für jedes Segment?
Momentan habe ich so einen Steckturm mit 8-slots, aber eben nur einem Kippschalter.

Zum Einschaltstrombegrenzer, ich habe mir den hier geholt:
UNITEC Anlaufstrombegrenzer

Ist der nicht speziell für elektronische Geräte? Ich dachte auch das Anlaufstrom generell etwas ist was Geräte veruschen möglichst gering zu halten, also haben nicht viele moderne Geräte bereits sowas in der Art verbaut?
 
Thema: Einschalten von Steckerleisten und Belastung durch Einschaltstrom.

Neueste Themen

Zurück
Oben