Elektrikinstallation im Altbau

Diskutiere Elektrikinstallation im Altbau im Installation von Leitungen und Betriebsmitteln Forum im Bereich ELEKTRO-INSTALLATION & HAUSELEKTRIK; Hallo! Ich renoviere zur Zeit einen Altbau und habe mit der E-Installation eine Firma beauftragt. Dies hat nun Schlitze für die Leitungen...

  1. #1 Alex3000, 10.08.2013
    Alex3000

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    Hallo!

    Ich renoviere zur Zeit einen Altbau und habe mit der E-Installation eine Firma beauftragt. Dies hat nun Schlitze für die Leitungen gemacht und zwar so das mehrfach auf der anderen Wandseite Durchbrüche sind. Also Löcher in der Wand.
    Ist das normal?

    Viele Grüße
    Alex
     
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  3. #2 Octavian1977, 10.08.2013
    Octavian1977

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    irgendwo müssen die Leitungen ja durch.
    Der Strom entsteht ja schließlich nicht in der Leitung im Raum sondern muß irgendwie da hinein.
     
  4. #3 kaffeeruler, 10.08.2013
    kaffeeruler

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    u.u. ja, allerdings ist es so das man nicht einfach in jede wand Schlitze rein kloppen darf und evtl. auch nur bis z.B 1cm oder nur in bestimmten Zonen.
    Hier kann man einiges nachlesen
    http://www.dgfm.de/fileadmin/downloads/ ... rungen.pdf

    und im zweifel Statiker / Baugutachter fragen

    google:
    schlitztiefe elektroinstallation
    schlitztiefe mauerwerk
     
  5. T.Paul

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    Und ergänzend bitte einfach mal Fotos hier rein stellen zur Begutachtung.
     
  6. #5 Alex3000, 11.08.2013
    Alex3000

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    Hallo!
    Danke für die Antworten.

    @Octavian1977
    Das ist schon klar, ich denke die Bilder sagen da mehr.

    <img src="http://www.album.de/img1/big/254/25484144678829.jpg" border="0">
    Vorderseite

    <img src="http://www.album.de/img1/big/254/25484067992359.jpg" border="0">
    Rückseite

    <img src="http://www.album.de/img1/big/254/25484103527817.jpg" border="0">
    Kabelseitige Wandansicht

    <img src="http://www.album.de/img1/big/254/25484118433279.jpg" border="0">
    Gegenseite

    <img src="http://www.album.de/img1/big/254/25484091496800.jpg" border="0">
    Raumansicht

    <img src="http://www.album.de/img1/big/254/25484159836387.jpg" border="0">
    Verlegung eines Schalters
    <img src="http://www.album.de/img1/big/254/25484072324869.jpg" border="0">
    <img src="http://www.album.de/img1/big/254/25484168157219.jpg" border="0">

    Nun bin ich auf Eure Antworten gespannt.
     
  7. T.Paul

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    Von ner Schlitzfräse haben die Jungs noch nie was gehört, oder? Das sieht aus wie mit dem Abbruchhammer gestemmt ... Das im Altebestand mal was wegbricht aufgrund des Alters des Mauerwerks ist das eine, aber das ... ich würde mich schämen.

    -> https://www.youtube.com/watch?v=2jlJtzhibNg
     
  8. #7 Alex3000, 11.08.2013
    Alex3000

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    Ich wollte das mit einer Mauerfräse machen (ausleihen), aber dachte wenn die schon arbeiten dann können die mir etwas Arbeit abnehmen und jetzt habe ich mehr als wenn ich das selbst gemacht hätte.
    Wurde mit einer Hilti gemacht > war leider nicht vor Ort sonst hätte ich das abgebrochen. :evil:

    Wollte nur eine dritte Meinung hören.
     
  9. T.Paul

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    Warum sollst du das instand setzen? Das ist unsachgemäßer Pfusch! Ich kenn Sachverständige, die würden mir verbal den Kopf abreissen, wenn die sowas sähen.
     
  10. #9 kaffeeruler, 11.08.2013
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    Sind die Wände überhaupt dicker als 6cm ( ohne Putz )?
    Auf den letzten Fotos schaut es nicht so aus, hier wäre dann generell das einbringen von Dosen / Leitungen untersagt wenn ich die Tabellen richtig deute und die Aussagen vieler Architekten nehme

    Mfg
     
  11. T.Paul

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    Nicht tragende Innenwände sollen eine Restwandstärke von 60mm aufweisen bei einer max. Schlitztiefe von 10mm für Wandstärken unter 175mm - eine 70mm Wand darf also 10mm tief eingeschlitzt werden - VERTIKAL - Horizontale Schlitze sind in solchen Wänden nicht vorgesehen. Die Außenkanten des Schlitzes sind 115mm von der Öffnung (Tür) fernzuhalten. Alles andere erfordert einen Nachweis.

    Aber da dieser Abbruch eh keinen Schlitz darstellt war das für mich eher irrelevant ;) Das gehört in die Hände eines SV und Fachanwälte zur Klage gegen diese Pfuscher ... Ich wette auch, dass der Verteiler in der Wand so nicht sein darf - ganz ohne nachmessen.

    Das man mal irgendwo auf Kundenwunsch von Planungs- und Baunormen abweicht ... Aber hier wurde ja NUR abgewichen, da stimmt gar nichts! Auf der anderen Seite: Es gibt hier sicher keinen Architekten, oder? Wer hat denn die Fachplanung durchgeführt? Das E-Unternehmen?
     
  12. #11 werner_1, 11.08.2013
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    Das sieht zwar sehr schlimm aus, aber ich kenne solche Wände zur Genüge, bei denen bereits beim Abziehen der Tapete der Putz abfällt. Dann ist auch mit einer Nutfräse nicht mehr viel zu retten. Und der Einbau einer Unterputz-Verteilung in eine ca. 15er Wand geht auch nicht ohne die Rückseite zu öffnen.
    Ich kenne einen Fall aus meiner Lehrzeit wo ein 6mm Dübelloch in eine verputzte Wand gebohrt werden sollte. Nach mühsamen 5min Bohren mit dem Schlagbohrer war das Loch endlich tief genug. Dann rief jemand von der anderen Seite, dass der ganze Stein ein paar Zentimeter aus der Wand ragt. So wie hier auch: Gemauert ohne Zement mit Sand und ein wenig Kalk.
     
  13. ego1

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    Sicher ist das alles andere als schön geschlitzt.

    Viel schlimmer finde ich allerdings, das wohl in weiten teilen die alte Installation wieder eingebunden wird. Wenn schon, dann bitte komplett neu, unter einhaltung der Installationszonen, und bitte ohne Abzweigdosen.
     
  14. T.Paul

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    Der darf gar nicht in eine 150mm Wand hinein. Der Volta hat eine Wandeinbautiefe von 90mm, hinter der Aussparung müssen 115mm bleiben, das macht 205mm Mindestwandstärke. Viel Spaß mit dem Statiker ;)
     
  15. ego1

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    Sagt wer?
    UP-Verteiler in 11,5er Wänden ist doch wohl standart.
     
  16. T.Paul

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    Jeder Architekt, der Dir keinen anderslautenden Nachweis ausstellen kann oder will und sich an die Empfehlungen der Baudachverbände und die DIN 1053-1 hält.
     
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    Was soll irgendeinen Baudachverband oder Architekt interresieren, ob bei Hager Volta Verteilern angeblich 115mm in einer nichtragenden Wand verbleiben müßen?

    Schall und Brandschutz interresieren hier wohl kaum, zur ertüchtigung der Statik wurde unlängst der Sturz erfunden.
     
  18. T.Paul

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    Genau, was soll einen Architekten die Standsicherheit der Trennwand interessieren ... Gehts noch?
     
  19. ego1

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    Was hat denn die Standsicherheit damit zu tun? Wenn ein Auschnitt für einen UP-Verteiler nicht möglich sein soll, dürften Türöffnungen wohl erst recht nicht sein, oder?
    T.Paul, bleib doch mal in der Realität!
     
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  21. T.Paul

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    Deine Realität will ich mal kennenlernen ...

    Setzt du Träger, wie bei der Tür, beim setzen des Verteilers? Verputzt du die Anschlusstellen mit Armierung? Führst du den Nachweis der Standsicherheit?

    Wenn Nein: Ohne Architekten oder Statiker -> Mindestrestwandstärke bei Nichttragenden Innenwänden für Aussparungen nachträglich hergestellt >30mm Tiefe und >200mm Breite -> 115mm bei Herstellung ohne Nachweis.
     
  22. #20 Nullvolt, 11.08.2013
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    Ich sehe da Schwemmstein und teilweise Kalksandstein. Da kann man mit Mauernutfräse 1A-Schitze machen. Eine Hilti oder ein Schlagbohrer sollten in einem Altbau hingegen mit Zurückhaltung eingesetzt werden. In einem Altbau können dadurch die Fugen extrem leiden, weil damals nicht wie heute mit Zement ausgeführt wurden.

    Gegen eine Einbindung einer Altanlage ist grundsätzlich erstmal nichts zu sagen, aber hier sieht es nach alten metallenen Bergmann-Rohren und -Dosen aus. So etwas ist nicht mehr zulässig und sollte daher unbedingt ersetzt werden.

    Ein Verbot von Abzweigdosen wäre mir aber neu, natürlich kann man an sinnvollen Stellen Abzweigdosen setzen. Dieses Reinpferchen von zig Leitungen hinter den Lichtschalter, wie man es heute oft sieht, kann ich nicht befürworten. Noch dazu schafft man mit Abzweigdose und Baumstruktur deutlich kürzer Leitungslängen. Dies kann gerade im Altbau bei hohen Decken und großen Räume schon relevant sein (vgl. Spannungsfall).

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