Elektroinstallation im Nebengebäude(Scheune mit Werkstatt)

Diskutiere Elektroinstallation im Nebengebäude(Scheune mit Werkstatt) im Installation von Leitungen und Betriebsmitteln Forum im Bereich ELEKTRO-INSTALLATION & HAUSELEKTRIK; Hallo Leute, es handelt sich um eine zweigeschossige Scheune. Oberes Geschoss (Hobbyraum (Kicker, Tischtennisplatte, Computer etc.),...

  1. Don

    Don

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    Hallo Leute,

    es handelt sich um eine zweigeschossige Scheune. Oberes Geschoss (Hobbyraum (Kicker, Tischtennisplatte, Computer etc.), Erdgeschoss (3 Teilräume: Garage, Lagerraum und Werkstatt).
    Nun zu meinen Fragen:
    In der Garage ist eine Drehstromsteckdose mit NYM-J 5x4mm2 verlegt, welche im Haupthaus in der HV mit drei B16-Leistungsschutzschalter abgesichert ist. Nun meine Frage kann ich diese Leitung dahingehend umfunktionieren, dass ich diese als Einspeisung für eine neue Unterverteilung in der Scheune nutze?
    Angeschlossen an diese Unterverteilung sollen: ein Lichstromkreis unten, ein Steckdosenstromkreis unten, eine neue Drehstromsteckdose, ein Licht- und Steckdosenstromkreis für das Obergeschoss sowie eine Steckdose zum Betrieb einer Therme.
    Ich bitte um Anregungen!!

    Mfg Don :D :D
     
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  3. T.Paul

    T.Paul Moderator

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    Leitungslänge, Verlegeart, Netzform, Netzimpedanz, ... alle wichtigen Angaben fehlen.
     
  4. Don

    Don

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    Erstmal Danke....die benötigten Infos gebe ich dir jetzt:

    Netzform: TNCS-Netz
    Verlegeart: B2
    Leitungslänge:
    Steckdosenkreis unten bis zu letzten Steckdose (insgesamt 4 Doppelsteckdosen): 15m NYM-J 3x1,5mm²
    Lichtkreis unten: 20m NYM-J 3x1,5mm²
    Drehstromsteckdose: 2m NYM-J 5x2,5 mm²
    Steckdose Therme: 8m Nym-j 3x2,5mm²
    Lichtsteckdosenkreis oben: 25m 3x1,5mm²
    Netzimdepanz: ???? kannst mir das bitte erklären

    MFG Don
     
  5. T.Paul

    T.Paul Moderator

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    Die Leitungslänge bezog sich auf die Zuleitung ...

    Netzimpedanz: Der Netzinnenwiderstand und der Schleifenwiderstand, zwischen L und N resp. PE an deiner Zuleitung ... -> http://de.wikipedia.org/wiki/Schleifenimpedanz

    Das braucht man schon um zu planen, am Ende muss die Anlage eh messtechnisch geprüft werden, ob die Abschaltbedingungen stimmen, aber was man vorher weiss kann man mit einkalkulieren ...
     
  6. Don

    Don

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    Danke!

    Leitungslänge: 6-7m NYM-J 5x4mm² von der HV zur umfunktionierenden UV

    Mfg Don
     
  7. T.Paul

    T.Paul Moderator

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    Wenn das nur ein paar Meter in Rohr/-Kanal sind kann man das doch sicher ggf. auch fix austauschen!?

    Wenn die Abschaltbedingungen stimmen kannst du das vermutlich mit D02-25A absichern (lassen) am Anfang und dahinter eine kleine Verteilung errichten mit max. 16A-LSS und passenden Fehlerstromschutzeinrichtungen.

    Ob so die Selektivität erfüllt werden kann und ob eine Absicherung mit 25A durch die Abschaltbedingungen realisierbar ist, muss man vor Ort messen (Netzimpedanz). Ansonsten muss ggf. 6/10mm² hinein und/oder 35A als Vorsicherung herhalten. Auch ob eine Häufung im Kanal/Rohr vorliegt oder eine erhöhte Umgebungstemperatur ist unbekannt ... genauso wie die Vorsicherungen am HAK, Vorzähler, etc. ... Das ist alles stochern im Nebel.
     
  8. Don

    Don

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    Vielen Dank für deine hilfreichen Antworten....

    Eine relevante Häufung liegt nicht vor, höchstens zwei Leitungen in einem Rohr/Kanal.
    Erhöhte Umgebungstemperatur: ist geschätzt 4-5 Grad kühler im Sommer, da Scheune ein Backsteingebäude ist.
    Die jetzige Drehstromsteckdose ist jetzt durch 3x16 A LSS abgesichert...diese Absicherung ist im Fall, dass die Abschaltbedingungen (Schleifenimpedanz)stimmen durch Schmelzsicherungen in der Größe von 25A bzw.35A in der HV zu ersetzen oder kann ich auch eine Absicherung durch bestimmte LSS vornehmen? Die Netzimpedanz messe ich mit dem Messgerät an der jetzigen Drehstromsteckdose oder in der HV?

    MFG Don
     
  9. T.Paul

    T.Paul Moderator

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    LSS zu LSS sind nicht Kurschluss-Selektiv, du kannst diese als Vorsicherung vergessen.

    25A ist für das 4mm² das Maximum. Bei 25°C Umgebungstemperatur und einem Häufungsfaktor von 0,8 (2 Leitungen gebündelt) in Verlegeart B2 liegt die Strombelastbarkeit schon nur noch bei 23,2A - dann sind die 25A schon zu viel. 35A kamen nie in Betracht.

    Die Impedanz misst man am besten an beiden Stellen um etwaige Störungen der Leitung/Anschlüsse auszuschließen, relevant ist der am weitesten entfernte Punkt (aus Richtung Spannungsquelle) für die Abschaltbedingungen.

    Desweiteren ist der Spannungsfall bis zu den entferntesten Punkten der neu zu errichtenden Stromkreise zu errechnen und nach Ausführung messtechnisch zu überprüfen, auch hier hilft der Netzinnenwiderstand beim festlegen der notwendigen Querschnitte.
     
  10. Don

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    Aber in der UV kann ich LSS (Größe?)zum Absichern der ankommenden Phasen verwenden, oder sollte ich einen zweiten Hauptschalter neben dem in der HV verwenden? Sowie die LSS in der HV durch Schmelzsicherungen (Größe?) ersetzen? Oder hab ich etwas falsch verstanden!

    Mfg Don
     
  11. T.Paul

    T.Paul Moderator

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    In der neu zu errichtenden UV werden die abgehenden Endstromkreise und nicht die Außenleiter der ankommenden Zuleitung abgesichert. Letztere wird durch Schmelzsicherungen oder (aufwendig, teuer, unüblich) einen SLS am Anfang der Leitung im HV abgesichert. Ob du einen Hauptschalter zum trennen der Anlage in der UV vorsehen möchtest bleibt Dir überlassen, es spart den Weg zum HV.
     
  12. Don

    Don

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    Okay danke!!!

    Zusammenfassend möcht ich nochmals formulieren:
    Also tausche ich die 16A LSS gegen Schmelzsicherungen (welche Größe hältst du für passend, da du in einem vorherigen Post meintest, 25A wäre zuviel bzw. das Maximum für eine 5x4mm² Leitung) in der HV aus! Ein Austausch der 5x4mm² ist schwierig, da die Leitung in einem beidseitig eingemauerten bzw. eingefassten Edelstahl-Rohr zwischen Haupt-und Nebengebäude verlegt ist. In der Unterverteilung platziere ich einen Hauptschalter, damit ich komplett das Nebengebäude vom Netz trennen kann/könnte. Den FI platziere ich nach dem Hauptschalter in der UV (oder brauche ich zwei FI-Schutzschalter).Im letzen Schritt sicher ich die einzelnen Stromkreise per LSS ab (Drehstromsteckdose 3x16A, Steckdosenstromkreis unten und Therme: 16 A ?, Lichtstromkreis unten und Licht- Steckdosenstromkreis oben 10A ?)
     
  13. T.Paul

    T.Paul Moderator

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    Wenn du meine Ausführungen dazu nicht verstanden hast, stell konkrete Fragen - Du darfst die Anlage eh nicht selber in Betrieb setzen, also kannst du auch gleich die Fachkraft, die es prüfen soll beauftragen die Sicherungen zu bestimmen, die hat dann hoffentlich auch das passende Messgerät dabei ...
     
  14. Don

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    Okay, das weiß ich! Habe vor vierzehn Jahren meine Ausbildung zum Elektroinstallateur abgeschlossen! Danach aber nie wieder in dem Beruf (beruflicher Wechsel) gearbeitet, so dass das damals erlernte Wissen über die Jahre bezüglich der Bemessung der Absicherung, Kabelquerschnittsbemessung etc. verloren gegangen ist.
    Das Wissen über die Grundschaltungen, Verteilungen klemmen usw. habe ich jedoch nie vergessen! Das wollte ich nur anmerken!
    Eigentlich wollte ich nur, dass mir ein Experte wie du, der noch praktische Erfahrung in dem Beruf und höchstes theoretisches Wissen hat, Tipps gibt, wie und ob ich das Kabel als Zuleitung für die UV nutzen kann und welche Absicherung in welcher Form in der HV vorgenommen werden muss.

    MFG Don
     
  15. T.Paul

    T.Paul Moderator

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    Das lässt sich aber ohne entsprechende Messungen nicht sagen - 20A ist jedenfalls nach den von Dir bekannten Angaben das max. entsprechend der Strombelastbarkeit. Abschaltbedingungen und Spannungsfall können ohne Messung höchstens geschätzt werden. Da kannst du jetzt den Weg beschreiten und messen und rechnen oder bauen und messen - bei letzterem besteht das Risiko am Ende etwas abzureissen, was nicht den Erwartungen entsprach.

    Den Spannungsfall davor kennen wir nicht, den danach kannst Du Dir selber ausrechnen um die Querschnitte der abgehenden Stromkreise zu bestimmen.
     
  16. Don

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    Dann muss ich mir wohl verloren gegangenes Wissen wieder aneignen müssen!
    :)
     
  17. T.Paul

    T.Paul Moderator

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    Wenn ich von einer Netzimpedanz von 360mOhm ausgehe, entsteht zwischen L und N ein Ik von fast 640A, das reicht für eine 20A-Absicherung ... Ist dein Netz Mies und hat einen größeren Netzinnenwiderstand ... Die Selektivität zwischen B16A LSS und 20A Schmelzsicherung kannst du bei diesem Kurzschluss-Strom aber vergessen.
     
  18. #17 ELEKTROMEISTER, 30.06.2014
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    Im Zählerschrank macht der SLS ja noch Sinn bzw. ist nach neueren Best.auch vorgeschrieben aber sonst?
    Ein 3 pol SLS kostet mindestens um 100 EUR ein D02/D01 Sicherungssockel je nach Fabrikat lediglich ein paar EUR.
    Ein Sicherungslasttrennschalter 35-50 EUR ist damit also
    wesentlich günstiger, zudem kann gegebenfalls falls gewünscht auch mal geringer oder höher abgesichert werden (Leitungsquerschnitt nat.beachten).
    Und die D01/D02 Sicherungseinsätze sollten bei einer ordentlichen Instalaltion auch nicht jeden Tag "fliegen".
    Ausserdem sind die meisten SLS von der Bauform höher
    als normale D01/D02 Sicherungslasttrennschalter oder Sicherungssockel, da sie für die Zählerschränke mit ihren
    Sammelschienensystem konzipiert sind.
    Es gibt zwar Adapter für Hutschiene aber das passt nur in
    die Zählerschränke wo im unteren Raum sich eine Hutschiene
    befindet, eine Möglichkeit wäre event. diese Hutschienen SLS
    in einem 2 Reihigen AP-Verteiler unterzubringen aber das würde wohl schon den Aufwand nicht rechtfertigen.
    Möglichkeit wären auch die größeren (belegen 2TE in der Verteilung) Leitungsschalter (zB.Siemens) die haben größere
    Anschlussklemmen auch für größere Querschnitte gibt es auch mit geringeren Ampere Zahlen.

    http://www.ebay.de/itm/like/35058717998 ... ue&viphx=1

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