Erdung nachrüsten

Diskutiere Erdung nachrüsten im Blitzschutz, EMV, Erdung & Potentialausgleich Forum im Bereich ELEKTRO-INSTALLATION & HAUSELEKTRIK; Guten Tag,in meinem vor kurzem erworbenen alten Haus gibt es keine Fundamenterdung. Bisher wird die Potentialausgleichschiene unrichtigerweise mit...

  1. HansH.

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    Guten Tag,in meinem vor kurzem erworbenen alten Haus gibt es keine Fundamenterdung. Bisher wird die Potentialausgleichschiene unrichtigerweise mit dem Kaltwasseranschluß verbunden, um eine Erdung sicherzustellen. Ich möchte das perspektivisch ändern. Welche Erdungsform bietet sich dafür an? Ich habe ja schon ein bisserl gegoogelt und viele halten nix von der Staberdung (wg. der schlechten Werte und möglicher Korrosion des Stabes). Ein Nachbar erzählte mir, dass er auf seinem Hof eine Ringerdung eingebaut hat. Wie er das so erzählte denke ich, dass er ein Erdungsband kreisförmig, bzw. quadratisch ausgelegt hat und das dann mit seiner Blitzschutzanlage (er hat nämlich einen Blitzableiter) verbunden hat. Geht soetwas? Bzw. hat jemand sonst einen Rat wie ich dieses Problem lösen kann? Würde mich sehr freuen über diverse Anregungen!
     
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  3. ego1

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    Was ist denn genau das Problem?
    Braucht dein Gebäude denn zwingend einen Erder, z.B. wegen Blitzstromableiter oder Erdungsplichtiger Antenne?

    Wenn ja, dann Tiefenerder setzen lassen, z.b. 9m.
     
  4. elo22

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    Das ist Unsinn und schon seit Oktober 1990 verboten. Auch hier hat wieder jemand gepennt wenn es denn ein TT Netz ist. Die Schutzmassnahme kann daimt nicht funktioniert haben, sie war praktisch nicht vorhanden.

    Ja. SuFu nutzen und Dipols Beiträge lesen.

    Lutz
     
  5. #4 werner_1, 21.08.2013
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    Das ist nicht ganz richtig. Es ist zwar verboten, aber bei einer gut geerdeten Wasserleitung kann es schon funktioniert haben.
     
  6. ego1

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    Es wird sich wohl schlicht um die Potentialausgleichleitung zwischen PEN im HAK und dem Wasserohrnetz des Gebäudes handeln, so wie es Jahrelang Standart war.
     
  7. T.Paul

    T.Paul Moderator

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    Die Kaltwasserleitung gehört in den Potentialausgleich eingebunden. Welche Netzform liegt vor/Welche baulichen Gegebenheiten erfordern eine Erdungsanlage?
     
  8. #7 werner_1, 21.08.2013
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    Aber nicht, wenn es ein TT-Netz ist!
     
  9. ego1

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    Nee, da haste recht, dann nicht.
     
  10. HansH.

    HansH.

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    Hallo, erstmal vielen Dank für die vielen Überlegungen Eurerseits. Habe gestern nicht mehr nachgeguckt, daher meine leicht verspätete Reaktion. Also, ich bin ja nicht so firm in der E-Technik, aber es handelt sich wohl um ein TN-Netz mit RCD. Wie gesagt, die Potentialausgleichschiene ist mit dem Kaltwasseranschluß verbunden. Ich dachte nun das dient der Erdung, stimmt das wohlmöglich gar nicht? Eine Blitzschutzanlage oder Antenne ist nicht vorgesehen. Braucht man denn nicht immer eine Erdung (Fundamenterdung?)? ch hatte das so verstanden....
     
  11. Dipol

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    Eine Erdung macht jedenfalls immer Sinn, sonst wären für Neubauten auch keine Fundamenterder vorgeschrieben. Und ein Telefon-Festnetzanschluss ist blitz- und überspannungstechnisch nicht anders zu bewerten als ein BK-Anschluss.

    Nach Norm sind Band-/Strahlenerder doppelt so lang wie Vertikalerder, da besagt schon alles über die Erdfühligkeit.
     
  12. T.Paul

    T.Paul Moderator

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    Theoretisch nicht immer, praktisch i.d.R. aber dann doch. Für das TN-Netz nicht, dann aber meist für Telefon/Fernsehen/Blitzschutz/Antenne/Edelstahlkamin/...

    Um die Theorie zu stützen: Handyempfang geht ohne, die SAT-Schüssel im Schutzbereich des Gebäuds benötigt keine Erdung, Blitzschutz ist im Privatwohnbau nicht vorgeschrieben und ein gemauerter Kamin braucht auch keine Erdung ... Die Frage ist, ob du so ein Gebäude hast.
     
  13. HansH.

    HansH.

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    Mmh, also Sat-Schüssel gibt es nicht, Schornstein gemauert, Blitzschutz (Blitzableiteranlage) nicht vorgesehen, Haustyp: Holzständerfachwerk, Telefonanlage mit DSL ja...Erdung erforderlich?
     
  14. #13 werner_1, 23.08.2013
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    Hallo,
    ich möchte das Thema noch mit einer Zeichnung ergänzen; sofern es denn ein TN-C-S-System ist. An die dargestellte HES sind alle leitfähigen Rohre und Versorgungsleitungen anzuschließen.

    [​IMG]
     
  15. T.Paul

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    Also ne ganze Zeitlang hat die Telekom nur den PA geprüft und bei fehlen vermerkt, dass der Kunde in Verzug ist den PA herzustellen. Eine fehlende Erdung mündete in dem Vermerk "Kein Überspannungsschutz möglich" und das wars bei Erdkabel mit Hauseinführung. Bei Freileitung gabs auch ne Aufforderung zur Pflichterfüllung durch den Endkunden. Ich habe aber auch schonmal gehört, dass es bei einem Neubau bemängelt wurde, wo der (vorgeschriebene) Fundamenterder fehlte - ob das nun auch zur Nachrüstung gefordert wird ... Kein Schimmer, frag die Telekom - den PA sollte es aber immer geben.
     
  16. Ted70

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    Muss man die Erdung denn nachrüsten?
     
  17. #16 imarcus, 29.10.2013
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    aus meiner sicht müsste zuerst geklärt werden, ob die bestehende elektroanlage angefasst wird.

    sollte man veränderungen an der elektroanlage vornehmen, dann ist ein potentialausgleich herzustellen.

    der potentialausgleich wird über einen erder realisiert. ob man da nun einen ring-, stab oder tiefenerder verwendet hängt von den gegebenen örtlichkeiten ab.
     
  18. #17 schick josef, 29.10.2013
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    Hallo damit ein FI mit 30 mA auslöst genügt fast jede Erdung .
    Habe das Buch bez. Erdungswiderstand gerade nicht zur Hand.
    mg Sepp
     
  19. elo22

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    Im TN Netz nur wenn Anlagenteile wie z.B. Antenne im erdungspflichtigem Bereich es erfordern.

    Lutz
     
  20. elo22

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    Egal im TN Netz reicht der PEN.

    Nein, wie oben schon geschrieben reicht der PEN im TN, eine Nachrüstpflicht gibt es nicht.

    Lutz
     
  21. #20 imarcus, 30.10.2013
    imarcus

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    dem kann ich so nicht zustimmen. aus meiner sicht muss ich bei bestandsanlagen, an denen ich relevante änderungen in der elektroanlage vornehme, einen hauptpotentialausgleich errichten. an den hauptpotentialausgleich ist u.a. der erder anzuschließen. es genügt nicht den PEN des EVU zu verwenden. (als begründung sehe ich die DIN VDE 0100-410 und 540.)
     
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