Erdungswiderstandsmessung

Diskutiere Erdungswiderstandsmessung im Blitzschutz, EMV, Erdung & Potentialausgleich Forum im Bereich ELEKTRO-INSTALLATION & HAUSELEKTRIK; Hallo zusammen, habe ein paar Fragen zur Erdungswiderstandsmessung: 1. muss/soll bei einer Erdungswiderstandsmessung die Hauserdung getrennt...

  1. #1 morfessa, 30.03.2007
    morfessa

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    Hallo zusammen,

    habe ein paar Fragen zur Erdungswiderstandsmessung:

    1. muss/soll bei einer Erdungswiderstandsmessung die Hauserdung getrennt werden?, wenn ja wieso?

    2. gibt es im Messablauf bzw. bei der Messmethode Unterschiede ob man den Erdungswiderstand in einem TN-C Netz oder in einem TT Netz mißt?

    3. gibt es Richtwerte wie hoch der Erdungswiderstand sein darf?

    vielen Dank - Gruß morfessa
     
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  3. Gretel

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    Erdungswiderstand Messung desgleichen

    Hallo,

    1.Im Normalfall nicht ..... !
    2.Nein ! (wobei es bei einem nicht-eigen-geerdetem TN-C/TN-C-S der "spezifische Erdwiderstand" ist )
    3.Steht in den DIN VDE 0100 sowie in den TAB der EVUs/VNBs !

    Anmerkung:
    Worauf zielt die Fragestellung ab !
    Bei einer Erdungswiderstandsmessung messe ich nur Erder -> Erdreich in der Sonden/Hilfsonden-/erder-gegend !

    Link eines Herstellers habe ich schon letztens (in einem Deiner Threads) gepostet, dort wird dessen Einsatz beschrieben !

    Ansonsten steht noch Einiges bei den üblichen verdächtigen Herstellern:
    Fluke mit Beha, Gossen Metrawatt,.....


    Gruß,
    Gretel
     
  4. #3 morfessa, 31.03.2007
    morfessa

    morfessa

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    Hallo Gretel,

    danke für Deine Antwort - hat mir sehr geholfen!

    Hintergrund meiner Frage ist:
    ich habe mir ein altes gebrauchtes Erdungswiderstandsmessgerät gekauft und möchte damit den Erdungswiderstand meiner Hauserdung messen.
    Das klappt in soweit auch ganz gut...
    In verschiedenen Meßgeräteanleitungen bzw. Messanleitungen habe ich Hinweise auf die notwendige Trennung der Hauserde bzw. keinen Hinweis auf die Trennung gefunden - hier hab ich jetzt Klarheit Dank Deiner Antwort. Es ist oft auch garnicht so einfach hier eine Trennung vorzunehmen - in meinem Altbau funktioniert es nicht.
    Desweiteren habe ich Beschreibungen gefunden die Unterschiede beim Messablauf zwischen TN-C und TT Netz machen. Ich bin mir nach wie vor nicht sicher ob in meinem Haus ein TN-C oder TT Netz vorliegt. Dank Deiner Antwort kann ich hier auch nichts falsch machen...
    Zur erlaubten Widerstandshöhe habe ich mittlerweile Angaben von 1 - 3 Ohm gefunden was ein sehr guter Wert sein soll, aber 10 Ohm soll ein realistischer guter Wert sein... bei Absicherung über einen FI Schalter soll auch noch ein Widerstand von 1 KiloOhm o.k. sein.

    Viele Grüße morfessa
     
  5. Gretel

    Gretel

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    Hallo,

    Hier gelten die Höchstwerte für den Erdungswiderstand Ra:

    Nennfehlerstrom : 0,01 A
    Widerstand der Schutzleitererdung Ra in Ohm bei 50V : 5000 Ohm

    Nennfehlerstrom : 0,03 A
    Widerstand der Schutzleitererdung Ra in Ohm bei 50V : 1665 Ohm

    Nennfehlerstrom : 0,3
    Widerstand der Schutzleitererdung Ra in Ohm bei 50V : 165 Ohm

    Nennfehlerstrom : 0,5
    Widerstand der Schutzleitererdung Ra in Ohm bei 50V : 100 Ohm
    --
    Erdungswiderstände <= 1 Ohm, die hohe Abschaltströme zulassen, sind meist schwer zu erreichen.

    Einen optimaleren Schutz bieten wie von Dir benannt - FI-/RCD-Schutzeinrichtungen, da der Abschaltstrom Ia gleich dem Nennfehlerstrom Ideltan ist.

    Die Anlage wird dann meistens im Fehlerfall innerhalb 0,2s abgeschaltet.
    Die erforderlichen Werte für den Erdungswiderstand stehen oben !

    kann u.U. sehr gefährlich sein.
    (Gerade beim Umstellen seitens EVU/VNB von TN zu TT können "Mischstromkreise" zu Strömen in der "Hauserdung" führen ! -

    Deshalb sich nochmals vorher informieren und einen parallelen "Hilfs-"Erder setzen, der dann die Haupterderfunktion während einer Messung übernimmt !


    Gruß,
    Gretel
     
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