Errechnung eines Leistungsbedarfs...Wie geht das?

Diskutiere Errechnung eines Leistungsbedarfs...Wie geht das? im Blitzschutz, EMV, Erdung & Potentialausgleich Forum im Bereich ELEKTRO-INSTALLATION & HAUSELEKTRIK; Hallo an alle, die schon mal eine Leistungsbedarfsermittlung rechnen mussten. Ich habe als Projekt eine Industrielle Produktionsanlage. Dort...

  1. #1 adamhase, 17.01.2010
    adamhase

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    Hallo an alle, die schon mal eine Leistungsbedarfsermittlung rechnen mussten.

    Ich habe als Projekt eine Industrielle Produktionsanlage. Dort gibt es eine Hauptverteilung von wo aus sämtlich Industrieroboter, der Schaltschrank und der FU-Schrank (separater Schrank für Frequenzumrichter)abgespeist werden.
    Die Roboter sind mit 25A, der Schlatrank mit 35A sowie der FU-Schrank mit 35A abgesichert.

    Die Hauptverteilung bekommt Ihre Einspeisung von einem KV(Kraftverteiler). Der KV ist nich Lieferumfang, der steht schon vor Ort. Der Rest jedoch schon.

    Wie errechnet man nun den Leistungsbedarf? Spielt dort der Gleichzeitigkeitsfaktor eine Rolle?
     
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  3. edi

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    Hallo,

    willkommen im Forum

    Haben die Maschinenhersteller keine Leistungsaufnahme angegeben ? Steht eigentlich immer im Projekt der Maschine mit drin.
    Der Gleichzeitigkeitsfaktor spielt schon eine Rolle , ich würde ihn auf keinen Fall zu niedrig ansetzen ,schon im Bezug darauf das es auch mal Erweiterungen innerhalb der Anlage geben kann.
    Das Ganze dann noch mit +20% Reserve.........

    25A = 17kva
    35A = 25 kva
    35A = 25kva

    =67 kva +20%
    ~ 80kva

    Wenn der Gleichzeitigkeitsfaktor wirklich sehr gering ist , kann man die 67 kva ja noch runter rechnen, aber das kann natürlich nur aus der Technologie der Anlage ersehen werden....

    Jetzt werden einige sagen, viel zu hoch angesetzt...Verschwendung.
    Aber gerade in industriellen Anlagen weiss man heute nicht was morgen aktuell ist , da ist man in 2-3 Jahren froh, wenn man genug Reserve hat.


    Nachtrag : Wenn man also 80 kva ansetzt wären das rund 115 A , die entsprechnde Standardgröße für Schienensysteme liegt glaube ich bei 160A.

    Das nächst kleinere System wäre ein 100A System.
    damit sind theoretisch rund 70 kva möglich.
     
  4. #3 kaffeeruler, 17.01.2010
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    Ich kenne es nur aus eigener erfahrung... lieber bissel zu viel als zu wenig. Anlagen in der Industrie haben ne kurze lebensdauer aber die Leitungen dorthin selten ;)

    den GF mit,8 anzusetzen ist oftmals net verkehrt und ne gute Reserve ist das tüpfelchen auf den i
     
  5. #4 adamhase, 17.01.2010
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    Wie kommste denn auf die kva-Werte??

    Ich hab hab in der DIN-VDE nachgeschaut...
    Pmax=g*Pinst, wobei g=0,25 für Automobilfabriken gilt.

    SO... ich nehm jetzt die Nennleistungen! Hab grad mal bei nem Industrieroboter geschaut = 13,5 KW (davon gibts 8 inder Anlage)plus der Schaltschrank(15 KW) und FU-Schrank(5 KW)

    Pmax= 0,25*(8(13,5 KW)+15 KW+5 KW)
    Pmax= 32 KW Anschlusswert.

    Ist das Richtig?
     
  6. edi

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    Hallo,

    genau . Wenn man jetzt etwas mehr plant bekommt man "Mecker" weil es sooooviel kostet.
    Wenn die Anlage irgendwann erweitert werden muss und keine Reserve da ist ...bekommt man noch " viel mehr Mecker" weil das Nachrüsten ja soooooviel kostet und vor allem Zeit dauert.

    Wie man´s macht , " Mecker" gibts sowieso.... :wink:
     
  7. edi

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    Na ich habe nur mal überschlagen:
    25A x 400V x 1,73 ~ 17 kva usw....


    Die Leistungsdaten hast du ja erst jetzt reingestellt......

    Außerdem ist die Frage , sind die angegebenen kw die gesamte mechanische Wellenleistung oder die elektrische Wirkleistung oder die Scheinleistung?

    Ich persönlich rechne für einzelne Anlagen meistens über die Scheinleistung.... also im Prinzip vorgegebene Sicherungsgröße x Spannung x 1,73 . Da habe ich alle "Eventualitäten" mit drin , auch kleine Erweiterungen Anlaufströme und sowas....
     
  8. #7 adamhase, 17.01.2010
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    das ist die aufgenommene Nennleistung (Roboter) bei den Schaltschränken hab ichs angenommen. Soweit wie ich weiß wird P =Wirkleistung angegeben, also P=U*I cos phi (0,95)

    woher nimmste die 1,73? Da steh ich auf dem Schlauch..

    Wäre meine Rechung zum Leistungsbedarf nun korrekt?
     
  9. edi

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    Hallo,

    die 1,73 sind der Verkettungsfaktor bei Drehstromeinspeisung . Muss also immer mit rein wenn man über Spannung und Strom rechnet.

    Also : 13,5 kw + 15 kw + 5kw =33,5 kw
    33,5 x 8 Anlagen = 268 kw
    268 kw x 0,25 = 67 kw

    Wenn man jetzt 67 kw annimmt kommt man auf einem Strom von :

    67000 / 400/ 1,73 = ~100 A

    Aber wehe wenn die kw Leistungen reine mechanische Wellenleistung ist !!! Dann ist die elektrische Leistung um einiges anders ( Leistungsfaktor ,Wirkungsgrad beachten ) . Außerdem müssen die Zuleitungen ja nicht nur den "Wirkstrom" für die mechanische Leistung übertragen sondern auch den Blindstrom( Magnetisierung ) , Verluste usw.


    Beispiel : ein Anlage besteht aus einem Motor mit 15kw .

    15000/400/1,73 =21,6 A

    Die Anlage wird für 21,6A ausgelegt.
    Wenn man den Motorstrom ( Anlagenstrom ) dann misst stellt man fest , uups da fliessen ja 29 A .

    Warum ? Man hat einfach vergessen das zur Erzeugung von 15 kw mechanischer Wellenleistung mehr als 15 Kw elektrische Leistung notwendig sind....
     
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