Erweiterung Kleinverteiler

Diskutiere Erweiterung Kleinverteiler im Produkte, Elektromaterial, Elektrowerkzeug & Werks Forum im Bereich ELEKTRO-INSTALLATION & HAUSELEKTRIK; Hallo, bei mir soll demnächst eine Wallbox installiert werden. Die Leitung dazu soll mit einem 3x35A Neozed Sicherungssockel abgesichert werden....

  1. #1 Ottonix, 26.01.2021
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    Hallo,
    bei mir soll demnächst eine Wallbox installiert werden.
    Die Leitung dazu soll mit einem 3x35A Neozed Sicherungssockel abgesichert werden.
    Im Rahmen der Umbauaktion möchte ich, das ein Überspannungsschutz Typ 2 (habe keine äußeren Blitzschutz) und ein zweiter FI eingebaut wird.
    Ich habe einen Zählerschrank mit einem daneben liegenden Kleinverteiler der restlos belegt ist.
    Es ist also in beiden Schränken keinen Platz mehr für die zusätzliche Installation.
    Ist es erlaubt unterhalb des bereits vorhandenen Kleinverteilers einen weiteren zusetzen oder muss ich diesen dann komplett ersetzten.
    Brauche abgeschätzt insgesamt 5 Reihen mit etwas Reserve.
     
  2. #2 Octavian1977, 26.01.2021
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    Darf die Wallbox denn mit 35A Abgesichert werden?
    meines Wissens nach sind die für 22kW-> 32A gedacht, zudem macht ein dreipoliger (C32A) Automat da deutlich mehr Sinn.
    Die Installation einer 22kW Wallbox ist zuvor vom VNB zu genehmigen, das macht der eingetragene Fachbetrieb für Dich der das installiert.
    Je nach Art der Box muß da auch noch ein FI Typ A oder B davor.

    Einfach dort einen Überspannungsschutz Typ 2 rein zu basteln ist völlig sinnbefreit.
    Überspannungsschutz ist ein Konzept das verschiedene Ableiter an verschiedenen Stellen benötigt.

    Bevor man die Wand mir irgendwelchen Kleinverteilern zupflastert macht es sicher mehr Sinn an den Zählerschrank ein zusätzliches Feld an zu bauen in dem das alles unter kommt.
     
  3. #3 Ottonix, 26.01.2021
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    Zum Thema Wallbox
    Die 22kW sind über meinem Fachbetrieb der auch die Installation vornimmt beim VNB beantragt. In der Garage kommt eine eigene Unterverteilung mit dem Fi und dem dreipoligen Automat. Die Schmelzsicherungen sind als Leitungssicherung zur Garage gedacht, was für mich auch Sinn mach. Sorry nicht genau genug beschrieben.
    Zum Thema Überspannungsschutz
    Warum ist das deiner Meinung nach völlig singbefreit? Typ1 (Blitzschutz) denke brauch ich nicht (habe ja auch keine äußere Blitzableiter).
    Dementsprechend können nur Überspannungen durch die Zuleitungen bzw intern auftreten (Zusatzinfo: Nachbar hat einen äußeren Blitzschutz).
    Die meisten Überspannungsschutz Typ2 decken auch Typ3 ab. Bin auf deine Meinung echt gespannt.
    Zum Thema Zählerschrank
    Im Zählerschrank sieht es für mich so aus, dass kein zusätzliches Feld reinpasst oder meinst Du hiermit einen Feldverteiler? Wenn das gemeint ist war das auch genau meine Frage. Bleibt nur noch die Frage ob zupflastern erlaubt ist (auch wenn es wenig Sinn macht, bis auf das Geld)
     
  4. #4 eFuchsi, 26.01.2021
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    Typ1 hat nur bedingt was mit Blitzschlag zu tun.
    Ein Typ2 Überspannunsgschutz funktioniert nur richtig z.B.: in Etagenverteiler, wenn in der Hauptverteilung ein Typ1 verbaut ist.
    Das kann man sich als Kaskadensystem vorstellen. Ansonsten verbaut man eher Kombiableiter Typ1+2
     
  5. #5 Octavian1977, 26.01.2021
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    Nein das macht keinen Sinn.
    Was soll da die 35er Sicherung und wozu die Verteilung?
    Wenn da nur die Wallbox drann hängt ist die Verteilung überflüssig.
    Selektiv ist das Ganze auch nicht.
    Wenn da noch anderes dran soll ist die Absicherung mit 35A unterdimensioniert.
    Da ein Hausanschluß nur maximal 63A aufweist wäre dann ein einfacher Hauptschalter die richtige Wahl und die Dimensionierung der Zuleitung auf 63A

    Zum Überspannugnsschutz.
    Ob man Typ 1 braucht hängt erst mal von der Risikoanalyse ab die man macht.
    Nur weil man keinen Blitzableiter hat, heißt das noch lange nicht, daß der Typ 1 Ableiter unnütz ist.
    Mit äußerem Blitzschutz wird die Anforderung an den Typ 1 Ableiter nochmals höher und man benötigt einen Typ 1 mit höherem Ableitvermögen.
    Wenn der Nachbar einen Blitzableiter hat ist hier ein Typ 1 eher an zu raten denn es ist ja davon aus zu gehen, daß dessen Blitzschutz auch mal in anspruch genommen wird.
    Wenn man selbst das außer acht lässt, sind für einen funktionerenden ÜS an verschiedenen Stellen Ableiter zu setzen auch wenn es hier um Typ 2 geht, denn auch der wirkt maximal 10m Leitungsweg.

    Les Dir dazu den Dehn Blitzplaner durch.
    Ist übrigens alles Aufgabe des Fachbetriebes das alles zu errichten und zu prüfen!
    Das Zusatz Feld soll nicht IN den Zählerschrank sondern AN diesen seitlich ergänzt werden.
     
  6. #6 Ottonix, 26.01.2021
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    Zum Thema Fachbetrieb
    Das mit der UV in der Garage steht so im Angebot (sogar eine dreireihiger UV). Macht also schon Sinn sich mit dem Thema mal zu beschäftigen und dem FB nicht blind zu vertrauen. Zudem habe ich bereits eine eigene UV In der Garage. Anschlussleitung hat nur nicht den nötigen Querschnitt (5x2,5).
    Im Angebot steht auch für die Zuleitung 5x6mm2 -> wenn Hauptschalter 63A und entsprechende Auslegung der Leitung dann 5x10mm2. Richtig?
    Das mit dem Dehn Blitzplaner werde ich machen. Das mit den 10m Leitungslänge habe ich gelesen, wobei die Wirksamkeit abnimmt und nicht schlagartig auf 0 geht.
    Dann fliegt jetzt mein aktueller Kleinverteiler und wird durch einen größeren Feldverteiler ersetzt. Muss mal ausmessen was geht.
     
  7. #7 Octavian1977, 26.01.2021
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    Also die UV mit einem Anschluß von 5x2,5 ist völlig Witzlos, viel mehr als 16A kann die schon nicht abgesichert sein, vielleicht 20 aber das kann man dann auch lassen.

    Bei 63A wäre der Mindestquerschnitt 10mm², aber meist kommt da mehr heraus, da Verlegeart selten durchgängig C Leitung zu lang etc.

    Bei der Zusammenstellung würde ich allerdings eher zu folgendem tendieren:
    1. Zuleitung auf 63A auslegen und nur mit Lasttrennschalter ausstatten.
    2. in der Garage eine Neue UV setzen mit passenden FI und Sicherung, ÜS,(+FI wenn nötig) für die Wallbox.
    3. Die Stromkreise der jetzigen Garagenverteilung auf die Neue umlegen und dort entsprechende Sicherungen und FI vorsehen.
    4. alte leere Verteilung entfernen und Zuleitung zurückbauen.
    5. ein funktionierendes Überspannungsschutzkonzept für das Haus umsetzen.
     
  8. #8 Ottonix, 26.01.2021
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    Ok, danke für die Rückmeldung
    Dann werde mal mit meinem Elektriker den Vorschlag diskutieren.
     
  9. #9 Carsten1972, 30.01.2021
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    Der Fachbetrieb möchte also eine 5 x 6mm² zur Garage legen, diese mit 35A Schmelzsicherungen absichern und in der Garage eine Unterverteilung setzen, an der dann ein 22kW Ladepunkt hängt (und vermutlich weitere Stromkreise in der Garage, nehme ich an, sonst wäre die Unterverteilung ja sinnlos)?

    Super Vorschlag.

    Such dir einen anderen Elektriker.

    Nein, kein Witz.

    Ein Verbraucher, der stundenlang 32A zieht, gehört nicht an die dünnste dafür überhaupt zulässige Zuleitung. Das ist ein ganz grober Auslegungsfehler.
    Nach 35A Sicherungen soll dann wohl ein 32A Leitungsschutzschalter? Das wäre dann der nächste grobe Fehler.
    Stand denn im Angebot wenigstens etwas über die Verstärkung der Zählerverdrahtung? Die wird mit höchster Wahrscheinlichkeit 10mm² für haushaltsübliche Lasten haben, nun kommt aber ein stundenlang 32A ziehender Verbraucher dazu, so dass auf 16mm² zu erhöhen ist. Hat der Fachbetrieb auch das nicht gewusst?

    Ich würde zur neuen UV 5 x 16mm³ verlegen, das hat den Charme, dass man im Zählerschrank (höchstwahrscheinlich) gar keinen weitere Sicherung, sondern nur den Hauptschalter benötigt.
    Je nach Verlegeart und Länge kann auch 5 x 10mm² so gerade noch ausreichen - in Kupfer investiert man aber nur einmal und es wird sich zig Jahre bezahlt machen. Zählerverdrahtung rauf auf 16mm², SH-Schalter auf 50A mit C-Charakteristik.
     
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