Extra Erdung bei Gartenhütte?

Diskutiere Extra Erdung bei Gartenhütte? im Grundlagen & Schaltungen der Elektroinstallation Forum im Bereich ELEKTRO-INSTALLATION & HAUSELEKTRIK; Hallo Leute erst mal ein großes Lob an das Forum! Hab mich mal umgehört und keiner kann mir auf folgene Frage eine Antwort geben. Ich hoffe...

  1. hh.kan

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    Hallo Leute

    erst mal ein großes Lob an das Forum! Hab mich mal umgehört und keiner kann mir auf folgene Frage eine Antwort geben. Ich hoffe hier gibt es ein paar Spetzialisten die mir weiterhelfen können


    Muss man bei einer Gartenhütte (ca. 10m vom Wohnhaus entfernt, 5x4m) noch zusätzlich eine Erdung z.B. mit einem Kreuz- oder Fundamenterder durchführen?

    Als Zuleitung dient leider nur ein 4x2,5mm². Wenn man bei der Gartenhütte ein weiteres mal erden würde, würde ja ein Ausgleichstrom über den Schutzleiter fließen. Und der ist wohl für solche Stöme mit 2,5mm² viel zu knapp bemessen?

    Gibt es dafür irgentwelche VDE vorschriften? Wie sind da eure Erfahrungen?

    Und noch etwas. In dieser Gartenhütte ist auch eine Grundwasserpumpe, an der 2 ca. 2m lange VA-Rohre für Wasserhähne angeschloßen sind. Müssen diese noch extra geerdet werden? (ein Rohr verläuft ca. 1,5m (20cm Tiefe) im Erdreich) Die 2,5mm² der Zuleitung ist hier ja wahrscheinlich auch nicht außreichen? Würd hier ein Kreuzerder reichen? Oder müssen diese Rohre überhaupt nicht geerdet werden, weil sie nicht mit den Gas/Wasser/Heizungsrohren im Wohnhaus verbunden sind?


    Vielen Dank im Vorraus
    Andreas
     
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  3. #2 techniker28, 29.07.2005
    techniker28

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    erdung in der gartenhütte

    hallo,

    also es kommt natürlich auf die verbraucher an. Ich denke mal da werden so die üblichen Sachen wie. z.B. Rasenmäher usw. betrieben. Dann reicht es doch locker aus, wenn du die Zuleitung (Ich vermute mal sie endet im Stromkreisverteiler des Hauses) mit B 16 A absicherst und davor noch einen FI schaltest
    (Auslösevermögen < 30 ma). Die Grün / Gelbe Ader kannst du dann ganz normal an die PE Schiene im Stronkreisverteiler klemmen.Dann sollte das passen.

    Zur zweiten Frage:
    Hast du in deinem Haus ein Fundamenterder bzw. Potential Ausgleichsschiene? Wenn ja dann musst du, wenn du diese Rohre Erden willst, mit einem Leiter der mind 10mm² hat diese Rohre mit der Pot. Ausgleichsschiene verbinden. Alles was drunter liegt ist verboten.

    hoffe das hilft dir bissle

    gruß
     
  4. didy

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    Hi,

    die Zuleitung hast du hoffentlich nicht erst neu gelegt? Wie alt ist sie denn und was für ein Farbcode? Alte Leitung -> Isolationismessung gemacht?
    Länge ungefähr (incl. Länge im Haus)? Zweigt die Leitung direkt von dem Verteiler am Zähler ab oder von einer anderen Unterverteilung?
    Wie ist im Haus abgesichert?
    Netzform - TN-C?
    Und was soll im Gartenhaus überhaupt alles angeschlossen werden - ist Drehstrom nötig?
    Was hat die Pumpe für eine Leistung, und ist es eine Wechsel- oder Drehstrompumpe?

    Ein PEN darfst du bei 2,5mm² nach heutigen Vorschriften nicht mehr errichten!!!
    Man könne u.U. ein lokales TT-System im Gartenhäuschen aufbauen, aber beantworte erstmal die Fragen.

    Schönen Gruß
    Didi
     
  5. didy

    didy

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    @techniker28: Mindestquerschnitt für Potentialausgleich ist 6mm², was hier auch reichen würde - mehr schadet natürlich nie.
    Aber das hängt nicht vom Vorhandensein einer Pot-Schiene ab, sondern davon, ob leitfähige Teile da sind....

    Gruß
    Didi
     
  6. hh.kan

    hh.kan

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    Danke für die schnellen Antworten

    @techniker28: Zu den üblichen Sachen wie Rasenmäher und so hängen halt noch eine kleine Grundwasserpumpe (0,8KW/230V) sowie abundzu eine Musik-Anlage mit Computer und im Winter gelegentlich ein Heizstrahler mit dran.

    @didi: Die Zuleitung hat damals unser Gärtner gelegt. Ich glaub die ist Produktionsjahr 1994 ist aber erst 2003 in die Erde gekommen und war vorher nicht in Betrieb. Isolationsmessung und FI Messung werden auf jeden Fall noch gemacht. Drehstrom ist in der Hütte nicht nötig. Da als Zuleitung nur ein 4x2,5mm² (Farbgebung: schw./br./bl./gr.-gl.) zur Verfügung steht haben wir dort nur 2 Stromkreise (abgesichert in UV durch 3.pol. B16 Automaten und FI 40/0,03A)

    Die Zuleitung zur Hütte ist ca. 10m lang und endet im UV in der Garage. Zur Unterverteilung liegt ein 5x6mm² (Leitungslänge ca. 25m).

    Zum Wohnhaus
    - TN-C-S Netz (Im HAK wird PEN getrennt)
    - Im HAK mit 50A NH-Sicherungen abgesichert, dann hinterm Zähler mit Neozed-Block auf 35A auf die UV
    - Poti-Schiene ist vorhanden


    Schöne Grüße
    Andreas
     
  7. #6 techniker28, 29.07.2005
    techniker28

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    hallo,

    diddy hat recht es sind mind. 6 mm² vorgeschrieben. Also für die Verbraucher, die du aufgezählt hast sollte das alles reichen. Wie gesagt, grün gelb auf PE Schiene klemmen, blau auf N und die Außenleiter an den LS.
    Wenn du willst kannst du die Rohre erden, sprich mit einem Leiter mit mind. 6mm² mit der Pot. Schiene verbinden


    gruß
     
  8. hh.kan

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    Hallo

    Ab was für einen Strom muss (sollte) man den eine zusätzliche Erdung mit einem Kreuzerder oder so was vornehmen? Bei mir währen das ja eh max. 2x16A

    Gibs dazu irgentwelche VDE Vorschriften?

    Gruß Andreas
     
  9. didy

    didy

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    Hi,

    ah okay ich bin bei 4x2,5 stillschweigend von einer alten TN-C-Drehstromleitung ausgegangen.

    Gärtner verlegt -> hoffentlich ausreichende Tiefe, abgedeckt/Trassenwarnband? Und insbbesondere kein NYM sondern NYY!

    Wenn du unbedingt zwei Stromkreise willst, bitte. Ich hätt nur einen gemacht.

    Sonst sieht das ja alles klasse aus...!
    Wenn man alles mit reiner Wechselstromformel rechnet, ist der Spannungsfall zwar etwas zu hoch (3,4% statt 3%). Aber das würde ich persönlich als Vertretbar ansehen - wenn man die Garagen-Zuleitung mit Drehstrom berechnet stimmts ja auch wieder ;)

    3xB16 und 0,03A-FI ist prima.

    Ob man was weiteres machen sollte... Was die Vorschrift sagt weiß ich nicht. Man kann das Rohr anbinden, evtl. auch einen Erder anbringen. Ob ich persönlich es machen würde - ich weiß nicht.

    Gruß
    Didi
     
  10. hh.kan

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    Hallo,

    erst mal Danke für die ganzen Antworten :D

    @didi: Bei einem 4x2,5 kann man auch schnell von einem TN-C Netz ausgehen.

    Dass Kabel ist NYY und in 70cm Tiefe in einem 70mm PVC Abflussrohr verlegt, damit es nicht so leicht von einem Sparten zerstrört werden kann. Trassenwarnband wurde leider nicht verwenden, aber ich glaub dass es mit dem Rohr schon ganz gut geschützt ist.

    Ich hab die Hütte auf zwei Stromkreise aufgeteilt, da auch gelegentlich ein Heizstrahler eingesteckt wird und der auch schnell eine Leistung von 2-3kW haben kann.

    Dass mit dem Spannungsfall ist schon ok, da bis zur UV in der Garage ein 5x6mm² (Leitungswiderstand = 0,15Ohm bei den 25m) Drehstrom und bis zur Hütte 2,5mm² (Leitungswiderstand 0,144Ohm bei 10m) 400V Wechselspannung liegt.
    Nach meinen Berechnungen müsste bei 2x16A ein Spannungsfall von 3,3%(Bis zur UV=2,1%, und bis zur Hütte 1,2%) bestehen. Da die 2x16A eh nur ganz selten ausgereizt werden ist das schon in Ordnung.
    Ich werd dann nächste oder übernächste Woche mal die Leitungen und Steckdosen durchmessen (Iso-Messung, FI-Messung und den Kurzschlußstrom). Dann kann ich wohl die Ergebnisse hier reinstellen.

    Gruß
     
  11. didy

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    Hört sich gut an!

    Daß die zwei 16A-Kreise auf unterschiedlichen Außenleitern liegen geh ich mal stark von aus :)

    Wie gesagt, ob ein Potentialausgleich wirklich gefordert ist, weiß ich nicht. Aber du könntest ihn ja machen, eine Rohrschelle und ein paar m Draht kosten ja nicht viel. Wenn du viel willst noch nen 1,5m-Erder dazu...

    Ich hab mit Kappa=54 gerechnet und kam auf ca. 3,4%. Nicht ganz nach Norm aber naja... Es gibt kritischere Dinge finde ich.

    Gruß
    Didi
     
  12. hh.kan

    hh.kan

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    Hallo,

    danke für deine Bemühungen :)

    Klar hängen sie an zwei Außenleiter.

    Wenn ich mal gerad günstig an einen Kreuzerder ran komme werde ich den Potentialausgleich durchführen.

    Danke für deine Tipps. Ich habe dazu schon viele Elektrogesellen gefragt, aber jeder sagt einen was anderes. Aber das ist ja oft so im Elektrobereich :D

    Grüße
    Andreas
     
  13. didy

    didy

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    Hi,

    nur zur Info: Ich bin kein Elektriker, "nur" privat an Elektroinstallation interessierter Elektrotechnikstudent mit Elektriker als Onkel. Bin selbst weder Geselle noch Meister.
    Aber ich hab mich in letzter Zeit v.A. mit diversen Foren etc. etwas "weitergebildet".
    Meine Aussagen sind also nur Privatmeinung :)

    Potentialausgleich mit dem Rohr sollte man auch ohne Erder machen können meine ich. Wie auch immer....

    Schönen Gruß
    Didi
     
  14. hh.kan

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    das hätte ich nicht gedacht. Nachdem was du hier schriebst könntest du auch Meister sein :D

    Wie meinst du dass mit dem Potentialausgleich ohne Erder? Es sind doch nur zwei Wasserrohre die miteinander verbunden sind

    Schöne Grüße
     
  15. didy

    didy

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    Danke für das Lob :wink: Ich bemüh mich, alles nach meiner Meinung nach sicher zu machen, aber ne Garantie, daß alles was ich sag alles nach VDE ist, kann ich eben nicht geben.

    Naja - Potentialausgleich heißt einfach, alle leitfähigen Teile miteinander und mit dem PE verbinden. Also in deinem Fall das Rohr (die Rohre?) mit dem PE, damit sich dazwischen kein unterschiedliches Potential aufbauen kann.

    In Altbauen mit TN gibt es auch Potentialausgleiche ohne Erder (auch wenn es natürlich immer besser ist einen Erder nachzurüsten), aber du hast in deiner Kundenanlage ja schon einen Erder im Haus denke ich?

    Wegen den Ausgleichsströmen - ich weiß auch nicht, das metallene Rohr ist im Boden sagst du?

    Ich weiß auch nicht was ich machen würde.

    Nimm doch mal ein Multimeter und schließ darüber Rohr mit PE kurz, was für ein Strom da fließt.
    Du hast ja TN-S ab HAK, bei TN-C-Teilen wären da vermutlich höhere Ausgleichsströme unterwegs.

    Du könntest theoretisch auch in der Laube ein lokales TT aufbauen, und den PE vom Haus nicht nutzen und nen Erder vor Ort nehmen. Aber nur, wenn die Rohre wirklich nur in der Laube sind und nicht zu Haus/Garage gehen.

    Gruß
    Didi
     
  16. hh.kan

    hh.kan

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    Hallo,

    ein lokales TT-Netz wollte ich eigentlich nicht aufbauen! Und die Rohre mit dem PE verbinden darf ich ja auch nicht, da es ja nur ein 2,5mm² ist.

    Ich hab mal ebend schnell gemessen und zwischen PE und den Wasserrohren fließt kein Strom. Ich konnte nur eine Spannung von 1,2V AC feststellen. Durchgang hab ich auch gemessen. War natürlich nicht.Ich hab mal gelernt das alle Rohre einen niederohmige Verbindung mit dem Schutzleiter aufweisen müssen?? Stimmt das?

    Gruß
    Andreas
     
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  18. didy

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    Das mit Niederohmig würde ich auf den Potentialausgleich beziehen.

    Darf nicht wegen 2,5mm²....
    Naja ich würde das so interpretieren - in den Potentialausgleich vom haus könntest du sie damit nicht einbeziehen, aber in den Potentialausgleich der Hütte schon; deren PE wird eben nur mit 2,5mm² eingespeist. Sprich ne PE-Schiene mit einspeisendem 2,5mm², Potentialausgleich 6mm², Abgang 2,5mm²...

    Wenn Potentialausgleich, müsste der PE IMHO dran.
    Nur das Rohr erden bringts ja nciht, das ist ja selber in der Erde (oder hab ich da was falsch verstanden?).

    Aber wie gesagt - meine freie Interpretation....

    Schönen Gruß
    Didi
     
  19. hh.kan

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    Hallo,

    Ich glaub ich lass das so wie es ist. Sprich die Rohre nicht erden.
    Ja ein Rohr liegt in der Erde, aber nur in ca. 30cm Tiefe und nur in 1,5m Länge. Die beiden Rohre sind eh nur je 2m lang und enden mit Wasserhänen. Ab da werden nur Gummiwasserschläuche angeschloßen. Deswegen sollte es eigentlich keine Probleme geben. Die Messergebnisse sind ja recht gut.

    Einen Schönen Sonntag
    Andreas
     
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