FI-Schutzschalter Unterschied PFIM zu PXF

Diskutiere FI-Schutzschalter Unterschied PFIM zu PXF im Grundlagen & Schaltungen der Elektroinstallation Forum im Bereich ELEKTRO-INSTALLATION & HAUSELEKTRIK; Hallo, ich habe folgendes Problem: Ich habe gestern ein Geräusch aus dem Sicherungskasten vernommen, alle im Schnitt 30sek. ein kleines knistern...

  1. #1 karlshube, 27.08.2018
    karlshube

    karlshube

    Dabei seit:
    27.08.2018
    Beiträge:
    3
    Zustimmungen:
    0
    Hallo,
    ich habe folgendes Problem:
    Ich habe gestern ein Geräusch aus dem Sicherungskasten vernommen, alle im Schnitt 30sek. ein kleines knistern was mich stuzig gemacht hat. Nachdem ich dann den Kasten aufgemacht habe, konnte ich feststellen, dass beim FI-Schutzschalter der untere "N" Anschluss aufgeschmolzen ist und die darin befindenden Kabeln beschädigt waren. Jetzt möchte ich den FI-Schalter austauschen und habe gesehen, dass mein eingebauter Schalter (PFIM) and die 100Euro kostet.
    Ein nahezu baugleicher von der selben Firma kostet aber nur 22Euro. Der einzige Unterschied den ich festellen konnte ist, dass der eine PFIM (teure) und der andere ein PXF (billige) ist.
    Kann mir bitte jemand den Unterschied sagen?

    Danke & LG
     

    Anhänge:

  2. Anzeige

  3. #2 werner_1, 27.08.2018
    werner_1

    werner_1 Moderator

    Dabei seit:
    24.11.2012
    Beiträge:
    11.956
    Zustimmungen:
    861
    Soweit ich das sehe, ist der PFIM-F ein Typ F. Den benötigst du nur für besondere Anwendungen, wie FU und ähnliches.
    Für normale Haushaltsanwendungen reicht der Typ A (PXF).
    Ich lasse mich hier gern belehren, da ich das EATON-Programm nicht so gut kenne.

    Bei dir sollten auch die L-Automaten dringend ersetzt werden.

    PS: Ist das eine Anlage in Österreich (wegen 2-pol. Automaten)?
     
  4. #3 karlshube, 27.08.2018
    karlshube

    karlshube

    Dabei seit:
    27.08.2018
    Beiträge:
    3
    Zustimmungen:
    0
    Danke für die Antwort.
    Wieso meinst du sollte ich die L-Automaten austauschen? zu alt?

    Ja ich wohne in Österreich

    LG
     
  5. #4 werner_1, 27.08.2018
    werner_1

    werner_1 Moderator

    Dabei seit:
    24.11.2012
    Beiträge:
    11.956
    Zustimmungen:
    861
    In D sind Typ L schon lange nicht mehr zulässig und sollten durch Typ B oder ggf. auch C ersetzt werden.
     
  6. #5 Strippe-HH, 27.08.2018
    Strippe-HH

    Strippe-HH

    Dabei seit:
    04.04.2016
    Beiträge:
    3.111
    Zustimmungen:
    186
    Dass die N-Brücke verschmort ist, das lag einfach am zu geringen Querschnitt der Ader selbst.
    Wenn der FI-Schalter noch zu retten ist, dann klemme da einfach eine mit dickeren Querschnitt an.
    Trotz verschmorter Brücke sieht der RCD ja noch gut erhalten aus, Schmorstellen sind da nicht dran zu sehen
    Es gibt auch flexible 6mm² Stift-Gabelbrücken dafür und der Abstand ist ja nicht so groß zwischen den Komponenten.
     
  7. PEN

    PEN

    Dabei seit:
    11.06.2018
    Beiträge:
    160
    Zustimmungen:
    11

    Immer tauschen! Der Kontakt ist heiß geworden und mit Sicherheit oxidiert. Dann hast du das Problem bald wieder, mit der Gefahr eines schwebenden Sternpunkt.

    Mit freundlichen Grüßen
     
  8. #7 Octavian1977, 27.08.2018
    Octavian1977

    Octavian1977 Moderator

    Dabei seit:
    05.10.2006
    Beiträge:
    19.900
    Zustimmungen:
    516
    Die genannten Typen sind zwei verschiedene Baureihen von denen es je die unterschiedlichsten Typen gibt.
    Dein Eingebauter ist ein Typ AC FI dieser ist ein Deutschland seit 1983 nicht mehr zulässig da er nur auf Sinusförmige Fehlerströme reagiert
    Auch wenn in anderen Ländern noch teilweise zulässig kann ich nur dringend von diesem Typ abraten.
    Wenn ich mir die Querschnitte der Brücken ansehe ist ein Verschmoren gar kein wunder.
    Bei 40A Nennstrom sollte hier mindestens 10mm² zur Anwendung kommen.
    Das verwendetet kann kaum 6mm² sein.

    Die L Automaten sollten dringend ausgetauscht werden, da diese nicht ausreichend vor Überlast schützen.

    Du solltest also FI, Leitungsschutzschalter und die Brücken ersetzen..

    Folgende Bauteile benötigst Du
    Hersteller Hager
    1x CDA 440D
    6x MBN216
    1x KDN451D
    2xKZN024
    ein Paar Kabelbrücken 10 oder 16mm² schwarz und blau

    Um das Ganze umsetzen zu können noch eine gehörige Portion Fachwissen und können und zum Schluß die Meßgeräte um alles zu prüfen.

    Interessant wäre auch der Rest der Anlage der wahrscheinlich ähnlich viele Mängel aufweist.
     
  9. #8 Pumukel, 27.08.2018
    Zuletzt bearbeitet: 27.08.2018
    Pumukel

    Pumukel

    Dabei seit:
    22.07.2016
    Beiträge:
    5.729
    Zustimmungen:
    565
    Ja der teure FI ist ein Kurzzeitverzögerter FI Typ G und dient bei unseren Nachbarn als Backupschutz! ÖVN Beachten!
     
  10. PEN

    PEN

    Dabei seit:
    11.06.2018
    Beiträge:
    160
    Zustimmungen:
    11
    So ein Blödsinn. Da wird eher der Kontakt nicht richtig angezogen gewesen sein. Wir haben hier in HH 50A im HAK und verwenden ausschlisslich 6qmm.

    Mit freundlichen Grüßen
     
  11. #10 Strippe-HH, 27.08.2018
    Strippe-HH

    Strippe-HH

    Dabei seit:
    04.04.2016
    Beiträge:
    3.111
    Zustimmungen:
    186
    @PEN, du erzählst schon wieder Blödsinn.
    63A Vorsicherungen werden von Stromnetz Hamburg in der Regel in einem HAK der kleineren Kategorie gesetzt ( Höchstens 100A)
    Und wenn, dann sind die geringsten Abgangsleitungen bei einer Einkundenanlage 5x10mm²
     
  12. #11 leerbua, 27.08.2018
    leerbua

    leerbua

    Dabei seit:
    12.08.2010
    Beiträge:
    4.177
    Zustimmungen:
    506
    zum Rest: :( musst du tatsächlich jeden Mist und Fehler die ihr so verbaut noch öffentlich kundtun?
    _ _ _
    Wenn man sich die Schraube über der blauen Ader betrachtet sollte die Ursache ziemlich klar sein.
    Ansonsten Gegenfrage: warum hat die ebenfalls durchgeschleifte gelbe Ader nicht ähnliche Symptome?
     
    werner_1 und patois gefällt das.
  13. karo28

    karo28

    Dabei seit:
    25.07.2013
    Beiträge:
    2.658
    Zustimmungen:
    368
    Woran erkennst du hier einen Typ G? Das Eaton-Datenblatt gibt bei Kurzzeitverzoegerung ein "No" an.

    Der RCD ist anscheinend vor nicht allzulanger Zeit schon mal ausgetauscht worden. Was ist denn am ersten LSS angeschlossen? Ich kann nur ein O erkennen...
     
  14. #13 PEN, 27.08.2018
    Zuletzt bearbeitet: 27.08.2018
    PEN

    PEN

    Dabei seit:
    11.06.2018
    Beiträge:
    160
    Zustimmungen:
    11
    Das war mal. Im privaten Umfeld gibt es bei Neubau ohne Sachgrund in HH 50A und die setzen wir in SH und NS auch. Unsere fertigen Kästen sind danach ausgerichtet und ohne DLE langt das dicke.

    Wenn der Kunde 63A haben möchte kann er es gerne gegen Aufpreis bekommen. Da wir in dem Fall den Verteilerkasten selber mit dickeren Leitungen stricken müssen, ist der Aufpreis eben nicht ohne. Genauso, wenn er sich eine LWP mit Tarifzähler wünscht, kostet des extra.

    Gehe einfach mal in irgendein Neubaugebiet und suche dir eine beliebige Hütte aus und ich garantiere Dir, Dir wird schlecht.

    Mit freundlichen Grüßen
     
  15. Anzeige

    schau mal hier [hier klicken]. Vielleicht ist dort etwas brauchbares dabei.
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  16. #14 karlshube, 28.08.2018
    karlshube

    karlshube

    Dabei seit:
    27.08.2018
    Beiträge:
    3
    Zustimmungen:
    0
    Ich danke euch erstmal für die Antworten!
    Bevor ich bei dem Ganzen jetzt selbst Hand anlege habe ich lieber den Elektriker der das fabriziert hat kontaktiert, der wird die Tage mal vorbei kommen.
    Schließlich bin ich auch nur Mieter :).

    Ich werde ihn mal mit den angeführten Punkten hier konfrontieren.

    LG
     
  17. #15 Octavian1977, 28.08.2018
    Octavian1977

    Octavian1977 Moderator

    Dabei seit:
    05.10.2006
    Beiträge:
    19.900
    Zustimmungen:
    516
    Auch wenn hier sehr Wahrscheinlich ein defekter oder Loser Schraubkontakt die Ursache für den Schaden ist, ergibt sich trotzdem ein zu dünner Querschnitt.
    In Wohnungsverteilungen fällt das oftmals nur deshalb nicht auf, da die Belastung meist sehr gering ist.

    Erst in Wohnungen mit elektrischen Heizungen und Warmwasserbereitern wird diese Unterdimensionierung zum Problem, oder auch wenn mal die Heizung aus fällt und übergangsweise elektrisch notbeheizt wird.

    6mm² ist an sich schon nur bis 40A zulässig und in Verteilern in denen sich auch noch die Wärme konzentriert absolut unverantwortlich.
    für 63A ist 10mm² schon üblicherweise grenzwertig.
     
Thema:

FI-Schutzschalter Unterschied PFIM zu PXF

Die Seite wird geladen...

FI-Schutzschalter Unterschied PFIM zu PXF - Ähnliche Themen

  1. Netzteil mit Kabel&Schukostecker an FI-Stromkreis verbinden

    Netzteil mit Kabel&Schukostecker an FI-Stromkreis verbinden: Hallo alle zusammen Ich möchte gerne ein Netzteil mit Strom versorgen und stehe da gerade etwas aus dem Schlauch. Das Netzteil hat 2 Anschlüsse,...
  2. FI löst aus - aber nicht die normale Sicherung

    FI löst aus - aber nicht die normale Sicherung: Moin, liebe Profis. Habe die Fehlerquelle bereits eingrenzen können. Die betroffene Verbindung sieht so aus FI > 16A Sicherung > Zuleitungskabel...
  3. Induktionsherd löst FI-Schalter aus.

    Induktionsherd löst FI-Schalter aus.: Guten Tag, liebes Forum, ich hoffe, ich hab den Beitrag ins richtige Unterforum eingestellt. Wenn nicht, bitte ich die Mods, diesen zu...
  4. FI fliegt regelmäßig aus unerklärlichen Gründen raus

    FI fliegt regelmäßig aus unerklärlichen Gründen raus: Hallo ich habe mich hier angemeldet, da ich momentan recht ratlos bin wie ich am besten auf Ursachenforschung gehe. Mein Problem: Seit 4 Tagen...
  1. Diese Seite verwendet Cookies um Inhalte zu personalisieren. Außerdem werden auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Mit dem weiteren Aufenthalt akzeptierst du diesen Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden