Fragen zu Unterveteilung

Diskutiere Fragen zu Unterveteilung im Installation von Leitungen und Betriebsmitteln Forum im Bereich ELEKTRO-INSTALLATION & HAUSELEKTRIK; Servus zusammen, erst mal wollte ich sagen: Schönes Forum habt ihr da. Hab schon viele Antworten auf meine Fragen hier gefunden. Aber jetzt...

  1. #1 Mittelschwabe, 24.05.2007
    Mittelschwabe

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    Servus zusammen,

    erst mal wollte ich sagen: Schönes Forum habt ihr da. Hab schon viele Antworten auf meine Fragen hier gefunden. Aber jetzt hätte ich was konkretes ...

    Bin gerade am Umbauen und wollte mich vor der Diskussion mit meinem Elektriker etwas erhellen lassen.

    An den Zählerschrank im Kller sollen zwei Unterveteilungen angeschlossen werden (2 x Hager FW62S). Die eine kommt direkt neben den Zählerschrank im Keller und versorgt das EG, die andere kommt in den 1. Stock und versorgt diesen. (Wohnfläche jeweils ca. 90 qm; Verteiler sind etwas größer gewählt, weil da ein paar EIB Komponenten rein sollen)

    Jetzt hab ich ein paar Fragen wie die beiden Unterverteilungen angebunden werden sollen (Querschnitt und Absicherung):

    1. Wenn pro UV ein SLS verwendet werden soll, ist es eigentlich egal ob dieser in den Zählerschrank oder in der Unterverteilung sitzt? Wenn er in der UV sitzt, dann habe ich doch immer Saft auf der Leitung dorthin. Muss in diesem Falle noch ein Hauptschalter in den Zählerschrank?

    2. Der eine Verteiler ist quasi direkt neben dem Zählerschrank; der andere ist ca. 18m Kabellänge von diesem entfernt. Ist ein 5 x 10 qmm Kabel o.k. bei 35A SLS? Ab welcher Größe der Zählernachsicherung bräuchte ich 5 x 16 qmm? Gibt es überhaupt einen Grund (1.OG nur Schlaf-/Kinderzimmer, Bad, Büro) für 5 x 16 qmm?

    3. Das Kabel zur UV im 1.OG soll in einem stillgelegten Kaminschacht nach oben und an der Decke im 1.OG entlang bis zur Wand mit dem Unterverteiler geführt werden. Dabei verläuft es direkt Über der Dusche im Bad in der ca. 10 cm abgehängten Decke - ist das o.k.?
    (Der Elektriker meinte auch, dass ich mir ein paar Meter Kabel sparen könne, wenn ich es direkt unter der Dusche in den Estrich legen würde - aber das Gefühl mit nackten und nassen Füßen ca. 4 cm über dem Stromkabel zu stehen finde ich ehrlich gesagt nicht sehr angenehm - oder bin ich da paranoid? :shock:)

    4. Ist bei der Struktur Zähler -> SLS (35A) -> FI (40A) -> LS B16A die Selektivität gewährleistet? Wäre SLS (50A) -> FI (63A) -> LS B16A auch in Ordnung?

    Sorry, falls die Fragen etwas naiv sein mögen. Ich bin Laie und hab auch nicht vor das selber zu machen. Ich möchte nur verstehen, was mir der Elektriker verkaufen möchte.

    Dank vorab,
    :) Tobias
     
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  3. #2 Schweizer, 24.05.2007
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  4. Mücke

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    zu 2) In der TAB 2000 steht in Abschnitt 6.3(3) das Zuleitungen zu Stromkreisverteilern mindestens für 63Ampere Nennstrom ausgelegt sein müssen.
    In Wohngebäuden

    Wenn ich mir dann die Tabellen für die Strombelastbarkeit so ansehe würde ich auch klar sagen 16² benutzen.

    zu 3) währe mir ehrlich gesagt egal ,wenn das Kabel unbeschädigt ist solte nichts passieren und erlaubt ist es auch.

    zu 4) Tab 2000 7.4 Trennvorrichtungen vor dem Zähler
    (2) Im Anschlussraum werden für jedes Zählerfeld ................,SH-Schalter mit einem Nennstrom von mindestens 63A eingesetzt.

    Also Hausanschlusskasten mit den Sicherungen vom Energieversorger ,selbst wenn hier 63A NH Sicherungen drin sind währen die Selektiven Hauptschalter 63A noch Selektiv dazu ,
    dann die beiden SH-Schalter 63A dann die Zähler
    ,dann würde ich persönlich in den Unterverteilern einen Hauptschalter einbauen dann den FI und die Automaten B16.
    Ein B16 Automat ist auf jeden Fall zu einem SH-Schalter 63A selektiv.

    Link TAB 2000 ,hier gibt es sogar einen nicht so wie bei der blöden VDE.


    SH = Selektiver Hauptschalter wird so auch in den gängigen Normen verwendet.
    SLS = Selektiver Leitungsschutzschalter ,ist wohl das gleiche habe ich noch nie vorher gelesen muste ich erst mal googeln.
     
  5. elo22

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    Ich kann einen SLS auch anstatt einer Neozed als Leitungsschutz für die UV und als Vorsicherung für den RCD installieren.


    SLS-SLS-RCD-Bxx funktioniert auch da selektiv.

    Lutz
     
  6. elo22

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    Warum nicht in den Schrank?

    Lutz
     
  7. #6 Mittelschwabe, 25.05.2007
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    Hallo,

    erst mal Danke für die vielen Antworten. Aber ich glaube ich habe mich missverständlich ausgedrückt, oder ein paar Informationen vergessen. :roll:

    Es handelt sich um eine Einfamilienhaus (naja, genauer um eine Doppelhaushälfte). Das heißt die Unterverteilungen bekommen keine eigenen Zähler.

    Die Struktur ist heute so: Die Hauptanschlußleitung geht über die Hauptsicherung in einen Zählerschrank. Dieser ist auch gleichzeitig Verteilschrank und ist mit einem FI und einer Hand voll LS bestückt. Das ganze Haus wird heute darüber versorgt.
    Jetzt wird das Haus eh gerade renoviert und da soll auch die Elektrik auf den neusten Stand gebracht werden. Weil aber im Zählerschrank recht wenig Platz ist, sollen für EG und 1OG jeweils separate Unterveteiler aufgebaut werden (mit genügend Platz, auch für ein paar EIB Komponenten).

    Meine Frage bezog sich jetzt darauf wie die beiden UV's an den Zählerschrank (oder nennen wir ihn Primärverteiler) angeschlossen werden sollen. Wir befinden uns also schon hinter dem Zähler. Oder gibt es einen Grund irgendetwas vor dem Zähler anzuschließen?

    @elo22, der SLS soll tatsächlich als Leitungsschutz für die UV bzw. als Vorsicherung für den RCD dienen (statt Neozed).

    Wäre dann folgendes richtig (wenn keine separaten Zähler vor/in die UV's sollen):

    |--Zählerschrank--| -----------> |--Unterverteiler--|
    ... Zähler -> SLS -> 5 x 16 -> HS -> FI -> LS

    HS: Hauptschalter

    Dann könnte ich den Unterverteiler direkt am Hauptschalter stromfrei schalten und die Leitung zum Unterverteiler am SLS.
    Wenn ich dann Mückes Kommentar mit einbeziehe hieße das, dass

    Zähler -> SLS (63A) -> 5 x 16 -> HS (63A) -> FI (63) -> LS x16A

    o.k. wären.

    @Mücke, das mit der Zuleitung zu Stromkreisverteilern habe ich auch schon gelesen, aber dachte, dass es für die Unterverteilung innerhalb eines Wohngebäudes veilleicht Ausnahmen gibt.
    Das Dachgeschoss des Hauses (Einliegerwohnung) wurde vor ein paar Jahren ausgebaut und eine eigene Unterverteilung gesetzt. Diese is an den Zählerschrank nur mit 5 x 6 qmm angeschlossen. Ist das also Pfusch? :shock: Sollte ich das gleich mit ändern lassen?

    Dankeschön!
    :) Tobias
     
  8. #7 Schweizer, 25.05.2007
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  9. #8 Mittelschwabe, 25.05.2007
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    Naja, der hat mir jetzt schon so einiges erzählt - da wird gerade die Vertrauensdecke dünner ...

    Die UV's sind übrigens zwei Hager FW62S Feldverteiler mit jeweils 144 PLE - sollte also genügend Platz da sein. ;-)

    :) Tobias
     
  10. #9 Schweizer, 25.05.2007
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    DAs könnte reichen! :D
     
  11. Mücke

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    Wenn das keine separaten Wohnungen sind müssen diese nicht mit 63A versorgt werden.
    Ich schicke dir mal den Zugang zu einer ähnlichen Frage die von einem Profi beantwortet wurde per Privater Nachricht.

    Zählerschrank-SLS-HS-FI-LS !!!!

    Jooooo !!
     
  12. #11 Fentanyl, 28.05.2007
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    Die SLS passen in normale Unterverteilungen garnicht hinein, außerdem wärs Quatsch, da sie viel kosten und man das Ganze entweder nur mit Hauptschaltern oder mit einem Neozedlasttrenner machen kann.

    Naja, ich hab in meinem Zimmer Verteiler mit ingesamt 276 TLE und das reicht so grade - also, sag niemals nie ;)

    Ich persönlich würde NHXMH-J 5x16mm² zu jeder Verteilung legen (bei größeren Leistungswünschen evtl auch 5x25 oder 5x35, das kommt drauf an, was du noch so vor hast. für normale Wohnungen ist ein NHXMH-J mit 5x16 schon eine sehr gute Lösung! Lass dir keine TNC-Versorgung andrehen (vieradrige Zuleitung mit PEN), das ist nicht mehr zeitgemäß und die Kostenersparnis ist nicht der Rede wert. Auch würde ich für diese Hauptleitungen kein NYM mehr nehmen, seitdem ich gesehen habe, um wieviel besser die Isolation bei NHXMH ist (das ist, im gegensatz zu der TNC-Geschichte aber nur eine lockere Empfehlung, die Leitung kostet etwa das soppelte, allerdings ist das ja im Endeffekt nicht so viel, wenn man vorwiegend die Hauptleitungen so ausführt).

    Lass dir in den Schränken genug Platz für Überspannungsschutzgeräte, falls du nicht ohnehin schon gleich welche einbauen willst (eigentlich empfehlenswert, gerade im Zusammenhang mit SPS-geschichten).

    MfG; Fenta
     
  13. elo22

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    Warum nicht? Geht die Tür dann nicht zu?

    Lutz
     
  14. #13 Fentanyl, 28.05.2007
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    Weil der hintere Gehäuseteil zu lang und teilweise auch zu hoch ist.

    MfG; Fenta
     
  15. Marcel

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    Und Unterverteilungen , die von Hauptverteilern aus gespeist werden, müssen auch nicht unbedingt mit 16qmm angefahren werden, wie schon beschrieben wurde.
    Das kann dann nach Länge, Bedarf und so weiter ausgelegt werden. Dann aber 3 oder 5 adrig und nicht mit PEN, sonst muss mindesten 10qmm rein.
     
  16. #15 Fentanyl, 04.06.2007
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    Oder 4-adrig mit PE.
     
  17. #16 Mittelschwabe, 04.06.2007
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    N'servus,

    Danke für die vielen tollen Tips. Hab mich jetzt für NHXMH-J 5x16mm² entscheiden. Kostet nicht die Welt mehr und macht einen sehr stabilen Eindruck. Außerdem habe ich dann Reserven für so ziemlich alles was man sich vorstellen kann.

    :) Tobias
     
  18. #17 Fentanyl, 04.06.2007
    Fentanyl

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    Meinen Glückwunsch zur gelungenen Wahl! :)

    Wenn du mal Zeit hast, vergleich mal das NHXMH mit NYM (versuch z.B. mal mit einem fingernagel feste die Ader-Isolierung einzuritzen, daran merkt man bereits einen unterschied). Die Leitung ist also nicht nur im Bezug auf das Brandverhalten besser (etwas höherer Widerstand gegen hohe Temperaturen (offiziell ist die Betriebstemperatur ebenfalls 70°C und die sollte man natürlich einhalten, allerdings "verzeiht" diese Leitung kurzfristige Überlastungen eher als NYM, ist also haltbarer), und es wird im Brandfall keine Salzsäure freigesetzt, zudem brennt PVC (Polyvinylchlorid) auch besser, als VPE (vernetztes Polyethylen)) - sie ist auch im Bezug auf die mechanische Festigkeit dem NYM deutlich überlegen und die Isolation ist langlebiger. Bei ausreichendem Leitungsschutz (mechanisch und Sicherungstechnisch, sodass sie nicht länger stark überlastet werden kann) ist ein langes Leben (ein tendenziell spürbar längeres, als bei NYM) sicher!

    Möchte man auf sehr heißen Speichern oder ähnlichem verlegen, sollte man hingegen auf z.B. NHXH oder NHXCH ausweichen (-40 - +90°C.

    MfG; Fenta
     
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