Instalation eines Zwischenzählers und Zuleitung

Diskutiere Instalation eines Zwischenzählers und Zuleitung im Installation von Leitungen und Betriebsmitteln Forum im Bereich ELEKTRO-INSTALLATION & HAUSELEKTRIK; Erst mal zur Info: ich bin Starkstromelektriker aber schon Jahre aus dem Beruf, deshalb folgende Frage: Vorhanden ist ein...

  1. Coco

    Coco

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    Erst mal zur Info: ich bin Starkstromelektriker aber schon Jahre aus dem Beruf, deshalb folgende Frage:

    Vorhanden ist ein Zwischensicherungskasten, die Zuleitung ist mit 63A abgesichert! Dort soll ein Drehstromzwischenzähler eingebaut werden, Heliowatt 3x230/380V
    Vom Zähler geht es über Sicherungen zu einer Zuleitung für einen 50m entfernten weiteren Sicherungskasten. Die Zuleitung, im Rohr verlegt, wird mit ca. <45A belastet
    Wie groß müssen die Sicherungen sein?
    Welchen Querschnitt und welche Leitung brauche ich?


    Vieln Dank im Voraus für Eure Hilfe

    MFG Coco
     
  2. Gretel

    Gretel

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    Hallo coco ,


    geht es um
    http://www.elektrikforum.de/viewtopic.p ... ight=#1258

    oder ist eine Verunsicherung da wegen neuer Spannungsfallrechnung ? - oder gar ganz was Neues ?
    -
    Zur Frage : Was steht genau auf diesem Heliowatt-Zähler drauf - so in der Art "Drehstrom 10(60)A" ?
    -
    Ist es eine industrielle Installation oder allgemeine Haustechnik ?
    -
    Was genau wird mit dem letzten Sicherungskasten versorgt ?
    -
    Wie ist das Netzsystem ?
    -
    Wer plant diese Anlage und welches EVU ist zuständig ?
    -

    Gruß ,
    Gretel
     
  3. Coco

    Coco

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    Hallo Gretel,
    Es ist etwas ganz Neues!
    Auf dem Zähler steht 15/60A 3x230/380V
    Teilweise Industriell, teilweise Haustechnik
    mehrere kleine Gravurmaschienen, aber auch Backofen und Untertischgerät, Beleuchtung usw. mit 45A kommt man aber auf jeden Fall aus.

    Netzsystem ?

    das ganze befindet sich im Grossraum Düsseldorf
    EVU müsste eigentlich das RWE sein.

    MfG
    Coco
     
  4. Gretel

    Gretel

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    Auslegung nach Spannungsfall ....

    Hallo coco ,

    es gilt bei Hausinstallationen immer noch die Rechnung über den maximalmöglichen Spannungsfall.

    Der beträgt bei Anlagen bis 100kVA : 0,5% vom Einspeisepunkt (Hausanschlusskasten) bis zum
    eigentlichen Hauptverteiler (Zähler) - das heisst 0,5% der Netzspannung , also bei Drehstrom mit
    400V -> 4 V.
    +
    Vom Hauptverteiler (Zähler) gelten dann die 3% (von 400V = 12V ) Spannungsfall nach den
    Technischen Anschlussbedingungen der jeweiligen EVUs.

    In deinem Fall musst Du also erstmal die Leitung vom HAK zum EVU-Zähler berechnen .
    Für den Nennstrom dabei die HAK-Sicherungswerte und den gelegten Leitungsquerschnitt in die
    Formel eintragen.

    Dann vom EVU-Zähler bis zum letzten angeschlossenen Verbraucher weiterrechnen. (Natürlich dann die dortigen Absicherungen und Spannungen berücksichtigen !)

    Dabei dann aber beachten :
    Immer bei Querschnittsverjüngungen und gegf. anderen Absicherung eine neue Teil(strecken)rechnung aufstellen .

    Am Ende dann alle Rechnungssummen addieren - bei Abweichungen evtl. nötige Absicherung kleiner wählen , oder gegf. größere Leitungsquerschnitte vorsehen.
    Hierbei die längste Leitung in einem Stromkreis berücksichtigen !

    Beispielrechnung ( unverbindlich ,freibleibend ,ohne Gewähr - schon garnicht für Schreibfehler! )
    Z.B. : HAK Länge 2 m bis zum EVU-Zähler mit 5x25 mm² NYM-J und 3x63A NH-00 Überstrom-Schutzorgan ausgeführt.
    Dann vom EVU-Zähler 5 m lange Leitung zu einem Zwischenzähler geplant ,von dort dann über
    neue , dortige Zwischenzählerabsicherungen auf einen Unterverteiler UV1 ,welcher 50 m vom
    Zwischenzähler entfernt ist. Hierbei eine Stromaufnahme von 45 A berücksichtigen !
    Der letzte Steckdosenstromkreis ist wiederum in seinem längsten Ausläufer 6 m vom
    Unterverteiler UV1 entfernt , und sollte auf mindestens 16 A ausgelegt sein.

    -> Rechnungen :

    1. HAK - EVuZähler hier ergibt sich bei 25 mm² und 63 A ein schon vorhandener Sp.fall von
    0,063%.

    2. EVUZähler - Zwischenzähler - UV1 :
    Da keine Angaben gerade vorliegen nehme ich mal einen Leitungsquerschnitt von 5x25 mm² vom
    EVUZähler zum Zwischenzähler an.
    Ergibt für Spfall.rechnung : Leitungslänge 5 m , 5x25mm² , Absicherung 3x63A -> 0,1% Sp.fall.

    Weitere Rechnung :
    (Sollte 5 x 16 mm² anzufinden sein , gilt : 0,158 % Sp.fall)

    3. Zwischenzähler zu UV2 : Da Stromaufnahme mit 45 A vorgegeben - Absicherung mit3x50A,
    Querschnitt über Daumen angesetzt 5x16 mm² , bei Leitungslänge 50 m. -> 1,25 % Sp.fall.

    4. Jetzt noch bis zum letzten Verbraucher : 6 m Leitungslänge ,Absicherung B16A , Querschnitt
    3x1,5mm² gewählt . -> 0,89 Sp.fall (hierbei Sp.fallrechnung 230V berücksichtigen !)

    Aufsummierungen :
    0,063 %
    von erlaubten 0,5 % -> d.h. Reserve für die 3% Rechnung !
    -> Bereich nach dem EVuZähler :
    + 0,1 %
    + 1,25 %
    + 0,89 %
    ---------------
    2,24 % von erlaubten 3 % . (bei 16 mm² dann 2,3 % Sp.fall von 3% erlaubten)
    -
    - Es kommt hierbei auf alle Faktoren an (HAK - EVuZähler - Leitungslängen komplett bis zu
    Endverbauchern).
    Restliche Klärung bringen dann die abschliesenden Messungen (Schleifenwiderstand etc .... )
    Sollte der bei der genannten Steckdose allerdings größer als 2,88 Ohm ausfallen , sollte man
    geringer absichern oder grösseren Querschnitt (oder kürzere Leitungslänge) installieren - dann
    geht das Ganze im Zeichen des Schleifenwiderstandes weiter !

    Um trotzdem die Abschaltbedingungen zu erfüllen , gibt es noch die möglichkeit in TN-C-S und
    TN-S , sowie TT-Netzsystemen Fehlerstromschutzschalter einzusetzen , dann muss die Abschlussmessung noch die sogenannte Berührungsspannung beim Abschalten im FI-Stromkreis erbringen.

    Um das Ganze als Elektro-Installationseinheit anzusehen sind natürlich alle Einzelkomponenten

    (Absicherungen , Zuleitungen ,deren Verlegeart und Querschnitte , Temperaturbereiche, Haupt -
    und örtliche Potentialausgleiche ,etc...)

    zum Verständnis anzusehen !

    Deshalb meine Fragen bezgl. Leitungsarten ,Querschnitten , Verlegearten , Temperaturbereiche , etc.... ; man kann garnicht genug von der zu erstellenden Anlage an Informationen haben !

    Das mit deinen Zählernennwerten passt schonmal!

    Die Netzsysteme sind Dir nicht bekannt ?
    Dann mal die Forensuche oben rechts bemühen ! (Nach "Netzform" suchen ,ergibt einige Threads über das Thema - mit weitererklärenden links !)


    Gruß ,
    Gretel
     
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