Kann ich ca. 1000m Kabel verlegen?

Diskutiere Kann ich ca. 1000m Kabel verlegen? im Installation von Leitungen und Betriebsmitteln Forum im Bereich ELEKTRO-INSTALLATION & HAUSELEKTRIK; Hallo, Meine Freunde und ich besitzen eine Hütte ca. 1km von einem Haus entfernt an dem wir von einer Steckdose Strom bekommen würden. Wir hätten...

  1. #1 Downmaster69, 18.01.2022
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    Hallo,
    Meine Freunde und ich besitzen eine Hütte ca. 1km von einem Haus entfernt an dem wir von einer Steckdose Strom bekommen würden. Wir hätten gedacht 2x 500m Kabel mit einem Durchmesser von 15mm zu verbinden und diese in einem Kabelschutzrohr ein Paar cm unter der Erde zu verlegen. Ist das realistisch oder verliert man hierbei zu viel Spannung? Gibt es sonst etwas auf was achten müssen?
    Vielen Dank im Voraus
     
  2. #2 creativex, 18.01.2022
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    Klar geht das aber eben mit dem entsprechenden Querschnitt bei 1 km da werden es sicher 120 mm² Alu sein oder eben 95 Kupfer . Da wirste arm
     
  3. ego1

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    Es gibt durchaus möglichkeiten die Strecke in einer höheren Spannung zu überwinden.

    Aber ob das die Sache wert ist?
     
  4. #4 Downmaster69, 18.01.2022
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    Alles klar...die Preise sind für uns leider nicht zu stemmen...trotzdem vielen Dank. Aktuell machen wir mit einer 12V Batterie und einem Spannungswandler unseren Strom. Leider ist das aber nicht optimal, da man immer danach schauen muss dass die Batterie sich nicht tiefenentlädt, man kann nur wenige Dinge anschließen und die Batterie hält maximal einen Abend. Wir würden Strom für 3 Lampen, einen Lautsprecher, LEDs und evtl mal einen kleiner Beamer benötigen. Gibt es hier im Budget von ca 800€ etwas zuverlässiges? (Notstromaggregat ist keine Option)
     
  5. #5 creativex, 18.01.2022
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    Kauf dir paar Solarzellen und ein Laderegler aus China
     
  6. #6 Stromberger, 19.01.2022
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    Wenn Ihr das Kabel sowieso schon rumliegen haben solltet, würde Folgendes dabei herumkommen (ich gehe mal davon aus, dass 1,5 mm² Leiterquerschnitt gemeint sind, der Außendurchmesser interessiert dabei weniger!!)

    Wenn das Kabel mit 1 A belastet wird (also 230-250 VA) dann gibt das einen Spannungsabfall von 9-10%, was LED und Beamer eigentlich aushalten sollten.
    Wie man das dann absichert und ob das Ganze sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt. Ich denke eher nicht.
     
  7. EBC41

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    Auf jeden Fall ein lokales TT-Netz mit 30mA FI. Dann wäre auch dieses absolut nicht normgemäße Konstrukt einigermaßen sicher. Die ewig lange Zuleitung soll keinen Schutzleiter enthalten, alles Cu in der Leitung für L und N verwenden. Lokalen PE in der Hütte nach dem 30mA RCD mittels Staberder erzeugen.

    Geräte mit Weitbereichs-Schaltnetzteil verwenden (100...240Volt), Den Anfang der Leitung mit maximal 1 oder 2A absichern. Bei sparsamer Vorgehensweise könnte es praktikabel sein?

    Vielleicht könnt ihr irgendwo preiswertes Erdkabel NYY besorgen. Aber nicht nur ein paar cm vergraben, sondern idealerweise 70 cm. Kein Bekannter mit einem Minibagger vorhanden, der euch das preiswert macht?
     
  8. #8 Octavian1977, 19.01.2022
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    Das ist dann der absolut schlechteste Vorschlag überhaupt.
    Die Zuleitung MUß einen Schutzleiter enthalten und zusätzlich MUß die Hütte einen eigenen Erder erhalten.
    Ein TT Netz ist die Krücke die man errichtet wenn der PEN eines speisenden TN-C Netzes nicht mehr gut genug ist.
    Überdies ist zu bedenken, daß der zulässige Spannungsfall wohl sicher schon an dieser Steckdose an der Angeschlossen werden soll schon ausgereizt ist.

    Übertragung auf so lange Stecke macht nur mit Transformatoren Sinn, aber Hochspannung ist mal noch ein ganz anderes Thema.

    Hier ist es wesentlich sinnvoller das Ganze mit einer Solaranlage und einem gescheiten Laderegler zu erweitern der bei leerer Batterie auch abschaltet und so eine Tiefentladung verhindert.
    Kleinwindanlagen wären auch vielleicht möglich sind aber im Vergleich zu ein paar Solarmodulen sehr teuer.

    Wenn der Akku nicht über nacht hält kann man da durchaus auch mehrere Akkus (exakt gleiche) parallel schalten.
     
  9. #9 werner_1, 19.01.2022
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    Das von @Stromberger und @EBC41 Genannte kann sicher eine Möglichkeit sein. Sicher entspricht das nicht den Vorschriften und es hält nicht die 3% ein, aber ich erinnere mal an Netze z.B. in Afrika (kenne ich zufällig). Da kann es durchaus sein, dass die Spannung mal auf 180V oder darunter fällt. Da fangen dann echte Probleme an, aber nicht, wenn in diesem Fall da mal 10% Spannungsfall auftreten.

    Und wenn du dort ein TT-Netz errichtest mit 10mA FI ist das Ganze wahrscheinlich hundert Mal sicherer, als zigtausend Wohnungen in D mit KN.
     
  10. patois

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    begründung oder Hinweis: für die erforderlichen Berechnungen muss da 2km eingesetzt werden . . .
     
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  11. #11 eFuchsi, 19.01.2022
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    Ein Kabel mit 15mm Durchmesser ist allerdings auch eine sehr genaue Beschreibung.
     
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  12. #12 werner_1, 19.01.2022
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    Oh, vielleicht meint er Ader-Durchmesser. Von Laien werden Adern oft als "Kabel" bezeichnet. Dann hätten wir 175mm². :)
     
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  13. #13 Stromberger, 19.01.2022
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    Ja nee, is' klar! Das Kabel wäre dann bei "ein paar cm tiefer Verlegung" schneller geklaut als geguckt. Davon abgesehen möchte ich dann gerne bei der Verlegung durch Laien dabei sein! :D

    (Aber habe die Satire schon verstanden...)
     
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  14. #14 EBC41, 20.01.2022
    Zuletzt bearbeitet: 20.01.2022
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    Vollkommen falsch!
    Mein Vorschlag wäre der wirtschaftlich und technisch vernünftigste! Ich schrieb ja schon, dass es nicht normgemäß ist. Aber als Insel-TT sicher, mit wie schon beschrieben, eigenem Staberder bei der Hütte.

    Hier einen Schutzleiter zu verwenden, wäre wirtschaftlicher und technischer Unfug. Das Ding läuft bis zum RCD in der Hütte als "Schutzisoliert".
    Wenn man Zweifel an der Zuverlässigkeit des RCD hätte, würde ich zwei verschiedene Fabrikate mit 30mA hintereinanderschalten, zwecks Redundanz.

    Wenn jemand hier Probleme mit Sicherheitsaspekten hätte, bitte konkret benennen, was passieren kann, außer, dass die Geräte zu wenig Spannung bekommen.

    Dafür werden ja Weitbereichsnetzteile verwendet. Und die Leute sind sich bewusst, dass es eine Anlage mit stark eingeschränkten Eigenschaften ist.


    Mal ehrlich gesagt: Was ist die meist verwendete Alltagslösung in solchen Fällen, wenn die jungen Leute Party machen wollen. Jeder nimmt einen 50 m Leitungsroller mit, bis 1 km zusammengesteckt sind. Dann womöglich angestöpselt an einer alten Schukosteckdose ganz ohne FI mit 16A abgesichert? Und was dann?

    Da braucht keiner über eine Krücke von TT-Insel mit 30mA RCD schimpfen, auch, wenn kein PE in der Zuleitung enthalten ist. Der ist beim Versorger nämlich auch nicht drin bei einem TT-Netz.



    .
     
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  15. EBC41

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    Wenn schon eine Leitung von zum Beispiel 3x1,5mm vorhanden wäre, sollte man an der Hütte den Schutzleiter niemals anschliessen. Sondern nach dem 30mA RCD nur den lokalen PE vom Staberder benutzen.

    Physikalisch wäre es sogar sinnvoller, die grüngelbe und die blaue Ader parallel zu schalten. Aber da höre ich schon manche toben, das ist illegal!

    Aber immer noch viel besser, als die Lösung mit den 20 hintereinander gesteckten Leitungsrollern an der 16A Steckdose ohne FI.

    Ein sachgerecht aufgebautes TT-Inselnetz hat die Eigenschaft, dass es viele Sünden vor dem RCD eliminiert!


    Ich denke, der TE meinte ein 1,5mm²? Wenn es irgendwie ginge, deutlich mehr wäre schon besser. Denn 2km Ader bei 1,5mm² hat seine 24 Ohm, da beisst die Maus keinen Faden ab.


    Wenn bei der Partyclique zufällig ein elektrisch bewanderter dabei ist, könnte man ja mal ein Experiment machen: Einen 2kW Heizlüfter in Reihe zu den in der Hütte beabsichtigten Gerätschaften zu schalten, um zu testen, ob das klappen würde?
     
  16. #16 Octavian1977, 20.01.2022
    Octavian1977

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    Ein TT Netz hat vor allem die Problematik vollkommen Abhängig von der Funktion eines einzelnen Erders zu sein und kann somit nur die Notlösung sein.
    Mit Änderung der Netzform, vorhergehenden Pfusch aus zu gleichen ist absolut nicht zu empfehlen.
    Fraglich wäre bei dieser Länge sogar ob eine Sicherung bei einem Kurzschluß L-N überhaupt noch auslöst, auf jeden Fall schon mal nicht in der vorgegebenen Zeit von 0,4s für Endstromkreise und erst recht nicht innerhalb der 0,2s die für ein TT Netz nötig wären.
     
  17. #17 werner_1, 20.01.2022
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    Lieber Octavian, ich glaube du bringst da wieder etwas durcheinander.
    1. Ein lokaler Erder wäre mir 100x sicherer, als ein 1000m langer 1,5er Draht.
    2. Schon mal gehört, dass es für den Personenschutz RCDs gibt? Die schalten selbst bei einem sehr schlechten Erder in ein paar ms ab.
    3. Bei einem L-N-Schluss brauchst du nicht in 0,2/0,4s abschalten
    Habe ich irgendetwas übersehen? o_O
     
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  18. #18 Octavian1977, 20.01.2022
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    zu 1. habe ich bereits geschrieben, daß zusätzlich ein lokaler Erder zu erstellen ist.
    zu 2 das Hilft Dir nicht beim Kurzschluß L-N der auch ab zu schalten ist und nach der Stecke wird das nichts.
    zu 3 woher nimmst Du diese Weisheit?
     
  19. bigdie

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  20. ego1

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    Du hast doch eine Behauptung aufgestellt. Dann musst du doch schreiben wo das steht?
    Werner hat doch nur die möglichkeit zu schreiben, wo es nicht steht! (kleines Geheimniss: in der VDE!)
     
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