Kurzschlussberechnungen

Diskutiere Kurzschlussberechnungen im Installation von Leitungen und Betriebsmitteln Forum im Bereich ELEKTRO-INSTALLATION & HAUSELEKTRIK; habe zur Zeit ein großes Problem mit der Berechnung von Kurzschlussströmen: [img] Mit dieser Formel (Buch VDE 0100 und die Praxis; Lindner)...

  1. #1 confused, 15.06.2006
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    habe zur Zeit ein großes Problem mit der Berechnung von Kurzschlussströmen:

    [​IMG]

    Mit dieser Formel (Buch VDE 0100 und die Praxis; Lindner) soll ich einen Kurzschluss berechnen.

    Die Werte sind:
    c=0,95
    U=400V (Leiter-Leiter)
    Rq=0,063mOhm xq=0,584mOhm
    Rt=1,681mOhm xt=9,939mOhm
    Rl=14,9mOhm xl=15,8mOhm
    r0t=1,681mOhm x0t=9,442mOhm
    r0l=59,5mOhm x0l=57,9mOhm

    und für den unteren Teil des Bruchstriches komme ich auf eine Impedanz von 152 mOhm.
    Soweit so gut. Ich setze also die ganzen Werte in die Formel ein und komme auf einen Kurzschlussstrom von ca. 4500 A für den Fall eines Kurzschlusses im Hausanschlusskasten.

    Nun dachte ich mir, dass ich von da aus gleich weiter rechnen kann.

    Also nun z.B. von der Hauptverteilung (steht direkt neben dem HA) zur ersten (Wechselstrom)Steckdose.
    Ich verlege 2,5mm² Leitung 34 Meter lang. das wären dann ca 0,3 Ohm *2(hin und zurück) =ca. 600mOhm, die zu den 152 m Ohm noch dazu kommen.
    Das ganze in die Formel eingesetzt ergibt einen Kurzschlussstrom von 936 A, was mir ziemlich hoch vorkommt. Ich kann mich noch an meine Ausbildung erinnern und da war der Strom nie so hoch. Ich habe das ganze also mal mit dem guten alten ohmschen Gesetz probiert: I=U/R=230 V/(2*0,3+0,152) Ohm = ca. 300A.

    dieser Wert gefällt mir schon viel besser und ich kann die Formel sogar nachvollziehen.

    Kann es sein, dass in der Formel oben ein Fehler ist? z.B. wundert es mich, dass die Wurzel 3 oben steht und 400V mal Wurzel 3 sind schon ca 690 V, obwohl ja beim einphasigen Kurzschluss doch nur 230V speisen.
    Wenn die Wurzel 3 aus der gezeigten unten stehen würde komme ich auf einen etwa ähnlichen Wert wie meinen simpel errechneten.

    Nun sagen aber das Buch und unser Dozent (ich glaube )unabhängig voneinander, dass die Wurzel 3 unbedingt nach oben muss, was mich ziemlich verwirrt. Hat jemand von euch Ahnung, was ich da tun kann?
     
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  3. Gretel

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    Kurzschlußberechnungen

    Hallo ,

    normalerweise sind dabei die technischen Daten bzgl.

    Materialbeiwerte (nach VDE0100T540 - also
    Leiterwerkstoff,Werkstoff der Isolierung) mitangegeben.
    -
    1.Wie kommt diese Formel im Einzelnen (genau) zustande ?

    2. Was bedeuten die 2Rx und 2Xx .... ?
    -
    Nach dem Schleifenwiderstandswert vor der hoffentlich (er-)neuten (Überstrom-Schutzorgan-) Absicherung (also auf Dein 2,5mm² bezogen) liest man sich die zulässige Leitungslänge zum Kurzschlußschutz aus einem Nomogramm:
    [​IMG]

    D.h. Neu, weiterrechnen..... !

    Gruß,
    Gretel
     
  4. #3 confused, 16.06.2006
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    okay das hatte ich tatsächlich vergessen:

    Rq und Xq sind der Wirk- sowie der Blindwiderstand des vorgelagerten 20-KV-Netzes übertragen auf die 400V-Ebene.

    Rt und Xt sind der Wirk- sowie Blindwiderstand des Transformators

    RL und XL sind der Wirk- sowie Blindwiderstand des Energiekabels (200m, 300mm²)

    mit R0l, X0l, R0t, und x0t kann ich leider nicht viel anfangen, weil das im Unterricht mit den symmetrischen Komponenten ziemlich schnell ging bzw. die Formel einfach im Schnelldurchlauf an die Wand geschmissen wurde. Ich werde nochmal unseren Dozenten fragen und dann auch mal die lösung reinstellen.
    Diese Formel sollte ich nehmen, um dann auch nachzuweisen, dass im Fehlerfall der Kurzschlussstrom wirklich hoch genug ist.
    Beim Nachweis der Schutzbedingung reicht dieses Nomogramm meines Erachtens leider nicht aus, aber trotzdem danke.
     
  5. #4 confused, 19.06.2006
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    habe heute noch mal nachgefragt... hatte leider kein Beispiel auf Papier dabei und so richtig klar ist mir die Erklärung nicht geworden.
    Allerdings kann ich mir jetzt denken, wo mein Fehler ist.
    Ich musste bei der Zuleitung auf die Null-und mitreaktanzen umrechnen und habe das auch getan. Bei den weiterführenden Stromkreisen habe ich einfach nur den Widerstand addiert, ohne auf Null und mitreaktanzen(und resistanzen) umzurechnen. werde heute abend mal in der exceltabelle ausprobieren, ob die werte dann plausibel sind
     
  6. #5 confused, 21.06.2006
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    habe jetzt noch mal die Formel korrigiert.
    Es lag wahrscheinlich daran, dass ich vergessen hatte, den Leitungswiderstand in das Nullsystem umzurechnen.
    Ich komme zwar immernoch auf Riesenströme, aber ich habe noch mehr zu tun.
    Kann jemand von euch erklären, wie ein einpoliger Kurzschlussstrom mehr als 230V geteilt durch (Hin+Rückwiderstand) sein kann?
    Ich bin jetzt stur das Schema aus dem Buch durchgegangen und schaue was ich darauf bekomme
     
  7. #6 trekmann, 07.07.2006
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    Moin,

    also wenn ich das so ausrechne wie du (für das 2,5mm²) komme ich auch auf 0,6 Ohm aber was du für Werte hast mit 4500 und 936 A ? Was für einer formel hast du da verwendet ?
    Also die formel für Ik ist das Ohmsche gesetz nichts anderes. Ik = Uo / Rs
    Ik = 230V / (0,6+0,152)Ohm
    Ik = 305A

    Zu der formal da drüber, die sieht echt gut aus :) die werd ich mir bei gelegenheit ma zu gemüte führen :-D.

    Schönen Abend noch

    MFG Marcell
     
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