Lastrennung Baustrom

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  • Lastrennung Baustrom
  • #1
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Guten Abend,
ich soll für einen Verwandten einen Baustromverteiler umbauen der natürlich den aktuellen Normen entspricht. Leider bin ich in der Baustrom Materie nicht so drin.
Meine Fragen lauten wie folgt : darf ich an stelle wo der Rote Kreis im Bild ist einen Hager L73M Lasttrennschalter verbauen ? Als Abschaltung und Absicherung des nachfolgenden Stromkreises.
Muss nach dem Lasttrennschalter trotzdem noch eine 3 Polige Absicherung folgen um den Stromkreis zu schützen ?


Das Bild dient nur zur Veranschaulichung.

Vielen Dank schon mal für die Antworten :).
 
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  • #2
So macht die Fa. Steidele das auch. Mit einem Coron2 Schalter, der auch die Hauptschalterfunktion übernimmt.
 
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  • #3
Ich finde ein 30 mA RCD ist etwas wenig.
Auf der Baustelle sind schnell Ableitströme über der Abschaltschwelle des RCD von ~15 mA erreicht.
Versorgungssicherheit?

Möglicherweise mehrere FI 30 mA oder FI / LS einbauen.

So teuer sind für die Schukosteckdosen Typ A auch nicht
 
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  • #4
Ich finde ein 30 mA RCD ist etwas wenig.
Auf der Baustelle sind schnell Ableitströme über der Abschaltschwelle des RCD von ~15 mA erreicht.
Versorgungssicherheit?

Möglicherweise mehrere FI 30 mA oder FI / LS einbauen.

So teuer sind für die Schukosteckdosen Typ A auch nicht
Also, so wie mit den Baustromkästen auf der Baustelle umgegangen wird, würde ich möglichst wenig investieren wollen. Aber ich finde es schon mal gut dass überhaupt sich ein Betrieb um die Aktualisierung ihrer Baustromkästen kümmert. Und auch da schon mal in C16A investiert, dies ist auch keine Selbstverständlichkeit, da B16A billiger ist. Eigentlich dürften die alten Baustromkästen, tw. nur mit DiaZed seit 2019 da gar nicht mehr stehen, aber wo kein Kontrolleur, da kein Kläger, da keinen Handlungsbedarf. Wichtig wäre auch die vorgeschriebene monatliche fachliche Kontrolle der Baustromkästen mit Dokomentation. Das wird nämlich kaum gemacht, da dies auch keiner bezahlt oder die anderen ihren E-Mülleimer einfach billiger anbieten können.

Ableitströme verringern die Handwerker gerne, in dem die Schutzleiterkontakte umgebogen werden, also ich sehe kaum eine etwas ältere Trommel, wo, dies z.T. nicht gemacht wurde oder die Schutzkontakte fehlen ganz. In dem Baustromkasten würde ich generell nur noch C10A absichern, da gerne die Schukosteckdosen überlastete werden oder mangelhafte Stecker drin stecken, die das Teil bis zur Zerstörung aufheizen. Man muss nur in bestehende hineinschauen, nicht wenige Steckdosen haben tiefbraune Ränder. C16A würde ich nur noch über die blauen CEE anbieten, wenn den können sich die Wanderarbeiter einen Adapter besorgen und da ihre Schukokupplung zerstören. Oft kommen die auch nur mit Kamm und Spiegel zu Baustelle, haben also nicht mal eine Kabeltrommel oder Leiter dabei, aber dies ist denn ja nicht euer Problem.

Die 63A CEE auch nur mit 50A absichern und einen 30mA FI gönnen. Bei größeren Baustellen wird denn mal gerne ein weiterer Stromverteiler eingesteckt und wenn die NH fliegt, müsst ihr raus. Und nicht wenige haben so einen Sonderadapter 63A -> 32A in der 1:1-Version irgendwo auf dem Fahrzeug liegen, gibt es auch in der 32A -> 16A-Version. Damit kann man denn gut den FI umgehen und wenn der Anlaufstrom von Maschinen etwas höher ist, muss nicht ständig einer zum Kasten.

Wenn man wie ich auf mehreren unterschiedlichen Baustellen unterwegs, erlebt man einiges, was da so abgeht. (Diskriminierung gelöscht (werner_1). Schreib doch mal ein Buch, dann brauchst du hier keine Romane schreiben. Jeder, der auf dem Bau unterwegs ist, kennt das.)
 
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  • #5
Ich würde da nur einen Lasttrennschalter einsetzen.
Sicherungen machen an der Stelle keinen Sinn.
Den Schutz übernehmen die Sicherungen vor dem Zähler und selbst diese sind überflüssig, da die Leitung am Anfang eine passende Sicherung haben muß, also wäre auch hier ein reiner Lasttrenner ausreichend.


Wenn man die 63A Steckdosen nutzt kann man am Rest nichts mehr einstecken, dann ist der Verteiler ausgelastet.
Welchen Anschluß erhält der Verteiler denn?
 
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  • #6
Ich würde da nur einen Lasttrennschalter einsetzen.
Sicherungen machen an der Stelle keinen Sinn.
Den Schutz übernehmen die Sicherungen vor dem Zähler und selbst diese sind überflüssig, da die Leitung am Anfang eine passende Sicherung haben muß, also wäre auch hier ein reiner Lasttrenner ausreichend.


Wenn man die 63A Steckdosen nutzt kann man am Rest nichts mehr einstecken, dann ist der Verteiler ausgelastet.
Welchen Anschluß erhält der Verteiler denn?

Die 63A Dose ist für den Kran vorgesehen. Wobei ich mir nicht vorstellen kann das er die ganze last nimmt.
Der Verteiler erhält einen 63 A Anschluss.
 
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  • #7
Wenn er keine 63A braucht stellt sich die Frage wofür er dann eine solche Steckdose benötigt, 45-50A werden das schon sein.
 
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