Leckstromzange richtig einsetzen und versehen

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  1. viggo

    viggo

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    Hallo, darf ich als Neuling hier euch mit einer vielleicht etwas komisch anmutenden Frage belästigen?

    Ich habe mir eine Leckstromzange gekauft, zur Fehlersuche am FI und vor allem, weil ich eine sehr genaue Stromzange gesucht habe.

    Man kann damit ja bekanntlich testen, wie viel Strom z.B. über den Schutzleiter oder die Erdung abfließt und nicht "im Stromkreis bleibt".
    Klar, wenn es über 30 mA sind, löst der FI aus, aber mich interessiert jetzt folgendes: Wie viel von diesem Ableit- oder Differenzströmen ist in einer einigermaßen modernen Anlage denn normal, ab wann muss man sich sorgen machen, dass was nicht stimmt?

    Bei einem meiner FIs sind es zum beispiel 3 mA, die nicht über den N-Leiter zurückfließen. ist das normal? Ab wann wird es kritisch?


    Wäre nett, wenn jemand was dazu sagen könnte, bin schon gespant!

    servus, viggo
     
  2. s-p-s

    s-p-s

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    Hallo
    ein RCD darf schon ab 50% des Nennfehlerstoms auslösen.
    Also ein 30 mA kann ab 15 mA auslösen.
    In der Praxis um 20 mA
    Ich habe was von 12 mA als max. Wert für die Anlage hinter dem 30 mA FI gelesen. Finde ich nicht mehr.
    Bin mir nicht ganz sicher.

    Bei Geräten nach VDE 0701-0702 ist 3,5 mA ein Grenzwert für den Schutzleiterstrom
     
  3. #3 Octavian1977, 21.11.2016
    Octavian1977

    Octavian1977 Moderator

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    Je mehr Geräte an einem Stromkreis hängen um so höher darf der Ableitstrom sein.
    Geräte für die normale 16A Schukosteckdose dürfen maximal 3,5mA aufweisen wie bereits erwähnt.
    Geräte höherer Leistung dürfen bis zu 10mA aufweisen.

    Das sind die Grenzwerte.
    Realistisch würde ich einen Ableitstrom von 3,5mA an nur einem Gerät nicht akzeptieren, da stimmt dran was nicht.
    Für eine komplette Wohneinheit sollte der Ableitstrom deutlich unter 15mA liegen.
    Auch wenn man die Einheit auf mehrere FIs aufteilen sollte.
    Die Aufteilung wird ja nicht aufgrund der Ableitströme sondern aufgrund der Verfügbarkeit der Gesamtanlage gemacht.

    In Wohnungen lassen sich mit der Zange auch gut die Ströme messen die über den PE und PA fließen aufgrund von Fehlern oder verlegten PEN.
    In Wohnungen mit Auftrennung des PEN erst in der UV habe ich bei 8 Parteien schon über 300mA über den PE/PA gemessen.
     
  4. viggo

    viggo

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    Das klappt ja super bei eich, danke!

    Also ich merke mir, dass es pro Gerät 3,5 mA sein dürfen, aber das nicht optimal ist. Das probier ich mal aus :)

    servus, Markus
     
  5. bigdie

    bigdie

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    Bei einem SK II Gerät dürfen es 0,5mA sein.
    Im Übrigen bei Drehstrom heben sich theoretisch auch Fehlerströme auf. Wenn du also auf jeder Phase ein Gerät mit 3mA hast sieht der FI theoretisch 0mA. Von daher kann die Summe der Fehlerströme bei einem 4 poligen FI auch höher als 15mA sein.
     
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