Leistungsfaktor?

Diskutiere Leistungsfaktor? im Grundlagen & Schaltungen der Elektroinstallation Forum im Bereich ELEKTRO-INSTALLATION & HAUSELEKTRIK; Hallo zusammen, mein EVU (der schwedische mit den Rekordgewinnen) hat mir mit der Teuerungsankündigung auch seine AGB geschickt. Darin steht...

  1. #1 besucher, 16.05.2006
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    Hallo zusammen,

    mein EVU (der schwedische mit den Rekordgewinnen) hat mir mit der Teuerungsankündigung auch seine AGB geschickt. Darin steht u.a.:

    "...Die allg. Tarife haben zur Voraussetzung, dass der Gebrauch der Elektrizität mit einem Leistungsfaktor zwischen cos. = 0,9 kapazitiv und 0,8 induktiv erfolgt. Andernfalls..." Und dann folgen noch diverse Sanktionen.

    Meine unbedarfte Frage:
    Was bedeutet das praktisch? Liegt das überhaupt in meiner Obhut, bzw. wodurch könnte ich (Otto-Normal-Verbraucher) denn theoretisch gegen diese Bedingung verstoßen?
    Klärt mich doch mal bitte auf.

    Gruß
    der besucher
     
  2. #2 Hemapri, 16.05.2006
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    Es handelt sich dabei um das Verhältnis von Wirkleistung (P) zu Scheinleistung (S).
    Im Idealfall ist der Leistungsfaktor 1.
    Ist er zu gering, so wird die bezogene Blindarbeit vom VNB gesondert berechnet oder man muß sich einen Kopf um Blindleistungskompensation machen.
    In normalen Haushaltsnetzen braucht man sich darüber keinen Kopf zu machen. Werden viele induktive oder kapazitive Verbraucher betrieben, sieht das etwas anders aus.

    MfG
     
  3. SimonS

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    Hallo!
    Hemapri hat völlig recht.
    Also in einem "normalen" Haushalt kann man dir garnicht Blindleistungsanteile nachweisen. Außer durch direkte Messung natürlich. Aber bis da jemand von Schweden kommt ...:roll:
    Messung von Blind- und Scheinleistung ist eigenlich nur im gewerblichen Bereich die Regel. Und da aber auch erst, und wenn überhaupt, ab ca. 60 Ampere Dauerlast.
    Bitte korrigiert mich wenn ich hier falsch liege!
    Ich glaube kaum das dir jemand über Nacht eine Messtation in die Hütte hängt.
    Privathaushalte können in ziemlich großen Umpfang induktive und kapazitive aufs Netzt werfen. Das das nicht schön ist, dürfte auch klar sein.
    Sei mal unbesorgt! Außer du hast oben genannte Messgeräte in deinem Gemäuer.
     
  4. #4 besucher, 17.05.2006
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    Hallo,

    d.h., meine induktiven Verbraucher (induktiv - vermutlich alles was Spulen/Wicklungen hat, Trafos oder Motoren?) fallen also demnach nicht ins Gewicht... Und kapazitive (Kondensatoren?) habe ich gar keine - außer in der Elektronik von Computer/Radio/TV/Küchengeräten usw.

    Ok - Danke

    Gruß
    der besucher
     
  5. SimonS

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    Hallo Besucher!
    Ne, so ist das nicht!
    Also generell ist alles schlecht, was den Strom von der Spannung, oder umgekehrt, wegschiebt, verschiebt oder sonst irgendwelche untugenden mit unserem schönen Sinus macht! Gut, der Trafo kann schon so einiges wieder "geradebiegen". Trotzdem wird das Netzt sehr belastet. Was uns Elektrikern eigentlich mehr zu schaffen macht, sind die teils harmonischen Oberwellen. Die zieht es zu Neutralleiter so wie den Playboy zu den Puppen! Da gibt es ganz gemeine Sachen.
    Generell kann man sagen, je mehr Dimmer, Handyaufladegeräte, Fernseher oder anderes was viel Gleichstrom braucht aber keinen Trafo hat, je mehr "versaust" du das Netzt.
    Natürlich fällt die Phasenverschiebung die du erzeugst ins Gewicht. Doch in Haushalten wird generell immer Induktiv verschoben. Das ist nicht ganz so schlimm. Schlimmer ist da schon die kapazitive Verschiebung. Wenn der Trafo spannungsweich ist, dann erhöhst du die Ausgangsspannung! Übel!
    Aber in einem normalen Haushalt kann man eigentlich garnicht so brutal viel Verschiebung erzeugen. Aber Oberwellen streuen die Wohnungen immer mehr aus.
    Mach dir mal keinen Kopf darum! Ausserdem würde das Thema den Umpfang meiner Müdigkeit sprengen :wink:
     
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